Onboarding 10 Tipps, wie Ihre neuen Mitarbeiter gut in den Job starten

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Alle an Bord! Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für das Onboarding Ihrer neuen Mitarbeiter.

Alle an Bord! Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für das Onboarding Ihrer neuen Mitarbeiter.© miklyxa / Fotolia.com

Die ersten Arbeitstage entscheiden darüber, ob sich ein Mitarbeiter in der Firma wohl fühlt. Mit unseren 10 Tipps für erfolgreiches Onboarding sorgen Sie für einen guten Start in Ihrem Team.

Am Empfang weiß niemand Bescheid, am Schreibtisch kleben noch die Post-its vom Vorgänger und ein Computer ist nicht aufzutreiben – wenn der erste Arbeitstag so beginnt, will der neue Mitarbeiter am liebsten sofort wieder gehen. Und welcher Chef will das schon?

Investieren Sie daher lieber etwas Zeit in das Onboarding – das „An Bord nehmen“ Ihrer neuen Mitarbeiter. Mitarbeiterbindung beginnt schon vor dem ersten Arbeitstag und erste Eindrücke wirken lange nach. Vergessen Sie nicht, dass ein neuer Mitarbeiter nicht nur fachlich eingearbeitet werden muss. Er muss sich auch in seinem neuen Team und dem Arbeitsumfeld mit seinen Strukturen und Regeln einfinden.

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1. Von Anfang an dabei

Wenn der Bewerbungsprozess überstanden und der Arbeitsvertrag unterschrieben ist, müssen Sie nicht bis zum ersten Arbeitstag warten, um Ihren neuen Mitarbeiter an Bord zu holen. Bleiben Sie auch zwischen Vertragsunterschrift und Arbeitsantritt in Kontakt. Schicken Sie beispielsweise vorab eine Informationsbroschüre oder die Mitarbeiterzeitung. Vergessen Sie auch Feiertags- oder Geburtstagsgrüße in dieser Zeit nicht und laden Sie den neuen Mitarbeiter schon ein, wenn eine Betriebsfeier ansteht.

2. Später starten

Lassen Sie Ihren neuen Mitarbeiter am ersten Tag eine Stunde später kommen als sonst üblich. Dann ist das morgendliche Chaos vorbei und Sie hatten schon Zeit, den ersten Kaffee zu trinken. Der erste Arbeitstag Ihres Mitarbeiters wird für alle entspannter starten.

3. Netter Empfang

Schicken Sie am Tag vorher außerdem eine Rundmail an alle Mitarbeiter mit dem Hinweis auf den neuen Kollegen. So wissen alle im Team Bescheid. Sie haben eine Sekretärin? Dann bitten Sie sie, Ihren neuen Mitarbeiter in Empfang zu nehmen.

4. Voll ausgestattet

Sorgen Sie dafür, dass bereits am Tag zuvor ein Schreibtisch eingerichtet ist. Der Computer sollte startklar sein, Schreibutensilien bereit liegen und vielleicht sogar eine kleine Willkommenskarte auf dem Platz stehen. Oft machen die scheinbar kleinen Dinge den großen Unterschied.

5. Technisch perfekt vorbereitet

Das Stromkabel des Computers anschließen ist nicht genug: Damit Ihr neuer Mitarbeiter sich wohlfühlt und in seinem neuen Job gleich durchstarten kann, sollten alle Zugänge, Passwörter und Schlüsselkarten funktionieren.

6. Gut informiert

Wie funktioniert der Kaffeeautomat? Welche regelmäßigen Meetings gibt es? Wie sind die Arbeitszeiten geregelt? Bereiten Sie für alle neuen Mitarbeiter eine Willkommensmappe mit den wichtigsten Informationen vor. Sie können auch Infos über gute Orte für die Mittagspause oder Freizeitangebote in der Umgebung in die Mappe aufnehmen.

7. Wer ist wer

Nehmen Sie sich Zeit, das Team vorzustellen: Wer arbeitet an was und ist wofür zuständig? Damit die vielen Namen Ihren neuen Mitarbeiter am ersten Tag nicht überfordern, können Sie eine Pinnwand mit Fotos und Namen einrichten. Das hilft beim Namenlernen.

8. Die ersten Pausen

Sorgen Sie dafür, dass Ihr neuer Mitarbeiter in seiner ersten Mittagspause nicht alleine Essen gehen muss. Vielleicht übernimmt auch ein Kollege auf gleicher Hierarchieebene die Funktion eines „Buddys“, der sich um die soziale Integration des neuen Mitarbeiters kümmert. Das sichert ein gutes Ankommen im Team.

9. Gefordert vom ersten Tag an

Neue Mitarbeiter starten meist voller Elan und Energie. Diese positive Energie sollte nicht verpuffen. Häufig gehen Mitarbeiter an Ihrem ersten Tag aber schon früh nach Hause, weil sie noch gar nichts zu tun haben. Das kann frustrierend sein. Sorgen Sie von Anfang an für spannende und fordernde Aufgaben.

10. Werte vermitteln

Ihr Leitbild steht irgendwo versteckt auf der Homepage? Werte und Missionen leben davon, dass sie gelebt werden. Nehmen Sie sich Zeit, neben organisatorischen Inhalten auch Ihre langfristigen Ziele zu vermitteln. Vielleicht hat auch ein langjähriger Mitarbeiter Zeit und Lust, von seinen Anfängen und Entwicklungen zu erzählen.

Zum Abschluss: Sie und Ihr Unternehmen sollten vor allem authentisch bleiben. Erinnern Sie sich einfach daran, wie es war, als Sie irgendwo Ihren ersten Tag hatten – sei es in der Schule, in der Ausbildung oder in einer einstigen Festanstellung. Wenn Sie versuchen, Ihrem Mitarbeiter den Einstieg so leicht wie möglich zu machen, dann wird aus einem guten ersten Tag auch ein gutes Arbeitsverhältnis.

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2 Kommentare
  • Annette Leeb 12. November 2015 17:35

    Hallo Frau Wilke,

    auch von mir, die wichtigsten Punkte gut zusammen gestellt, der Text schön geschrieben. Er vermittelt etwas von der wesentlichen Rolle, die der Beziehungsaspekt bei Einarbeitung spielt. Es braucht die Fähigkeit, fachlich vorauszudenken und sich menschlich einzufühlen, um ein gutes Ankommen im Unternehmen vorzubereiten und zu begleiten. Einen Wechsel der Perspektive.

    E-Learning kann hier auch insofern nützlich sein, als Weiterbildungsmodule zwar für alle Mitarbeiter erstellt werden, die zum Thema geschult werden. Dass diese Kurse auch für die Neuen verfügbar sind, mit der Perspektive auf Lernen, ist quasi ein positiver Nebeneffekt.

  • Guido Hornig 11. November 2015 14:10

    Sehr brauchbare Liste.
    Auch die Phase vor dem ersten Tag ist wichtig. Da könnte noch „Vorabinfo“ dazu. Mit E-Learning kann in die frühe Phase ohne Arbeitsplatz im Unternehmen sogar schon das ein oder andere Online-Training gelegt werden. Da gibts ja einige Compliance Themen, die auch für kleine und mittlere Unternehmen immer brisanter werden. Hier noch ein Link, wo man testen kann, wie gut der Einarbeitungs-Prozess schon gediehen ist: http://easy-onboarding.de

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