SEO-Analyse-Tools Praktische Tools, die die Google-Optimierung leichter machen

Die falschen Werkzeuge: Für die SEO-Analyse brauchen wir nicht Schraubenschlüssel und  Bohrer, sondern Sistrix, Onpage.org und Google Webmaster Tools.

Die falschen Werkzeuge: Für die SEO-Analyse brauchen wir nicht Schraubenschlüssel und Bohrer, sondern Sistrix, Onpage.org und Google Webmaster Tools.© suze / photocase.de

Keywords finden, Pagespeed optimieren oder Verlinkungen prüfen: Mit den richtigen Tools ist SEO kein Hexenwerk - und viele dieser kleinen Programme sind sogar kostenlos.

1. Ranking prüfen

Auf welcher Seite in den Ergebnissen der Suchmaschinen wird Ihre Webseite in den Google-Ergebnissen angezeigt und welche Keywords sind dafür relevant? Je besser das Ranking ist, das heißt, je weiter vorne eine Seite in den unbezahlten Ergebnissen der Suchmaschine befindet, umso schneller wird sie von Kunden gefunden und umso häufiger wird sie auch angeklickt. Am besten ist natürlich die erste Ergebnisseite. Für einen ersten Ranking-Check eignet sich das kostenlose Tool Rank Checker.

Für einen umfangreicheren SEO-Check bieten sich das kostenpflichtige onpage.org oder das kostenlose Sistrix Smart an. Für die Analysen wird einfach die URL der Webseite in einen Suchschlitz eingegeben. Die Tools analysieren dann das Ranking bei Google und anderen Suchmaschinen, geben Hinweise auf mögliche Fehler bei der Programmierung der Website und die Entwicklung von relevanten Keywords.

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2. Ladezeiten verbessern

Internetnutzer und potenzielle Online-Käufer sind ungeduldig – sie wollen so schnell wie möglich die von ihnen gesuchte Information oder das gewünschte Produkt im Netz finden. Dafür muss die Webseite nicht nur weit vorne in den Suchmaschinenergebnissen ranken, sondern die aufgerufenen Seiten müssen schnell laden, sonst ist die Konkurrenz nur einen Klick entfernt.

Laut Google sollte es nicht länger als 1,5 Sekunde dauern, bis alle Inhalte vollständig geladen sind. Bei einer Ladezeit von mehr als 3 Sekunden verlassen bereits 40 Prozent der Besucher die aufgesuchte Webseite.

Wie ist es um die eigene Homepage bestellt und wie könnte die Ladezeit verbessert werden? Um das herauszufinden, können Unternehmer einige kostenlose Online-Tools nutzen. Neu bietet Google das Tool Testmysite an. Es misst die Geschwindigkeit der Seite auf Smartphones und PCs. Die Optimierung für Mobilgeräte wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Zum Beispiel sollten Schrift, Links und Schaltflächen eine gute Größe für Smartphones haben und sich die Inhalte flexibel an die Größe des Bildschirms anpassen.

Die aktuelle Ladezeit kann auch mit dem Tool Pagespeed gemessen werden. Einen Vergleich mit bis zu vier Konkurrenzseiten bietet das Tool Website Speed Ranker. Eine Listenübersicht, welche Elemente der Webseite am längsten zum Laden benötigen, zeigt das englischsprachige Tool Pingdom.

Damit die Webseite schneller lädt, sollten Sie Bilder komprimieren und dabei die Hinweise für Desktop- und Mobile-Versionen beachten. Bei bilderlastigen Websites ohne Content-Management-System sollten Fotos mit einem File Minimizer optimiert werden. File Minimizer sind Anwendungen, die Bilder ohne Qualitätsverlust kleiner rechnen.

3. Website bei der Google Search Console anmelden

Über das kostenlose Google-Tool Google Search Console erhalten Sie Informationen über relevante Suchbegriffe, Verlinkungen und Indexierungen ihre Webseite. Zum Beispiel können Sie sehen, welche Seiten auf ihre eigene verlinken und ob es Links gibt, die nicht mehr funktionieren. Als registrierter Nutzer, die Inhaberschaft der Domain muss vorher bestätigt werden, haben Sie immer im Blick ihre Seite von Google gesehen wird.

Zudem dienen die Webmaster-Tools zur Kommunikation mit dem Suchmaschinenanbieter. Bei Problemen mit der Webseite wie zum Beispiel eine Infektion mit Schadprogrammen wird der Webmaster von Google benachrichtigt. Vor der Registrierung ist eine Site-Abfrage bei Google sinnvoll. Diese Abfrage ermöglicht die Auflistung aller Unterseiten, die zu einer Domain im Suchmaschinenindex zu finden sind. Eine genaue Anleitung für eine Site-Abfrage finden Sie hier. Unnötige Informationen sollten vor der Indexierung der Webseite gelöscht werden.

4. Links überprüfen

Funktionieren alle Links Ihrer Website? Sind sie noch aktuell und sinnvoll? Diese Fragen können Sie zum Beispiel mit den Tools xenulink und seo-spider beantworten. Auch hier geben Sie einfach ihre URL in den Suchschlitz der Seite ein. Kaputte Links sollten schnell ausgetauscht werden, denn auch die Linkstruktur fließt in die Bewertung der Webseite durch Google ein. Fehlerhafte und mit unrelevanten Links überhäufte Webseiten werden beim Ranking in den Ergebnissen der Suchmaschinen „bestraft“ und rutschen weiter nach hinten. Das bedeutet: weniger Besucher, weniger Klicks, weniger Verkäufe.

5. Externe Verlinkungen prüfen

Sie sollten auch regelmäßig überprüfen, wer auf Ihre Website verlinkt und ob sich darunter auch für ihr Ranking ungünstige Backlinks verbergen. Ungünstige Links sind zum Beispiel Links von Seiten, die mit den Themen Ihres Unternehmens nichts gemein haben und unseriöse Portale. Google beschreibt in seinen Richtlinien die Regeln für „gute“ externe Links. Setzen Sie auf wenige Links von Seiten mit einem hohen Vertrauen – zum Beispiel von Regierungsseiten, der Verbänden oder anderen Unternehmern in der Region. Mit den kostenpflichtigen Tools ahrefs und moz sowie majestic seo gewinnen Sie schnell Klarheit. Kostenlos, aber weniger aussagekräftig ist seokicks.

6. Keywords finden

Gute Keywords für Ihre Website finden, ist wichtig, wenn Ihre Webseite gut bei Google zu finden sein soll. Für die Analyse bietet sich der Google Keyword Planner an. Optimiert werden sollte nur auf Keywords, die wirklich gesucht werden. Besonders häufig abgefragte Keyword-Kombinationen können über Google Suggest ausgelesen werden – das ist eine Funktion der Suchmaschine, die den Nutzern schon bei der Eingabe der Suchbegriffe Vorschläge zum vollständigen Begriff macht.

Jedoch sollte auch auf den Wettbewerb um ein Keyword geachtet werden: Je größer der Wettbewerb, umso schwieriger ist es, zu diesem Begriff gut zu ranken. Als Alternative bieten sich Longtail-Keywords an, etwa „Staubsauger kaufen“ oder „Staubsauger Roboter“ statt „Staubsauger“. Für die lokale Suchmaschinenoptimierung, das sogenannte Local SEO, bieten sich Suchbegriffe wie „Staubsauger Lüneburg“ an.

Weitere Tipps zur Keyword-Suche finden Sie in diesem Artikel: Gute Keywords finden – diese vier Tipps helfen dabei.

7. Bei Keywords auf dem Laufenden bleiben

Richten Sie für relevante Themen und Keywords Google Alerts ein. Mit dieser Anwendung können Sie kostenlos interessante neue Themen im Internet verfolgen – über ihr eigenes Unternehmen, ihr Produktsortiment, die Branche und die Konkurrenz. Diese lassen sich ganze einfach einrichten – einfach ein Stichwort eingeben wie „Dachdecker“ und auf „Alert erstellen“ drücken. Mit den Alerts, die Ihnen per E-Mail geschickt werden, sind Sie über relevante Neuigkeiten auf dem Laufenden, zum Beispiel über neue Produktentwicklungen, über die sie auf Ihrer Webseite berichten oder auch auf Ihren Social-Media-Kanälen verlinken können.

8. Texte überprüfen

Schreiben Sie hochwertige Texte für ihre Webseite. Hochwertig heißt für die Suchmaschinenoptimierung vor allem eines: Die Texte sollten Unique Content sein: also einzigartige und nicht von anderen kopierte Texte, die den Internetnutzern einen Mehrwert bieten. Die Nutzer sollen durch interessante Inhalte möglichst lange auf der Webseite gehalten werden. Überprüfen Sie auf jeden Fall die Lesbarkeit und die Rechtschreibung ihrer Texte. Wenn Sie WordPress nutzen, ist das Plugin von Yoast ein gutes Tool, um Texte auf ihre SEO-Tauglichkeit zu überprüfen.

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