Unternehmer gegen rechts Zeigen Sie Haltung!

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Unternehmer sollten Haltung zeigen gegen Rechts und statt den Kopf in den Sand zu stecken, auch mal die Faust erheben.

Unternehmer sollten Haltung zeigen gegen Rechts und statt den Kopf in den Sand zu stecken, auch mal die Faust erheben. © suze / photocase.de

Für impulse-Bloggerin Franziska Pörschmann ist klar: Unternehmer sollten sich gegen rechts engagieren. Sie hat auch einige konkrete Vorschläge, was jeder Einzelne tun kann.

An allen Ecken brennt es: Alt-Nazis, Identitäre, Neo-Nazis, die AfD im Bundestag, das rechte Netzwerk „Ein Prozent“. Und doch herrscht relative Ruhe im Land.

2015 las ich von dem „Nato-Draht-Zaun“-Hersteller Mutanox aus Berlin: Er weigerte sich, einen 500.000-Euro-Deal mit Ungarn zu machen. Der Unternehmer sagte damals: „Dieser Draht soll kriminelle Taten verhindern. Etwa einen Einbruch. Wenn Kinder und Erwachsene fliehen, ist das aber nicht kriminell. Daher haben wir kein Angebot für das Großgeschäft abgegeben.“ Chapeau.

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Ja, ich finde man muss Haltung zeigen. Gerade als Unternehmen. Denn es gibt noch zu viel Ruhe im Land für das, was hier gerade geschieht. Ja, man kann ganz elegant wegschauen und hoffen, es gehe ja vorüber. Aber die Vogel-Strauß-Politik funktioniert nicht mehr.

Umsatzeinbußen muss man sich leisten

Haltung zeigen, das könnte zu Umsatzeinbußen führen. Stimmt.  Aber wer so denkt, der sollte eventuell noch mal seine Werte-Skala neu justieren. Haltung zeigen ist auch Storytelling – und zwar wahrhaftiges.

Lonsdale, ein englisches Unternehmen, hat sich im Boxsport einen Namen gemacht. Sportler wie Muhammad Ali, Lennox Lewis oder Mike Tyson trugen alle Lonsdale. Doch leider war diese Marke im deutschsprachigen Raum auch bei Neonazis sehr beliebt. Hauptgrund war, dass sich innerhalb des Markennamens die Buchstabenkombination „NSDA“ findet. 2004 startete Lonsdale endlich eine Kampagne gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und kündigte in Deutschland alle Verträge mit einschlägigen Händlern.

Fazit: Umsatzeinbrüche von bis zu 75 Prozent. Muss man sich leisten können. Noch mal: Das MUSS man sich leisten können. Ich finde, auch Unternehmen müssen Zeichen setzen und Verantwortung übernehmen für unsere Gesellschaft – auch wenn es wehtut.

Geschadet hat unser Engagement bisher nicht

Schon 2001 haben Mitarbeiter der Softwarefirma Nextra die Initiative „IT-Unternehmen gegen rechte Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“ ins Leben gerufen. Die Industrievereinigungen Bitkom und D21 unterstützten die Aktion, auch Sigmar Gabriel  lobte die Initiative.  Wer hat es mitbekommen? Genau. Ich auch nicht. Es muss noch mehr getan werden.

Auch im Verlagswesen gibt es eine entsprechende Initiative: „Verlage gegen Rechts“. Gegründet würde sie kurz vor der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2017 aufgrund der unrühmlichen Auseinandersetzungen mit rechten Verlagen auf der Buchmesse 2017 in Leipzig. Beteiligt sind rund 70 Verlage, Organisationen wie der Verband deutscher Schriftsteller, der PEN-Club, das Syndikat (Verband der Krimi-Schriftsteller) sowie diverse Einzelpersonen. Trotz der kurzen Vorlaufzeit hat „Verlage gegen Rechts“ nun auf der Leipziger Buchmesse 2018 ein umfangreiches Programm mit Diskussionen, aufklärenden Podiumsgesprächen, Interviews und Infomaterial auf die Beine gestellt.

Wir als Verlag engagieren uns auch außerhalb der Initiative gegen rechts. Wir tun unsere Meinung in den sozialen Netzwerken kund und bloggen zum Thema. Von unserem Hörbuch „Sophie Scholl – Das Verhör“ geht ein Teil des Ertrags an den Verein „Gesicht Zeigen!“, der sich für Aufklärung gegen rechts an Kinder und Jugendliche wendet. Geschadet hat uns unser Engagement bisher nicht – mal abgesehen von rassistischen Kommentaren auf unserer Facebook-Seite. Die löschen wir sofort und erstatten gegebenenfalls Anzeige.

Auch als Unternehmen ist man Teil der Gesellschaft. Ich möchte nicht, dass der rumänische Lagerarbeiter unserer Verlagsauslieferung auch nur einmal Angst haben muss aufgrund seiner Herkunft. Ich will nicht, dass mein syrischer Paketdienstfahrer blöd angemacht wird von irgendwelchen Schwachmaten. Wir müssen auf unsere Mitmenschen und Mitarbeiter aufpassen, gerade auf die, die vielleicht nicht so eine laute Stimme haben.

So sammeln Sie als Unternehmer Karmapunkte

Es gibt viele Möglichkeiten, als Unternehmer aktiv zu werden und Haltung zu zeigen. Jeder kann etwas tun, Gelegenheiten gibt es viele.

  • Rufen Sie doch einfach mal bei der örtlichen Flüchtlingshilfe an und fragen Sie, was gerade benötigt wird. Dann könnten Sie eine Sammelaktion in der Firma starten.
  • Wer Mitarbeiter sucht, kann es auch mal über das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ versuchen.
  • Ware, die nicht mehr in den Handel kann, weil sie zum Beispiel leicht angekratzt ist, könnte man zum Schnäppchenpreis verkaufen und das Geld an eine Hilfsorganisation oder einen Verein spenden.
  • Oder Sie bauen mit Partnern aus Ihrer Branche eine eigene Initiative auf.
  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, wenn Ihnen Rassismus auffällt oder selbst begegnet.
  • Wenn in Ihrem Ort rechte Kundgebungen stattfinden, dann könnten Sie, als Unternehmen alleine oder gemeinsam mit anderen Firmen, Stellung beziehen.
  • Veranstalten Sie Sommerfeste zur interkulturellen Begegnung  und Verständigung und laden Sie dazu auch Kunden ein. Oder schließen Sie sich bestehenden Vereinigungen und Initiativen an.
  • Sie können auch einfach ein Poster ins Fenster kleben, das Ihre Meinung zeigt. Bei uns hängt: „München ist bunt“.

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Bitte zeigen Sie Haltung!

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14 Kommentare
  • Jo Moskon 10. April 2018 17:04

    Wenn ich mir die bisher abgegebenen Kommentare ansehe, fällt doch einiges auf:
    Es wurde sich oft nicht mit den Inhalten des Beitrages der Bloggerin beschäftigt, sondern polemisiert und unterstellt.
    Das gehört klar zur Medien-/Socialmediastrategie der „Neuen Rechten“, der „Identitären“ und anderen Gruppierungen, die wir heutzutage auf Twitter oder Facebook erleben.
    Hinweise auf Seiten wie „Tichys Einblicke“ zeigen eindeutig, aus welcher Richtung die teilweise abgegebenen Kommentare kommen. Musste nicht Roland Tichy aufgrund der Duldung von verbalen Entgleisungen seiner Autoren (zb wurden „grün linke Gutmenschen“ als „geistig-psychisch krank“ bezeichnet) bei dem von ihm verantwortetem Onlinemagazin „Xing-News“ der gleichnamigen Business-Onlineplattform Anfang 2017 seinen Job als Herausgeber aufgeben?
    Auch finde ich es erstaunlich, dass hier teilweise nicht mit Klarnamen, sondern mit Kürzeln wie „Peter M“ oder „T.R.“ agiert wird, was aber wieder zur oben zitierten Medienstrategie passt.
    Warum ist ein Mensch gleich links, wenn er/sie, wie die Bloggerin, gegen rechts Stellung bezieht, so wie einige Kommentatoren hier unterstellen? Das zeugt nicht gerade von einem tiefen Demokratieverständnis, sonder zeigt wie die Propaganda der Rechten wirkt.
    Grundsätzlich geht es doch um klar benennbare politische / gesellschaftliche Entwicklungen, die bis weit in die Betriebe hineinreichen.
    Wie gehen denn die deutschen Unternehmen damit um, dass zu Betriebsratswahlen, wie jetzt z.B. in der Metallindustrie Baden Württembergs, vermehrt rechte „Arbeitnehmervertretungen“ sich zur Wahl stellen? Daimler z.B. fand das nicht sehr „lustig“.
    Die Autorin hätte auch andere international bekannte und erfolgreiche Unternehmen wie z.B. „Fred Perry“. „Patagonia“ oder „Under Amor“ als Beispiel benennen können, die klar und eindeutig Stellung gegen gesellschaftliche Entwicklungen bezogen haben, die sie als falsch erachten. Das gehört für viele Firmen inzwischen mit großer Selbstverständlichkeit zur Unternehmenskultur und auch zur Markenkommunikation.
    In Deutschland wird gerne von der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen gesprochen.
    Also: Haltung zeigen und Stellung beziehen!

    • Stefan 11. April 2018 08:15

      „Warum ist ein Mensch gleich links, wenn er/sie, wie die Bloggerin, gegen rechts Stellung bezieht, so wie einige Kommentatoren hier unterstellen?“

      Ganz einfach. Würde man sich selbst nicht zur Gegenseite zählen oder sich mit der gegenseite identifizieren, so würde man nicht gegen Rechts, sondern gegen Diskriminierung und Hass grundsätzlich vorgehen. Statt dessen wird das „Böse“ auserkoren und Zuspruch aus der breiten Masse gezogen. Wir sind hier immernoch in einem Netzwerk, dass sich mit Unternehmen, Kultur und sozialen Systemen als ganzes auseinandersetzt. Und als Manager oder gar Geschäftsführer ist es einfach nicht ausreichend einen Feind zu definieren an dem sich alle abarbeiten können.

      „Das gehört klar zur Medien-/Socialmediastrategie der „Neuen Rechten“, der „Identitären“ und anderen Gruppierungen, die wir heutzutage auf Twitter oder Facebook erleben.“

      Allein an dieser Aussage erkennt man, dass Ihnen Vorurteile auszureichen scheinen, um andere vorzuverurteilen. Bekräfitgen tun Sie dies mit der Verwendung von Namens-Kürzeln. Nicht gerade schlüssig. Ein Paradebeispiel dafür, dass Sie Ihrem „Feind“ ähnlicher sind als die meisten Kommentatoren unter diesem Artikel. WAS Sie denken, wird was anderes sein, aber WIE Sie denken, das ist exakt das gleiche wie im rechten Milieu.

      Sie sollten lieber Wert darauf legen als besseres Beispiel voran zu gehen und nicht einfach nur einen Gegenpol darzustellen.

    • T.R. 11. April 2018 15:51

      „Warum ich meinen Namen nicht angebe?“ Weil ich aus dem Tourismusbereich komme und auch die kleinste Negativ-Presse für meine Familie, mich und meine Angestellten das Ende bedeuten könnte. Sie sprechen von rechten Gruppierungen dabei sind die Medien mehrheitlich (und nachweislich) links und nutzen diese Macht um Andersdenkenden wirtschaftlich zu schaden.
      Einem „shitstorm“, wie man es so schön nennt, muss nicht mal eine reale Aussage bzw Ursache zu Grunde liegen. Also schreibe ich zähneknirschend ohne meinen Namen zu nennen.
      Innerhalb meines Bekanntenkreises kann ich meine Meinung offen vertreten da selbst diejenigen, die völlig andere Überzeugungen vertreten noch genug Anstand haben, mir meine eigene Meinung zuzugestehen. In der Öffentlichkeit ist das schon lange nicht mehr der Fall.

      Was sie als Haltung bezeichnen ist nichts anderes als Machtmissbrauch von Personen in Schlüsselpositionen. Denn die Firma spricht für alle auch wenn wahrscheinlich längst nicht das gesamte Personal diese Einstellung teilt. Trotzdem müssen alle mitziehen, denn Gruppenzwang wird auf perfide Art genutzt um Meinungen zu unterdrücken indem Label wie „richtig“ oder „falsch“ aufgedrückt werden – genau wie sie es tun.

    • Jo Moskon 25. April 2018 16:21

      Ich bin etwas spät mit meiner Antwort und glaube, wir können hier noch prächtig Pingpong spielen. Deshalb ist das mein letzter Post zum Thema.

      Erlauben Sie mir aber trotzdem ein paar Fragen/Anmerkungen:

      @T.R: Ich kann Ihre „Angst“ bzw. Ihr Nicht-Stellung-Beziehen überhaupt nicht verstehen und ich glaube, damit schaden Sie sich vielleicht wirtschaftlich selber am meisten.

      Zwei Beispiele zu Ihrer Branche:

      1. Zum AfD Parteitag in Köln haben viele Gastwirte und Brauereinen Stellung bezogen (kein Kölsch für Nazis). Und das waren, das können Sie mir glauben, in der Regel keine Linken.

      2. Ich wohne in einem eher bürgerlichen Viertel einer süddeutschen Großstadt. Hier haben viele Wirte und Hoteliers „…. ist bunt“ oder „Kein Bier für Nazies“an ihrer Tür stehen. Die, die ich kenne, sind auch nicht links, eher bürgerlich. Sie zeigen Haltung gegen rechte Gesinnung. Mir haben sie erzählt, dass sie keine Einbussen hatten.

      Anderes Thema: Sie schreiben, daß die „die Medien mehrheitlich (und nachweislich) links“ sind. Bitte erbringen Sie den Nachweis mit Quellenangabe. Das finde ich spannend und würde das gerne nachzuvollziehen. Sie können Ihre Antwort an Impulse senden. Die leiten das weiter.

      Sie schreiben: „Was sie als Haltung bezeichnen ist nichts anderes als Machtmissbrauch von Personen in Schlüsselpositionen. Denn die Firma spricht für alle auch wenn wahrscheinlich längst nicht das gesamte Personal diese Einstellung teilt.“

      Sie liegen falsch. Beispiel Patagonia. Die Firma setzte 2017 800 Mio Dollar um (also kein kleiner Player) und hat von Anbeginn, also der Zeit als sie noch klein waren, klar kommuniziert, wofür sie stehen und wogegen sie stehen. Ich glaube nicht, dass dort „Machtmissbrauch“ vorliegt. Meine langjährige Erfahrung mit Patagonia und deren Mitarbeiter in Deutschland und anderen europäischen Staaten ist, dass die Mitarbeiter gut damit klar kommen und sich damit indentifizieren, dass Patagonia für Werte einsteht. Ich hatte eher den Eindruck, dass es zusammenschweißt, der Gründer, die Manager und die Mitarbeiter sind authentisch. Und vielleicht gehört das „Haltung zeigen“ zur Erfolgsgeschichte dazu. Outdoorbekleidung gibt es wie Sand am Meer. Vielleicht fühlen sich die Käufer, die mehr für Patagonia Kleidung als für andere Outdoorkleidung zahlen, gut damit, daß sie von einem Unternehmen kaufen, dass klar gegen oder für etwas einsteht.

      Ein Beispiel, dass für Sie wahrscheinlich eher greifbar ist: Wenn Sie sich zB. bei Betrieben der evangelischen oder katholischen Kirche bewerben, müssen Sie als Arbeitnehmer unterschreiben, dass Sie mit den Zielen der Kirche übereinstimmen, bzw einer christlichen Kirche angehören. Machtmissbrauch? Wo bleibt Ihr Aufschrei?

      T.R. Sie zeigen keine Haltung, was für mich zum Unternehmertum aber dazugehört. Sie agieren „nicht Fisch nicht Fleisch“. Das ist auch unternehmerisch ein gefährlicher Kurs (nicht nur Ihren Mitarbeitern gegenüber).

      @Stefan: Sie machen es sich viel zu einfach und bedienen sich aus dem „Neurechten Argumentationsbaukasten“, ob bewusst oder unbewusst, kann ich nicht beurteilen.

      Ihre „Beweisführung“ klingt erst einmal intellektuell, ist sie aber nicht, sie ist zu kurz gegriffen. Ich kenne sie aus den Zeitschriften der neuen Rechten.

      Ich möchte hier 2 Beispiele bringen:

      1. Meine Geburtsstadt ist eine alte konservative Bischofsstadt. Als AfD und Pegida anfingen auf den Strassen zu demonstrieren haben die Katholiken sich dagegengestellt.
      Priesterseminar, Nonnenklöster, ein Teil der Kurie usw. Auch die konservative Politik war dabei, wie der CDU Bürgermeister. Nach Ihrer „Argumentation“ sind die links, weil sie sich explizit gegen Rechts gestellt haben. Das sind die nicht.

      2. Der katholische Echter Verlag hat zur Leipziger Buchmesse eine Broschüre veröffentlicht: „Christliches in der AfD“ Ausser einer kurzen Einleitung/Hinführung bestand die Broschüre aus leeren Seiten. Aus Sicht des katholischen Echter Verlages gibt es in der Afd nichts christliches. Echter ist weit davon entfernt, links zu sein, veröffentlicht viele katholische wissenschaftlichen Schriften und Handreichungen für die Gemeindearbeit. Echter ist nach Ihrer „Argumentation“ links, weil er klar gegen Rechts Stellung bezieht. Hm?

      Ich gehe sehr oft gegen Hass und Diskriminierung vor und ob Sie es glauben oder nicht, icht stehe für Vieles auch positiv ein, meine Erfahrung über die vielen Jahre zeigt aber, dass man an die Wurzel des Übels gehen muss und da sind wir beim Einstehen gegen Rechts. Ohne rechte „Ideologie“ kein Rassismus.

      Gegen eine Gleichsetzung von mir und Rechts verwahre ich mich entschieden, das sie weder in einer Theoriedebatte, noch in der Praxis haltbar ist.

      • T.R. 30. April 2018 18:32

        @Jo Moskon

        Das Sie meine Haltung nicht verstehen überrascht mich nicht im geringsten. Sie leben mit dem Rückenwind der linken Meinungs-Monokultur, die zumindest in der deutschen Öffentlichkeit derzeit herrscht.

        Zu Punkt 1) : zu der Zeit war ich in Köln, deshalb weiß ich, dass es kein wirklich freie Entscheidung der Wirte war sondern besagter Gruppenzwang – frei nach dem Motto “wer nicht mitmacht ist ein Nazi”.
        Genau das scheinen Sie nicht zu verstehen: es handelt sich nicht um wahre Demokratie, wenn Stellung beziehen nur einer Seite leicht fällt, weil es für diese keine Konsequenzen hat.

        Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: es gab und gibt durchaus Konsequenzen für “Andersdenkende”, zB wurden die Familien von Wirten die lediglich Räumlichkeiten an die AFD vermietet haben, bedroht, die Gebäude beschädigt und so lange bedrängt bis sie ihr Geschäft aufgeben mussten. Das hat nichts mit Haltung zu tun: früher standen die Brauenen vor jüdischen Geschäften, jetzt steht die vermummte Antifa bei denen, die als rechts “gebrandmarkt” wurden.
        Erlaubt der Kampf gegen „Rechts“ (was auch immer alles dazu gehört und wer darf das eigentlich definieren?) solche Methoden in Ihren Augen?

        Schreiben Sie ruhig mal “ keine Linken/ Antifa” an Ihr Geschäft oder vlt einen AFD- Aufkleber an ihr Auto, und sehen Sie was passiert.

        Zu den Medien: es gab mehrere Studien dazu zB von der freien Universität Berlin, bei der man nach der politischen Gesinnung der Journalisten fragte – die Antwort viel sehr eindeutig und einseitig aus. Dasselbe gilt im übrigen für Angestellte im Bildungssektor.

        Fazit: sie schwimmen mit dem Strom deshalb ist Haltung zeigen leicht. Ihr diffuser “Rechts”-Begriff macht es noch einfach. Das Sie Kampfbegriffe wie “Neurechten Argumentationsbaukasten “ verwenden beweist nur, dass sie aktiv dazu beitragen eine Kluft zu schaffen bei der jegliche Diskussion ausgeschlossen wird – Ihre Werte oder keine. Zum Teufel mit der Diskussionskultur!

        Abschließend nutze ich mal den selben Argumentationsweg wie Sie: sind zB alle die eine geregelte Migration fordern “rechts”? Auch wenn viele Länder zB Australien wesentlich rigoroser sind? Macht das alle Australier zu Nazis oder ist es nur indiskutabel wenn einer der “neuen Rechten” es vorbringt?t.

  • T.R. 9. April 2018 15:46

    Hier wird mal wieder richtig schön Stimmung gemacht, mit Verallgemeinerung und allem was dazu gehört. Rechts und Rassismus sind also gleichbedeutend?
    Hier geht es nicht um den Schulterschluss gegen Rassismus sondern um die Ausgrenzung all derer, die nicht links sind, und dass durch perfiden, schwarz-weißen Gruppenzwang. Frei nach dem Motto „wer nicht gegen Rechts ist und miteifert wird öffentlich an die Wand gepinnt (zB. Facebook)“ und muss um seine Existenz fürchten.

    Als Unternehmer würde ich gerne sehen wie es um den Kampf gegen links steht, denn davon bin ich deutlich mehr bedroht. Leider kann ich nämlich nicht so einfach auswandern, wie es viele meiner gutausgebildeten Bekannten tun.

  • Peter M. 9. April 2018 11:22

    Sehr geehrte Frau Pörschmann,

    Ihr Weltbild scheint sich auf zwei Ihnen geläufige Synonyme beschränkt zu haben.
    Rabenmutter-
    Kopf in den Sand stecken-
    Daraus leiten Sie alles ab

    Ich schließe daraus dass Sie auch von allen anderen Dingen die Sie sagen wollen keine Ahnung haben.
    Es lohnt sich nicht Ihren Buchstabensalat zu kommentieren.

    Verschonen Sie bitte den Rest der Welt mit Ihrem „Weltbild“

  • Stefan 9. April 2018 08:45

    Haltung zeigen erfordert heute wohl eher, dass man eben NICHT affin ist für Feindbilder – egal, ob Links oder Rechts.

    Mit dem Finger auf irgendeine ideologische Denkrichtung zu zeigen fällt einem persönlich ja am leichtesten, wenn man selbst nicht merkt, dass man zu dem wird, was man eigentlich bekämpfen möchte.

    Aber was soll man sagen. Vielen Menschen geht es um des Kampfes Wille und nicht um die tatsächlichen Ergebnisse bzgl. der gesellschaftlichen Mentalität.

    Beste Grüße

    Stefan

  • Niels Olbrich 9. April 2018 08:20

    Ich zeige Haltung und verlasse diesen Newsletter!
    Für politische Indoktrinierung und Bevormundung fernab der Realität durfte ich lange genug das DDR-Regime ertragen. Genug für dieses Leben!

    • Franziska Pörschmann 9. April 2018 14:28

      Sehr geehrter Herr Olbrich,

      Sie sehen mich erstaunt, auch ich bin im DDR-Regime aufgewachsen und finde gerade deshalb sollte man Haltung zeigen. So lange man noch kann, so wie sich die Dinge momentan entwickeln. (Neues bayerisches Polizeigesetz, Orban in Ungarn neu gewählt, usw….. )

      Mit freundlichen Grüßen,
      Franziska Pörschmann

  • Hans Schüßler 5. April 2018 14:03

    es ist schon scheinheilig hier, auf diesem Forum, Ihre politische Ausrichtung als richtig darzustellen und unterschwellig allen Unternehmerkollegen, die nicht lauthals Hosianna schreien einen rechten Touch verleihen. Unser Zusammenleben ist im Grundgesetz geregelt. Wer danach handelt ist willkommen. Meinungen sind frei. Im Parlament sitzen frei gewählte Parteien. Das es die AFD gibt liegt nicht an deren Worthülsen sondern am Versagen der anderen Parteien. Treten Sie in eine Partei ein und zeigen Flagge.

    Der Impulse Verlag hat eine Vision Unternehmertum zu fördern.
    Ein Parteiblatt habe ich nicht abonniert.
    Ich bin seit über 15 Jahren im Unternehmerverband der CDU tätig.
    Da kann ich mich dann artikulieren.
    Auch in meinem Unternehmen gibt es rechts und links, das nenne ich Vielfalt.
    Schon deshalb muss ich aber mit allen Mitarbeitern auskommen. Das AGG regelt den Rest.

    Verschonen Sie uns bitte hier mit Ihren Parolen.

    • Jochen Renfordt 9. April 2018 08:10

      Vielen Dank Herr Schüßler für Ihre sachliche und richtige Zusammenfassung!
      Ich kann dieses ganze Geseiere auch nicht mehr hören und lesen.
      Wir sind auf dem Weg in die Meinungsdiktatur – die Methoden sind über Nazis bis Stasi immer dieselben geblieben, irgendwann darf keiner mehr sagen, was er denkt, wenn er sich nicht dem Meinungsdiktat der Presse und weniger Politiker beugt!

  • Holger Spreemann 4. April 2018 15:23

    Sehr geehrte Frau Pörschmann,

    Haltung zeigen funktioniert leider nur noch, wenn sie die „richtige“ Gesinnung haben. Ich kann Ihnen von Unternehmerkollegen berichten die mit der falschen Meinung existenzgefährdendes Denunziantentum erlebten.

    Ich respektiere Ihre Meinung, verzichte aber gerne auf Ihre politischen Handlungsempfehlungen. Vielleicht befassen Sie sich erst einmal ohne linke Scheuklappen mit der Gesamtproblematik, ich empfehle z.B. den Blog „Tichys Einblick“.

    Viele Grüße
    Holger Spreemann

  • Stefan Henke 4. April 2018 12:55

    Liebe Frau Pörschmann,
    ich finde es sehr gut, dass Sie sich für Ihren rumänischen Lagerarbeiter einsetzen.
    Wir dürfen jedoch nicht die Fehler einer völlig falschen Flüchtlingspolitik zu unseren Aufgaben machen. Es ist unsere Verpflichtung unsere Faust gegen politische Irreführung zu erheben. Die Definition des Flüchtlings sollte dafür die Grundlage sein. Auch die Frage, gehört der Islam nach Deutschland ist völlig falsch gestellt. Ein Flüchtling, der Leib und Leben fürchten muss, der sich integrieren möchte, der unsere abendländischen Traditionen anerkennt, sollte mit Würde und Respekt von uns aufgenommen und behandelt werden. Jedoch der Islam, dessen Ziel die Unterwerfung aller Christen ist, darf bei seiner Ausbreitung nicht auf Kosten der Bevölkerung aller Schichten, noch gefördert werden. Auch wenn unsere Volksparteien alle nach links abdriften, sollten wir es vermeiden, dass alle Bürger, die dieses Thema hinterfragen, in die rechte Ecke gedrängt werden. Gerade die Schwachen in unserem Land spüren schon die Ergebnisse durch die Ausbreitung des Islams im Abendland.

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