Chef für einen Tag Was Mitarbeiter ändern würden, wenn sie für einen Tag das Sagen hätten

Was würde diese Katze wohl im Unternehmen ändern, wenn sie für einen Tag der Chef wäre? Vermutlich: Mehr Mäuse für alle ...

Was würde diese Katze wohl im Unternehmen ändern, wenn sie für einen Tag der Chef wäre? Vermutlich: Mehr Mäuse für alle ...© Cattari Pons / photocase.de

Was, glauben Sie, würden Ihre Mitarbeiter im Unternehmen ändern, wenn sie für einen Tag Chef wären: sich selbst befördern? Ihr eigenes Gehalt erhöhen? Die Vermutung liegt nahe, ist aber falsch, wie eine Umfrage zeigt.

„Stellen Sie sich vor, Sie könnten einen Tag lang die Rolle des Chefs übernehmen. Was würden Sie tun?“ Diese Frage stellte die Talent- und Karriereberatung von Rundstedt 1035 Deutschen. Und die sehen akuten Handlungsbedarf: Drei Viertel der Teilnehmer würden etwas ändern wollen, wenn sie für einen Tag Chef wären.

Wie die Antworten zeigen, denken die Angestellten dabei aber weniger an ihren eigenen Vorteil, etwa an mehr Gehalt oder eine Beförderung. Vielmehr würden 63 Prozent als Chef ausführlich mit ihren Mitarbeitern sprechen, um zu erfahren, was sie beschäftigt. 53 Prozent würden die Arbeit so im Unternehmen verteilen, dass jeder für die Themen zuständig ist, in denen er besonders gut ist. Fast ebenso viele Angestellte (47 Prozent) wollen Mitarbeiter in zentrale Unternehmensentscheidungen einbeziehen. Und die Gehaltserhöhung? Die wurde natürlich auch genannt, allerdings nur von jedem Dritten.

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Vor allem die Jüngeren wollen sich mehr einbringen

Die Antworten sagen einiges darüber aus, was sich Angestellte wünschen. Und das ist offenbar vor allem eins: Die Mitarbeiter wollen sich mehr einbringen und das Unternehmen mitgestalten. Das gilt vor allem für die Unter-35-Jährigen, wie die Umfrage zeigt: 82 Prozent von ihnen würden ihren Tag auf dem Chefsessel für grundlegende Veränderungen nutzen.

„Junge Arbeitnehmer bringen neue Vorstellungen und Erwartungen an ihren Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit mit, die bei den Alteingesessenen oft noch auf Skepsis stoßen“, fasst Sophia von Rundstedt zusammen, CEO der gleichnamigen Talent- und Karriereberatung. Führungskräfte bräuchten aber unbedingt ein offenes Ohr für die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter. Dass das offenbar nicht in jedem Unternehmen selbstverständlich ist, zeigt auch eine andere Zahl aus der Umfrage: 18 Prozent der Angestellten sagten, sie würden ihren alten Chef feuern, wenn sie das Sagen hätten.

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