KI und Recht
Diese Haftungsrisiken lauern bei der Arbeit mit ChatGPT und anderen KI-Tools

Auch für künstliche Intelligenz gelten echte Gesetze. Diese rechtlichen Fallstricke sollten Sie kennen, wenn Sie die neuen KI-Tools im Firmenalltag nutzen.

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KI und Recht
Wir haben den KI-Bildgenerator Dall-e gefragt, wie er sich als Justizia malen würde. Heraus kam dieser freundliche Roboter in Aquarelltechnik.
© Erstellt mit Dall-e 2

Für kleine Unternehmen mit großen Kunden und engen Deadlines sind preiswerte, zeitsparende KI-Tools ein echter Gewinn. Doch zugleich mehren sich kritische Stimmen, die vor offenen Rechtsfragen beim Einsatz von künstlicher Intelligenz warnen. Der Chatbot ChatGPT verstoße gegen nationales Daten- und Jugendschutzrecht, hieß es Ende März von der italienischen Datenschutzaufsicht in Rom. In Großbritannien streitet die Bildagentur Getty Images mit dem KI-Start-up Stability wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen beim Bildgenerator Stable Diffusion. Die EU arbeitet bereits an einer KI-Richtlinie, die generative KI möglicherweise als Hochrisiko-Technologie einstufen wird.

Also Finger weg und erst mal abwarten, was Gerichte und Behörden in den nächsten Monaten oder gar Jahren entscheiden? Das wäre – angesichts der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit – genauso fahrlässig wie zuviel Sorglosigkeit im Umgang mit den KI-Tools. Wer ChatGPT, Dall-e, Stable Diffusion etc. im Unternehmen einsetzt, findet hier Antworten auf die wichtigsten Rechts- und Haftungsfragen.

Sind Daten, die ich eingebe, für andere Nutzer sichtbar?

Das lässt sich leider nicht hundertprozentig ausschließen. Offiziell merkt sich ChatGPT Nutzereingaben zwar nur für die Dauer der jeweiligen Konversation. Daten, die über das Dialogfenster eingegeben werden, fließen also nicht sofort in das Sprachmodell ein.

Trotzdem ist es keine gute Idee, den Chatbot mit sensiblen Informationen wie Kunden- oder Personaldaten, Vertragsdetails oder Betriebsgeheimnissen zu füttern. In den Nutzungsbedingungen weist die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI nämlich ausdrücklich darauf hin, dass Chatverläufe aufgezeichnet werden, um die KI mit neuen Daten zu trainieren. OpenAI gibt zwar an, Chatdaten nur anonymisiert oder aggregiert zu verwenden, nennt dazu aber keine Details. In welchem Umfang ihr Input zu Trainingszwecken in die KI einfließt und in künftigen Dialogen möglicherweise auftaucht, können Nutzer also kaum kontrollieren.

Kann ich frühere Eingaben löschen lassen?

Nein, Eingaben aus früheren Dialogen (sogenannte „prompts“) können Nutzer nicht mehr vom OpenAI-Server löschen lassen. Ausnahme: Persönliche Daten wie Name, Anschrift, E-Mail oder IP-Adresse werden gelöscht, allerdings nur zusammen mit dem Account. Wer sich dazu entschließt, für den gibt es kein Zurück. Einen neuen Account mit diesen Personendaten anzulegen ist laut OpenAI dann nicht mehr möglich.


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