| Blog für Unternehmer
logo_Smarter_mittelstand_dunkel
Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss in Sachen Digitalisierung Gas geben. Wir helfen Ihnen dabei: Persönlich, wenn Sie zu unserer Veranstaltungsreihe „smarter_mittelstand – digitalisierung 4.0“ kommen. Oder digital, hier an dieser Stelle, wo wir Sie laufend mit handfesten Tipps, Anleitungen und Neuigkeiten versorgen.

Datenschutzerklärung So wird die Datenschutzerklärung rechtssicher

  • Serie
  • Aus dem Magazin
Eine sichere Sache? Die Datenschutzerklärung soll Verbraucher aufklären. Fehlt sie, kann es für den Website-Betreiber teuer werden.

Eine sichere Sache? Die Datenschutzerklärung soll Verbraucher aufklären. Fehlt sie, kann es für den Website-Betreiber teuer werden.© Tomasz Zajda / Fotolia.com

Ein Fehler in der Datenschutzerklärung auf der eigenen Homepage - und schon droht eine Abmahnung. Wie Unternehmer für Rechtssicherheit sorgen und unnötige Kosten vermeiden können.

Betreiben Sie einen Webshop? Bieten Sie Newsletter, Gewinnspiele oder Registrierungsoptionen an? Dann sammeln Sie auf Ihrer Webseite Nutzerdaten. Wer über die Erfassung und kommerzielle Nutzung dieser Daten gar nicht oder nicht ausreichend informiert, kann seit Ende Februar nicht nur von Konkurrenten, sondern auch von Verbraucherverbänden abgemahnt werden. „Leider gibt es viel zu viele Mittelständler mit abmahnfähigen Datenschutzerklärungen, die nun vermehrt Probleme bekommen könnten“, sagt Jan Schneider, Fachanwalt für IT-Recht bei SKW Schwarz Rechtsanwälte.

Für wen ist eine Datenschutzerklärung Pflicht?

Eine Datenschutzerklärung muss immer dann auf einer Webseite vorhanden sein, wenn beim Besuch der Seite personenbezogene Daten erfasst und verarbeitet werden. „Das ist bei fast jeder Webseite in einem gewissen Umfang der Fall“, sagt Fachanwalt Schneider. So werden in der Regel standardmäßig IP-Adresse und Verweildauer eines Webseitenbesuchers protokolliert – zwei für die Datenschutzerklärung relevante Punkte.

Anzeige

Wo muss die Datenschutzerklärung platziert sein?

Auf vielen Seiten versteckt sich die Datenschutzerklärung im Impressum. „Das ist ungünstig“, sagt Fachanwalt Schneider. Optimal erfüllt würden die  gesetzlichen Anforderungen nur dann, wenn die Erklärung mit einem eigenen Link versehen wird – etwa im Fuß- oder Kopfbereich der Seite.

Was taugen Vorlagen und Muster für die Datenschutzerklärung?

Im Netz kursieren hunderte Mustertexte für Datenschutzerklärungen. Diese können jedoch nur eine erste Orientierung bieten und sind niemals allgemeingültig! Dienste wie Janolaw.de oder Protectedshops.de bieten gegen eine Monatsgebühr individualisierte Rechtstexte samt Abmahnschutz und Haftung. Abonnenten dieser Dienste werden regelmäßig über Änderungen informiert. Bei Unsicherheiten sollten Unternehmer immer einen Fachanwalt einschalten.

Worüber muss die Datenschutzerklärung informieren?

Neben der Erfassung von IP-Adressen und Personendaten müssen Seitenbetreiber auch über die Nutzung von Cookies, Trackingtools (wie Google Analytics) oder Social-Media-Plugins informieren. „Da reicht bereits Facebooks ‚Gefällt mir‘-Button auf der Webseite aus“, sagt Ralf Seybold, Geschäftsführer der Internetagentur Seybold.de. So unterstrich das Landgericht Düsseldorf jüngst in einem Urteil (Az.: 12 O 151/15), dass Webseitenbetreiber über die Weitergabe von Daten an Facebook aufklären müssen, wenn sie den „Gefällt mir“-Button nutzen.

 

impulse-04-16

Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 04/16.

Sie können die Ausgabe als Einzelheft oder als ePaper kaufen. Übrigens: Mitglieder im impulse-Netzwerk erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat nach Hause geliefert. Und über die impulse-App für iOS- und Android-Geräte können Sie die neuen Ausgaben bequem auf Tablet oder Smartphone lesen.

impulse-Akademie: Strategie & Inspiration für Ihr Unternehmen
Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.