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Snapchat-Strategie Wie wir Snapchat fürs Marketing nutzen

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Immer neue Social-Media-Kanäle tun sich für Unternehmen auf. Dazu gehört für viele auch eine Snapchat-Strategie.

Immer neue Social-Media-Kanäle tun sich für Unternehmen auf. Dazu gehört für viele auch eine Snapchat-Strategie. © dpa / picture alliance

Nach Instagram und Pinterest nun auch Snapchat. Unternehmer und impulse-Blogger Christian Pietsch erzählt, wie er auch diese App in sein Marketingkonzept integriert - und was es wirklich bringt.

Der Instant-Messaging-Dienst Snapchat ist wohl eine der angesagtesten Social-Media-Apps auf dem Markt. 100 Millionen Menschen nutzen die App täglich. Frech, ungefiltert und direkt verschicken die Snapper Kurzvideos oder Bilder, die maximal 24 Stunden eingesehen werden können. Das Symbol der App, ein kleiner Geist, ist vor allem auf dem Smartphone-Bildschirm von Teenies und Anfang-20-Jährigen zu finden – für uns die Zielgruppe von morgen.

Daher haben wir uns entschieden, auf diesem Kanal aktiv zu werden. Seit Januar 2016 posten wir regelmäßig Storys aus dem Gusti-Leder-Alltag, zeigen, was hinter den Kulissen passiert, und stellen unsere Produkte vor. Das Zauberwort heißt Visual Storytelling.

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Hier sieht man die Collage so einer „Story“ auf Snapchat. Unsere Nutzer bekommen die einzelnen Bilder auf ihrem Smartphone nacheinander ausgespielt.

snapchat-strategie

Was genau ist eigentlich Snapchat?

Am Anfang blickten wir mit vielen Fragezeichen auf Snapchat. Der Grund: Niemand wusste, wie wir mit der App umgehen sollten. Wir sind ein wirklich junges Team und viele Studentinnen und Studenten unterstützen uns im Marketing – doch wie man Snapchat nutzt, wusste keiner richtig.

Zum Glück hatten wir einen Schülerpraktikanten, der uns die gestalterischen Möglichkeiten zeigen konnte. Das hat uns in der Annahme bestätigt, dass vor allem künftige Kundengruppen in dem Netzwerk unterwegs sind. Wir beschlossen, unsere Präsenz bei Snapchat auszuweiten. Jedoch gab es neben der Nutzung eine weitere Herausforderung: Mit herkömmlichem Marketing- und Reichweitenberechnungen stößt man bei Snapchat schnell an seine Grenzen. Denn „Follower“, „Likes“ und „Shares“ wie bei Facebook spielen dort eine sehr untergeordnete Rolle.

Was wir bei Snapchat machen

Das stellte uns vor die große Frage: Wie nutzen wir dieses Tool nun, um für uns einen Mehrwert zu generieren?

Wir haben nach unserem bewährten Motto gehandelt – ausprobieren! Schließlich ist es per se schwer zu sagen, ob etwas funktioniert oder nicht. Seit Anfang des Jahres stecken wir mehr Arbeit in diesen Kanal. Liefen die Storys zunächst in unregelmäßigen Abständen, haben wir uns mittlerweile so organisiert, dass wir fast täglich etwas hochladen.

Zwei Mitarbeiterinnen unserer Social-Media-Redaktion in Berlin kümmern sich um den Account. Unser Ziel: den Content aktuell halten und eine Bindung zu anderen Snappern aufbauen. Wichtig dabei ist, natürlich zu bleiben und sinnvolle Geschichten zu posten. Dafür erstellen wir jetzt immer ein Storyboard, sodass von Anfang bis zum Ende ein roter Faden erkennbar ist.

Zum Beispiel produzieren wir Storys, die sich ausschließlich um Instagram und Posts über Gusti Leder drehen. Das heißt, der Snapchat-User bekommt eine Zusammenstellung von Instagram-Posts unserer Kunden zu sehen, so wir auf dem Foto oben zu sehen. Oder wir filmen, wie wir gerade selbst ein Shooting für ein neues Instagram-Bild machen. Das sieht dann zum Beispiel so aus.

gusti-leder

Wir achten darauf, dass wir in einer Story nur ein Thema behandeln. Zudem möchten wir uns dynamisch und frisch präsentieren. Wir sind ein junges Team und wollen den Geist, der bei uns herrscht, der Zielgruppe näherbringen. Die angebotenen Emoji- und Textfunktionen sowie Maskierungen wie eine Hundeschnauze oder ein Blumenkranz, der ins Bild eingebaut wird, unterstützen das.

Wie die Storys letztlich ankommen, ist schwer einzuschätzen. Es gibt momentan nur ein Tool, das Snapchat auswerten kann – und das kostet viel Geld. Deshalb werden wir erst einmal per Hand überprüfen, wie viele Snapper unsere Story anschauen, wann sie abbrechen und wann sie einen Screenshot machen. Dies funktioniert zum Glück ganz einfach über einen Knopfdruck in der Story selbst.

Warum Snapchat für uns nur einer von vielen Social-Media-Kanälen ist

Als Unternehmen experimentieren wir seit einigen Monaten mit Instagram und Pinterest. Da die Plattformen genau wie Snapchat sehr bildlastig sind, haben wir uns entschlossen, Synergien zu nutzen. Ein Beispiel: Wenn wir auf Snapchat eine unserer Taschen zeigen, verweisen wir für mehr Bilder auf Instagram oder posten auf Instagram ein Bild und schreiben dazu, dass die User die Tasche in einem „Snap““ – dem Bild oder Kurzclip – sehen können. Diese Mischung aus Bild und Real-Time-Video soll die Kaufentscheidung erleichtern und unterstützen.

Welche Ziele wir mit Snapchat verfolgen

Unser Ziel ist nämlich ganz klar: Wie wollen mit unseren Storys auf Snapchat möglichst viele Zuschauer erreichen, damit das Unternehmen bekannter wird. Wir wollen, dass sich die User unsere Geschichten anschauen, den Content gut finden und Lust haben, den Onlineshop anzuklicken. Denn auch wenn wir gute Inhalte bieten wollen, sind uns natürlich Conversions, also Verkäufe, wichtig.

Snapchat ist noch nicht für Unternehmen angelegt. Momentan ist es beispielsweise leider noch nicht möglich, Direktlinks in die Snaps einzubauen. Deshalb haben wir uns einige interaktive Aktionen für Snapchat überlegt. Zum Beispiel werde auch ich als Gründer ab und zu den Snapchat-Account übernehmen und den Zuschauern einen exklusiven Einblick hinter die Gusti-Leder-Kulissen geben. Zudem werden die Snapper auch als erstes über neue Produkte und Taschen informiert und können über Screenshots abstimmen, welches Accessoire sie am besten finden.

Auch wenn Snapchat nicht für Unternehmen angelegt ist, spüren wir schon heute den Druck auf dieser Plattform. Deshalb stecken wir jetzt viel Energie hinein – um vielleicht in einem Jahr eine Chance gegen größere Unternehmen zu haben.

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