Hohes Tempo, große Pläne
impulse beobachtet drei Jungunternehmer aus drei Ländern. Eine Zwischenbilanz nach einem Jahr.
Typische Neulinge waren sie von Anfang an nicht. Als impulse vor einem Jahr drei Gründer aus drei unterschiedlichen Ländern besuchte, hinterließen die chinesische Jungunternehmerin Fu Minyan, Ashwin Naik aus Indien und Karsten Jerschke aus Oberbayern schon bleibende Eindrücke unternehmerischer Professionalität. Um es vorwegzunehmen: Auch zwölf Monate später kennen ihre Karrieren nur eine Richtung - die nach oben. Der Umsatz steigt. Der Jobmotor läuft, branchenspezifisch natürlich mit unterschiedlicher Drehzahl.
Das wirtschaftliche Umfeld spielt allen dreien in die Hände. Nach wie vor wächst die chinesische Wirtschaft um mehr als zehn Prozent. Indiens Boom reißt nicht ab. Und sogar Deutschland erlebte 2007 schon fast nicht mehr für möglich gehaltene 2,5 Prozent Wachstum. Bei allem Rückenwind: Die Gründer beweisen sowohl Talent als auch Willenskraft.

Karsten Jerschke, 38, beliefert mit seiner Hightech-Firma 3C-Carbon renommierte Automobilkonzerne und den Motorsport.
Es braucht nur ein Wort, um die Situation von Karsten Jerschke treffend zu charakterisieren: Tempo. Seine Firma 3C-Carbon aus Landsberg am Lech, die Leichtbauteile für Autohersteller und den Motorsport produziert, wächst seit der Gründung vor fünf Jahren rasant: Aktuell sind es 85 Mitarbeiter, 100 werden es wohl zum Ende dieses Jahres sein, und für 2009 rechnet der Chef gar mit einer Verdopplung. Die Firma verzeichnet eine zweistellige Umsatzrendite, "zwei erste Adressen aus dem Dax" gewann Jerschke als neue Kunden hinzu.
Die Bremse sitzt anderswo. "Unser größtes Problem ist, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, die auch mit unseren Performance- und Qualitätsansprüchen mithalten können", so der Oberbayer. Die Standards treibt er selbst nach oben: 100 Wochenstunden sind Norm, Urlaub gab es im letzten Jahr ebenso wenig wie Privatleben. "Ich merke täglich, dass es noch ein weiter Weg bis ins ruhigere Fahrwasser ist", sagt er. Globalisierungssorgen? "Nein, keine. Mit unserem Geschäftsfeld sind wir doch geradezu idealtypisch auf den Standort Deutschland zugeschnitten. Die für unsere Kohlefaser notwendige Fertigungspräzision findet man nur hier."
Erst Handel, dann Wandel
Die Bremse sitzt anderswo. "Unser größtes Problem ist, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, die auch mit unseren Performance- und Qualitätsansprüchen mithalten können", so der Oberbayer. Die Standards treibt er selbst nach oben: 100 Wochenstunden sind Norm, Urlaub gab es im letzten Jahr ebenso wenig wie Privatleben. "Ich merke täglich, dass es noch ein weiter Weg bis ins ruhigere Fahrwasser ist", sagt er. Globalisierungssorgen? "Nein, keine. Mit unserem Geschäftsfeld sind wir doch geradezu idealtypisch auf den Standort Deutschland zugeschnitten. Die für unsere Kohlefaser notwendige Fertigungspräzision findet man nur hier."
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