Kleine Unternehmen im Metaverse
3 Beispiele, wie Mittelständler heute schon das Metaverse nutzen

Die virtuellen Welten bieten auch kleinen Unternehmen Chancen. In diesen Anwendungsbereichen können Mittelständler das Metaverse bereits sinnvoll einsetzen.

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Kleine Unternehmen im Metaverse, Rechtsanwalt Eric Wagner, Partner in der Kanzlei Gleiss Lutz
Rechtsanwalt Eric Wagner, Partner in der Kanzlei Gleiss Lutz, trifft Mandanten mitunter im virtuellen Büro, mit einer VR-Brille.
© Volker Schrank für impulse

Eric Wagner lässt den Blick wandern. Die Startfolie seiner Präsentation kann der Partner der Stuttgarter Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz links neben sich bereits groß sehen. Vor sich blickt der 41-Jährige in die Gesichter von 25 jungen Männern und Frauen.

Sie sind gekommen, um sich über die Karrierechancen in der international tätigen Kanzlei mit mehr als 800 Mitarbeitern zu informieren. Es ist gleich 18 Uhr, dann soll es losgehen.

Wagner wirft in dem großzügigen ovalen Raum noch einen Blick nach links zu seinem Kollegen Marc Geiger, mit dem er nun gemeinsam vortragen wird.

Aber ist das wirklich Wagner? Ja, er ist es. Über ihm steht in großen Buchstaben, freischwebend, sein Name.

Willkommen im Metaverse

Am 9. Februar 2023 hat Gleiss Lutz Jura-Absolventinnen und -Absolventen zu einem Informationsabend eingeladen. Nicht in den Stammsitz der Kanzlei nach Stuttgart, sondern in eine virtuelle Welt; Startpunkt ist die Internet-Plattform spatial.io.

Wagner steht mit seiner Virtual-Reality-Brille (VR-Brille) im Arbeitszimmer seines Privathauses in der Nähe von Stuttgart, als er die Teilnehmer begrüßt. Geiger stößt aus dem Frankfurter Büro von Gleiss Lutz hinzu. Ihre Gäste erscheinen als comicähnliche Figuren, die Gesichter genauso makellos glatt wie die Kleidung.

Wo die zu diesen Avataren gehörenden Menschen in diesem Moment tatsächlich sind, wissen Wagner und Geiger nicht – es könnte die Küche einer Studenten-WG in Heidelberg sein, der Flughafen von Kuala Lumpur oder auch der Strand von Norderney.

Alles sei gut gelaufen, sagt Wagner rückblickend; die Präsentation und auch anschließend die Frage- und Diskussionsrunden in zwei Kleingruppen. Sein Fazit: „Die Recruiting-Veranstaltung im Metaverse hat super funktioniert, und wir haben im Anschluss neben spannenden Bewerbungen auch außergewöhnlich positives Feedback erhalten.“

Setzt sich das Metaverse durch?

Seit Marc Zuckerberg seinen Facebook-Konzern 2021 in Meta umbenannt hat und das Metaverse als das wichtigste strategische Wachstumsfeld des Social-Media-Giganten ausrief, überschlugen sich internationale Beratungshäuser mit Prognosen darüber, wie viel Geld schon in naher Zukunft im Metaverse zu verdienen sei. Goldman Sachs, JP Morgan, McKinsey – sie alle machten Multi-Milliarden-Dollar-Chancen aus.

Vor allem die Mode- und Lifestyle-Branche ist bereits präsent. Konzerne wie Adidas, Nike oder Gucci haben ihre Claims in den 3D-Welten auf Internet-Plattformen wie The Sandbox, Decentraland oder Roblox schon abgesteckt. Metaverse – the next big thing.

Mehr Miteinander

Alles nur ein Hype oder doch ein nachhaltiger Trend? Liegen im Metaverse auch Chancen für kleine Unternehmen, mit oder ohne digitalem Geschäftsmodell? Und wie geht man erste Schritte an? impulse zeigt am Beispiel von drei Unternehmen Anwendungen in der Praxis.

Der entscheidende Unterschied zum bisherigen Internet sei, „dass wir im Metaverse unmittelbar miteinander interagieren können, nicht mehr nur reagieren wie auf heutigen Social-Media-Plattformen“, sagte der Digitalisierungsberater Sebastian Winkler im impulse-Interview.


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Eric Wagner lässt den Blick wandern. Die Startfolie seiner Präsentation kann der Partner der Stuttgarter Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz links neben sich bereits groß sehen. Vor sich blickt der 41-Jährige in die Gesichter von 25 jungen Männern und Frauen. Sie sind gekommen, um sich über die Karrierechancen in der international tätigen Kanzlei mit mehr als 800 Mitarbeitern zu informieren. Es ist gleich 18 Uhr, dann soll es losgehen. Wagner wirft in dem großzügigen ovalen Raum noch einen Blick nach links zu seinem Kollegen Marc Geiger, mit dem er nun gemeinsam vortragen wird. Aber ist das wirklich Wagner? Ja, er ist es. Über ihm steht in großen Buchstaben, freischwebend, sein Name. Willkommen im Metaverse Am 9. Februar 2023 hat Gleiss Lutz Jura-Absolventinnen und -Absolventen zu einem Informationsabend eingeladen. Nicht in den Stammsitz der Kanzlei nach Stuttgart, sondern in eine virtuelle Welt; Startpunkt ist die Internet-Plattform spatial.io. Wagner steht mit seiner Virtual-Reality-Brille (VR-Brille) im Arbeitszimmer seines Privathauses in der Nähe von Stuttgart, als er die Teilnehmer begrüßt. Geiger stößt aus dem Frankfurter Büro von Gleiss Lutz hinzu. Ihre Gäste erscheinen als comicähnliche Figuren, die Gesichter genauso makellos glatt wie die Kleidung. Wo die zu diesen Avataren gehörenden Menschen in diesem Moment tatsächlich sind, wissen Wagner und Geiger nicht – es könnte die Küche einer Studenten-WG in Heidelberg sein, der Flughafen von Kuala Lumpur oder auch der Strand von Norderney. Alles sei gut gelaufen, sagt Wagner rückblickend; die Präsentation und auch anschließend die Frage- und Diskussionsrunden in zwei Kleingruppen. Sein Fazit: „Die Recruiting-Veranstaltung im Metaverse hat super funktioniert, und wir haben im Anschluss neben spannenden Bewerbungen auch außergewöhnlich positives Feedback erhalten.“ Setzt sich das Metaverse durch? Seit Marc Zuckerberg seinen Facebook-Konzern 2021 in Meta umbenannt hat und das Metaverse als das wichtigste strategische Wachstumsfeld des Social-Media-Giganten ausrief, überschlugen sich internationale Beratungshäuser mit Prognosen darüber, wie viel Geld schon in naher Zukunft im Metaverse zu verdienen sei. Goldman Sachs, JP Morgan, McKinsey – sie alle machten Multi-Milliarden-Dollar-Chancen aus. Vor allem die Mode- und Lifestyle-Branche ist bereits präsent. Konzerne wie Adidas, Nike oder Gucci haben ihre Claims in den 3D-Welten auf Internet-Plattformen wie The Sandbox, Decentraland oder Roblox schon abgesteckt. Metaverse – the next big thing. Mehr Miteinander Alles nur ein Hype oder doch ein nachhaltiger Trend? Liegen im Metaverse auch Chancen für kleine Unternehmen, mit oder ohne digitalem Geschäftsmodell? Und wie geht man erste Schritte an? impulse zeigt am Beispiel von drei Unternehmen Anwendungen in der Praxis. Der entscheidende Unterschied zum bisherigen Internet sei, „dass wir im Metaverse unmittelbar miteinander interagieren können, nicht mehr nur reagieren wie auf heutigen Social-Media-Plattformen“, sagte der Digitalisierungsberater Sebastian Winkler im impulse-Interview. .paywall-shader { position: relative; top: -250px; height: 250px; background: linear-gradient(to bottom, rgba(255, 255, 255, 0) 0%, rgba(255, 255, 255, 1) 90%); margin: 0 0 -250px 0; padding: 0; border: none; } Sie möchten weiterlesen? Anmelden impulse-Mitglieder können nach dem Anmelden auf alle -Inhalte zugreifen. Jetzt anmelden impulse-Mitglied werden impulse-Magazin alle -Inhalte digitales Unternehmer-Forum exklusive Mitglieder-Events und vieles mehr … Jetzt Mitglied werden
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