Gründungskapital
Dafür brauchen Gründer Geld

Ohne Gründungskapital geht es nicht - sonst überlebt das neue Unternehmen nicht bis zu ersten regelmäßigen Einnahmen. Welche Kosten Gründer einkalkulieren müssen.

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Damit Gründer reich ernten können, brauchen sie am Anfang ein ausreichendes Gründungskapital.
Damit Gründer reich ernten können, brauchen sie am Anfang ein ausreichendes Gründungskapital.
© alexkharkov/Fotolia

Wofür benötigen Gründer Startkapital? Elementare Ausgaben zu Beginn der Selbstständigkeit sind:

Stammkapital

Es wird für die Eintragung der Firma in das Handelsregister benötigt. Während bei Personengesellschaften (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, Offene Handelsgesellschaft oder Kommanditgesellschaft) kein Gründungskapital nachzuweisen ist, müssen Unternehmen, die eine Kapitalgesellschaft anmelden, ausreichend Stammkapital vorhalten.

So muss zum Beispiel von den erforderlichen 25.000 Euro für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die Hälfte tatsächlich eingezahlt werden. Bei einer Ein-Personen-GmbH muss der Gründer für die andere Hälfte ausreichende Sicherheiten hinterlegen.

Erstausstattung

Die Miete für ein kleines Büro oder den Laden, das Mobiliar, Telefonanlage und -anschluss, die Nebenkosten, ein PC, die erste Warenausstattung, Flyer oder Anzeigen, um potenzielle Käufer anzulocken – auch für den kleinen Start kommen immense Kosten zusammen.

Das Kapital muss so lange reichen, bis die ersten Stammkunden gewonnen sind und regelmäßig Geld in die Kasse kommt.

Gebühren

Für die Eintragung in das Handelsregister berechnet das Amtsgericht Gebühren. Gründer von Personengesellschaften zahlen für die Eintragung beispielsweise in Hamburg zurzeit mindestens 250 Euro.

Für Kapitalgesellschaften gilt: Die Höhe der Ausgaben hängt vom so genannten Geschäftswert ab – der sich wiederum nach dem Wert des Betriebsvermögens richtet. Hinzu kommt jeweils noch das Honorar für den Notar, der den Antrag auf Eintragung beglaubigt.

Relativ gering nimmt sich dagegen die Gebühr für die Anmeldung eines Gewerbebetriebs aus: In Hamburg werden dafür zum Beispiel 20 Euro abgerechnet.

Lebensunterhalt

Bis sich das Geschäft etabliert hat, leben die meisten Gründer von der Hand in den Mund. Jeder Cent, den sie auf ihrem Konto verbuchen, wird oft wieder direkt in das Unternehmen investiert – in der Hoffnung, dass es bald Gewinne abwirft.

Allerdings benötigen Start-ups einen langen Atem. Um nicht nach wenigen Monaten aufgeben zu müssen, weil das Geld nicht einmal mehr für die eigene Wohnung reicht, sollten sie ausreichend Reserven einplanen.

Woher kommt das Geld für den Firmenstart?

Gründungskapital bedeutet in erster Linie: das Ersparte. Sollte das nicht ausreichen, können sich Gründer auch bei Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten etwas leihen. Auf der sicheren Seite ist dabei, wer hierfür einen ganz formellen Kreditvertrag abschließt, der Laufzeit, die Rückzahlungsmodalitäten und die Verzinsung regelt – wie unter Fremden.

In eigener Sache
Machen ist wie wollen, nur krasser
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Externer Ansprechpartner Nummer eins in Sachen Gründungsfinanzierung ist in Deutschland die Hausbank. Knapp 70 Prozent aller angehenden Firmenchefs beantragen einen Kredit. Vorwiegend bei dem Geldhaus, bei dem sie seit Jahren auch ihre Girokonten führen. Allerdings: Kein Kreditinstitut finanziert ein Start-up zu 100 Prozent – der Unternehmer muss also ausreichend eigene Mittel mitbringen. Dabei gilt: Je mehr desto besser. Zum einen, weil es die Banker gerne sehen, wenn der Chef selbst ins Risiko geht. Um zum anderen, weil mit einer hohen Eigenkapitalquote die Bonität der Kreditnehmers steigt und die Zinskonditionen günstiger ausfallen.

Immerhin gelingt es fast jedem vierten Gründer, einen so genannten Business Angel für sein Geschäftskonzept zu begeistern. Dies sind in der Regel erfahrene Unternehmer, die nicht nur Geld in die neue Firma investieren, sondern auch ihr Know-how und ihr Netzwerk einbringen.

Eine weitere Alternative ist Crowdfunding. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Artikel „Crowdfunding: So klappt Geldsammeln im Internet“.

Welche staatliche Unterstützung gibt es?

Es lohnt ein Blick in die Förderprogramme der Kommunen, Bundesländer oder des Bundes. Kleinkredite für 25.000 Euro oder der ERP-Gründerkredit – Startgeld der KfW-Bank (maximal 100.000 Euro) helfen oft über das erste Jahr hinweg.

Wofür benötigen Gründer Startkapital? Elementare Ausgaben zu Beginn der Selbstständigkeit sind: Stammkapital Es wird für die Eintragung der Firma in das Handelsregister benötigt. Während bei Personengesellschaften (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, Offene Handelsgesellschaft oder Kommanditgesellschaft) kein Gründungskapital nachzuweisen ist, müssen Unternehmen, die eine Kapitalgesellschaft anmelden, ausreichend Stammkapital vorhalten. So muss zum Beispiel von den erforderlichen 25.000 Euro für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die Hälfte tatsächlich eingezahlt werden. Bei einer Ein-Personen-GmbH muss der Gründer für die andere Hälfte ausreichende Sicherheiten hinterlegen. Erstausstattung Die Miete für ein kleines Büro oder den Laden, das Mobiliar, Telefonanlage und -anschluss, die Nebenkosten, ein PC, die erste Warenausstattung, Flyer oder Anzeigen, um potenzielle Käufer anzulocken - auch für den kleinen Start kommen immense Kosten zusammen. Das Kapital muss so lange reichen, bis die ersten Stammkunden gewonnen sind und regelmäßig Geld in die Kasse kommt. Gebühren Für die Eintragung in das Handelsregister berechnet das Amtsgericht Gebühren. Gründer von Personengesellschaften zahlen für die Eintragung beispielsweise in Hamburg zurzeit mindestens 250 Euro. Für Kapitalgesellschaften gilt: Die Höhe der Ausgaben hängt vom so genannten Geschäftswert ab - der sich wiederum nach dem Wert des Betriebsvermögens richtet. Hinzu kommt jeweils noch das Honorar für den Notar, der den Antrag auf Eintragung beglaubigt. Relativ gering nimmt sich dagegen die Gebühr für die Anmeldung eines Gewerbebetriebs aus: In Hamburg werden dafür zum Beispiel 20 Euro abgerechnet. Lebensunterhalt Bis sich das Geschäft etabliert hat, leben die meisten Gründer von der Hand in den Mund. Jeder Cent, den sie auf ihrem Konto verbuchen, wird oft wieder direkt in das Unternehmen investiert - in der Hoffnung, dass es bald Gewinne abwirft. Allerdings benötigen Start-ups einen langen Atem. Um nicht nach wenigen Monaten aufgeben zu müssen, weil das Geld nicht einmal mehr für die eigene Wohnung reicht, sollten sie ausreichend Reserven einplanen. Woher kommt das Geld für den Firmenstart? Gründungskapital bedeutet in erster Linie: das Ersparte. Sollte das nicht ausreichen, können sich Gründer auch bei Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten etwas leihen. Auf der sicheren Seite ist dabei, wer hierfür einen ganz formellen Kreditvertrag abschließt, der Laufzeit, die Rückzahlungsmodalitäten und die Verzinsung regelt - wie unter Fremden. Externer Ansprechpartner Nummer eins in Sachen Gründungsfinanzierung ist in Deutschland die Hausbank. Knapp 70 Prozent aller angehenden Firmenchefs beantragen einen Kredit. Vorwiegend bei dem Geldhaus, bei dem sie seit Jahren auch ihre Girokonten führen. Allerdings: Kein Kreditinstitut finanziert ein Start-up zu 100 Prozent - der Unternehmer muss also ausreichend eigene Mittel mitbringen. Dabei gilt: Je mehr desto besser. Zum einen, weil es die Banker gerne sehen, wenn der Chef selbst ins Risiko geht. Um zum anderen, weil mit einer hohen Eigenkapitalquote die Bonität der Kreditnehmers steigt und die Zinskonditionen günstiger ausfallen. Immerhin gelingt es fast jedem vierten Gründer, einen so genannten Business Angel für sein Geschäftskonzept zu begeistern. Dies sind in der Regel erfahrene Unternehmer, die nicht nur Geld in die neue Firma investieren, sondern auch ihr Know-how und ihr Netzwerk einbringen. Eine weitere Alternative ist Crowdfunding. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Artikel "Crowdfunding: So klappt Geldsammeln im Internet". Welche staatliche Unterstützung gibt es? Es lohnt ein Blick in die Förderprogramme der Kommunen, Bundesländer oder des Bundes. Kleinkredite für 25.000 Euro oder der ERP-Gründerkredit - Startgeld der KfW-Bank (maximal 100.000 Euro) helfen oft über das erste Jahr hinweg.
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