Messebesuch Wie ich mich auf Messen vorbereite

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Viele Menschen, Reizüberflutung und schlechte Luft: So muss ein Messebesuch nicht sein, wenn er gut geplant ist.

Viele Menschen, Reizüberflutung und schlechte Luft: So muss ein Messebesuch nicht sein, wenn er gut geplant ist.© Hochland / photocase.de

Ob als Gast oder mit eigenem Stand: Messen lohnen sich immer, findet Unternehmerin Franziska Pörschmann. Wie sie ihren Besuch plant - und warum sie nicht zur Kaffee-Fraktion gehört.

Es gibt unzählige Messen. Wenn Sie mal „Messe“ googeln, werden Sie erstaunt sein, für es alles für Messen gibt. Sogar für Pizza in der Stadt Parma. Nicht zu vergessen, dass es reine Händlermessen und reine Endkundenmessen gibt, manchmal auch beides gemischt. Will sagen, für jedes Unternehmen findet sich eine passende Messe. Ob sich Messen für jedes Unternehmen rentieren, ist wieder eine andere Sache. Wir gehen auf zwei bis drei Messen im Jahr mit unserem Verlag. Bis auf einmal hat sich das auch immer finanziell gerechnet.

Der Vorbesuch

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Produkte oder Ihr Unternehmen auf einer Messe zu präsentieren, würde ich diese auf jeden Fall vorher als Besucher in Augenschein nehmen, den Spirit einsaugen und Gefühl für die Stimmung dort bekommen. Bei diesem Vorabbesuch schaue ich immer gleich, wo die besten Standplätze und wer auf dieser Messe meine direkten Konkurrenten sind. Außerdem suche ich mir aus, neben welchen Unternehmen ich in Zukunft meinen Standplatz haben möchte. Diese Attribute kann man meist bei der Messeanmeldung angeben.

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Viele Messen haben auch sogenannte „Newcomer Areas“ – das ist nicht nur für junge Unternehmen etwas, sondern hier kann man sehr preiswert testen, ob die Messe für einen selbst wirklich Sinn macht. Wir haben das zweimal gemacht und es war ein guter Einstieg ins Messedasein. Man bekam ein gutes Gefühl für die Kunden und den eigenen Auftritt.

Ein normaler Standplatz, egal auf welcher Messe, ist immer teuer, das muss man wissen. Hinzu kommt ja noch der Standbau mit der ganzen Ausstattung mit Lampen und Möbeln, eventuelle Übernachtungskosten und sonstiger Schnick Schnack. Es ist eine ganz individuelle Abwägungsfrage, ob sich so ein Messestand rechnet. Viele Erfahrungen sammelt man aber auf jeden Fall.

Die Standplanung

Mal angenommen, Sie haben entschieden, sich als Aussteller zu probieren. Dann stellen sich diese Fragen:

  • Was will ich als Unternehmer mit meinem Stand erreichen?
  • Was stelle ich aus?
  • Welche Kunden lade ich ein?
  • Wer macht Standdienst – Vertreter oder Mitarbeiter?

Ist das mal geklärt, müssen Sie sich auch Gedanken um den ganzen Kleinkram machen: Auftragsformulare, Kekse für die Kunden, Servietten, ausreichend Kulis, Giveaways. Grundsätzlich gilt: Egal wie vorbereitet Sie sind, irgendwas fehlt am Schluss immer!

Der große Tag

Was mir bei Messen aufgefallen ist: Es gibt die Mineralwasser/Kaffee/Keks-Fraktion und es gibt die Weißwein/Prosecco/Bier-Fraktion, wobei wir immer zur Letzteren gehören. Für uns ist das jedes Mal ein Erfolg gewesen, denn die meisten Kunden haben spätestens nach zwei Stunden Messegesprächen ein Magengeschwür von den unzähligen Tassen Kaffee zuvor und sind sehr dankbar für ein kühles Bier.

Trotz der vielen Arbeit finde ich Messen toll. Immer anstrengend, aber wirklich toll. Ich persönlich finde ja die Frankfurter Buchmesse am schönsten. Schon beim Betreten der Messehallen habe ich immer schon das Gefühl, dass mein IQ  in die Höhe schnellt. Aber Gefühle sind ja trügerisch. Ich wünsche auch Ihnen viel Spaß in der neuen Messe-Saison und volle Auftragsbücher.

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1 Kommentar
  • ingo ullrich 27. Juni 2016 08:33

    nun
    ich habe mehr als einmal die „Opfer“ der Wein/Prosecco/Bier- Fraktion gesehen
    Es sollte mehr als einmal darüber nachgedacht werden ob ich meinen Standbesuchern wirklich alkoholische Getränke anbiete.

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