Management Aus dem Handelsregister: Der Burgermeister von Berlin

Oliver Mix in einer seiner McDonald's-Filialen in Berlin

Oliver Mix in einer seiner McDonald's-Filialen in Berlin© Bärbel Schmidt

Oliver Mix betreibt zwei McDonald's-Filialen in Berlin als Franchise-Nehmer. Im Interview erklärt er, wie er an die begehrten Filialen gekommen ist - und was alles im Bewerbungsverfahren steckt.

Herr Mix, nur noch wenige schaffen es in den exklusiven Kreis der McDonald’s-Franchisenehmer. Sie übernehmen im Januar zwei Restaurants in Berlin. Wie ist Ihnen das gelungen?

Ich bin in der Tat der erste Franchisenehmer seit acht Jahren, der von außen kommt und nicht aus der zweiten Generation stammt. Mein bester Freund ist großer Franchisenehmer bei McDonald’s. Wir haben ein gemeinsames Hobby: den Motorsport. Da verbringt man viel Zeit miteinander und kommt ins Quatschen. Über ihn habe ich die Marke nicht nur als Gast, sondern aus vielen anderen Per­spektiven kennengelernt. Eines Tages hat er mich gefragt, ob ich mir das mit McDonald’s vorstellen könnte. Das war aber auch alles, die Bewerbungsprozedur musste ich schon selbst durchlaufen.

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Wie sah die aus?

Ein Assessment-Verfahren, Praxistage, Gespräche mit dem Vorstand, Beurteilungen durch Crewtrainer, Schichtleiter und viele andere.

Sie haben bis zum Sommer das Stadtmarketing von Osnabrück geleitet, bald braten Sie Burger in Berlin. Wie groß ist die Umstellung?

Das Unternehmertum ist für mich nicht so neu, wie sich das von außen anfühlt. Bis ich 24 war, hatte ich eine Firma für Unterhaltungselektronik, nebenbei habe ich Schülerpartys in Osnabrück organisiert. Damals war das eine neue Geschäftsidee, es gab kaum Konkurrenz. Danach bin ich zum Stadtmarketing gegangen, das ich auch wie ein Unternehmen geführt habe, mit 45 Mitarbeitern.

Und jetzt haben Sie mit Ihren zwei McDonald’s-Restaurants die Lizenz zum Gelddrucken.

Vorsicht, Berlin ist ein heißes Pflaster, die Konkurrenz ist hart. Es gibt rund um die Uhr was zu essen, in allen Kulturen, Kopien und Kopien der Kopien.

Wer ein McDonald’s-Restaurant eröffnen will, braucht mindestens 700 000 Euro. Stimmt das?

Es kursieren verschiedene Summen. Das kommt immer auf das Vorhaben an. Ich kaufe nur einen Store, beim anderen machen wir eine Art Mietkauf. McDonald’s hat bei den Banken einen guten Ruf.

Wieso sind Sie wieder Unternehmer geworden?

Ich kann das gar nicht so genau definieren. Das Gerede von Freiheit halte ich für Blabla. Am Ende ist man ein Dienstleister der Sache gegenüber und sollte ein guter Arbeitgeber sein. Und den Umsatz erhöhen und die Kosten senken.

 
 

Amtsgericht Charlottenburg (Berlin), Aktenzeichen: HRA 48501 B
Bekannt gemacht am: 07.08.2013, 12:00 Uhr
 
In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr. Neueintragungen, 05.08.2013

 Systemgastronomie Oliver Mix Kurfürstendamm e.K., Berlin, c/o HPTP GmbH Steuerberaturngsgesellschaft, Rudi-Dutschke-Straße 9, 106969 Berlin. Gegenstand: Betreiben eines oder mehrerer McDonald’s-Gastronomiebetriebe in Form von Franchise-Unternehmen. Firma: Systemgastronomie Oliver Mix Kurfürstendamm e.K.; Sitz/Zweigniederlassung Berlin; Geschäftsanschrift: c/o HPTP GmbH Steuerberaturngsgesellschaft, Rudi-Dutschke-Straße 9, 106969 Berlin; Inhaber: 1. Mix, Oliver Amir, Osnabrück; Rechtsform: Einzelunternehmen.

 
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cover-dezember-abbinderAus dem impulse-Magazin 12/2013.

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4 Kommentare
  • Petra Koch 6. Januar 2014 21:19

    Gern geschehen, falls Sie nochmal jemanden zum Korrektur lesen benötigen ;-)…

    • impulse 7. Januar 2014 09:48

      :-))

  • Petra Koch 6. Januar 2014 16:26

    Ich will ja nicht pingelig sein, aber könnten Sie die Bildunterschrift noch mit dem richtigen Namen versehen? „Mixer“ sind ein paar Buchstaben zuviel…
    Herzlichen Glückwunsch, Oliver!

    • impulse 6. Januar 2014 16:51

      oh, danke für den Hinweis!

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