Erfolgreich gründen Wie Sie ein Millionen-Business aufbauen können

Schnell reich werden mit dem eigenen Unternehmen. Das gelingt nur den Wenigsten.

Schnell reich werden mit dem eigenen Unternehmen. Das gelingt nur den Wenigsten.© Deutsche Bundesbank

Heute den Job kündigen und schnell gründen? Bloß nicht, warnt Bestseller-Autor und Unternehmer Robert T. Kiyosaki. Er gibt 10 Tipps, wie Gründer ein Millionen-Business aufbauen können.

Ein Millionen-Business aufbauen? Klingt für viele Gründer bestimmt verlockend – wenn das nur nicht so schwer wäre! Fragt man den amerikanischen Finanzguru Robert T. Kiyosaki, ist das gar nicht so kompliziert. In seinem neuen Buch „Bevor du deinen Job kündigst“ gibt Kiyosaki Gründern zehn Tipps, die ihnen dabei helfen sollen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen – genau wie er selbst. Als Finanz-Coach, Entrepreneur, Investor und Bestseller-Autor („Rich Dad, Poor Dad“) ist Kiyosaki weltweit bekannt, seine Geschäfte machten ihn zum Multimillionär.

Noch wie heute erinnert er sich an den Tag, an dem er seinen Job kündigte und offiziell Unternehmer wurde. „An diesem Tag wusste ich, dass es kein regelmäßiges Gehalt, keine Krankenversicherungs- oder Rentenbeiträge mehr geben würde. Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch keinen bezahlten Urlaub“, schreibt Kiyosaki. Gleichzeitig stiegen seine Ausgaben für das neue Unternehmen durch Miete, Büromaterialien und Steuerberater. Deswegen ist seine erste Lektion für alle Gründungsinteressierten:

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Starten Sie als Teilzeit-Unternehmer

„Ich empfehle Ihnen, Ihre Stelle zu behalten, während Sie in Teilzeit ein Unternehmen aufbauen – nicht des Geldes wegen, sondern um Erfahrung zu sammeln“, sagt Kiyosaki. Selbst wenn das Teilzeit-Unternehmen kein Geld einbringt, gewinnen die Gründer etwas viel Wichtigeres als Geld: Lebenserfahrung. Sie werden nicht nur etwas über die Geschäftswelt lernen, sondern auch viel über sich selbst, ist sich Kiyosaki sicher.

Prüfen Sie Ihre Einstellung

Alles hängt von Ihrer Einstellung ab: Wollen Sie wirklich Unternehmer sein? Warum? Werden Sie auf keinen Fall Unternehmer, um Geld zu verdienen, warnt Kiyosaki. Da gebe es einfachere Wege. Auch wenn Ihnen Unternehmensführung oder Vertrieb keinen Spaß macht, sollten Sie vorsichtig sein. Wenn Ihnen hingegen Geschichten über lange Arbeitszeiten und Scheitern nichts ausmachen, sollten Sie es versuchen. Die wichtigste Aufgabe des Unternehmers beginnt vor der Gründung oder der Anstellung des Personals. Es muss ein Unternehmen geplant werden, das unter anderem Folgendes kann: wachsen, Mehrwert schaffen, soziale Verantwortung übernehmen, den Unternehmer letztlich nicht mehr brauchen.

Seien Sie realistisch

Sind Sie Optimist, Pessimist oder knallhart ehrlich zu sich selbst? Diese Frage sollte jeder Gründungsinteressierte für sich geklärt haben. Denn Menschen, die viel Negatives aufsaugen, werden genauso schwer Erfolg haben wie Menschen, die immer denken, dass sich alles schon von selbst regeln wird. Aber das wird es nicht. Unternehmer sollten vielmehr Realisten sein, findet Kiyosaki.

Üben Sie Verkaufen

Vertrieb ist das Herzstück jedes Unternehmens. Alle Unternehmer müssen gut verkaufen können. Deshalb sollte sich jeder Gründer genug Erfahrung in diesem Feld aneignen, bevor er sich selbstständig macht. Auch Kiyosaki musste das Verkaufen erst lernen: „Ich bin durch eine harte Schule gegangen“, sagt er. Für das Training empfiehlt er, zum Beispiel einige Zeit bei einem Direktvertrieb zu arbeiten.

Lernen Sie, mit Geld umzugehen

Viele Unternehmer haben mit Finanzämtern und Banken zu kämpfen. Das Problem sieht Kiyosaki hier: Sie wissen nicht, wie sie ihr Geld ausgeben sollen – und viele geben es aus, aber bekommen nichts zurück. „Ein Unternehmer muss wissen, wie man mit Geld umgehen und wie er mehr zurückbekommen kann“, sagt er. Er habe schon viele Unternehmer durch Sparsamkeit Pleite gehen sehen. Die Kosten zu senken, wenn die Umsätze zurückgehen – laut Kiyosaki keine gute Idee.

Gründen Sie ein Unternehmen, an dem Sie üben können

Fahrradfahren muss man lernen, genau wie die Unternehmensgründung, den Aufbau und die Führung des Betriebs. Statt lange Theorie zu pauken, sollten Sie sich möglichst schnell in die Praxis stürzen, empfiehlt Kiyosaki. „Hören Sie auf zu planen und fangen Sie an zu handeln.“

Bitten Sie um Hilfe

Niemand kann alles wissen und alles richtig machen. Unmöglich. Wer es doch versucht, ist zum Scheitern verurteilt. „Arroganz ist die Ursache von Ignoranz“, sagte der Vater von Kiyosaki häufig. Man sollte sich nicht zu schade sein, um Hilfe zu bitten. „Aber nerven Sie nicht ihre Umgebung mit zu vielen Bitten. Es gibt einen Unterschied zwischen Hilfe und Krücken“, warnt Kiyosaki.

Suchen Sie sich einen Mentor

Wer mit einem Mentor gründet, hat über eine längere Zeit die Unterstützung einer Vertrauensperson, einer erfahrenen Unternehmerpersönlichkeit. Das kann jemand aus der eigenen Familie sein, wie in Kiyosakis Fall sein Vater, oder eine andere Person mit Vorbildfunktion. Aber auch Bücher großer Unternehmer können inspirierend sein, zum Beispiel von Henry Ford, Bill Gates oder Steve Jobs. „Bei Steve Jobs ist mir zum Beispiel sehr bewusst geworden, wie wichtig der Aufbau einer Unternehmenskultur ist“, sagt Kiyosaki. Heute fördert er in seinem Betrieb eine Kultur des Lernens und der freien Meinungsäußerung.

Treten Sie einem Unternehmensnetzwerk bei

Gleich und gleich gesellt sich gern, das gilt auch für Unternehmer. Nutzen Sie diese Möglichkeit: Umgeben Sie sich mit Unternehmern, nehmen Sie an Treffen teil und finden Sie eine Organisation, die zu Ihren Bedürfnissen passt“, rät Kiyosaki. Eine gute Übersicht über Seminare und Angebote biete zum Beispiel die IHK. Inspirierend seien für ihn auch immer wieder Treffen mit Jungunternehmern, sagt der 69-Jährige.

Lernen Sie weiter

Unternehmer zu sein, ist eine Herausforderung. Täglich gibt es Neues zu bewältigen. Briefe vom Finanzamt, Projektpannen, Kundengespräche, Bankverhandlungen. Es kann verlockend sein aufzugeben. Aber man sollte sich vorher fragen: „Warum gerade jetzt aufgeben?“, findet Kiyosaki. Diese Frage steht auf einem Zettel aus einem chinesischen Glückskeks, den sich Kiyosaki an sein Telefon geklebt hat. Seine Antwort: „Heute nicht, vielleicht morgen.“ Denn Unternehmertum ist ein Prozess, in dem ständig gelernt wird. Wer zum Ziel kommen will, braucht eine starke Mission, die ihn antreibt, ihn durch den Prozess schiebt. Und wenn etwas schief geht? Ist das die Gelegenheit, aus aus Fehlern zu lernen.

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