Diverses Mindmapping: Wie Gedanken zu Landkarten werden

Knacken Sie die Bank

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Kreativität ist keine angeborene Fähigkeit, sondern erlernbar. Die von dem Psychologen Tony Buzan entwickelte Methode des Mindmapping spricht gezielt beide Hälften des menschlichen Gehirns an und fördert so das vernetzte Denken.

Kreativität und systematisches Denken sind entgegen der landläufigen Meinung keine angeborenen Fähigkeiten. Vielmehr kann jeder Mensch – im Rahmen der genetischen Voraussetzungen – sein Gedächtnis trainieren. Die aktuelle Forschung stellt die Vorstellung vom Gehirn als reinem Wissensspeicher zudem mehr und mehr in Frage. Als entscheidend für den Vorgang des Nachdenkens und Lernens gilt vielmehr die Ausprägung der Synapsen – also der Verbindung zwischen einzelnen Nervenzellen.

Unser Gehirn funktioniert also vernetzt – und so lernen wir auch. Man muss sich darüber klar werden, dass gerade beim Entwickeln von Ideen, beim Brainstroming etwa, die beiden Hälften unseres Gehirns verstärkt zusammenarbeiten. Dabei ist die linke Gehirnhälfte für analytisches und strukturiertes Denken zuständig, während die rechte Gehirnhälfte für Kreativität, Bildsprache, Neugier und Spieltrieb steht. Gelingt es, beide Gehirnhälften einzusetzen und zu stimulieren, kann die Kreativität gesteigert werden.

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Komplexe Zusammenhänge visualisieren

Diese Erkenntnisse macht sich die so genannte Mindmapping-Methode zu Nutze. Sie wurde in den 70er Jahren von dem Psychologen Tony Buzan entwickelt. Dabei wird zunächst das zu bearbeitende Thema in die Mitte des Blattes geschrieben. Dann notiert man – wie beim Brainstorming – alle Begriffe, die einem zum Thema einfallen. Das Besondere an der Mindmapping-Methode: Die Begriffe werden nicht einfach untereinander geschrieben, sondern um den Oberbegriff herum angeordnet und durch Linien mit diesem verbunden. So entsteht eine Baum- oder Landkartenstruktur, denn von den Schlagwörtern, die direkt mit dem Thema verbunden sind, gehen wiederum Nebenäste ab.

Wie von selbst wird schon beim Brainstorming strukturiert und vernetzt. Ganz genau so, wie auch unser Gehirn komplexe Sachverhalte abspeichert. Zur besseren Visualisierung werden schließlich die wichtigsten Schlüsselbegriffe mit grafischen Elementen versehen. Die Verbindung von Schriftlichkeit und Bildersprache vereinfacht das schnelle Erfassen von Begriffen und Zusammenhängen.

EDV-Programm erleichtert Mindmapping

Die Softwarefirma Mindjet hat mit dem Mindmanager die Methode des Mindmapping in ein EDV-Programm umgesetzt. Die Vorteile: Eine einmal erstellte und gespeicherte Map ist leicht zu vervielfältigen und kann von allen an einem Projekt Beteiligten jederzeit abgerufen werden. Auch die Präsentation wird erleichtert: Man kann die Map direkt über einen Beamer zeigen oder als Plakat ausdrucken.

Der Mindmanager bietet zudem viele nützlichen Features: Eine umfangreiche Galerie stellt Symbole für die grafische Unterstützung der Schlüsselbegriffe zur Verfügung. Durch Hyperlinks können zentrale Begriffe mit Zusatzinformationen unterlegt werden. In der Business Edition gibt es darüber hinaus eine Export-Funktion für Word und Power Point. Aus der Map kann damit automatisch ein Word-Protokoll oder eine Powerpoint-Präsentation generiert werden. Der Mindmanager kostet in der Business Edition rund 220 Euro.

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