Blog starten 10 Fragen für Unternehmer, die bloggen wollen

Was habe ich zu sagen? Und interessiert das die Leute da draußen? Diese Fragen sollte sich jeder Unternehmer stellen, der einen Blog starten will.

Was habe ich zu sagen? Und interessiert das die Leute da draußen? Diese Fragen sollte sich jeder Unternehmer stellen, der einen Blog starten will.© zakokor / Fotolia.com

Ein firmeneigener Blog ist ein mächtiges Instrument für Ihr Content Marketing. Sie wollen einen Blog starten? Diese zehn Fragen sollten Sie vorab klären - damit der Blog ein Erfolg wird.

1. Habe ich Zeit?

Ein Beitrag pro Woche, das halten Experten für einen guten Turnus. Wer das nicht schafft: Seltener als alle 14 Tage sollte es nicht sein.

Für einen Beitrag müssen Blogger mindestens einen halben Arbeitstag investieren, verteilt über die ganze Woche. Und zwar für das Schreiben von Text, Überschrift und Vorspann, zum Gegenlesen und Überarbeiten und um das Thema außerdem in sozialen Netzwerken zu bewerben.

Anzeige

2. Wer schreibt?

Ein Mitarbeiter sollte für den Blog verantwortlich sein. Das kann, muss aber nicht der Chef sein. Es ist auch nicht nötig, dass der Chef alles selbst schreibt, er sollte als Unternehmer jedoch regelmäßig im Blog auftauchen, zumindest mit Statements in den Beiträgen anderer Autoren. Zwei bis drei Autoren für einen Blog geben der Publikation sogar mehr Leben.

Wer keine Schreiber in seinem eigenen Unternehmen hat, kann Ghostwriter engagieren. Freiberufliche Texter lassen sich mit einer einfachen Google-Suche finden, beispielsweise mit dem Schlagwort „PR-Texter“.

3. Was interessiert die Leute?

Unternehmer sollten mit ihren Wunschlesern sprechen und fragen, was sie bewegt. Generell gilt: Wer nur von sich redet und mit seinen tollen Produkten angibt, wird kaum Gehör finden. Besser ist es, ein Oberthema rund um die Bedürfnisse der Leser zu finden. Ein Handwerker kann etwa zu Themen wie Renovierung und Hausbau bloggen.

4. Folgt mir jemand?

Chefs sollten prüfen: Wo sind wir bereits im Netz präsent? Wer folgt uns auf Facebook und Twitter? Wer hat unseren Newsletter abonniert? Dann beginnt der Blogger, auf diesen Plattformen in Kurzform über Themen zu schreiben, die später im Blog stehen könnten, und wartet, wie die Leser reagieren. Ein gutes Zeichen: Sie stellen Fragen und diskutieren mit.

5. Worüber soll ich schreiben?

Erstellen Sie einen Redaktionsplan mit Themen für die kommenden zwei bis drei Monate – mindestens. Sie können über Projekte und Kunden schreiben (nach Rücksprache), Mitarbeiter vorstellen, Branchenthemen diskutieren, Lesern Tipps geben.

6. Verstehen die Leser mich?

Auch Laien sollten die Beiträge verstehen, dennoch müssen bestimmte Fachbegriffe als sogenannte Keywords enthalten sein – für Suchmaschinen. Probieren Sie zunächst kürzere Texte auf Facebook und Twitter aus. Im Zweifel spendieren Sie sich selbst und Ihren Leuten einen Tag Coaching in Sachen Schreiben fürs Web, die zum Beispiel von Medienakademien angeboten werden. Gruppenseminare kosten um die 1000 Euro, Einzelcoachings 400 bis 500 Euro pro Person.

7. Kann jemand drüberschauen?

Jeder Text sollte gegengelesen werden: vom Kollegen, besten Freund oder Ehepartner. Selbst Profi-Autoren sehen ihre eigenen Tippfehler häufig nicht, sind betriebsblind für Formulierungen, die der Leser nicht nachvollziehen kann. Wer keinen Erstleser hat, sollte also besser gar nicht erst anfangen.

8. Bin ich rechtlich sauber?

Blogger müssen das Presse- und Urheberrecht beachten. Ein ordentliches Impressum ist Pflicht, es lässt sich unter e-recht24.de/impressum-generator.html in wenigen Schritten erstellen.

Wer Bilder verwendet, muss die Rechte an ihnen besitzen. Also entweder selbst fotografieren oder kostenlose Internet-Fotodatenbanken nutzen wie commons.wikimedia.org oder piqs.de und die Quellen nennen.

Wichtig: Immer die Infos zu den Nutzungsrechten lesen und beachten. Abgebildete Personen müssen ihr Einverständnis gegeben haben. Indiskrete oder beleidigende Äußerungen sind natürlich tabu.

9. Erreiche ich meine Kunden?

Posten Sie die wichtigsten Erkenntnisse eines Beitrags auf Twitter. Stellen Sie Fragen auf LinkedIn oder Facebook, die Sie dann im Blogbeitrag beantworten. Diskutieren Sie eine Woche lang mit Ihren Followern ein Thema, und fassen Sie die Ergebnisse am Ende in einem Blogtext zusammen. Auf diese Weise bleiben Sie im Gespräch.

10. Vertrage ich Kommentare?

Öffnen Sie die Kommentarfunktion. Es geht um den Dialog mit Lesern, nicht um Einbahnstraßen-Kommunikation. Keine Sorge: Unangemessene Kommentare können Sie löschen.

 

impulse_Cover_05_2016Mehr zum Thema lesen Sie in der impulse-Ausgabe 05/16: Erfolgsbeispiele von Unternehmern, die einen Blog für ihr Content Marketing nutzen.

Sie können die Ausgabe als Einzelheft oder als ePaper kaufen. Übrigens: Mitglieder im impulse-Netzwerk erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat nach Hause geliefert. Und über die impulse-App für iOS- und Android-Geräte können Sie die neuen Ausgaben bequem auf Tablet oder Smartphone lesen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.