Inhalt: Darum geht's in diesem Beitrag
„Ich bin kein Verkäufer!“
„Kunden sind nicht bereit, mehr als XY Euro für mein Produkt zu zahlen!“
„Neue Kunden zu gewinnen ist sehr schwer!“
Kennst du solche Gedanken? Sie klingen wie Wahrheiten – und sie fühlen sich auch so an. Und doch sind sie nichts weiter als Überzeugungen, die unser Denken und Verhalten steuern: sogenannte negative Glaubenssätze. Wie sie wirken und wie du sie in drei Schritten abschaltest.
Wie genau wirken negative Glaubenssätze?
Negative Glaubenssätze sind laut Business Coach Roman Kmenta oft fest verankerte Sichtweisen über sich selbst und die Welt, die einen daran hindern, das zu tun, was nötig wäre, um die eigenen Ziele zu erreichen. Die drei Beispielsätze oben stammen aus seinem Blog-Beitrag „Fake it till you make it“. Kmenta nennt negative Glaubenssätze auch „Erfolgskiller“.
Wer Erfolg haben will, muss also zuerst die eigenen Gedanken auf Erfolg umprogrammieren. Doch das ist leichter gesagt als getan, warnt Kmenta: „Die Hindernisse, die oft am schwierigsten zu überwinden sind, sind die im eigenen Kopf.“
Denn negative Glaubenssätze entstehen schnell – laut Kmenta kann es ausreichen, ein, zwei Male an etwas zu scheitern. Und sie sind äußerst hartnäckig: Manche begleiten einen schon das ganze Leben lang oder werden gar in der Familie von einer Generation an die nächste weitergegeben.
Wie also lassen sich negative Glaubenssätze auflösen? Kmenta setzt hierbei auf eine Methode in drei Schritten.
Schritt 1: Negative Glaubenssätze auflisten
Im ersten Schritt empfiehlt Kmenta, alle Glaubenssätze auflisten, die einen am Erfolg hindern. „Oft kann alleine das schon negative Glaubenssätze auflösen.“ Denn durch das Auflisten fange man an, die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen und in einem realistischeren Licht zu betrachten.
Allerdings solle man für diesen Schritt unbedingt genug Zeit einplanen, rät Kmenta. Denn diese Denkweisen seien so tief im Innersten verankert, dass man sich ihrer oft gar nicht bewusst sei. Die Trainerin Heike Thormann empfiehlt folgende Schritte, um tiefsitzende Glaubenssätze zu erkennen:
- auf häufig verwendete Verallgemeinerungen achten
- die eigene Biografie durchleuchten
- in der Familie populäre Redewendungen und Verhaltensmuster aufspüren
- die eigene Sprache hinterfragen
- Menschen aus dem eigenen Umfeld um ihre Einschätzung bitten.
Schritt 2: Eine Zukunftsvision kreieren
Im zweiten Schritt empfiehlt Kmenta, sich gedanklich in die Zukunft zu versetzen und sich zu überlegen: Wie wird das Leben sein, wenn man den negativen Glaubenssatz überwunden hat? Diese Zukunftsvision solle man „so detailliert wie möglich“ ausgestalten, rät Kmenta. Er empfiehlt hierfür unter anderem Fragen wie diese:
- Wie bzw. was werde ich denken?
- Welche positiven Glaubenssätze werden ich haben?
- Was werden ich nicht mehr tun?
- Mit welchen Menschen werden ich zu tun haben und mit welchen nicht mehr?
- Wie wird mein Tagesablauf aussehen?
Auch scheinbare Nebensächlichkeiten solle man sich vor seinem inneren Auge ausmalen – etwa das Auto, das man fahren, und die Kleidung, die man tragen werde.
Schritt 3: So tun als ob
Den dritten, entscheidenden Schritt bezeichnet Kmenta als „Fake it till you make it“ – auf deutsch: „Tu so als ob, bis du es schaffst“. Man solle sofort anfangen, einige Punkte der eigenen Zukunftsvision aus Schritt 2 umzusetzen. Kmenta rät dazu, ins eigene zukünftige Ich zu schlüpfen und schon jetzt so zu sein, wie man einmal sein will – so wie ein Schauspieler in eine Rolle schlüpft. Ein anfängliches Fremdheitsgefühl sei dabei egal, man solle einfach weitermachen.
Kleine, konkrete Änderungen sollen hierbei einen Vorgeschmack geben auf das Lebensgefühl, das ohne die negativen Glaubenssätze möglich wäre. Wer von einem Sportwagen träume, könne sich für ein Wochenende einen mieten, wer seinen Tagesablauf radikal ändern wolle, könne das im Urlaub eine Woche lang ausprobieren.
Kmenta vergleicht diesen Prozess mit einer Art positiver „Gehirnwäsche“, die man sich selbst verpasst. Indem man mit Haut und Haar in die neue Rolle schlüpfe, fange man an, festgefahrene Überzeugungen zu überwinden – und könne seine Ziele schneller und leichter erreichen.
Er verspricht außerdem einen positiven Nebeneffekt: Nicht nur werde sich das eigene Leben verändern, man werde „eine Menge Spaß dabei haben und interessante Erfahrungen machen.“

