Unternehmen Wintereinbruch bremst Arbeitsmarkt

Die Kälte macht sich am Jobmarkt bemerkbar. Erstmals seit gut einem halben Jahr steigt die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl. Dafür ist aber auch ein Rückgang der Ein-Euro-Jobs verantwortlich.

Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember 2010 erstmals seit Mitte 2009 im Monatsvergleich wieder gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte eine Zunahme um 3000 gegenüber dem November.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte aber, die Besserung am Arbeitsmarkt habe sich im Dezember fortgesetzt. Für den saisonbereinigten Anstieg sei neben dem frühen Wintereinbruch auch ein Rückgang der Ein-Euro-Jobs von November auf Dezember verantwortlich.

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Auch bei den unbereinigten Daten hinterlässt der frühe Wintereinbruch Spuren. 3,016 Millionen Erwerbslose registrierte die BA. Dies seien 85.000 mehr gewesen als im November, aber 260.000 weniger als vor einem Jahr. Üblich ist im Dezember im Drei-Jahres-Durchschnitt eine Zunahme im Monatsvergleich um rund 67.000. Vor allem in der Bauwirtschaft wurde Personal entlassen.

Das vergangene Jahr war für den Arbeitsmarkt das beste seit 1992. Im Jahresdurchschnitt registrierte die BA 3,244 Millionen Arbeitslose nach 3,423 Millionen im Jahr zuvor. Noch weniger Arbeitslose hatte es zuletzt im Jahresdurchschnitt 1992 mit 2,98 Millionen gegeben.

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