Unternehmen Wöhrl kauft SinnLeffers

Konsolidierung in der Modebranche: Die Nürnberger Kette Wöhrl übernimmt SinnLeffers. Die beiden Filialisten ergänzen sich gut: Wöhrl ist in Bayern und im Osten Deutschlands aktiv, SinnLeffers im Norden und Westen. Das neue Unternehmen kommt auf einen Umsatz von über 600 Mio. Euro.

Der Nürnberger Modehändler Wöhrl übernimmt die Hagener Modekette SinnLeffers. Durch den Zusammenschluss entstehe ein Handelsunternehmen mit 60 Modehäusern, mehr als 4000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 600 Mio. Euro, teilten beide Unternehmen am Freitag in Hagen mit.

„SinnLeffers passt perfekt zu Wöhrl“, sagte Unternehmenschef Gerhard Wöhrl laut Mitteilung. Beide Ketten ergänzten sich nahezu ideal mit ihren Standorten. Wöhrl könne die regionale Reichweite deutlich ausbauen. Die beiden Marken Wöhrl und SinnLeffers sollen erhalten bleiben und alle Häuser fortgeführt werden. Das Bundeskartellamt muss dem Geschäft noch zustimmen.

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Wöhrl gehören 37 Modehäuser vor allem in Bayern und im Osten Deutschlands. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wies Wöhrl einen Umsatz von 346 Mio. Euro aus. Die Familiengesellschaft hält auch die Mehrheit an der Kaufhauskette Ludwig Beck am Rathauseck mit Sitz in München.

Die ehemals zu KarstadtQuelle (Arcandor) gehörende SinnLeffers ist in den vergangenen Jahren durch eine harte Sanierung gegangen. 2005 vom Finanzinvestor DIH gekauft, überstand sie 2008 eine Planinsolvenz, mit der das Filialnetz deutlich gestrafft wurde. Heute erwirtschaften 22 Filialen vor allem im Norden und Westen Deutschlands nach Angaben von DIH einen Umsatz von gut 300 Mio. Euro.

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