Flüchtlinge bei Vaude „Wir rechnen mit Produktionsausfällen in Höhe von 247.000 Euro“

"Ich möchte Skeptikern zeigen, dass die Integration von geflüchteten Menschen auch wirtschaftlich sinnvoll ist", sagt Vaude-Chefin Antje von Dewitz. Sie beschäftigt neun Flüchtlinge.

"Ich möchte Skeptikern zeigen, dass die Integration von geflüchteten Menschen auch wirtschaftlich sinnvoll ist", sagt Vaude-Chefin Antje von Dewitz. Sie beschäftigt neun Flüchtlinge.© Winfried Heinze / Vaude

Neun Flüchtlinge beschäftigt der deutsche Outdoor-Ausrüster Vaude. Fünf von ihnen droht nun die Abschiebung. Vaude-Chefin Antje von Dewitz kämpft dagegen - und rechnet der Kanzlerin in einem Brief die wirtschaftlichen Folgen vor.

Antje von Dewitz hätte allen Grund, vor Wut zu schäumen. Doch stattdessen schreibt die Geschäftsführerin des Outdoor-Ausrüsters Vaude einen sachlichen Brief an die Kanzlerin. Die Zeilen, die sie Anfang der Woche an Angela Merkel schickt, haben es in sich: Sie schreibt, warum sie und ihre Mitarbeiter sich von Merkel und der Politik im Stich gelassen fühlen.

Von Dewitz hatte Angela Merkel beim Wort genommen, als diese die deutschen Unternehmer immer wieder aufforderte, mehr Flüchtlinge einzustellen. Merkels Appell traf bei der Unternehmerin auf offene Ohren. Von Dewitz sah sich ohnehin in der Verantwortung, ihren Beitrag zu leisten, „geflüchtete Menschen schnell zu integrieren und damit auch eine soziale Spaltung innerhalb von Deutschland mit zu verhindern“, wie sie in ihrem Brief schreibt. Doch für ihr Engagement muss die Vaude-Chefin jetzt bezahlen.

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Was ist passiert?

Neun Flüchtlinge fanden Arbeit bei Vaude

Vaude hatte in den vergangenen zwei Jahren Flüchtlinge aus Syrien, Nigeria, Gambia, Irak und Afghanistan eingestellt, insgesamt neun. „In unserer Näherei und Schweißerei hatten wir offene Stellen, die wir nur sehr schwer und kostenintensiv durch Zeitarbeit besetzen konnten. In diesen Bereichen herrscht in Deutschland ein akuter Fachkräftemangel“, schreibt von Dewitz.

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Die Personalabteilung und eigene interne Integrationsbeauftragte unterstützten die neuen Kollegen nach von Dewitz‘ Angaben mit Deutschkursen, bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche und übernahmen Anwaltskosten. Für ihr Engagement wurde die Firma vor kurzem mit dem baden-württembergischen LEA Mittelstandspreis für soziale Verantwortung und dem Demografie Exzellenz Award in der Kategorie „fremd & heimisch“ ausgezeichnet.

Über 10.000 Euro Anwaltskosten – und 247.000 Euro Produktionsausfall

Doch dann das: Fünf der neun Mitarbeiter bekamen laut von Dewitz in den vergangenen Monaten einen Ablehnungsbescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Sie werden abgeschoben. Einem Mitarbeiter sei sogar eine Abschiebung binnen sieben Tagen angekündigt worden. Bei zwei weiteren läuft das Asylverfahren noch.

Auch für die Firma: ein Schock. „Wir sind mit so viel Aufwand und so viel Herzblut an die Sache herangegangen. Dann passiert sowas. Das ist einfach furchtbar“, sagt von Dewitz impulse.de. Die Firma wollte das nicht hinnehmen. Sie reichte gegen alle Ablehnungsbescheide Klage ein. Die Anwaltskosten, die Vaude übernahm, belaufen sich inzwischen auf über 10.000 Euro.

Doch das sei längst nicht alles. Der wirtschaftliche Schaden sei laut von Dewitz immens. Sie schreibt: „Wir werden weniger produzieren können, Aufträge nicht bedienen können sowie Umsatz, Reputation und Kunden verlieren. Werden alle sieben Kollegen abgeschoben, rechnen wir mit Produktionsausfällen in Höhe von 247.000 Euro […], bei einer Nachbesetzungszeit von zwei Monaten und einer Einarbeitungszeit von einem Monat. Dazu kommen noch Kosten für die Aufwände der Nachbesetzung und Einarbeitung.“

Tiefe Verzweiflung – bei den Flüchtlingen und ihren Teamkollegen

Ihrem Brief hat die Unternehmerin eine genaue Auflistung sämtlicher Kosten beigefügt. „Aber es geht nicht allein um unsere Kosten. Wir haben auch staatliche finanzielle Unterstützung bekommen“, sagt die Unternehmerin. Geld, das verpufft, wenn die Geflüchteten abgeschoben werden.

Zu dem wirtschaftlichen Schaden kommt die Enttäuschung. „Neben diesen Kosten, der nervenaufreibenden Anspannung, der entstandenen Arbeitsbelastung in unserer Organisation, der tiefen Verzweiflung unter den Geflüchteten und darüber hinaus bei ihren Teamkollegen, bedeutet das im schlimmsten Fall für uns, dass wir sieben wertvolle, eingearbeitete Mitarbeiter verlieren, die wir zudem überhaupt nicht leicht nachbesetzen können.“

Von Dewitz schrieb direkt an die Kanzlerin

Vaude kämpfte weiter für die neuen Mitarbeiter. Die Firma schrieb Briefe an das Regierungspräsidium, das Innenministerium, das Integrationsministerium und den Ministerpräsidenten. „Wir stießen dabei auf ganz viel Verständnis. Doch immer wieder kam die Aussage, dass den Behörden innerhalb der Gesetzgebung die Hände gebunden seien“, sagt von Dewitz. „Das heißt, im Grunde können wir bei der jetzigen Gesetzeslage keine Menschen mehr einstellen, die sich noch im Asylverfahren befinden.“

Schließlich sah die Vaude-Chefin nur noch einen Weg: Sie schrieb direkt an die Kanzlerin. Mit ihrem Brief will sie auf die widersinnige Situation aufmerksam machen: Es fließe Geld und Engagement in die Integration von Geflüchteten, was absolut sinnvoll sei – und dann würden sie abgeschoben. „Es ist ein irrer wirtschaftlicher und menschlicher Schaden, der da entsteht“, sagt sie.

Appell für Bleiberecht und bessere Einwanderungsbedingungen

In dem Brief spricht sie sich darum aus für ein Bleiberecht und Rechtssicherheit für Geflüchtete, „die bereits durch Ausbildung oder Festanstellung erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert wurden, für ihr eigenes Einkommen sorgen oder auf dem Weg dahin sind. Aus unserer Sicht würde ein solches Bleiberecht nicht nur die Unsicherheit, in der die Menschen leben müssen, beseitigen, sondern auch uns als Arbeitgeber Sicherheit und Klarheit verschaffen.“

Sie fordert zudem, die Einwanderungsbedingungen zu verbessern, um so besser dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel begegnen zu können. Von Dewitz dürfte hier auch anderen Unternehmern aus dem Herzen sprechen.

Warten auf Nachricht von Merkel

Und was sagt die Kanzlerin dazu? Die habe sich bisher noch nicht gemeldet, so die Vaude-Chefin. „Natürlich ist es mein tiefer Wunsch, am besten morgen noch von ihr die Nachricht zu bekommen, dass meine Mitarbeiter bleiben können, aber ich mache mir da keine Illusionen. Es geht mir auch weniger darum, dass für mein Unternehmen Ausnahmen gemacht werden.“

Mit dem Brief habe sie vielmehr ein Bewusstsein für die verfahrene Situation schaffen und eine Debatte anstoßen wollen. „Ich möchte Skeptikern zeigen, dass die Integration von geflüchteten Menschen auch wirtschaftlich sinnvoll ist“, so von Dewitz. Die Flüchtlingsdebatte sei oft mit der Angst vor Überfremdung verbunden. „Auch bei uns in der Firma herrschte am Anfang Skepsis. Heute arbeiten alle gut zusammen, sind ein eingeschweißtes Team“, sagt sie.

Und was erwartet die Unternehmerin von der Kanzlerin? „Mut – Mut, die Gesetze zu ändern.“


Flüchtlinge einstellen: Das sollten Arbeitgeber wissen

Sie sind Arbeitgeber und denken darüber nach, selbst Flüchtlinge zu beschäftigen? Welche Vorschriften rund um Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnis und Vorrangprüfungen Sie kennen sollten, erfahren Sie in dem Artikel: „Flüchtlinge einstellen: Das sollten Arbeitgeber wissen“.

26 Kommentare
  • Reiner07 16. November 2017 16:58

    Tatsache ist doch jedenfalls, dass es KEINE FLÜCHTLINGE nach UNHCR sind, denn sonst müssten sie Deutschland nicht verlassen. Wer illegal eingereistes Personal beschäftigt muss auch mit dessen Ausweisung rechnen, ganz egal woher diese kommen und welche Gründe sie angeben.
    Da hat das Personalmanagement wohl vor lauter Gutmenschen versagt und vergessen die Fakten zu berücksichtigen.

  • Nicole Boenke 29. September 2017 13:23

    Hut ab vor dem Engagement der Firma Vaude! Ich wünsche sehr, dass Sie Erfolg haben und – wenn auch um den Umweg über die Wirtschaft – Einsicht in die Notwendigkeit einkehrt, dass Menschen gleich welchen Geschlechts, Alters oder Herkunft, Arbeitnehmer oder Vorstand Planungssicherheit im Leben brauchen, um etwas auf die Beine zu stellen.

    Im Gegensatz zu einigen Vorkommentatoren finde ich die Überschrift des Artikels übrigens sehr gut gewählt. Wieviele von denen, die es lesen sollen, die lesen sollen das Integration funktionieren kann und gebraucht wird, hätten den Artikel vermutlich nicht einmal angesehen, wenn es um Verständnis für Flüchtlinge gegangen wäre. So haben sich doch sehr verschiedene Menschen für den Artikel interessiert. Doch leider gehen lesen und verstehen nicht immer zusammen.

  • Stephanie Steinhagen 29. September 2017 13:08

    Ich bin über die negative Auslegung des Engagements der Firma Vaude wirklich entsetzt!!!
    In meinem Betrieb mache ich seit Jahren die gleichen Erfahrungen. Wir (Gastronomiebetrieb) haben seit 5 Jahren einen Ausbilderschein und würden gerne jedes Jahr einen Azubi einstellen, um spätere Storeleiter auszubilden, damit meine Firma weiter wachsen kann. In den letzten 5! Jahren hatten wir ganze 3 Bewerber, die wir alle samt eingestellt haben, übrigens Deutsche… da wir ansonsten auch unter extremen Fachkräftemangel leiden. Das Fazit: Der erste hat meine Unterschrift auf Geschäftspapieren gefälscht, die zweite schmiss die Ausbildung nach zwei Monaten, weil es dann doch nicht ihr Traumberuf war und die dritte Kandidatin hatte mit 147 Fehltagen im ersten Lehrjahr – natürlich krankheitsbedingt – immer wieder sämtliche Lücken des Kündigungsschutzes für Azubis ausgenutzt, dass ich sie nur durch Zahlung einer Abfindung wieder loswerden konnte! Ich hatte daher beschlossen gar nicht mehr auszubilden, da es mir weder mein Geld noch meine Nerven wert waren.

    Im Dezember 2016 haben wir dann über ein Schulprojekt einen sehr motivierten und engagierten Afghanen als Praktikant bekommen. Uns wurde natürlich nahegelegt, dass das Ziel dieses Praktikums ein eingetragenes Ausbildungsverhältnis ist. Genau dieses Angebot, nämlich unseren motivierten Afghanen ausbilden zu dürfen, weil wir Potential für Ihn und für unseren Betrieb sehen, verwehren die zuständigen Behörden mittlerweile seit Februar 2017. Auch in unserem Fall liegt die Stellungnahme von mir mittlerweile auf dem Schreibtisch vom Innenminister Herrmann, bzw. auch bei unserer Integrationsbeauftragten Frau Schreyer. Auch ich hoffe, dass sich durch unser betriebliches Engagement die Vorgaben verändern, um leichter Perspektiven schaffen zu können.

    Und zur Erinnerung: Kein Betrieb macht das aus reiner Nächstenliebe, es kostet enorm viel Zeit Sprachdefizite auszumerzen, Arbeitsweisen zu erklären die für einen „Deutschen“ normal sind zu vertiefen und dann noch dem Kampf mit den Behörden aufzunehmen! Wir sind alle nicht Mutter Theresa, unser Fokus sollte auf dem Erfolg unserer Unternehmen liegen, natürlich wirtschaftlich, aber auch sozial. Wenn ich Unterstellungen lesen muss, wie „billige Arbeitssklaven“, frage ich mich, ob Frau von Dewitz nicht eher mal ein GROßES DANKESCHÖN verdient hat, dass sie den Staat, wie so viele andere Betriebe, dabei unterstützt Integration zu ermöglichen und somit hilft die nächsten Sozialschmarotzer zu vermeiden, davon haben wir tatsächlich zu viele! Wenn ich mir dann Maßnahmen vom Arbeitsamt ansehe in denen zu 80% deutsche Langzeitarbeitslose sitzen und sich „bespaßen“ lassen, weil sie das Weiterbildungsangebot nicht ernst nehmen, stellt sich für mich die Frage, ob tatsächlich Flüchtlinge unser Problem sind?!

    In der aktuellen Regelung, führen gerade abgelehnte Asylanträge zu einer abnormalen Bürokratie, die natürlich die Kosten in die Höhe treiben und dann erhalten diese Geflüchteten nicht einmal eine Arbeitserlaubnis, um ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können, was der Großteil tatsächlich möchte! Nein, es darf nach zwei Jahren Integrationsklasse an der Berufsschule keine andere Schule besucht werden, in der Regel wird dann keine Ausbildungserlaubnis mehr eingetragen und auch keine Arbeitserlaubnis erteilt, so zumindest meine Erfahrungen! Was passiert? Der Geflüchtete ist dazu verdammt zu Hause herumzusitzen und kommt womöglich dank Resignation doch noch auf „dumme“ Gedanken. Abgeschoben wird er dann doch nicht und die Zeit vergeht und die Perspektiven schwinden…
    Integration findet in erster Linie über die Arbeit statt oder gehen Sie zum Kaffeeklatsch in eine Flüchtlingsunterkunft, weil Sie gerne Netzwerken möchten? Nach Integration schreien, aber dann Betrieben die es umsetzen einen Vorwurf entgegenzubringen ist meiner Meinung nach die Höhe!

    Freundliche Grüße aus Niederbayern!

    • Tino Heer 30. September 2017 09:20

      Frau Steinhagen, Sie haben hier einen hervorragenden, absolut richtigen Kommentar abgegeben. Auch ich bin Unternehmer (Druckindustrie) und kämpfe mit den gleichen Problemen: Arbeitskräftemangel sowohl bei Auszubildenden als auch bei Fachkräften. Mindestens 50% der Auszubildenden, die dann die Lehre beginnen, beenden sie nicht, weitere können wir nicht übernehmen wegen absolutem Desinteresse an dieser Arbeit. So haben auch wir Kontakt aufgenommen zu verschiedenen Flüchtlingsorganisationen. Unseren ersten Lehrling mussten wir mit hohem Einsatz unserer Personalabteilung sowie der Abteilungsleitung „bei den Behörden durchboxen“. Denn von alleine geht hier nichts. Anträge über Anträge, permanentes Nachhaken unsererseits – der Aufwand, diesen ersten unserer Flüchtlinge in Arbeit zu bekommen, war enorm. Aber er hat sich gelohnt. Unser bester Lehrling der vergangenen 5 Jahre ist dieser Flüchtling. Seit einem Jahr ausgelernt gehört er mittlerweile zu unseren engagiertesten, motiviertesten Facharbeitern.
      Gleiches kann ich über die „Flüchtlingslehrlinge“ danach sagen. Allesamt hoch interessiert und engagiert, absolut offen, freundlich und zuvorkommend. So dass man den Eindruck gewinnt, dass die Herren wirklich wollen und dass sie verstanden haben, auf was es ankommt.
      Leider wissen aber auch wir nicht, ob sie uns nach der Lehre lange erhalten bleiben. Denn eine Ausbildung dürfen sie machen, wenn sie bei Beginn der Lehre noch minderjährig sind. Dadurch erwerben sie sich für die Zeit danach aber leider kein Bleiberecht. Menschen, die dann schon ein Teil unserer „Firmenfamilie“ und unserer Gesellschaft geworden sind, werden da jäh wieder herausgerissen. Ein enormer Schaden für diese Menschen. Und für die Wirtschaft. Wo ist da der Sinn?

      Laut den aktuellsten Statistiken aus Nürnberg haben wir wieder einmal den niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung, bieten jedes Jahr deutlich mehr Menschen eine Arbeitsstelle und schaffen im Schnitt jedes Jahr 500.000 neue Arbeitsplätze. Wo sollen die Menschen herkommen, wenn nicht von außerhalb Deutschlands? Leider werden „wir Deutsche“ ja immer weniger. Also müssen wir massiv die Einwanderung fördern und unterstützen, wenn wir unsere florierende Wirtschaft erhalten wollen und somit auch den Wohlstand unserer Gesellschaft.

    • Ferber 19. Oktober 2017 12:47

      Ihr Kommentar ist sowas von auf den Punkt. Wir haben exakt dieselben Erfahrungen gemacht. Warum wird dieses Totalversagen der Politik bei der Integration mit ihrer überbordenden und oft fehlgeleiteten Bürokratie nicht einer wesentlich breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht anstatt in den Medien nur immer den Krakeelern und Hasspredigern Raum zu geben? Danke jedenfalls für ihren Bericht und ich hoffe, das in möglichst viele Menschen lesen.

  • Thor 29. September 2017 10:50

    Ist das hier eine Werbeanzeige für Vaude ? Ich denke auch, dass die „von Dewitz“ eher wütend ist, dass man Ihr Ihre billigen Lohnsklaven entreisst. Von wegen Fachkräfte. Man hat echt das Gefühl, man will uns auf den Arm nehmen. Warum stellt Sie keine deutschen ein ? Die kosten ihr wahrscheinlich zu viel…also echt…

    • Richtigsteller 8. Oktober 2017 19:37

      Sie haben den Artikel nicht gelesen, sonst würden Sie nicht so einen dummen Kommentar schreiben! Sie bekommt keine deutschen Bewerber, so sieht die Realität aus.

  • Janneke 28. September 2017 16:04

    Warum wird sich hier über die Überschrift mokiert?
    Dass die Neubürger Angst vor Ausweisung haben ist hinlänglich bekannt.
    Da es aber in Deutschland immer nur um Geld geht ist es gut, dass jemand mal aufzählt, was eine Ausweisung finanziell für die Firmen, die Wirtschaft und die Steuerzahler bedeutet.

  • Ray 28. September 2017 07:41

    Jeder Asylwerber ist eben kein Flüchtling.

    Gerade Journalisten sollten die richtigen Wörter verwenden …

  • Ariane 28. September 2017 00:37

    Unfassbar – so kann man auch unsere Steuergelder verschwenden.
    Ich denke wir Helfer müssen ebenfalls zum Wutbürger mutieren, um gehört zu werden.
    Die Wahl hat dies ja ganz offen gezeigt. Lernen wir von der AfD
    Hut ab vor Vaude.

  • Marcus Harm 27. September 2017 13:48

    Ich kann Frau Dewitz an dieser Stelle zur Seite stehen – einen identischen Vorgang haben wir ebenfalls in unserem Unternehmen erlebt – es bleibt nicht zu resignieren sondern weiter aktiv daran zu arbeiten das diese Menschen nicht einfach abgeschoben werden. Weiter dran bleiben!

  • Ldonhard Hüttner 26. September 2017 12:38

    Ich finde es ziemlich forsch, hier extrem negative und vorwursvolle Kommentare abzugeben, ohne die Situation genau zu kennen. Wer von den Kritikern weiß z.B., wie hoch der Lohn der angesprochenen Personen ist?
    Soweit ich verstanden habe, sollen Personen abgeschoben werden, bei denen vorher amtlicherseits die Einstellung und die Ausbildung finanziell gefördert wurde. Die Firma Vaude konnte meiner Meinung nach deshalb darauf vertrauen, dass diese Mitarbeiter nicht abgeschoben werden.
    Die Überschrift hätte vielleicht auch lauten können: „Die Einarbeitung finanziell gefördert – und dann abgeschoben“

  • Edson Kreutz 26. September 2017 11:28

    Wie man es macht, ist es falsch. Wirtschafts- oder Kriegsflüchtling…seis drum. Es sind in erster Linie Menschen, die nun mal einfach hier sind. Wenn diese Menschen nicht arbeiten, schimpfen alle und beklagen sich. Arbeiten diese Menschen dann, ist es auch nicht recht.
    Ich kann vor VAUDE nur den Hut ziehen, sich darauf einzulassen, Flüchtlinge einzustellen und diesen somit eine Basis für ein nach hiesigen Standarts geregeltes, selbstbestimmtes Leben zu geben und sich so auch hier zu integrieren. DAS ist Integration. Und alle, die hier VAUDE in diesem Zusammenhang die Einstellung billiger Arbeitskräfte vorwerfen, bitte ich um Vorschläge und Lösungen, wie „man“ es denn besser machen könnte.

  • Canterino 26. September 2017 10:27

    Schade, dass hier wieder nur Klischees bedient werden. Reißerisch aufgemacht, die gute Frau und tut ja soviel Gutes. ….wir brauchen die Flüchtlinge. ..Ja, weil seit einer Ewigkeit in der Politik soviel schief läuft. ..Der Flüchtling wird nicht aus purer Mitmenschlichkeit eingestellt. ..er ist eine kostengünstige Arbeitskraft. …und genau da solls weiter hingehen, mit Hilfe der Flüchtlinge weiter die Lohnkosten zu senken, um im Ausland noch mehr mit anderen Billiglohnländern zu konkurrieren…..Dieses hoch emotionale im Jounalismus empfinde ich mittlerweile als emotionale Luftverschmutzung…der ich wo ich kann aus dem Weg gehe, um meine Gesundheit nicht zu gefährden.

  • Michael 25. September 2017 21:17

    Sollte man nicht evtl. mit dem Risiko kalkulieren, dass ein Asylbewerbubgsantrag abgelehnt wird?
    Ich verstehe VAUDE in diesem Fall nicht.

    • Martin L. 9. Oktober 2017 19:22

      Das heisst man sollt KEINEN einzigen Asylbewerber einstellen – Richtig?
      Das heisst egal welches Potenzial ein Mensch hat der in Deutschland Asyl beantragt – er soll erst mal ein-zwei Jahre im Asylberwerberheim sitzen und gefälligst nichts tun und von Sozialleistungen leben. Er sollte natürlich aber immer schön motiviert jede Woche zum Deutschkurs gehen, auch wenn er keine Gelegenheit haben wird Deutsch zu sprechen, weil er ja immer nur mit anderen Asylbewerbern zusammen ist, denn wie soll er denn ohen Arbeit und ohne einkommen Deutsche kennenlernen? Eine regelmäßige Arbeit wäre das beste Mittel zum Austausch mit Deutschsprachigen und die beste Motivation um die Sprache schnell zu erlernen. Wenn also keine Firma Asylbewerber einstellt, wie Sie es empfehlen, dann fängt die Integration erst nach erfolgreichen Asylbescheid an. Also nach ca. 1-2 Jahren. Das sind 1-2 verschenkte Jahre bei der in der Integration.

  • Uwe Klatt 24. September 2017 19:57

    Flüchtling, ein überstrapazierter Begriff, der weit an der Realität vorbei geht. Ist jemand ein Flüchtling, wenn er durch diverse sichere Länder reist, um ins gelobte Deutschland zu gelangen? Nein, er ist ein Wirtschaftsmigrant, der sich dort hinbegibt, wo ihm die besten Sozialleistungen garantiert sind. Wer ein Flüchtling ist, der will sein Leben schützen und bringt sich UND seine Familie in Sicherheit. Komisch nur, dass über 70% der Asylbewerber aus Männern zwischen 14-35 Jahren bestehen. Also Männer, die oftmals ihren Pass verloren und ihre Familie zurückgelassen haben. Vaude brauche billige Arbeitskräfte und jammert nun rum, dass man 247.000 € angeblich verliert, aber deutsche Arbeiter zu teuer für das Unternehmen waren. Einfach nur peinlich dieses Gejammere, weil es offenbart, dass es nur ums Geld geht, nicht um den Menschen an sich.
    Wer sein Leben retten will, der ist in Italien, Zypern, Ungarn und Österreich genauso gut aufgehoben wie in Deutschland, nur gibt es dort halt nicht so hohe Sozalleistungen.

    • Joachim 27. September 2017 10:30

      So ein Unsinn. Jeder der sich mit Personalförderung auskennt, weiss dass das zunächst mal viel Geld und Resourcen kostet, jemanden anzulernen und auszubilden. Wenn man es „billig“ braucht gibt es erheblich bessere Methoden.
      Und über die AFD Rethorik vom „Wirtschaftsflüchtling“ angesichts von Krieg, Terror und Vertreibung braucht man hier wirklich net zu diskutieren…

  • Markus 24. September 2017 18:57

    was für ein Unsinn. Vaude hat wohl jahrelang darauf gewartet, Flüchtlinge zu bekommen.

    Mein Rat: Der vermeintliche Verlust reduziert sich um die Hälfte, wenn diese Arbeitsplätze besser bezahlt werden.

    • Thomas 25. September 2017 14:51

      Hallo Herr Klatt,

      ich finde ihre Argumentation schwierig.

      1. VAUDE hat sich bewusst entschieden auch in Deutschland zu produzieren (anderes als die meisten anderen)- das finde ich erstmal löblich. Die Gehälter werden ja nicht nur durch die Unternehmen bestimmt sondern durch die Marktsituation. Zum Glück gibt es hier ja einen Mindestlohn.

      2. Menschen die wie Sie argumentiern neigen dazu Flüchtlingen zu unterstellen, dass sie in die Sozialsysteme einwandern wollen (was meines Erachtens nicht zutrifft). Wenn diese dann einer Arbeit nachgehen, wird ihnen vorgeworfen, dass sie anderen die Arbeitsplätze wegnehmen was zumindest im Bodenseeraum…

      3. Schlichtweg falsch ist, da dort faktische Vollbeschäftigung herrscht und es schlichtweg nicht genug Arbeitskräfte gibt und deswegen fördern meines Erachtens

      4. Flüchtlinge in der Bodeenseeregion das Wirtschaftswachstum.

      Nur soviel mal in aller Kürze….

      Beste Grüße vom Bodensee,

      Thomas

  • Alexander Hemesath 24. September 2017 17:40

    Die Überschrift geht gar nicht – da wird suggeriert, dass die Flüchtlinge Schuld sind … Am besten nochmals die Journalisten-Schule besuchen …

  • Marco Vogt 24. September 2017 08:49

    Ich finde es unverantwortlich auf billige Arbeitskräfte zu setzen. Das hat nichts mit Flüchtlingen zu tun, sondern mit einem Management, dass ist wirklich bereit ist zu nachhaltig zu planen. Es gibt Wege diese Menschen zu halten, nur müsste man da eben investieren und nicht billig denken. Statt Anwälte: Verpflichtungserklärung.

  • Sabine Schlottky 22. September 2017 20:05

    Wie kann man die so formulierte Überschrift durchgehen lassen? Auf Facebook springt mir ins Auge: „Flüchtlinge bei Vaude: 247.000 Euro“. Ist das professioneller Journalismus bzw. Social Content Management?!

    • Bennt 24. September 2017 14:53

      Was hätten Sie denn gerne als Überschrift gelesen, was den Bericht treffender beschreibt?

      • Alexander Hemesath 25. September 2017 22:08

        Vielleicht so? „Angst vor Abschiebung von Flüchtlingen bei Vaude“

    • Alexander Hemesath 24. September 2017 17:48

      Das war auch das erste, was mir aufgefallen ist – das geht gar nicht …
      Früher haben sich Journalisten mehr Mühe gegeben …

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