Stimmtraining So überzeugen Sie mit Ihrer Stimme

Stimmtraining hilft, Ihre Stimme aufzuwärmen - damit Sie bei der großen Rede überzeugend rüberkommen.

Stimmtraining hilft, Ihre Stimme aufzuwärmen - damit Sie bei der großen Rede überzeugend rüberkommen. © kasto / Fotolia.com

Stimmtraining kann Sie ganz einfach zu einem besseren Redner machen. Sieben Übungen für überzeugende Vorträge - gegen Nuscheln, Zittern oder Piepsen.

Eine Präsentation bei einem wichtigen Kunden, ein Fachvortrag auf einer Messe, eine Pressekonferenz – selbst gestandene Unternehmer werden in solchen Situationen nervös. Die Folge: Die Stimme zittert, klingt gequetscht und höher als sonst. Souverän ist anders.

Schuld daran ist unser Kehlkopf: „Wenn wir angespannt sind, rutscht unser Kehlkopf nach oben“, erläutert Stimm- und Gesangstrainerin Katrin Wulff. Die gute Nachricht: Dagegen kann man etwas machen. Bei den folgenden sieben Stimmübungen werden Sie sich zwar vielleicht manchmal ein bisschen albern vorkommen – danach bringen Sie Ihren Vortrag aber garantiert überzeugender rüber. Es lohnt sich also, die Stimme zu trainieren.

Anzeige

Studien zufolge hängt übrigens der Erfolg einer Rede zu 38 Prozent von der Stimme ab, zu 55 Prozent von der Körpersprache – und zu nur sieben Prozent vom Inhalt. Sie sagen ‚Keine Panik‘, aber Ihre Stimme klingt aufgeregt? „Wenn das Gesagte nicht mit dem Stimmklang übereinstimmt, verpuffen Ihre Worte“, sagt Katrin Wulff.

Grund genug also, ein wenig Zeit für Stimmtraining zu investieren …

Übung 1: Den Atem beruhigen

Atmen Sie bewusst aus und ein, spüren Sie, wie Ihr Atem aus Mund und Nase strömt. Im Gegensatz zu dem, was oft geraten wird, sollten Sie aber nicht übertrieben tief und langsam atmen, rät Katrin Wulff: „Behalten Sie Ihren natürlichen Atemrhythmus bei.“

Übung 2: Die Rutsche

Stellen Sie sich vor, Sie und Ihre Stimme sitzen oben auf einer Rutsche – und nun geht es Ton für Ton abwärts … Rutschen Sie mit Ihrer Stimme von den höchsten Tönen durch alle Register bis ganz nach unten  in den brummigen Bass. Dieser Seufzer in Superzeitlupe ist Katrin Wulffs Geheimtipp gegen verrutschten Kehlkopf, der Sie einer entspannten Sprechstimme sofort näher bringt.

Übung 3: Die Affentrommel

Ein Affe, der sich mit den Fäusten auf den Brustkorb trommelt: Mit diesem Bild verbinden wir sofort männliches Imponiergehabe. Dieselbe Übung verhilft Ihnen zu einer respekteinflößenden Stimme: Trommeln Sie sich auf die Brust, während Sie laut „Aaaaah“ sagen – das lockert den Resonanzraum. Sie können auf diese Weise auch Ihren gesamten Körper sanft abklopfen, rät Katrin Wulff.

Übung 4: Die Sssschlange

Atmen Sie auf einem scharfem „S“ lange aus – das wirkt Wunder gegen das Zittern in der Stimme.

Übung 5: Das Pferdeschnauben

Eine weitere Übung aus der Tierwelt mit Sofort-Lockerungs-Effekt: Schnauben und prusten Sie wie ein Pferd. Dafür lassen Sie die Luft durch den Mund einströmen und stoßen sie dann bei geschlossenem Mund wieder aus – dabei die Lippen ganz locker flattern lassen. Einfacher wird’s, wenn man dabei ein „Puuuuuuh“-Geräusch macht.

Übung 6: Die Gähn-Attacke

Müde? Dann nutzen Sie diese Tatsache für einen besonders überzeugenden Vortrag – und gähnen Sie! Vor dem Vortrag natürlich: „Gähnen entspannt die Kehlkopfmuskulatur und dehnt die Lunge“, sagt Katrin Wulff.

Übung 7: Die Zwetschgenzweige

„Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitschern zwei geschwätzige Schwalben.“ Zungenbrecher wie dieser machen nicht nur Spaß, sie helfen auch, deutlich zu artikulieren – und sind daher Katrin Wulffs Tipp für alle, die zum Nuscheln neigen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.