Motivationsloch „Mein Akku ist total leer“

  • INSIDER
  • Aus dem Magazin
Das Leben als Chef kann manchmal ziemlich einsam sein. "Ab und zu würde ich mich über einen Schulterklopfer von einem Mitarbeiter freuen", sagt Vanessa Weber.

Das Leben als Chef kann manchmal ziemlich einsam sein. "Ab und zu würde ich mich über einen Schulterklopfer von einem Mitarbeiter freuen", sagt Vanessa Weber.© Steffi Henn

Dynamisch, kommunikativ, immer vorn dabei - dieses Unternehmer-Klischee passte bestens auf impulse-Bloggerin Vanessa Weber. Doch nun steckt die Chefin von Werkzeug Weber im Motivationsloch. Ein Erfahrungsbericht.

Kürzlich auf einer Konferenz: Ich begrüße Bekannte aus dem Geschäftsleben, und unvermeidlich kommt die Frage: „Wie geht’s dir?“ Was also antworten? So wie immer: „Dankeschön, alles bestens, und bei dir?“ Oder sollte ich besser ehrlich sagen, wie es mir wirklich geht? Was mich beschäftigt, welche Sorgen und Zweifel mich derzeit als Unternehmerin begleiten? Kürzlich entschied ich mich für Letzteres. Ich antwortete einfach: „Ich stecke in einem Motivationsloch.“

Das war gar nicht so einfach. Lange habe ich nicht über dieses Motivationsloch gesprochen. Ich hatte Angst, dass mir meine Offenheit als Schwäche ausgelegt werden könnte. Ich wollte und will immer ein starkes Vorbild für andere sein. Mit dem Ergebnis: Die Motivation wurde nicht besser – im Gegenteil. Ich fühlte mich immer einsamer.

Anzeige

„In Betrieben ohne Personalmanager hängt alles am Chef“

Während man als Unternehmer heutzutage tausende Tipps bekommt, wie man Mitarbeiter führen, loben und motivieren soll, finden sich diese Themen selten für den Chef. Dabei würde ich mich auch ab und zu über einen Schulterklopfer von einem Mitarbeiter freuen. Denn: Mein Akku ist total leer. Woran das liegt? Es gibt viele Gründe. Ich habe etwa den Ehrgeiz, eine gute Chefin zu sein. Und Führung ist anstrengender geworden als früher. Man setzt sich mehr mit den Mitarbeitern auseinander, statt von oben herab Befehle zu erteilen.

Man befreit sich aus dem Tagesgeschäft, um mehr Zeit für Mitarbeitergespräche zu haben und für ein gutes Betriebsklima zu sorgen. In kleinen und mittleren Betrieben ohne Personalmanager hängt alles am Chef. Besonders die Aufgaben, die weniger Spaß bringen, aber gemacht werden müssen, wie administrative Aufgaben. Und natürlich gibt es auch unangenehme berufliche Themen. Steht beispielsweise ein schwieriges Gespräch mit einem Mitarbeiter an, belastet mich das auch in der Freizeit. Obwohl ich abends todmüde ins Bett falle, wache ich mitten in der Nacht auf, mein Hirn rattert. Ein Gedanke folgt auf den nächsten, ich komme nicht zur Ruhe, kann stundenlang nicht mehr einschlafen.

Doppelbelastung durch das neue Start-up

Und dann noch das neue Start-up. Neben meinem Familienunternehmen, einem Werkzeughandel, gründe ich gerade ein zweites Unternehmen, einen automatisierten Werkzeugverleih. „Muss das sein?“, fragen andere. „Ja, es sichert unsere betriebliche Zukunft und ist eine tolle Innovation, die die Welt ein Stück besser macht“, sage ich. So ein Start-up ist toll. Ich kann alles so machen, wie ich es will. Werkzeug Weber habe ich von meinem Vater übernommen – mitsamt allen Strukturen. Das war etwas völlig anderes.

Auf die zweite Firma möchte ich deshalb nicht verzichten. Wenn ich müde bin, denke ich mir: „Ich bin doch bei Weitem nicht die Einzige auf der Welt, die zwei Firmen leitet.“ Vermutlich liegt mein Problem hier: Mein Hirn produziert ständig neue Ideen, und die müssen irgendwo hin. Aber irgendwann muss das Hirnrattern doch mal aufhören, sonst wird man ja wahnsinnig.

In den drei bis vier Wochen vor der anfangs erwähnten Konferenz war ich in einem richtigen Tal. Vielleicht bin ich gerade noch so an einem Burnout vorbeigeschlittert? Ich weiß, dass ich etwas ändern muss. Aber was genau? Wie findet man als Unternehmer immer und immer wieder neue Energie? Damit sich das Karussell in meinem Kopf langsamer dreht und meine Motivation fürs tagtägliche Geschäft zurückkehrt, versuche ich ganz verschiedene Dinge.

1. Sprich!

Darüber reden, dass man gerade einen Durchhänger hat, tut schon mal gut. Lange habe ich mich damit schwer getan. Man will sich ja nicht als Schwächling zeigen und hören, dass die Leute sagen: „Was jammerst du denn da rum?“

Jetzt habe ich begonnen, über mein Motivationsloch mit Freunden, Bekannten, anderen Unternehmern und auch vertrauten Mitarbeitern zu reden. Und die Reaktionen sind gar nicht so schlimm wie befürchtet. Ganz im Gegenteil: Ich bekomme viele positive Reaktionen. Außerdem entlastet das Reden ungemein. Ich bekomme mehr Klarheit und höre auf, mich mit meinen Gedanken im Kreis zu drehen.

2. Fahr mal weg!

Freunde haben einen Wanderausflug geplant, und mit meinem Freund habe ich spontan eine Woche Urlaub gebucht. Das gab es schon länger nicht mehr. Denn er hat auch ein Start-up und ich ein Unternehmen und ein Gründungsprojekt – da bleibt viel Privates auf der Strecke. Aber ich habe gemerkt, dass mir diese kleinen Auszeiten gut tun und neue Kraft geben.

Demnächst werde ich in ein Schweigekloster gehen und versuchen, dort ganz zur Ruhe zu kommen. Es sind zwar nur fünf Tage, aber fünf Tage ohne Smartphone, ohne soziale Medien, ohne Erreichbarkeit. Endlich Zeit, um mich bewusst mit mir selbst zu beschäftigen.

3. Mach etwas anderes!

Mir wurde häufig vorgeworfen, dass ich auf zu vielen Hochzeiten tanze, zwei Unternehmen und dazu die ganzen Ehrenämter. Aber interessanterweise ist es genau die ehrenamtliche Arbeit, die mich motiviert. Ich komme raus, treffe neue Leute und sehe etwas anderes. Zusammen etwas zu bewegen macht richtig Spaß.

Die vielen Ehrenämter können natürlich auch belastend sein. Besonders wenn die Akkus sowieso schon leer sind. Und es gab Zeiten, in denen ich sieben verschiedene Ämter gleichzeitig hatte. Inzwischen sind es nur noch vier oder fünf. Ganz aufgeben könnte ich die Arbeit aber nicht.

4. Besinn dich!

Wenn ich frustrierende Aufgaben erledigen muss oder ein schwieriges Mitarbeitergespräch ansteht, erinnere ich mich an meine Vision als Unternehmerin. Ich erinnere mich daran, warum ich die ganze Arbeit eigentlich mache und dass der Fortbestand des Unternehmens für mich das Wichtigste ist. Das hilft mir, Abstand zu gewinnen und zu verstehen, warum auch unangenehme Dinge gemacht werden müssen.

5. Such nicht nach Patentrezepten!

Noch habe ich kein Mittel gefunden, um nicht wieder in ein Motivationsloch zu fallen. Ich glaube auch, dass es kein Patentrezept gibt. Es gibt gute Tage und weniger gute. Letztens haben wir Inventur gemacht und das Lager entrümpelt. An einem Tag haben wir 1,9 Tonnen Papier weggeworfen. Es hat richtig gut getan, etwas zu machen, bei dem man am Ende des Tages ein Ergebnis sieht.

Vielleicht sind es solche kleinen Dinge, die meine Motivation zurückbringen. Vielleicht ist der Schlüssel, auf sich und sein Inneres zu hören. Ich versuche mir zu sagen: „Na und! Jeder hat mal einen schlechten Tag, oder?“

 

PS: Und an alle, denen es ähnlich geht wie mir, die auch mal etwas Lob und Motivation von außen gebrauchen könnten: Ihr Unternehmer, Unternehmerinnen und Führungskräfte da draußen – ihr macht einen sauguten Job. Es ist toll, dass ihr all eure Energie und euer Herzblut in eure Unternehmen steckt und euch damit auch für andere engagiert. Danke!

13 Kommentare
  • Matthias Schubert 30. Oktober 2017 08:09

    Hallo Frau Weber,
    vielen Dank für diesen wundervollen und sehr motivierenden Artikel!
    Ihre Erkenntnisse decken sich vollständig mit meinen Beobachtungen. Insbesondere das Zur-Ruhe-Kommen, die Inspiration durch Tapetenwechsel und mentale Auszeiten sowie das Eintauchen in andere Kreise habe ich selbst in den letzten Jahren intensiv und gezielt praktiziert und profitiere heute enorm davon.
    Von meinem Motivationsloch und dem von mir ebenfalls beobachteten „knapp am Burnout vorbeischrammen“ habe ich mich dadurch wirkungsvoll distanzieren können.
    Was mir derzeit leider immer noch nicht so recht gelingt ist das Befreien aus dem Tagesgeschäft zugunsten meiner Mitarbeiter. Aber das Leben wäre zu einfach ohne Herausforderungen 😉
    Viele herzliche Grüße und alles Gute für Sie und Ihre Ideen!
    Matthias Schubert

  • Moritz H. 1. September 2017 14:19

    Liebe Frau Weber, liebe Kommentatoren!

    Wie immer ein sehr gut geschriebener Beitrag und ja, Sie sprechen mir aus der Seele!
    „Dummerweise“ bin ich kein Geschäftsführer oder leitender Angestellter (übrigens aus Überzeugung nicht), sondern „lediglich“ ein motivierter Mitarbeiter mit hohem persönlichen Engagement und der Fähigkeit (so sagt man es mir nach) über den Tellerrand hinaus zu schauen und ein hohes Grad an unternehmerischen Denken zu besitzen und anzuwenden.

    Sitzen wir nicht alle in einem Boot?

    In meinen Augen ist ein Chef und ein Unternehmen immer nur so gut wie seine Mitarbeiter. Das bedeutet, dass beide, der Mitarbeiter und der Chef, sich permanent austauschen können und sich gegenseitig unterstützen müssen (!). Ich rede hier nicht nur von Taten sondern gerade auch von Worten. In gemeinsamen, steten und sehr offenen Gesprächen zwischen den Beteiligten entstehen in der Regel die besten Ideen.

    Jeder trägt das Risiko – und kann „alles“ verlieren
    (der Mitarbeiter den Job, ein guter Chef einen Teil seines Unternehmens)

    In meinen Augen ist es egal, welche Funktionen die Personen innehaben. Es geht um das Ziel, die Aufgabe und um den wirtschaftlichen Erfolg ! Ohne Zweifel, ein wirtschaftliches Unternehmen muss erfolgreich sein, um am Markt Bestand haben zu können. Und ja, selbstverständlich arbeiten eine Vielzahl von Mitarbeiter für ein Unternehmen, für die der Unternehmer die Verantwortung trägt. Aber in einem Unternehmen wie dem Ihren, Frau Weber, in dem noch sehr vieles Chefsache ist, wird es nicht (ohne erhebliches Zutun des Chefs) zu einem Totalverlust führen. Ein Mitarbeiter, der seinen Job verliert, kann und wird i.d.R. genauso finanziellen Verlust davontragen und kann „alles“ verlieren.
    Am Ende des Tages zählt das Ergebnis und natürlich auch die Anerkennung. Und die Anerkennung steht dem Team zu! Das Team setzt sich aus den Beteiligten (Chef und Mitarbeitern) zusammen.
    Leider werden die Mitarbeiter allzu oft in der Außendarstellung vergessen. Und leider tragen die Mitarbeiter viel zu selten den Teamgedanken in sich.

    Keine Pauschalierung

    Franziska hat es in meinen Augen korrekt gesagt: Besonders die jungen Generationen bereiten Probleme. Das sehe ich auch so. Und die Loyalität untereinander und zu dem Arbeitgeber nimmt mehr und mehr ab.
    Das ist übrigens der Grund, warum ich bewusst keine Führungskraft sein möchte: Wer kein Interesse an dem Erfolg (s)eines Arbeitgebers hat, der ist dort deplatziert. Ein Erfolg (m)eines Arbeitgebers ist auch mein Erfolg!
    Jeder Mitarbeiter sollte sich in (s)einem Unternehmen wohlfühlen und anerkannt werden. Es gibt Mitarbeiter, die tragen sehr gerne Verantwortung – im Innenverhältnis – aber eben nicht in der Öffentlichkeit (im Außenverhältnis). Ein Unternehmen braucht beide Arten von Mitarbeitern, weil jeder seine Stärken innehat. Umso wichtiger ist es, Leistung anzuerkennen, Mitarbeiter offen und ehrlich in Projekte einzubinden und das Lob auch nach außen zu tragen (sofern der Mitarbeiter das möchte).

    Chefs leisten gute Arbeit – aber Mitarbeiter auch 😉

    Und ja, viele Chefs leisten hervorragende Arbeit. Dieses findet man man heraus, wenn ein Mitarbeitergespräch in beide Richtungen verläuft und Mitarbeiter auch Ihre Chefs bewerten dürfen.
    Und ich bin mir sicher, liebe Frau Weber, wenn noch mehr Chefs ihre Mitarbeiter in ihre Probleme einbeziehen würden, würden viele Unternehmen noch erfolgreicher und Mitarbeiter wieder loyaler werden!

    Nehmen Sie sich ihre Auszeiten zum Aufladen

    … was halten Sie davon, wenn auch Ihre Mitarbeiter, die sich aktiv einbringen und mit denen Sie regen Austausch führen, diese Auszeit bekommen dürfen? Denn vielleicht wachen auch diese Nachts auf und kommen nicht zur Ruhe, weil sie in Gedanken bei der Weiterentwicklung Ihrer Firma sind?

    Was wird die Zukunft bringen?

    Loyalität wird auch in Zeiten der Digitalisierung einen großen Stellenwert einnehmen. Denn wenn dort nicht fairplay und ehrlich gespielt wird, kann ein Unternehmen sehr nachhaltig geschädigt werden… Aber das ist sicherlich wieder ein anderes Thema 😉

    In diesem Sinn, schreiben Sie weiter und machen Sie weiter. Sie sehen: Offenheit wird
    belohnt!

    Beste Grüße

    Moritz H.

    • Kerstin Blo 23. Oktober 2017 17:37

      Hallo Herr H.

      Bin selbst Unternehmerin und fand es gerade wohltuend, dass es in diesem Artikel einmal ausdrücklich nur um die Chefs ging. Man findet haufenweise gute Ratschläge, was man als Boss (noch) besser machen kann, daher fand ich es erfrischend, hier einmal den Aspekt „Mitarbeiter“ bewusst ausblenden zu dürfen für einen kleinen Moment – weil Sie als einer der großen Wertfaktoren eines Unternehmens sowieso immer im Fokus der Unternehmensleitung stehen. Anders, glauben Sie mir, geht es gar nicht, wenn man langfristig erfolgreich auf dem Markt bestehen will.

      Als Geschäftsführerin empfinde ich es wie die Autorin: an der Spitze ist die Luft deutlich dünner, das möchte ich an dieser Stelle einmal nicht auf den Wettbewerb beziehen, sondern auf die Lebenssituation als Unternehmerin, denn wir „Chefs“ sind trotz allem ja auch noch ganz normale Menschen. Das soziale Umfeld kann oft überhaupt nicht erfassen, was man als Geschäftsführer/Unternehmer/Chef eigentlich tut, welchen Herausforderungen man gegenübersteht und was das alles mit einem als Mensch macht. Man macht sich über so etwas seltenst Gedanken, und das ist auch in Ordnung. Aber als Unternehmerin stehe ich deshalb gelegentlich alleine da mit meinen Gedanken, den aktuellen „Aufgaben“ (nein, wir nennen sie ganz produktiv nicht Probleme *smile*), dem Leistungs- und/oder Zeitdruck, den überschrittenen Grenzen, der Ratlosigkeit – und dem Motivationsloch.

      Es tut gut, für einen Augenblick mal nur an mich selbst zu denken, ohne schlechtes Gewissen, wer deshalb gerade zu kurz kommen könnte. Auch mir tut es gut, von Zeit zu Zeit einmal zu hören zu bekommen, dass ich meine Arbeit gut mache. Denn ich mache sie nicht nur gut, ich erledige sie exzellent. Jeder ernsthafte Unternehmer darf das für sich in Anspruch nehmen, denn vom Leistungspotential (in jeder Hinsicht) her ragen Unternehmer und die Chefs an der Spitze generell über den Durchschnitt hinaus. Und das darf – und sollte – gelegentlich ohne jegliche Einschränkung gesagt und so angenommen werden. Deshalb gilt mein ganzer herzlicher Dank und mein Kompliment der Autorin.

      • Matthias Schubert 30. Oktober 2017 08:15

        Liebe Frau Blo, lieber Herr H.
        ich stimme Ihrer Meinung vollständig zu, Frau Blo! Es tut einfach gut, den Blick ausnahmsweise mal auf sich zu richten und dafür zu sorgen, sich selbst die notwendige Achtsamkeit zu schenken.
        Herr H., Sie liegen natürlich vollkommen richtig – klar leisten viele Mitarbeiter viel sehr wertvolle Arbeit – und das ist gut so. Selbstverständlich ist es auch die Aufgabe vom Chef, das zu erkennen und zu honorieren. Aber darum geht es ja im Artikel von Frau Weber eben gerade nicht. Sondern es geht um uns als Unternehmer/Führungskraft/Chef und die Motivation von uns selbst. Und wenn uns das gelingt, werden wir automatisch (wieder) die Energie haben, unseren Blick auf unsere Mitarbeiter und deren Unterstützung zu richten.
        Herzliche Grüße
        Matthias Schubert

  • Dirk Graszt 10. April 2017 12:56

    Ich kann alles 1 zu 1 bestätigen und Ihnen, Frau Weber, und allen anderen Mitstreitern rufe ich zu – behalten Sie um Gottes Willen Ihre Auszeiten, Ihre Ruhepausen bei!

    Nur daraus, aus Ihrem direkten Umfeld und Ihrer Familie schöpfen Sie Kraft und Energie, Ihre Unternehmen so zu führen, dass Sie persönlich damit glücklich sind … dann in Konsequenz übrigens auch am Unternehmensergebnis abzulesen.

    • Vanessa Weber 10. August 2017 15:32

      Vielen Dank, Herr Graszt, für Ihren Beitrag. Damit haben Sie vollkommen Recht!

  • Berthold Mühlenkamp 28. März 2017 14:15

    Toller und ehrlicher Artikel!
    Oft ist es für Führungskräfte und Vorgesetzte schwierig da sie meinen in ihrer Vorbildfunktion keinen Schwächen zeigen zu dürfen. Aber genau die machen wiederum deutlich das auch ein Vorgesetzter nur ein Mensch mit Bedüfnissen und auch Schwächen ist.
    Diese ehrlich und offen auch zugeben und zulassen zu können, zeigt meines Erachtens die Authentizität einer Person.

    Von daher wünsche ich Frau Weber weiterhin positive Erfahrungen im Umgang damit 😉

    • Vanessa Weber 10. August 2017 15:35

      Vielen herzlichen Dank dafür 🙂

  • Frank Friedmann 27. März 2017 11:57

    Sehr guter Artikel,
    hab mich an einigen Stellen wiedererkannt.
    Was mir hilft: Ein ehrliches Gespräch mit guten Freunden die in ähnlichen Positionen sind.

    Frank Friedmann

  • Franziska 27. März 2017 11:55

    Dem kann ich nur zustimmen. Insbesondere der Aussage zum Chef als Personalmanager im KMU.

    Meine Erfahrung: Die größten Probleme macht die Y- und Z-Generation. Sie verlangt 110 % Aufmerksamkeit vom Chef, wurde bisher mit Kuschelnoten verwöhnt und fällt in ein tiefes Tal der Tränen, wenn sie im beruflichen Alltag nach der Uni ankommt. Sie sieht die Fehler nicht bei sich selbst, sondern beim Chef, der ihnen am besten noch die Schuhe zubinden muss.

    Ich habe daraus zwei Lehren gezogen:

    1. Ich stelle wieder deutlich mehr „ältere“ Mitarbeiter (nördlich der 35) ein. Die kosten zwar deutlich mehr, leisten aber auch deutlich mehr. Außerdem ist deren Standzeit deutlich höher. Zum Vergleich: Die Y-Generation – insbesondere Frauen – verbleiben im Bundesdurchschnitt rund 500 Tage im Unternehmen. Das ist nur etwas mehr als ein Jahr. Da lohnt sich der Stress der Einarbeitung kaum. Bei den älteren sind es im Schnitt drei bis vier Jahre.

    2. Ich lasse die Y- und Z-Generation am Markt scheitern, nicht an mir als Chefin oder an anderen Vorgesetzten. Zu diesem Zweck haben wir einen „Playground“ eingerichtet. Hier können sich allzu selbstüberschätzende Y- und Z-Kandidaten im Markt ausprobieren und scheitern meist grandios. Wer „geheilt“ ist – also erkannt hat, dass man Erfahrung nicht googlen kann, sondern bei älteren Kollegen findet, darf bleiben.

    Das hat für mich als Chefin den Stress deutlich reduziert.

    • Norbert Möhring 31. März 2017 15:11

      …das ist natürlich die harte Tour, aber wenn’s hilft, o.k. und chapó wenn Sie das durchhalten können.

      Allerdings habe ich festgestellt, dass die Selbstüberschätzung auch bei älteren Arbeitnehmern nicht selten ist. In mittlerweile fas 28 Jahre Personalberatung und mehr als 6.000 Interviews hatte ich immer wieder Gesprächspartner, die meinten, sie seien die Kings. Dabei waren sie nichts anderes als der Master of Desaster.

    • Vanessa Weber 10. August 2017 15:34

      Danke für Ihren Ansatz und das teilen Ihrer Lösung! Gerne mehr davon!

      Ihnen weiterhin viel Erfolg!

  • Korbinian 27. März 2017 10:43

    Ganz toll damit so offen umzugehen!
    Ich denke, dass sich ein Großteil der deutschen Unternehmer von diesem Artikel angesprochen fühlt. Das Thema Überlastung und Stress ist genau der Grund, warum Führungsmodelle wie OKRs (damit beschäftige ich mich beruflich [Link entfernt – bitte keine Eigenwerbung – die Redaktion]) so erfolgreich sind. Fast alle unserer Kunden haben dieses Thema und sehnen sich nach einer Struktur, die Klarheit schafft und aufzeigt, wie viele Themen man sich eigentlich gleichzeitig vornimmt – meist wird eine totale Überlastung aufgedeckt!

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...