Auftrag prüfen Diese 5 Fragen sollten Sie potenziellen Auftraggebern stellen
Stellen Sie diese fünf Fragen, um einen Auftrag zu prüfen..

© Mohd Hafiez Mohd Razali / EyeEm / Getty Images

Einen neuen Auftrag annehmen oder nicht? Diese Entscheidung fällt oft schwer. Wie Sie Aufträge erkennen, die sich lohnen – und solche, von denen Sie die Finger lassen sollten.

Beratungsgespräche mit potenziellen Auftraggebern sind oft aufwendig: Man erstellt ein Angebot, investiert Zeit in die Vor- und Nachbereitung. Kommt dann der Auftrag nicht zustande, war die Arbeit umsonst. Und auch nach Vertragsschluss kann einiges schiefgehen: Stellt sich etwa im Nachhinein heraus, dass der Auftraggeber ganz andere Vorstellungen hat als der Auftragnehmer, bedeutet das Mehraufwand und Stress.

Das lässt sich vermeiden, meint Amy George, Inhaberin einer PR-Agentur. Sie schreibt im Online-Magazin Inc.com darüber, wie man weniger Zeit mit Aufträgen verbringt, die Nerven kosten, und weniger erfolglose Angebotsschreiben verfasst. Ihre Empfehlung: Stellen Sie potenziellen Auftraggebern diese fünf Fragen, bevor Sie mit ihnen ins Geschäft kommen:

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Frage 1: Welche Leistungen wünschen Sie sich in welchem Zeitraum?

Das erfahren Sie durch diese Frage:

  • Wie viel Aufwand auf Sie zukommt.
  • Wie viel Zeit Sie einplanen müssen.

Einen Auftrag sollten Sie nur annehmen, wenn Sie sicher sind, ihn zeitlich zu schaffen. Wenn nicht, sollten Sie mit Ihrem Auftraggeber besprechen, ob er beispielsweise im ersten Schritt mit einem abgespeckten Leistungsumfang zufrieden wäre – oder ob Sie einen Teil der Leistungen an Subunternehmer weitergeben dürfen. Können Sie sich in diesen Punkten nicht einigen, sagen Sie besser ab.

Frage 2: Wie stellen Sie sich unsere Zusammenarbeit vor?

Das erfahren Sie durch diese Frage:

  • Inwiefern der potenzielle Auftraggeber am Prozess beteiligt sein möchte.
  • Wie oft und auf welchem Weg er sich Rückmeldung wünscht.
  • Ob er eigene Ideen hat oder sich einbringen möchte.

Sie schicken Ihrem Auftraggeber einmal im Monat ein Update per E-Mail – und der ärgert sich, weil er auch wöchentliche Videokonferenzen gehofft hatte? Solche Missverständnisse können Sie mit dieser Frage von Vornherein ausschließen. Und sollte der Kunde Erwartungen haben, die Sie nicht erfüllen wollen, können Sie rechtzeitig die Notbremse ziehen.

Frage 3: Was ist Ihr Budget?

Das erfahren Sie durch diese Frage:

  • Ob eine Zusammenarbeit überhaupt in Frage kommt.

Diese Frage ist ein echter Zeitsparer. Eröffnet Ihr Auftraggeber Ihnen erst beim dritten Treffen, dass er sich Ihre Preise nicht leisten kann, haben Sie beide Lebens- und Arbeitszeit verschwendet.

Frage 4: Was ist Ihnen wichtiger, Zeit oder Geld?

Das erfahren Sie durch diese Frage:

  • Wie Sie Ihren Preis kalkulieren können.

Wenn Ihr Auftraggeber es eilig hat, können Sie einen Aufpreis verlangen.

Frage 5: Was war Ihr Ziel für das heutige Gespräch?

Das erfahren Sie durch diese Frage:

  • Ob es noch offene Fragen gibt, die geklärt werden müssen.
  • Inwiefern der potenzielle Auftraggeber mit dem Gespräch zufrieden ist.

Weitere Tipps für potenzielle Aufträge

George empfiehlt, Angebote generell mit einem „Haltbarkeitsdatum“ zu versehen. Sonst könne es vorkommen, dass ein Kunde Sie ewig warten lasse – oder sich im schlimmsten Fall gar nicht mehr melde. „Sie sind keine Fußmatte, die auf Kunden wartet. Sie sind vielbeschäftigt und wichtig.“

Mehr zum Thema hier: Auftrag ablehnen: „Ihr Auftrag? Nein, danke!“

Außerdem rät George, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und Anfragen im Zweifelsfall abzulehnen. Sie meint: „Wenn ein potenzieller Auftraggeber alle oder die meisten der fünf Fragen nicht beantworten kann, nehme ich den Auftrag nicht an.“ So vermeide sie Stress und könne sich stattdessen anderen Aufträgen widmen.

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