Ideen für den Betriebsausflug Mit diesen Tipps wird Ihr nächster Betriebsausflug ein Heidenspaß

Wohin soll die nächste Sonderfahrt gehen? Falls Ihre Ideen für den nächsten Betriebsausflug so altbacken sind wie dieser Bus, haben wir ein paar Tipps für Sie.

Wohin soll die nächste Sonderfahrt gehen? Falls Ihre Ideen für den nächsten Betriebsausflug so altbacken sind wie dieser Bus, haben wir ein paar Tipps für Sie.© zettberlin / photocase.de

Ein Betriebsausflug ist die Gelegenheit, Mitarbeiter und Kollegen mal von einer anderen Seite kennenzulernen. Perfekt für den Teamgeist – wenn alles gut durchdacht ist. Diese Ideen und Tipps helfen bei der Planung.

Klotzen statt kleckern, das dachte sich wohl ein chinesischer Unternehmer, als er 2015 rund die Hälfte seiner Belegschaft, 6400 Mitarbeiter, zu einem einwöchigen Luxustrip nach Frankreich einlud. Ob der Rekord-Trip zum Teambuilding taugte, sei mal dahingestellt. Um den Teamgeist zu fördern und die Mitarbeiter zu motivieren, tun es sicherlich auch weniger kostenintensive Varianten. Hier finden Sie Ideen für den nächsten Betriebsausflug und Tipps für die Planung.

Escape Games: Gefängnisausbruch für Anfänger

Bei Escape Games werden mehrere Spieler in einen Raum eingesperrt. Das Ziel: einen Schlüssel finden, mit dem sie sich befreien können. Die Spieler müssen in dem Raum versteckte Hinweise finden und Rätsel lösen. Je besser dabei alle zusammenarbeiten, desto schneller können sie entkommen. Zu jedem Raum gibt es eine Geschichte, die den Rahmen für das Spiel bildet.

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Wer bietet’s an? Zum Beispiel: www.teamescape.com

Preis: Die Preise variieren je nach Standort und Anbieter. Sie fangen bei rund 22 Euro pro Person an.

Geocaching: Schnitzeljagd im digitalen Zeitalter

Beim Geocaching treten kleine Teams gegeneinander an. Ihr Ziel: versteckte Hinweise finden und Rätsel lösen, die ihnen den Weg zu einem Schatz weisen. Geben bei der klassischen Schnitzeljagd Zettel oder Kreidepfeile die Richtung vor, werden die Teams beim Geocaching mit einem GPS-Gerät ausgestattet, das ihnen den Weg weist.

Wer bietets an? Zum Beispiel: www.cityhunter.de

Preise: ab 28,99 Euro pro Person.

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CD aufnehmen: Den richtigen Ton treffen

Dass Singen verbindet, weiß jeder, der schon mal im Fußballstadion war. Warum also nicht mit dem ganzen Team ein paar Stunden in einem professionellen Tonstudio verbringen und eine eigene Single aufnehmen? Sie können aus 50.000 Songs einen auswählen und noch einen eigenen Text dazu dichten. Die fertige CD können Sie noch am selben Tag mitnehmen.

Wer bietets an? Zum Beispiel: www.deintonstudio.de 

Preis: Der Preis variiert je nach Anzahl der Teilnehmer und Zeit. Für sechs Teilnehmer und zwei Stunden zahlen Sie beispielsweise 139 Euro.

Kochen: Teambuilding in der Küche

Gemeinsam ins Restaurant zu gehen, das ist eine sichere Nummer, wenn es um Betriebsausflüge geht: Essen verbindet. Ein 3-Gänge-Menü selbst zu kochen und anschließend zu genießen, schweißt noch mehr zusammen. Teambuilding am Herd, sozusagen.

Wer bietets an? Zum Beispiel:  www.eventflotte.de

Preis: ab 10 Teilnehmern 79 Euro pro Person.

Floßbau: Zusammen treiben lassen

Mit wenig Material und einem guten Plan zusammen etwas Großes, Tragfähiges bauen – darum geht es beim Floßbauen. Bei der Planung und Konstruktion müssen alle an einem Strang ziehen, sonst wird aus der Floßtour am Ende nichts. Unterstützt wird das Team dabei von Profis.

Wer bietets an? Zum Beispiel: www.jochen-schweizer.de

Preis: ab 89 Euro pro Person.

Kettenreaktion: Gemeinsam was ins Rollen bringen

Es ist ein bisschen wie Domino und aber viel spannender. Bei diesem Firmenevent geht es darum, mithilfe von Rohren, Bällen, Rollen, Rädern, Motoren, Seilen und Schläuchen eine Kettenreaktion auszulösen. Jedem Teilnehmer wird dabei ein Bauabschnitt zugeteilt, an dem er tüfteln kann. Wenn es nur an einer Stelle hakt, war´s das mit der Kettenreaktion. Es hängt also alles davon ab, wie gut alle zusammenarbeiten.

Wer bietets an? Zum Beispiel: www.bitou.de

Preis: ab 49 Euro pro Person.

Kickerturnier: Alle an einem Tisch

Ein Kickertisch im Büro gehört in vielen Start-ups zum Standard-Mobiliar. Denn der Kick am Tisch macht gute Laune. Warum also nicht beim Betriebsausflug alle zum Kickerturnier antreten lassen? Es gibt Anbieter, die professionelle Kickertische plus Schiedsrichter und Pokalen zum Veranstaltungsort Ihrer Wahl bringen.

Wer bietets an? Zum Beispiel: www.eventflotte.de

Preis: Der Preis variiert je nach Teilnehmerzahl. Ab 20 Leuten fallen 59 Euro pro Person an.

Hochseilgarten: Alle an einem Strang

Bei einem Besuch im Hochseilgarten sind Mut, Konzentration und Teamgeist gefragt. Wer als Team den Parcours in mehreren Metern Höhe meistern will, sollte im wahrsten Sinne Hand in Hand arbeiten, damit es am Ende auch jeder über die gespannten Seile, Netze und auf die Kletterpfähle schafft. So eine Klettertour ist natürlich nicht für jeden was. Wer mitmacht, sollte einigermaßen schwindelfrei und über 1,60 Meter sein.

Wer bietets an? Zum Beispiel: www.jochen-schweizer.de

Preis: Ab 55,90 Euro pro Person.

Betriebsausflug planen: Was Sie beachten sollten

Wollen Ihre Mitarbeiter überhaupt einen Betriebsausflug?
Ein Betriebsausflug mag in der Theorie eine prima Gelegenheit zum Teambuilding sein. In der Praxis kann er von den Mitarbeitern auch als Zwangsbespaßung aufgefasst werden, vor allem wenn er am Wochenende oder in der Freizeit stattfindet. Sie sollten also unbedingt checken, wie die Stimmung diesbezüglich im Team ist. Rein rechtlich betrachtet, können Mitarbeiter nicht dazu gezwungen werden, an dem Ausflug teilzunehmen.

Können alle mitmachen?
In einem Team treffen meist ganz unterschiedliche Leute aufeinander, mit unterschiedlichen Interessen. Wenn Sie also einen Betriebsausflug planen, sollten Sie versuchen etwas zu finden, das der breiten Masse gefällt. Wichtig ist, dass alle an der geplanten Aktion teilnehmen können. Mancher ist möglicherweise körperlich nicht in der Lage, im Hochseilgarten von Baum zu Baum zu balancieren, oder so schlecht zu Fuß, dass Geocaching eher zur Qual wird.

Welche Ausgaben sind steuerfrei?
Für Betriebsausflüge gilt ein Freibetrag von 110 Euro pro Teilnehmer. Das heißt: Nur wenn die Kosten 110 Euro pro Teilnehmer übersteigen, müssen auf den Restbetrag Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgaben gezahlt werden. Zum Beispiel: Es nehmen zehn Personen an einem Ausflug teil, der insgesamt 1250 Euro kostet. Das macht pro Mitarbeiter 125 Euro, davon müssen nur 15 versteuert werden.

Was gilt es bei der steuerlichen Behandlung des Betriebsausflugs noch zu beachten?

  • Für Begleitpersonen gibt es keinen zusätzlichen Freibetrag von 110 Euro.
  • Der Freibetrag gilt laut Bundesfinanzministerium nur für „Veranstaltungen auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter“, an denen überwiegend Betriebsangehörige und deren Begleitpersonen teilnehmen.
  • Die Regelung gilt für zwei Betriebsausflüge pro Jahr.
  • Um von dem Steuervorteil profitieren zu können, muss die Teilnahme am Betriebsausflug allen offen stehen.
  • Tipp: Um einen größeren finanziellen Spielraum zu haben, können Sie den Betriebsausflug mit einer notwendigen betrieblichen Fortbildung verknüpfen, zum Beispiel Sprach- oder IT-Kurse, Workshops zum Teambuilding. Dann handelt es sich steuerlich um eine sogenannte „gemischte Veranstaltung“, bei der Sie Fahrt- und Übernachtungskosten teilweise auf die Fortbildung umlegen können. Das Finanzamt betrachtet solche gemischten Veranstaltungen allerdings mit Argusaugen. Sie sollten die Fortbildung also plausibel begründen und detailliert durch Rechnungen dokumentieren können.
  • Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Artikel: „So bleibt der Betriebsausflug steuerfrei“.

Sind Mitarbeiter beim Betriebsausflug unfallversichert?
Grundsätzlich gilt für Arbeitnehmer bei einem Betriebsausflug der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) nennt folgende:

  • Der Ausflug muss vom Arbeitgeber oder mit seiner Billigung und Unterstützung veranstaltet werden.
  • Er muss das Ziel haben, „das Betriebsklima zu stärken und die Verbundenheit der Beschäftigten untereinander zu fördern“.
  • Die Unternehmensleitung oder ein Beauftragter muss an der Veranstaltung teilnehmen.
  • Der Betriebsausflug muss allen Mitarbeitern des Unternehmens offen stehen.
  • Eingeladene Familienangehörige, frühere Mitarbeiter oder andere Gäste stehen nicht unter dem Schutz der DGUV.
  • Geschützt ist auch der Hin- und Rückweg der Teilnehmer – solange ein Unfall nicht allein auf den Alkoholgenuss des Ausflugsteilnehmer zurückzufühen ist. Auch bei privaten Erledigungen, die man auf dem Heim- oder Rückweg macht, gilt der Versicherungsschutz nicht.

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