Sachbücher für Unternehmer Diese Bücher sollten Sie sich zu Weihnachten wünschen

Damit an Heiligabend interessante Lektüre unterm Weihnachtsbaum liegt: unsere Buchtipps für Unternehmer.

Damit an Heiligabend interessante Lektüre unterm Weihnachtsbaum liegt: unsere Buchtipps für Unternehmer.© clytus / photocase.de

Freunde und Familie löchern Sie mit Fragen, was Sie sich zu Weihnachten wünschen? Dann haben wir hier was für Sie: Buchempfehlungen, die Führungskräfte weiterbringen - für den Wunschzettel oder zum Sich-selbst-Beschenken.

„Preisheiten“ von Hermann Simon

Preisheitenempfohlen von Verena Bast, Redakteurin:
Es gibt wahrscheinlich keinen Hebel zur Gewinnsteigerung, der in Unternehmen so unterschätzt wird wie der Preis. Natürlich ist es wichtig, die Kosten möglichst niedrig zu halten und den Absatz zu steigern. Der Preis sei aber von allen Mitteln der effektivste Gewinntreiber, sagt der renommierte Pricing-Experte Hermann Simon. „Mich erstaunt aber immer wieder, wie wenig die Bedeutung des Preises für den Gewinn durchschaut wird.“

In seinem Buch „Preisheiten“ erklärt Simon verständlich und anhand vieler Beispiele alles Wichtige, was Sie über Preise wissen sollten: Welche konkreten Effekte eine Preisänderung auf den Gewinn hat (Sie werden verblüfft sein!), welche dramatischen Folgen Rabatte haben können, welche wichtigen psychologischen Muster bei Preisen wirken und wie Sie selbst durch kleine Veränderungen in der Kommunikation die Zahlungsbereitschaft Ihrer Kunden erhöhen können. Ein Standardwerk über Preise, das jeder Unternehmer kennen sollte.

Anzeige

Hermann Simon: Preisheiten. Alles, was Sie über Preise wissen sollten. Campus Verlag, 29,99 Euro.

 

„Dein Wille geschehe“ von Stefan Merath

Dein Wille gescheheempfohlen von Angelika Unger, Chefin vom Dienst digital:

Management-Bücher gibt es wie Sand am Meer. Brauchen Unternehmer da wirklich ein eigenes? Ja, findet Unternehmercoach Stefan Merath: Denn wer eine Firma leitet, prägt durch alles, was er tut, die Unternehmenskultur. „Dein Wille geschehe“ ist ein Buch über Werte, über Status, über Vision und Strategie. Das klingt nach harter Kost, doch Merath gelingt es, diese großen Themen anschaulich darzustellen. Sein Kunstgriff, der schon seinen Bestseller „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ zum Erfolg führte: „Dein Wille“ ist in Romanform geschrieben.

Die Geschichte des 42-jährigen Marc, der mit Hilfe eines Coaches seine Firma durch eine handfeste Krise steuert, liest sich fesselnd wie ein Krimi – und vermittelt ganz nebenbei wertvolles Wissen rund um das Thema Mitarbeiterführung. Einfache Lösungen findet man hier nicht. Wohl aber viele hilfreiche Impulse: für alle, die sich selbst als Führungskraft hinterfragen und weiterentwickeln wollen.

Stefan Merath: Dein Wille geschehe: Führung für Unternehmer. Der Weg zu Selbstbestimmung und Freiheit. Gabal Verlag, 34,90 Euro.

 

„Konzentriert arbeiten“ von Cal Newport

Cover des Buchs Konzentriert arbeitenempfohlen von Nicole Basel, Digitalchefin:
Wie oft haben Sie heute schon Mails gecheckt? Ihre Arbeit unterbrochen, um dem Mitarbeiter was zuzurufen? Wie oft sind Sie ans Telefon gegangen? Oder schnell eine WhatsApp geschrieben? Wir ahnen, dass wir so nicht produktiv arbeiten können. Der US-Autor Cal Newport belegt diese Vermutung: Sein Buch startet mit einem eindringlichen Appell, sich auf EINE Tätigkeit zu fokussieren. Das kann durchaus überraschen: Newport, ein 35-Jähriger Informatikprofessor, gehört zur Generation der Multitasker. Er lebt in einer Welt, in der große Unternehmen wie Facebook oder Apple auf Großraumbüros setzen oder sich – wie IBM – dafür rühmen, dass die Mitarbeiter täglich 2,5 Millionen Chatnachrichten absetzen.

Newport argumentiert, dass man unter solchen Bedingungen nur kognitiv anspruchslose, logistikorientierte Aufgaben erledigen könne. Erst hochkonzentriertes Arbeiten, „deep work“, wie er das nennt, ermögliche es, Großes zu schaffen. Wer es das drauf habe, habe eine erhebliche ökonomische und persönliche Chance – eben weil die Fähigkeit zur tiefen Konzentration so selten geworden ist.

+++ Der Newsletter für Unternehmer, die durchstarten wollen. Jetzt abonnieren! +++

So weit, so einleuchtend. Wie aber gelingt es, den Fokus zu halten? An dieser Stelle wird Newports Buch stark. Denn im Gegensatz zu anderen Selbstmanagementbüchern präsentiert er keine Standardlösung für alle. Er zeigt stattdessen ein ganzes Potpourri an Möglichkeiten, schließlich bringt jeder Arbeitsplatz andere Bedingungen mit sich. Wer sich für 2018 vornimmt, sich aufs Wesentliche zu fokussieren, dem sei dieses Buch empfohlen.

Cal Newport: Konzentriert arbeiten. Regeln für eine Welt voller Ablenkungen. Redline Verlag, 19,99 Euro.

„Schatz, ich habe den Index geschlagen!“ von Christian Thiel

empfohlen von Anna Wilke, Volontärin:

Dass einmal ein Börsenbuch auf meinem Nachttisch liegen würde, hätte ich nicht von mir erwartet. Denn wie viele Menschen finde ich das Thema Geldanlage unangenehm, anstrengend und kompliziert.

„Schatz, ich habe den Index geschlagen!“ von Christian Thiel habe ich trotzdem an einem einzigen Wochenende verschlungen. Unterhaltsam und mit vielen Anekdoten erzählt Thiel, wie er im Jahr 2015 mit seinem Depot den DAX-Index schlagen konnte – und gibt so einen lockeren Einstieg in die Welt der Aktien. Sein Buch ist ein Plädoyer dafür, die eigenen Finanzen endlich selbst in die Hand zu nehmen. Denn Bankberater sind laut Thiel eigentlich auch nur Verkäufer und daher selten die richtige Adresse für finanziellen Erfolg.

Christian Thiel: Schatz, ich habe den Index geschlagen! Wie ich auszog, die besten Aktien der Welt zu kaufen. Campus Verlag, 17,95 Euro.

„Die Meinung der anderen“ von Tali Sharot

empfohlen von Julia Müller, Digitalredakteurin:

Manche Menschen können einen in den Wahnsinn treiben. Die beharren einfach auf ihrer Meinung – obwohl offensichtlich ist, dass man selbst die besseren Argumente auf seiner Seite hat. Haben Sie auch manchmal das Gefühl, die Welt ist voll von solchen unverbesserlichen Sturköpfen?

Dann sollten Sie das Buch von Tali Sharot lesen – und es danach besser wissen. Die US-amerikanische Psychologin und Neurowissenschaftlerin analysiert in „Die Meinung der anderen“ die Hirnmechanismen, die hinter unseren Überzeugungen stecken. Eine ihrer Erkenntnisse: Egal, wie gut unsere Argumente sein mögen – sie werden bei unserem Gegenüber nicht richtig ankommen, wenn er selbst sehr überzeugt von seiner Meinung ist.

Sharot zeigt viele solcher typischen Fallen auf, in die wir im Umgang mit anderen Menschen tappen. Sie geht aber auch den entscheidenden Schritt weiter und erklärt, mit welchen Strategien man besser fährt. Ihr Buch ist dabei keine Anleitung zur Manipulation, sondern eine wissenschaftlich belegte Einführung in die Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Und zwar eine so gut lesbare, praxisnahe und unterhaltsame, wie man sie in psychologischen Sachbüchern selten findet.

Nach der Lektüre hat man nicht nur mehr Verständnis für seine Mitmenschen, sondern auch jede Menge Strategien zur Hand, um vermeintlichen Sturköpfen schlauer zu begegnen.

Tali Sharot: Die Meinung der anderen. Wie sie unser Denken und Handeln bestimmt – und wie wir sie beeinflussen. Siedler Verlag, 24,99 Euro.

„Verträge verstehen für Nicht-Juristen“ von Jörg Kupjetz

Verträge verstehen Buchcover

empfohlen von Andreas Kurz, Textchef:

„Das Ding muss jetzt abgeschlossen werden“, hört Jörg Kupjetz immer wieder von seinen Mandanten. Wenn dieser Satz fällt, weiß der Anwalt für Wirtschaftsrecht: Für den Mandanten wird es jetzt gefährlich. Denn „das Ding“ ist ein Vertrag – und Verträge, die überstürzt unterschrieben werden, weil der Unternehmer diesen Auftrag oder die Finanzierung ganz dringend braucht, können sehr, sehr teuer werden. Oft bleiben dann Klauseln unentdeckt, die der Unternehmer gar nicht erfüllen kann, und die dann geradewegs in die Pleite führen.

Kupjetz, in unzähligen Verhandlungen gestählt, warnt in seinem Buch „Verträge verstehen für Nicht-Juristen“ so prägnant wie unterhaltsam vor den klassischen Fallen im Vertragsrecht, gibt Tipps von der Geburt bis zum Ende eines Vertrags und Übersetzungshilfen für typische Klauseln. Denn jenseits von Jura sind Verträge, das weiß auch Kupjetz, schriftlich geronnenes „kaufmännisches Verständnis“.

Jörg Kupjetz: Verträge verstehen für Nicht-Juristen. Worauf man im Alltag achten muss. Redline Verlag, 16,99 Euro.

„Optimismus“ von Jens Weidner

Jens Weidner: Optimismus

empfohlen von Britta Hesener, freie Redakteurin:

Optimisten haben es gut: Sie leben länger, verdienen besser und sind erfolgreicher. Und wenn man von Natur aus eher Pessimist ist? Macht nichts, Optimismus lässt sich trainieren, ist Bestseller Autor Jens Weidner sicher. In seinem Buch „Optimismus. Warum manche weiter kommen als andere“ gibt er Tipps, wie das geht.

Wer jetzt müde abwinkt, weil für so ein typisches Ratgeber-Chichi im Unternehmerleben kein Platz ist: Das Buch ist nicht einfach nur eine schnöde Sammlung banaler Lebensweisheiten. Es ist ein fundiertes Plädoyer. Weidner geht es nicht darum, als realitätsentrückter Gute-Laune-Bär durchs Leben zu tanzen. Vielmehr macht er anhand von Studien und Anekdoten deutlich, warum es sich selbst für knallharte Geschäftsmenschen lohnt, ab und an die rosarote Brille aufzusetzen und lähmende Bedenken auszublenden. Für eilige Leser hat er auf den letzten Seiten kurz und knapp 25 Praxistipps zusammengestellt.

Jens Weidner: Optimismus. Warum manche weiter kommen als andere. Campus Verlag, 19,95 Euro.

Nikolaus Förster: Meine größte Chance„Meine größte Chance“ von Nikolaus Förster

empfohlen von Nicole Basel, Digitalchefin:

Eins vorweg: Dieses Buch ist von impulse-Chefredakteur Nikolaus Förster – wir hoffen, ein bisschen Eigenwerbung ist hier erlaubt.

Seien wir ehrlich. Wenn wir einen Fehler machen, denken wir selten: „Oh, was für eine wunderbare Lernchance! Toll, dann kann ich es das nächste Mal besser machen.“

Fehler tun weh. Schlimme Fehler können uns ruinieren. Unsere Reaktion ist daher oft die der Abwehr: Entweder wir nehmen den Fehler gar nicht wahr (das Gehirn hat im Laufe der Evolution wunderbare Mechanismen entwickelt, eigene Fehler gekonnt zu ignorieren). Oder wir finden jemand anderen, der Schuld ist (einen Sündenbock etwa oder das Schicksal).

Mit diesen beiden Themen, Denkfehler und Sündenbockdenken, steigt  Nikolaus Förster in seinen Ratgeber für eine bessere Fehlerkultur ein. Denn um zu lernen, wie man klug mit Fehlern umgeht, muss man zunächst bisherige Verhaltensmuster durchschauen.

Wie aber macht man nun aus Fehlern Chancen? In „Meine größte Chance“ nähert sich Förster der Lösung mit Hilfe der Systemtheorie: Wer Fehler langfristig abstellen wolle, müsse sich ihren Wurzeln im System nähern. Das Ziel des Autors ist nicht nur, dass das Individuum klüger mit Fehlern umgeht. Er zeigt, wie Unternehmer eine Firmenkultur in ihrer Organisation etablieren können, die es dem ganzen Team ermöglicht, aus Fehlern zu lernen. Mit zahlreichen Beispielen aus Wirtschaft und Wissenschaft, vielen praktischen Tipps und Ideen richtet sich das Buch an alle, die sich nicht länger über Fehler ärgern, sondern sie in Chancen verwandeln möchten.

Nikolaus Förster: Meine größte Chance. Wie Fehler uns voranbringen. impulse Buch, 39,90 Euro.


Der Newsletter für Unternehmer

Sie wollen mit Ihrem Business durchstarten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter mit genialen Tipps, Denkanstößen und erprobten Strategien, die Unternehmer und Selbstständige nach vorn bringen.

Unsere Themen:
Mitarbeiterführung ✩ Produktivität ✩ Recht + Steuern
Kundengewinnung ✩ Selbstmanagement ✩ Motivation

Jeden Morgen in Ihrem Postfach – kostenlos. Jetzt anmelden!

Unternehmer-Newsletter

 

 

1 Kommentar
  • Kajo Aicher 8. Dezember 2017 17:57

    Und wer noch was alternatives lesen möchte, dem empfehle ich: Der ethische Welthandel von Christian Felber.
    Christian Felber ist der Gründer der Gemeinwohlökonomie, einem Wirtschaftsmodell mit Zukunft.
    Viele Grüße
    Kajo Aicher

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...