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Social-Media-Fehler Die 6 Todsünden für Unternehmen in sozialen Netzwerken

  • Serie
Autsch! Social-Media-Fehler können schmerzhafte Auswirkungen auf das Image des Unternehmens haben.

Autsch! Social-Media-Fehler können schmerzhafte Auswirkungen auf das Image des Unternehmens haben.© suze / photocase

Social Media bietet kleinen Unternehmen tolle Chancen fürs Marketing, doch man kann die eigenen Kunden dort auch nerven und vergraulen. Welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten - und wie Sie es besser machen können.

Nur Werbebotschaften senden.

Viele Unternehmen sehen Social Media als einen weiteren Kanal, um ihre Werbebotschaften zu verbreiten. Ein großer Fehler, denn mit PR-Geklingel und Selbstbeweihräucherung vergraulen Sie selbst die treuesten Fans. Laut dem „Social Break-up Report #8“ von Exact Target und CoTweet blenden 38 Prozent der Nutzer Seiten bei langweiligen oder wiederholten Inhalten aus.

So machen es die Profis:
Ob Aufreger, Schmunzler oder Rührstück: Emotionale Inhalte funktionieren besonders gut in den sozialen Netzwerken. Gewähren Sie einen Blick hinter die Kulissen, erzählen Sie kleine Geschichten au dem Firmenalltag – kurz: Zeigen Sie Ihr Unternehmen von seiner menschlichen Seite. So berichtet etwa der Friseur Ralf Steinhoff, dass Vorher-Nachher-Bilder zu den erfolgreichsten Postings seines Salons zählen.

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Ebenfalls beliebt sind Inhalte, die einen echten Mehrwert für die Nutzer liefern. Wahre Größe beweist, wer hierbei nicht nur auch auf eigene Inhalte verlinkt, sondern auch auf fremde Seiten.

Zu selten posten.

Dabei sein ist alles? Das gilt nicht für die sozialen Medien: Ein verwaistes Unternehmensprofil, auf dem seit Monaten nichts Neues gepostet wurde, bringt keine Vorteile für Ihr Marketing. Und nicht nur das: Schlimmstenfalls verschreckt der unprofessionelle Auftritt potenzielle Kunden. Übertreiben sollten Sie es allerdings auch nicht: Zu viele Updates sind laut „Social Break-Up Report“ für 44 Prozent der User ein Grund, eine Seite auszublenden.

So machen es die Profis:
Um Kontinuität bei den Social-Media-Aktivitäten sicher zu stellen, überlegen Sie sich zunächst, wie oft Sie posten wollen. Am besten, Sie lassen sich regelmäßig daran erinnern, etwa durch einen Serientermin im Kalender. Noch besser: Legen Sie einen Kalender an, in dem Sie Ihre Beiträge planen. Dort notieren Sie auch, welche Termine anstehen und welche Ereignisse sich im Bild festhalten lassen.

Dilettieren.

Ellenlange Postings, Rechtschreibfehler, verpixelte Bilder – klar, dass diese Art von Dilettantismus nicht dazu beiträgt, die eigene Marke zu stärken. Und doch ist dieser Anblick traurige Realität auf den Fanpages vieler Unternehmen – nicht zuletzt, weil viele Firmen kein Budget für Social-Media-Aktivitäten einplanen, ihre verantwortlichen Mitarbeiter nicht schulen und ihnen die Betreuung der sozialen Netzwerke oft genug als Zusatzaufgabe aufdrücken.

So machen es die Profis:
Auch wenn ein Beitrag in den sozialen Netzwerken schnell gepostet ist, sind für die Aktivitäten eines Unternehmens Sorgfalt und ein gewisses technisches Grundverständnis nötig. Deshalb ist Social Media keine Aufgabe für den Praktikanten, sondern für einen Mitarbeiter, der sich in das Thema einfuchst und auf dem Laufenden bleibt.

In kleinen Firmen erliegt der Chef oft der Versuchung, alles selber machen zu wollen. In solchen Fällen sollte man sich selbstkritisch fragen, ob man wirklich die geeignetste Person im Unternehmen ist und ob man neben all den anderen Führungsaufgaben wirklich die Zeit findet, der Aufgabe gerecht zu werden.

Beliebig sein.

Niedliche Katzenvideos bringen vielleicht Likes. Seriös wirken sie aber nicht. Auf Dauer schaden sie mit solchen Inhalten womöglich Ihrer eigenen Marke – es sei denn, Sie sind Tierarzt oder Inhaber einer Zoohandlung.

So machen es die Profis:
Nutzen Sie die sozialen Netzwerke, um mit Ihrem Wissen zu glänzen – damit profilieren Sie sich als Experte auf Ihrem Themengebiet und liefern Ihren Usern echten Mehrwert. Das kann auch kleinen Firmen und Einzelkämpfern gelingen: Der Bäcker postet Brotback-Rezepte der Gartenbauer Expertentipps für die Rosenpflege.

Die Nutzer ignorieren.

Die sozialen Netzwerke erlauben eine Kommunikation in Echtzeit. Wer erst Wochen später auf private Nachrichten reagiert und Fragen unter den eigenen Beiträgen nicht beantwortet, outet sich als Social-Media-Anfänger. Professionell wirkt das nicht.

Noch schlimmer allerdings ist es, missliebige Kommentare auf der eigenen Seite einfach zu löschen: Wer mit seiner Zielgruppe in den Dialog tritt, muss auch mal kritisches Feedback aushalten!

So machen es die Profis:
Höflichkeit ist das oberste Gebot für Social-Media-Profis. Rufen Sie sich immer wieder in Erinnerung, dass die Zeilen auf dem Computermonitor von echten Menschen verfasst wurden: Ihren (potenziellen) Kunden! Deshalb sollten Sie sich in Social-Media-Kommunikation genauso kundenorientiert handeln wie bei allen anderen Kontakten zu Ihrer Zielgruppe: Reagieren Sie prompt, bedanken Sie sich für Hinweise, bitten Sie bei Fehlern um Entschuldigung. Nutzen Sie außerdem die Chance, ohne großen Aufwand mit Ihrer Zielgruppe in Dialog zu treten – etwa indem Sie Fragen stellen und die Fans um Ihre Meinung bitten.

Sich verzetteln.

Facebook, Twitter, Google Plus, Xing und und und – kein Wunder, dass Sie völlig ausgelaugt sind, wenn Sie überall gepostet haben, wo Sie einen Account haben. Kein Wunder, dass Sie viel zu selten aktiv sind und nach dem Gießkannenprinzip überall dasselbe posten. Und kein Wunder, dass Sie mit Ihren Social-Media-Aktivitäten herzlich wenig messbare Erfolge erzielen.

So machen es die Profis:
Überlegen Sie sich, in welchen sozialen Netzwerken Sie Ihre Zielgruppe erreichen: Wer vorrangig im B2B-Geschäft aktiv ist, kommt an LinkedIn und Xing kaum vorbei, wer schöne Bilder zu zeigen hat, sollte über ein Engagement auf Instagram oder Pinterest nachdenken. Bespielen Sie lieber weniger Kanäle – und schenken Sie diesen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen: mit wohlüberlegten Inhalten, die Ihre Kunden begeistern.


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