Voraussetzungen fürs Delegieren schaffen Delegieren wie Richard Branson: In 5 Schritten zum Erfolg

Er hat Zeit, am Meer die Sonne zu genießen: Richard Branson ist Profi in Sachen Delegieren.

Er hat Zeit, am Meer die Sonne zu genießen: Richard Branson ist Profi in Sachen Delegieren.© Vincenzo Lombardo / Getty Images Entertainment / Getty Images

Es ist eine der größten Schwächen vieler Chefs: delegieren. Selfmade-Milliardär Richard Branson baut in fünf Schritten ein Team auf, dem er entspannt Aufgaben übergeben kann - und zwar so.

Ein Kundengespräch steht an. Es gibt zwar Mitarbeiter in Ihrem Team, die dafür bestens qualifiziert wären, aber trotzdem bestehen Sie darauf, es selbst zu führen. Einfach, um auf Nummer sicher zu gehen. Das kommt Ihnen bekannt vor? Richard Branson würde anders handeln.

Als Milliardenunternehmer weiß Branson, wie wichtig es ist, als Chef zu delegieren. Für ihn ist klar: Nur wer Aufgaben abgibt, kann mit seinem Unternehmen wachsen. Denn auch wenn das für viele Unternehmer eine unglaubliche Vorstellung ist: Man kann nicht alles selbst machen – und muss auch mal die Kontrolle abgeben. Auf seinem Blog für Virgin teilt er einen 5-Schritte-Plan, der ihm seit Jahren dabei hilft, ein Team aufzubauen, an das er Aufgaben delegieren kann.

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1. Eigene Stärken und Schwächen (er)kennen

Fragen Sie sich selbst: „Was kann ich gut und was nicht?“ Das ist laut Branson der erste Schritt zum besseren Delegieren. Außerdem sollten eigene Vorlieben eine Rolle spielen: Jemand, der gern Kundengespräche führt, ist darin vermutlich besser, als jemand, dem nicht so viel daran liegt.

Allerdings sollten Sie auch ehrlich mit sich sein und sich immer fragen, ob es jemanden gibt, der die Aufgabe genauso gut oder besser machen könnte. Schließlich ist nicht jeder zum IT-Spezialisten geboren, auch wenn es ihm vielleicht Spaß bringt.

Branson sagt, man solle auch seine Familie und Freunde nach ihrer Meinung zu fragen. Oft fallen Außenstehenden andere Dinge auf als einem selbst. Er rät: „Wenn Sie Ihre Gedanken und Ergebnisse zusammengetragen haben, schreiben Sie sie auf und achten Sie darauf, ob es ein erkennbares Muster gibt.“

2. Die Stärken und Schwächen des Unternehmens kennen

Als Nächstes wiederholen Sie den ersten Schritt – aber diesmal auf das ganze Unternehmen bezogen. Dadurch erkennen Sie Themenfelder, in denen Sie nachbessern müssen. „Das wird zeigen, welche Fähigkeiten, Erfahrungswerte und persönliche Eigenschaften Ihrem Unternehmen und Team fehlen“, sagt Branson.

3. Das eigene Personal einschätzen

Nutzen Sie im dritten Schritt Ihre Ergebnisse aus den ersten beiden Schritten: Was können Sie in Ihrem Team verändern? Neue Mitarbeiter einstellen oder bestehenden Mitarbeitern neue Aufgabenbereiche anvertrauen? Häufig haben Mitarbeiter Fähigkeiten, die in anderen Unternehmensbereichen Schwachstellen ausgleichen können.

Branson sagt: „Sie müssen ein dynamisches und vielfältiges Team aufbauen, wenn Sie delegieren und erfolgreich sein wollen.“ Er gibt außerdem den Tipp, sich Zeit dabei zu lassen, den richtigen Bewerber für eine Position zu finden. Das ist auf lange Sicht effektiver, als einfach irgendjemanden einzustellen.

4. Mitarbeiter einbeziehen

Der vierte Schritt stellt für viele Unternehmer eine Herausforderung dar: den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich einzubringen. Für neue Ideen offen zu sein, kann dabei helfen, Probleme zu lösen und zu verhindern. Jemand, der sich in seiner Freizeit mit Computern beschäftigt, kann zum Beispiel frühzeitig auf Sicherheitslücken hinweisen – auch wenn das nicht in seinen Aufgabenbereich fällt.

Außerdem hat ein Team, das offen kommuniziert und an einem Strang zieht, mehr Erfolgspotenzial als viele Einzelkämpfer, gibt Branson zu bedenken: „Es ist wichtig, sich zu merken, dass Menschen Ihr größtes Kapital sind und Sie in sie investieren müssen.“

5. Sichtbar bleiben

Nachdem Sie in Schritt 1 bis 4 die Schwachstellen Ihres Unternehmens minimiert und ein Top-Team aufgebaut haben, können Sie entspannt die Füße hochlegen? Nein, natürlich nicht. Auch weiterhin müssen Sie als Chef präsent und ansprechbar für alle Mitarbeiter bleiben. Denn auch wenn Sie Aufgaben delegieren: Ihre Mitarbeiter brauchen weiterhin Ihre Führung.

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