• Unternehmenswert berechnen: So viel ist Ihre Firma wert

    Wer seine Firma verkaufen will, sollte als erstes den Unternehmenswert berechnen. Mit dem Unternehmenswertrechner ist das ganz einfach möglich.

    Firma zu verkaufen? Mit dem Unternehmenswertrechner von impulse und concess lässt sich der Unternehmenswert einfach und schnell berechnen.

    Wie viel können Sie erwarten, wenn Sie Ihre Firma verkaufen? Diese Frage beantwortet der neue Unternehmenswertrechner von impulse und Concess M+A Partner, einem Berater- und Vermittlernetzwerk für Unternehmensnachfolgen im Mittelstand. In die Berechnung fließen aktuelle Daten aus 16 Branchen ein.

    Egal ob Sie Ihr Unternehmen verkaufen wollen oder einfach nur neugierig sind, was Ihr Unternehmen wert ist: Mit dem Firmenwertrechner lässt sich individuell prüfen, welchen Preis eine Firma aktuell erzielen könnte.

    So funktioniert der Unternehmenswertrechner

    Der Rechner basiert auf dem sogenannten Multiplikationsverfahren. Hierbei wird der Wert des Unternehmens als ein Vielfaches vom Ertrag ermittelt. Der Unternehmenswertrechner von impulse und Concess multipliziert das Ebit Ihrer Firma, also den Gewinn vor Zinsen und Steuern, mit einem Wert, der je nach Branche unterschiedlich ist.

    Da die Multiplikatoren im Zeitverlauf schwanken, werden die im Unternehmenswertrechner hinterlegten Daten regelmäßig aktualisiert. Das bundesweit tätige Berater-Netzwerk von Concess ermittelt die Multiplikatoren auf der Basis von Firmenverkäufen im kleinen Mittelstand mit Verkaufspreisen von 1 bis 10 Millionen Euro.

     

    So erhalten Sie einen realistischen Wert für den Firmenverkauf

    Bevor Sie einen Ebit-Wert in den Unternehmenswertrechner eingeben, sollten Sie einige Punkte beachten:

    • Da Käufer sich am Ertragspotenzial der Firma in der Zukunft orientieren, sollten Sie eine Zahl eingeben, die in den kommenden Jahren realistisch ist.

    Zudem ist zu berücksichtigen, welche Rechtsform das Unternehmen hat:

    • Bei Personengesellschaften (etwa OHG, KG) muss vom Ebit ein typisches Geschäftsführergehalt – etwa 80.000 bis 120.000 Euro jährlich – abgezogen werden, wenn der Firmeninhaber bislang keine fixen Bezüge erhalten hat, sondern den Gewinn des Unternehmens als Gehalt bekam. Ansonsten fällt der errechnete Unternehmenswert zu hoch aus.
    • Bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) muss das Ebit unter Umständen bereinigt werden. Liegt das bisherige Geschäftsführer- oder Vorstandsgehalt über dem marktüblichen (80.000 bis 120.000 Euro jährlich), muss die Differenz zum Ebit hinzuaddiert werden. Umgekehrt gilt: Ist das bisherige Geschäftsführer- oder Vorstandsgehalt niedriger als das typische Salär eines angestellten Chefs, muss diese Differenz vom Ebit abgezogen werden. Nach einer solchen Ebit-Anpassung ist das Ergebnis des Unternehmenswertrechners realistischer.

    Der Unternehmenswertrechner zeigt im Ergebnis keinen exakten Wert an, sondern eine Bandbreite, innerhalb derer sich der erzielbare Preis bewegen könnte. Je nach Marktposition oder der Abhängigkeit des Geschäfts vom derzeitigen Inhaber kann der Unternehmenswert am oberen oder unteren Ende dieser Bandbreite liegen.

    Da jedoch nicht alle relevanten Faktoren in die Multiplikatoren der einzelnen Branchen einfließen können, können die vom Unternehmenswertrechner ausgegebenen Werte immer nur zur Orientierung dienen. Die Berechnung ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und ersetzt keine Beratung.

     

    Welche anderen Methoden gibt es, den Wert einer Firma zu ermitteln?

    Das Multiplikationsverfahren, auf dem der impulse-Unternehmenswertrechner basiert, ist weit verbreitet und wird von M&AProfis oft als Schnellcheck genutzt. Es gibt jedoch noch andere Methoden zur Berechnung des Unternehmenswerts.

    Vereinfachtes Ertragswertverfahren
    Um Erbschaft- und Schenkungsteuer zu berechnen, ermitteln die Finanzämter den Unternehmenswert mit dem sogenannten Vereinfachten Ertragswertverfahren: Das durchschnittliche Betriebsergebnis der letzten drei Jahre wird mit einem Faktor multipliziert, der vom Bundesfinanzministerium jährlich neu festgelegt wird (derzeit: 18,21). Bei Verkäufen bieten sich je nach Branche, Größe oder Rechtsform andere Modelle zur Wertermittlung an. Der Preis regelt sich aber letztlich über Angebot und Nachfrage. Grundsätzlich gilt: „Wenn der Kaufpreis nicht in fünf bis acht Jahren aus den Erträgen abgezahlt werden kann, ist der Wert nicht realistisch“, so Birgit Felden, Professorin an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht.

    Substanzwertverfahren
    Der Substanzwert entspricht dem Verkehrswert des Firmenvermögens, also dem Marktwert aller Geräte, Vorräte und anderer Dinge abzüglich der Schulden. Das Substanzwertverfahren ist bewährt, aber eher ein Hilfswert für kleine Betriebe mit teuren Maschinen oder Immobilien; immaterielle Werte wie motivierte Mitarbeiter bleiben außen vor.

    Vergleichswertverfahren
    Der Wert eines Unternehmens wird mit Vergleichsdaten ermittelt. In Branchen, in denen Verkäufe häufig sind, kennen Verbände oder Kammern diese Vergleichswerte. Bei einer Anwaltskanzlei kann das ein Jahresumsatz sein, bei einer Versicherungsagentur die Summe der jährlichen Prämieneinnahmen. Das Vergleichswertverfahren ist einfach anzuwenden, Preise oberhalb der branchenüblichen erfordern aber gute Argumente.

    Ertragswertverfahren
    Der Wert wird danach bemessen, was ein Käufer mit der Firma verdienen kann. Der Durchschnitt der Erträge vor Steuern der letzten drei und der geschätzten Erträge der kommenden drei Jahre wird geteilt durch einen Kapitalisierungszinssatz. Der setzt sich zusammen aus dem Zins, der mit einer risikolosen Anlage zu erzielen wäre, und einem Zuschlag für das Unternehmerrisiko. Bei kleinen Firmen liegt dieser Satz bei 15 bis 20 Prozent. Beispiel: Betragen der Durchschnittsertrag 100.000 Euro und der Kapitalisierungszins 20 Prozent, ergibt sich ein Wert von 500.000 Euro.

    Das Ertragswertverfahren ist das am häufigsten angewandte, anerkannte Verfahren. Allerdings sind zukünftige Erträge schwierig vorherzusagen. Auch der Zinssatz lässt sich nicht objektiv ermitteln.

    AWH-Verfahren
    Die Arbeitsgemeinschaft der Wert ermittelnden Betriebsberater im Handwerk (AWH) hat ein Modell speziell für Handwerksfirmen entwickelt. Es berücksichtigt Besonderheiten von Klein- und Mittelbetrieben wie die Bedeutung der Inhaber für den Unternehmenserfolg und die Verflechtung von Privat- und Firmenvermögen. Das AWH-Verfahren wird von Banken als Finanzierungsgrundlage akzeptiert.

    • Quelle: impulse
    • Copyright: impulse
    Das könnte Sie auch interessieren

    10 Kommentare

    • Reinhold Tempel

      Sehr geehrte Macher des Impulse Magazins.
      Ihr Beitrag zur Unternehmensbewertung ist ja schön und gut, aber wo finde ich die in Deutschland nicht unbedeutende Holzindustrie , z. B. Sägewerke, Tischlereien und Schreinereien, Zimmereien,Möbelfabriken ?????

      26.06.2015 12:06
      • Angelika Unger

        Sehr geehrter Herr Tempel,

        wir würden sagen, das fällt unter die Branche "Bau und Handwerk". Einverstanden?

        Herzliche Grüße vom impulse-Team
        Angelika Unger

        26 Jun 2015 02:06 pm ()
    • Müller Heinz

      Ich stehe im Moment vor der Entscheidung mich an einer GmbH zu beteiligen.
      Laut Ihrer Berechnung ergibt sich ein Unternehmenswert von 650.000,- bis 950.000,- EUR.

      Wie ist ein Gewinnvortrag von 650.000,- EUR zu bewerten?
      Wird der Gewinnvortrag zum errechneten Unternehmenswert addiert?

      Viele Grüße

      26.06.2015 08:06
      • Angelika Unger

        Lieber Müller Heinz,

        entscheidend für die Berechnung des Unternehmenswertes ist eine realistische Einschätzung des jährlichen Ebits in der Zukunft. Eine detaillierte Beratung zu Einzelfällen können und dürfen wir nicht leisten.
        Herzliche Grüße
        Angelika Unger
        impulse-Team

        01 Jul 2015 11:07 am ()
    • Wolfgang Bernäsch

      Guten Tag,
      wir vertreiben Kosmetische Produkte lt. EU Kosmetikverordnung. Ist die Zuordnung „Chemie Kunststoff Papier“ richtig?
      Grüsse
      Wolfgang Bernäsch
      Inhaber

      26.06.2015 08:06
      • Angelika Unger

        Lieber Herr Bernäsch,

        wir würden auch sagen, das ist die treffendste Einordnung.

        Herzliche Grüße
        Angelika Unger
        impulse-Team

        01 Jul 2015 11:07 am ()
    • NameReinhold Tempel

      Sehr geehrte Frau Angelika Unger,
      Bau- unbd Handwerk mit der Möbelindustrie zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen.

      29.06.2015 09:06
      • Angelika Unger

        Lieber Herr Tempel,

        Schreinereien, Zimmereien und Tischlereien lassen sich unter Handwerk fassen; was die industrielle Fertigung von Möbeln angeht, muss ich Ihnen leider recht geben, das passt nicht. Leider haben wir von unserem Partner concess für die Holzindustrie keine separaten Multiplikatordaten vorliegen. Wir werden diese aber für die nächste Aktualisierung anfragen.

        Herzliche Grüße
        Angelika Unger
        impulse-Team

        01 Jul 2015 11:07 am ()
    • Zauder

      Sehr geehrte Frau Unger,
      gibt es eine Rubrik Personaldienstler -Vermittler? Und wie wird hier berechnet?
      Viele Grüße
      E.Zauder

      01.07.2015 02:07
      • Angelika Unger

        Liebe/r E.Zauder,

        eine eigene Rubrik gibt es hierfür nicht. Am ehesten passt vermutlich "Beratende Dienstleistung". Wenn Sie das nicht als passend erachten, hat unser Rechner leider keine passende Rubrik, fürchte ich.

        Viele Grüße
        Angelika Unger
        impulse-Team

        01 Jul 2015 04:07 pm ()

    Hinterlassen Sie einen Kommentar

    (Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)