Umsatzsteuervoranmeldung So bahnen Sie sich den Weg durch den Steuer-Dschungel
Marc Wallerts Dschungelstrategie half ihm dabei, seine Entführung zu überleben.

Marc Wallerts Dschungelstrategie half ihm dabei, seine Entführung zu überleben.© Ildo Frazao / Getty Images

Die Umsatzsteuervoranmeldung wirft Fragen auf: Muss ich sie überhaupt abgeben? Was muss in welches Feld? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Laien.

Allein beim Anblick kann einem der Kopf schwirren: 86 Zeilen, gespickt mit zig Paragrafen, umfasst das elektronische Elster-Formular für die Umsatzsteuervoranmeldung (UstVA). Doch als Unternehmer oder Selbstständiger muss man sich zwangsläufig damit auseinandersetzen. Diese Anleitung beantwortet die wichtigsten Fragen und führt Schritt für Schritt durchs Elster-Formular.

Wer muss eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?

Grundsätzlich müssen alle Unternehmer und Selbstständigen eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Nur unter bestimmten Voraussetzungen sind sie davon befreit. Eine Ausnahme gibt es …

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  • … für Kleinunternehmer (§ 19 Abs. 1 UStG): Wer im vorangegangen Kalenderjahr nicht mehr als 22.000 Euro erwirtschaftet hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz erwirtschaften wird, muss keine Umsatzsteuervoranmeldung machen, darf dann also auch keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausweisen. Doch Vorsicht: Sollten die Umsätze im laufenden Jahr deutlich steigen, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Finanzamt sprechen.
  • … wenn die Steuer aus dem Vorjahr unter 1000 Euro lag und sich das Unternehmen nicht in den ersten beiden Gründungsjahren befindet.

Egal, ob Sie eine UstVA abgeben müssen oder nicht: Eine jährliche Umsatzsteuererklärung muss jeder (zusätzlich) machen.

Welcher Voranmeldezeitraum gilt für die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung?

Grundsätzlich müssen Unternehmer und Selbstständige die Umsatzsteuervoranmeldung bis zum zehnten Tag nach Ende des Voranmeldezeitraums übermitteln. Was heißt das konkret?

  • Bei einer vierteljährlichen Abgabe wäre dies der 10. April, 10. Juli, 10. Oktober und der 10. Januar des Folgejahres.
  • Bei einer monatlichen Abgabe immer der 10. des Folgemonats. Die Umsatzsteuer für März müsste beispielsweise bis zum 10. April gemeldet werden.

Wie oft muss ich die Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?

Grundsätzlich müssen Unternehmer die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich, also pro Quartal, abgeben. In manchen Fällen verlangt das Finanzamt allerdings auch einen monatlichen Rhythmus oder es ist nur eine jährliche Abgabe nötig.

Wann ist eine monatliche Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung nötig?

Fielen im vorangegangenen Kalenderjahr mehr als 7500 Euro Umsatzsteuer an, muss die Voranmeldung jeden Monat abgeben werden. Auch Existenzgründer im Gründungsjahr und dem darauffolgenden Jahr müssen monatlich vorausmelden.

Wann reicht eine jährliche Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung aus?

Wer unter die Kleinunternehmerregelung fällt, muss nur einmal im Jahr (bis spätestens zum 31. Mai des Folgejahres) in der Umsatzsteuer-Jahreserklärung die Gesamtumsätze des Erklärungs- und des Vorjahres angeben. Als Kleinunternehmer gilt, wer im vorangegangenen Jahr nicht mehr als 22.000 Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet hat und dessen Umsatz im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Für Neugründungen gilt diese Regel nicht, dann muss die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich abgegeben werden (siehe oben). Auch wenn die Steuerschuld im Vorjahr unter 1000 Euro lag, kann das Finanzamt von der Verpflichtung zur vierteljährlichen Abgabe befreien

In welche Abgabegruppe Sie fallen, legt das Finanzamt spätestens bis Ende Februar fest.

Wann muss ich die Umsatzsteuer vorauszahlen?

An dem Tag, an dem Sie die Umsatzsteuervoranmeldung abgeben, ist die Vorauszahlung fällig. Ist der Fälligkeitstag ein Sonn- oder Feiertag fällt er auf den nächsten Werktag.

Was passiert, wenn ich die Umsatzsteuervoranmeldung zu spät abgebe?

Wird die Umsatzsteuervorauszahlung zu spät überwiesen, kann das Finanzamt pro angefangenen Kalendermonat einen Säumniszuschlag von 1 Prozent berechnen. Bei monatelanger Verspätung kann ein Zuschlag von bis zu 10 Prozent fällig werden, höchstens aber 25.000 Euro. Bei weiteren Verstößen können Zwangsgelder hinzukommen. Allerdings räumt das Finanzamt eine Schonfrist von drei Tagen ein. Das gilt jedoch nicht für Bar- oder Scheckzahlung.

Wie richte ich eine Dauerfristverlängerung für die Umsatzsteuervoranmeldung ein?

Wer ein bisschen Zeit für die Umsatzsteuervoranmeldung schinden will, kann eine Verlängerung beantragen.

Bei monatlicher Voranmeldung

Wer die Umsatzsteuervorauszahlung monatlich macht, muss den Antrag über Elster spätestens bis zum 10. Februar beim Finanzamt stellen. Das Finanzamt wird eine Fristverlängerung nur gewähren, wenn Sie im selben Formular eine Sondervorauszahlung anmelden. Diese Sondervorauszahlung müssen Sie selbst berechnen. Sie beträgt 1/11 der gesamten Umsatzsteuer-Vorauszahlungen des Vorjahres. Ist das Wirtschaftsjahr das Kalenderjahr, so sind dies die Vorauszahlungen Januar bis November.

Bei vierteljährlicher Vorauszahlung

Quartalszahler müssen den Antrag bis spätestens 10. April über Elster einreichen. Es genügt die Dauerfristverlängerung einmal zu beantragen, sie gilt dann auch in den nachfolgenden Jahren. Bei vierteljährlicher Vorauszahlung wird keine Sondervorauszahlungen fällig.

Sie wollen mehr dazu erfahren, wie Sie Zeit für die UstVA schinden? Lesen Sie unseren Artikel zur Dauerfristverlängerung.

Wie muss ich die Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?

Sie muss grundsätzlich auf elektronischem Wege über das Online-Finanzamt Elster abgegeben werden. Viele Buchhaltungsprogramme haben eine Schnittstelle zu Elster, sodass sich die Daten aus der Buchhaltung automatisch übertragen lassen.

Um die Umsatzsteuervoranmeldung übermitteln zu können, müssen Sie sich zunächst auf dem Elster-Onlineportal registrieren. Für die Registrierung sollten Sie unbedingt zwei Wochen Bearbeitungszeit einkalkulieren.

Wer bis zum Abgabezeitpunkt nicht registriert ist und deswegen die Vorausmeldung nicht rechtzeitig übermitteln kann, muss mit einem Verspätungszuschlag rechnen.

Wie fülle ich das Elster-Formular für die Umsatzsteuervoranmeldung 2020 aus?

Für die Umsatzsteuervoranmeldung gibt es das Formular USt 1 A.

  • Die Steuernummer (nicht die Umsatzsteuer-ID) muss auf jeder Seite oben eingetragen werden.
  • Sie müssen nur die weißen Felder ausfüllen. Felder, die Sie nicht benötigen, lassen Sie einfach frei.

Die wichtigsten Zeilen der Umsatzsteuervoranmeldung

Zeile 1-16 der Umsatzsteuervoranmeldung

Die Zeilen 1-16 erklären sich fast von selbst. Dort tragen Sie Ihr Finanzamt und Ihre Adresse ein und kreuzen den Monat an, für den Sie die Voranmeldung machen.

  • Falls Sie Verträge und Rechnungen beilegen, tragen Sie in das Feld 22 (Zeile 15) eine 1 ein.
  • Wichtig: Tragen Sie bei den Umsätzen grundsätzlich nur die Nettobeträge, also die Entgelte ohne Umsatzsteuer ein. Bei den Vorsteuerbeträgen geben Sie nur den Steuerbetrag an.

Für die meisten Unternehmer sind nur wenige Zeilen der Umsatzsteuervoranmeldung von Bedeutung: die Zeilen 25 bis 27, in denen es um steuerpflichtige Umsätze geht, und die Zeilen 52 und 53, in denen man abziehbare Vorsteuerbeträge einträgt.  

Zeile 25-28: steuerpflichtige Umsätze

Hier tragen Sie Ihre Umsätze aus Lieferungen, sonstigen Leistungen und unentgeltlichen Wertabgaben abhängig vom jeweiligen Steuersatz ein. In der Regel beträgt der Steuersatz 19 Prozent, bei kreativen Leistungen, Lebensmitteln und Büchern meist 7 Prozent.

Näheres dazu im Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom Bundesfinanzministerium oder hier: Umsatzsteuer-Wirrwarr: Wenn die Milch im Kaffee über den Steuersatz entscheidet

Was ist der Unterschied zwischen Lieferungen und sonstigen Leistungen?
Bei einer Lieferung muss ein Gegenstand im Spiel sein, mit dem Unternehmen A Umsatz macht, weil er ihn an Unternehmen B oder Kunden C überträgt. Werden Umsätze nicht mit einem Gegenstand gemacht, dann liegt eine sonstige Leistung vor. Als sonstige Leistungen gelten beispielsweise Dienst-, Vermittlungs- und Beförderungsleistungen oder die Vermietung und Verpachtungen.

Was sind unentgeltliche Wertabgaben?
Grob formuliert, sind das Gegenstände aus dem Unternehmen, die der Unternehmer oder seine Mitarbeiter für private Zwecke nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Früher hieß das kurz Eigenverbrauch. Zum Beispiel: Eine Gartenbaufirma leiht übers Wochenende einem Mitarbeiter kostenlos einen Rasenmäher. Oder: Eine Bäckerei überlässt ihren Mitarbeitern Brötchen für die Mittagspause.

Das Problem: Welches Entgelt soll dafür angegeben werden? Das kommt darauf an, ob es sich um eine Lieferung oder eine sonstige Leistung handelt. Im Falle der Bäckerei handelt es sich um eine Lieferung. Es wird der Einkaufspreis zuzüglich der Nebenkosten oder der Selbstkostenpreis zugrunde gelegt. Bei der Gartenbaufirma handelt es sich um eine sonstige Leistung. Dann müssen sämtliche entstandenen Ausgaben für den Rasenmäher berücksichtigt werden. Wer sich mit der Berechnung überfordert fühlt, wendet sich an einen Steuerberater.

Wichtig: In die Zeilen 25-28 der Umsatzsteuervoranmeldung tragen Sie nur Lieferungen, Leistungen und Wertabgaben ein, die Sie im Voranmeldungszeitraum erbracht haben. Läuft ein Auftrag über mehrere Monate, tragen Sie die jeweilig Teilleistung ein. Es kommt nicht darauf an, wann Sie die Rechnung gestellt haben!

Zeile 52: abziehbare Vorsteuerbeträge

Unternehmer haben natürlich auch Ausgaben, auf die sie wiederum Umsatzsteuer zahlen. Diese nennt man dann Vorsteuer, sie wird vom Finanzamt erstattet. Für alle, die für ihr Unternehmen nichts im Ausland und keine Fahrzeuge gekauft haben, ist in den meisten Fällen nur die Zeile 52 wichtig: Hier tragen Sie die Vorsteuer ein, die Sie auf alle umsatzsteuerpflichtigen Lieferungen und Leistungen zahlen mussten, die Sie innerhalb Deutschlands erworben haben (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1).

Dieser Betrag wird von der Umsatzsteuer abgezogen, die Sie selbst bei anderen in Rechnung gestellt haben. Die Differenz nennt sich dann Umsatzsteuerzahllast oder auch nur Zahllast. Das ist die Summe, die sie ans Finanzamt überweisen müssen.  Allerdings können Sie nur die Vorsteuern abziehen, die nach dem deutschen UStG anfallen. (Achtung: Zur Vergütung von ausländischen Vorsteuerbeträgen müssen Sie sich an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) wenden.)

Wichtig: Um gezahlte Umsatzsteuer geltend zu machen, brauchen Sie auf jeden Fall eine Rechnung. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Anschrift und die Umsatzsteuer-ID auf der Rechnung vollständig und richtig ist.

Besonderheit bei Fahrkarten
Bei Fahrkarten, auf denen die Umsatzsteuer nicht aufgeführt ist, müssen Sie den Rechnungsbetrag in Entgelt und Steuerbetrag aufteilen. Sie müssen die Umsatzsteuer also selbst ausrechnen und eintragen. Bei Bus- und Zugtickets gelten umsatzsteuerlich je nach der Fahrtstrecke folgende Besonderheiten: Bei Strecken bis 50 Kilometer ist der Steuersatz 7 Prozent, bei Strecken ab 51 Kilometer 19 Prozent.

Wer alle Daten und Umsätze eingetragen hat, klickt unten rechts auf „Prüfen und absenden“.

In den restlichen Feldern der Umsatzsteuervoranmeldung geht es um viele Sonderfälle. Sie sind nur dann interessant, wenn Sie zum Beispiel Geschäfte mit ausländischen Kunden machen. Oder wenn Sie beispielsweise Fahrzeuge, landwirtschaftliche Produkte, Tabletcomputer und Spielkonsolen liefern oder kaufen.

Der Abschnitt I „Anmeldung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung“ ist grob unterteilt in fünf Bereiche:

Lieferungen und sonstige Leistungen

Zeile 19-20: steuerfreie Umsätze bei innergemeinschaftlichen Lieferungen

Hier geht es um Lieferungen innerhalb der EU. Beliefern Sie als Unternehmer andere Unternehmer innerhalb der EU, müssen Sie dafür in der Regel keine Umsatzsteuer zahlen. Unter folgenden Voraussetzungen muss sie von Ihrem Kunden im EU-Ausland gezahlt werden:

  • Wenn der Kunde ein Unternehmer mit einer gültigen ausländischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) ist. Ob die Nummer gültig ist und Name und Adresse stimmen, können Sie sich vom Bundeszentralamt für Steuern bestätigen lassen. Das geht auch online.
  • Wenn der Kunde im EU-Ausland die Waren für sein Unternehmen erwirbt. Das ist der Fall, wenn er bei der Lieferung mit seiner USt-IdNr. auftritt und sich aus der Art und Menge der Lieferung kein Zweifel an der Verwendung für sein Unternehmen ergibt.
  • Als Lieferant müssen Sie belegen können, dass die gelieferte Ware tatsächlich in einen anderen EU-Mitgliedstaat gelangt ist, zum Beispiel durch eine Empfangsbestätigung oder Spediteursbescheinigung.
  • Wichtig: Sie müssen in Ihrer Rechnung auf die Steuerfreiheit hinweisen, Ihre USt-IdNr. und die Ihres Kunden angeben.

Sollten diese Voraussetzungen zutreffen, tragen Sie den Umsatz Ihrer innergemeinschaftlichen Lieferung in die Zeile 20 (Abnehmer mit USt-IdNr.) des Elster-Formulars ein. Diesen müssen Sie übrigens auch in einer sogenannte Zusammenfassende Meldung (ZM) auf elektronischem Weg an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) und monatlich an das Statistische Bundesamt übermitteln. Mehr dazu finden Sie auf der Seite des BZST. Ein entsprechendes Formular zur ZM ist im ELSTER-Programm enthalten.

Innergemeinschaftliche Lieferungen müssen Sie in dem Voranmeldungszeitraum angeben, in dem Sie die Rechnung dafür gestellt haben.

Zeile 21-22: innergemeinschaftliche Lieferung von Fahrzeugen

Hier geht es ausschließlich um die Lieferung neuer Fahrzeuge in ein EU-Mitgliedsland. Haben Sie als Unternehmer einer Privatperson im EU-Ausland, also jemandem ohne USt-IdNr., ein Fahrzeug geliefert, füllen Sie die Zeile 21 aus. Haben Sie es nicht als Unternehmer, sondern privat geliefert, füllen Sie Zeile 22 aus.

Zeile 23: weitere steuerfreie Umsätze mit Vorsteuerabzug

Hier geht es zum Beispiel um Ausfuhrlieferungen. Immer wenn Gegenstände ins nicht europäische Ausland  geliefert werden, spricht man von Ausfuhrlieferungen. Und die sind von der Umsatzsteuer befreit. Trotzdem müssen Sie Ihre Umsätze durch Ausfuhrlieferungen bei der Umsatzsteuervoranmeldung angeben und diese Zeile eintragen.

Außerdem müssen Sie hier Umsätze, die nach § 4 Nr. 2 bis 7 steuerfrei sind, angeben. Dazu gehören auch die aus der Seeschifffahrt und der Luftfahrt, grenzüberschreitenden Güterbeförderung und Vermittlungsleistungen. Näheres lesen Sie dazu in den einzelnen Paragrafen.

Zeile 24: steuerfreie Umsätze ohne Vorsteuerabzug

Hier tragen Sie alle Umsätze ein, die Sie nach § 4 Nr. 8 bis 28 machen. Dazu zählen zum Beispiel der Verkauf, die Vermietung und die Verpachtung von Grundstücken, Umsätze als Arzt, von Krankenhäusern, Altenheimen und Theatern.

Zeile 29-30: Lieferungen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe

Für Lieferungen aus dem land- oder forstwirtschaftlichen Bereich und von alkoholischen Flüssigkeiten gelten besondere Steuersätze, die Sie im Einzelnen in § 24 UStG nachlesen können. Die Steuer für die Lieferungen von forstwirtschaftlichen Erzeugnissen beträgt beispielsweise 5,5 Prozent (Zeile 29), für Sägewerkserzeugnisse und alkoholische Flüssigkeiten wie etwa Wein 19 Prozent (Zeile 30).

Innergemeinschaftlicher Erwerb

In den Zeilen 31 bis 36 des Elster-Formulars dreht sich alles um grenzüberschreitende Geschäfte innerhalb der EU. Sollten Sie also nichts im EU-Ausland erworben haben, können Sie die Zeilen bei der Umsatzsteuervoranmeldung überspringen.

Zeile 32: steuerfreie innergemeinschaftliche Erwerbe

Bei den steuerfreien innergemeinschaftlichen Erwerben in Zeile 32 geht es vor allem um Anlagegold (§ 25c UStG).

Zeile 33-35: steuerpflichtige innergemeinschaftliche Erwerbe

Wenn Sie etwas in einem EU-Land für Ihr Unternehmen kaufen, müssen Sie dafür Umsatzsteuern zahlen. Hier tragen Sie den Nettobetrag, also den Betrag ohne Umsatzsteuer ein. Sie müssen den Steuersatz der erworbenen Ware berücksichtigen: 19 Prozent (Zeile 33), 7 Prozent (Zeile 34)  oder ein anderer (Zeile 35). Für den Zeitpunkt der Voranmeldung ist das Rechnungsdatum entscheidend. Innergemeinschaftliche Erwerbe müssen Sie grundsätzlich auch für die Intrahandelsstatistik melden. Informationen und Meldeformulare finden Sie unter https://www-idev.destatis.de/idev/doc/intra/hilfe.html .

Zeile 36: innergemeinschaftlicher Erwerb von Fahrzeugen

Kaufen Sie in einem EU-Land von einem Lieferer ohne USt-ID ein neues Fahrzeug für Ihr Unternehmen in Deutschland, müssen Sie den Nettobetrag dafür hier eintragen. Kaufen Sie es nicht für Ihr Unternehmen, sondern wollen es privat nutzen, müssen Sie dafür das Formular USt 1 B ausfüllen.

Ergänzende Angaben zu Umsätze

Zeile 38: Lieferung des ersten Abnehmers bei innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften

Grundsätzlich geht es hier um Geschäfte, bei denen Liefergegenstände von einem EU-Land in ein anderes befördert oder versendet werden und daran drei Unternehmer beteiligt sind. Näheres finden Sie in § 25b Abs. 2. Ein Beispiel:

Die Brüsseler Firma Dupont bestellt bei Firma Meyer aus Hannover ein Messgerät. Die Firma Meyer ordert es bei Ihrem Vorlieferanten in Den Haag. Die Firma Meyer gilt hier als erster Abnehmer und der muss die Zeile 38 ausfüllen, wenn für diese Lieferungen der letzte Abnehmer, im Beispiel Dupont in Brüssel, die Steuer schuldet. Eintragen muss die Firma Meyer das Entgelt für ihre Lieferung an den letzten Abnehmer, also Dupont. Wäre die Firma Meyer der letzte Abnehmer müsste Sie Zeile 53 ausfüllen.

Zeile 39: steuerpflichtige Umsätze, für die der Leistungsempfänger die Steuer schuldet

Normalerweise schuldet der Unternehmer, der eine Leistung erbringt, die Umsatzsteuer. In manchen Fällen ist es umgedreht, dann schuldet sie der Leistungsempfänger. Dies gilt etwa immer in der EU bei grenzüberschreitenden Geschäften (§ 13b Abs. 5 Satz UStG). Wenn Sie also Umsätze in EU-Ländern machen, tragen Sie diese in Zeile 39 ein.

Zeile 40: nicht steuerbare sonstige Leistungen

Wenn Sie mit sonstigen Leistungen (zum Beispiel Dienst-, Vermittlungs- und Beförderungsleistungen oder Vermietung) in einem anderen EU-Land Umsätze machen, muss zwar der Empfänger die Umsatzsteuer zahlen, dennoch müssen Sie die Entgelte dafür in Zeile 40 angeben (§ 18b Satz 1 Nr. 2 UStG).

Zeile 41: übrige nicht steuerbare Umsätze

Hier geht es um Sonderfälle. Immer dann wenn Sie Umsätze im Ausland machen, die in Deutschland der Umsatzsteuer unterlägen, müssen Sie diese hier eintragen. Hier sind ausdrücklich nicht die Art von Umsätze gemeint, die Sie in den Zeile 38 bis 40 angeben müssen.

Leistungsempfänger als Steuerschuldner

Auch in den Zeilen 46 bis 50 geht es um die Fälle, in denen der Empfänger einer Leistung oder Lieferung die Umsatzsteuer zahlen muss.

Zeile 48: steuerpflichtige sonstige Leistungen eines im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmers

Werden Umsätze nicht mit einem Gegenstand gemacht, dann liegt eine sonstige Leistung vor. Wenn Sie eine solche sonstige Leistung von einem Unternehmen aus einem anderen EU-Land empfangen und diese Leistung in Deutschland umsatzsteuerpflichtig ist, dann tragen Sie den Umsatz und die Steuer in Zeile 48 ein. Zu den sonstigen Leistungen zählen zum Beispiel Konstruktionszeichnungen und Pläne oder Spezialsoftware, die nach den Wünschen des Kunden programmiert wurde.

Zeile 49: Umsätze, die unter GrEStG fallen

GrEStG ist das Grunderwerbsteuergesetz. Es geht also um die Lieferung von Grundstücken. Bei Grundstückslieferung gilt eine Besonderheit: Sie sind grundsätzlich steuerfrei. Allerdings, kann derjenige, der es verkauft, auf diese Steuerbefreiung verzichten (§ 9 Abs. 3 UStG). Laut Finanzministerium dient die Zeile 49 insbesondere für solche Lieferungen von
Grundstücken, bei denen sich der Verkäufer gegen die Steuerbefreiung entscheidet.

Zeile 50: Andere Leistungen

Hier geht es speziell um Werklieferungen eines ausländischen Unternehmers (§ 13b Abs. 2 Nr. 1 UStG). Bei Werklieferungen handelt es sich um eine Mischung aus einer Lieferung und einer sonstigen Leistung. Immer dann, wenn ein Unternehmer einen Gegenstand be- oder verarbeitet und dabei Stoffe verwendet, die er selbst beschafft hat, ist das eine Werklieferung. Wenn Sie zum Beispiel eine niederländische Firma beauftragen, einen Teppich in Ihrem Büro zu verlegen, dann ist das eine Werklieferung. In diesem Fall müssen Sie und nicht die niederländische Firma die Umsatzsteuer zahlen.

Außerdem müssen in Zeile 50 Umsätze aus folgenden Lieferungen (§ 13b Abs. 2 Nr. 1, 2, 4 bis 11 UStG) eingetragen werden:

  • sicherungsübereignete Gegenstände (§ 13 Abs. 2 Nr. 2 UStG): Dabei handelt es sich im Grunde um ein Pfand. Ein Beispiel: Das Unternehmen Schmidt finanziert einen Firmenwagen über eine Bank. Schmidt ist dann der Sicherungsgeber und die Bank der -nehmer. Damit die Bank sichergehen kann, dass sie dabei nicht auf den Kosten sitzen bleibt, überträgt die Firma Schmidt das Eigentum an dem Wagen auf die Bank. Der Wagen ist dann der sicherungsübereignete Gegenstand.
  • Bauleistungen, wenn der Leistungsempfänger ein Unternehmer
    ist, der selbst solche Bauleistungen erbringt (§ 13 Abs. 2 Nr. 4 UStG).
  • Gas und Elektrizität (§ 13 Abs. 2 Nr. 5 UStG)
  • Übertragung von CO2-Emissionszertifikate (§ 13b Abs. 2 Nr. 6 UStG)
  • Reinigung von Gebäuden (§ 13b Abs. 2 Nr. 8 UStG)
  • Gold (§ 13b Abs. 2 Nr. 9 UStG)
  • Mobilfunkgeräte, Tablet-Computer, Spielekonsolen und integrierte Schaltkreisen, wenn die Summe mindestens 5 000 EUR beträgt (§ 13b Abs. 2 Nr. 10 UStG).

Abziehbare Vorsteuerbeträge

Immer dann, wenn Sie als Unternehmer eine Lieferung oder Leistung erwerben, wird Ihnen die Umsatzsteuer dafür in Rechnung gestellt. Diese wird auch als Vorsteuer bezeichnet. Diese Vorsteuer können Sie als Unternehmer in die Zeilen 52 bis 60 eintragen. Dann wird sie von der Umsatzsteuer abgezogen, die Sie selbst bei anderen in Rechnung gestellt haben. Allerdings können Sie nur die Vorsteuern abziehen, die nach dem deutschen UStG anfallen.

Wenn Sie nur Lieferungen und Leistungen in Deutschland erworben haben, brauchen Sie meist nur die Zeile 53 ausfüllen (siehe oben). Auf dem Umsatzsteuervoranmeldungs-Formular werden die Vorsteuern wie folgt unterschieden:

Zeile 53: Vorsteuer aus innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften

Hier geht es um Geschäfte, bei denen Liefergegenstände von einem EU-Land in ein anderes befördert oder versendet werden und daran drei Unternehmer beteiligt sind. Wenn Sie der letzte Abnehmer sind, können Sie die Vorsteuer dafür in diesem Feld angeben und abziehen lassen.

Zeile 54: Vorsteuerbeträge aus dem innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen

Wenn Sie als deutscher Unternehmer etwas im EU-Ausland kaufen, können Sie die dafür gezahlte Vorsteuer hier eintragen.

Zeile 55: entstandene Einfuhrumsatzsteuer (15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG)

Wenn Sie für Ihr Unternehmen Gegenstände aus einem Drittland, also aus einem Land außerhalb der EU, beziehen, müssen Sie darauf eine Einfuhrumsatzsteuer zahlen. Diese können Sie hier eintragen.

Zeile 56: Vorsteuerbeträge aus Leistungen im Sinne des § 13 b UStG

Normalerweise schuldet der Unternehmer, der eine Leistung erbringt, die Umsatzsteuer. In manchen Fällen ist es umgekehrt. Das ist etwa der Fall, wenn ein freiberuflicher Webdesigner aus dem EU-Ausland für Sie arbeitet. Dieser muss dann auf seiner Rechnung darauf hinweisen, dass die Steuer vom Leistungsempfänger, also von Ihnen, geleistet wird. Man spricht hier auch von „Reverse Charge“. Diese Art der Steuer können Sie hier angeben.

Zeile 57: Vorsteuerbeträge, die nach allgemeinen Durchschnittssätzen berechnet sind

Um das Steuerverfahren zu vereinfachen, gibt es für bestimmte Unternehmergruppen Durchschnittssteuersätze. Das gilt für alle, die nicht verpflichtet sind, Buch zu führen, und deren Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr unter 61.356 Euro lag (§ 69 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung UStDV). Welche Unternehmen das im Einzelnen sind und welcher Durchschnittssatz für sie gilt, wird in den Anlagen des § 69 UStDV aufgelistet. Dieser Durchschnittssteuersatz wird dann in Zeile 57 eingetragen.

Zeile 58: Berichtigung des Vorsteuerabzugs (§ 15aUStG)

Immer dann, wenn sich die tatsächliche Verwendung eines Wirtschaftsgutes ändert, das Sie bezogen haben und auf das Vorsteuern entfielen, müssen Sie dies hier angeben. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie Räume an einen Arzt vermieten, der nicht umsatzsteuerpflichtig ist. Kündigt der Arzt und es zieht ein anderes, umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen ein, hat sich die Verwendung des Wirtschaftsgutes geändert.

Zeile 59: Vorsteuerabzug für innergemeinschaftliche Lieferungen neuer Fahrzeuge außerhalb eines Unternehmens (§ 2a UStG) sowie von Kleinunternehmen

Die Umsatzsteuer für neue Fahrzeuge soll grundsätzlich im Bestimmungsland anfallen. Deswegen ist die Lieferung von Fahrzeugen immer von der Umsatzsteuer befreit, der Erwerb hingegen immer steuerpflichtig. Ob Sie dabei als Privatperson oder Unternehmer auftreten, spielt keine Rolle. Welcher Vorsteuerbetrag muss dann hier eingetragen werden, wenn die Lieferung steuerfrei ist? Die Industrie- und Handelskammer Nürnberg hat dazu ein Infoblatt zusammengestellt.

Zeile 60: verbleibender Betrag

Dies ist der Betrag, der übrig bleibt, wenn Ihre Vorsteuerabzüge mit der von Ihnen geschuldeten Umsatzsteuer verrechnet werden.

Andere Steuerbeträge

Zeile 62: Steuern infolge Wechsels der Besteuerungsform sowie Nachsteuer auf versteuerte Anzahlungen

Immer wenn Sie die Besteuerungsform wechseln, müssen Sie die dann anfallenden Steuer hier eintragen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie von der Regelbesteuerung zur Kleinunternehmerbesteuerung (oder umgekehrt) wechseln. Eventuell müssen Sie dann Steuern nachzahlen oder es werden Ihnen schon gezahlte angerechnet.

Zeile 63: unrichtig oder unberechtigt ausgewiesene Steuerbeträge

Hier geht es um besondere Tatbestände bei der Umsatzsteuer:

  • Wenn Sie etwa in einer Rechnung fälschlich einen höheren Steuerbetrag angegeben haben als gesetzlich vorgesehen, müssen Sie den Mehrbetrag hier eintragen. (§ 14c UStG)
  • Auch wenn Sie unberechtigterweise die Umsatzsteuer auf Ihrer Rechnung angegeben haben, müssen Sie diesen Betrag hier eintragen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie vom Finanzamt als Kleinunternehmer eingeordnet wurden. Als solcher dürfen Sie auf Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen. (§ 14c UStG)
  • Bestimmte Waren (zum Beispiel Kartoffeln, Oliven, Kakao, Mineralöle, Nickel, Blei und Zink) können Sie so einlagern, dass keine Umsatzsteuer abgerechnet werden muss. Das sind dann sogenannte Umsatzsteuerlager. Sollten Sie mit Umsatzsteuerlagern zu tun haben, ist es sinnvoll, sich an einen Steuerberater zu wenden.

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24 Kommentare
  • Avatar
    Emin 10. Juli 2020 01:17

    Hallo Tina, auch wenn deine Frage schon älter ist, versuche ich Sie dennoch zu beantworten – womöglich hilft sie jemandem weiter.

    Das Reverse-Charge-Verfahren gilt NICHT für Nicht-EU-Länder, sondern nur für Unternehmen mit Ust.-Idnr. innerhalb der EU.

    Rechnungen aus dem Nicht-EU-Ausland fließen nicht in die Umsatzsteuer-Voranmeldung ein.

  • Avatar
    Christian 10. Mai 2020 23:49

    Vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Artikel

  • Avatar
    Christian 10. Mai 2020 22:50

    Zeile 39 (Feld 60) bezieht sich nicht auf innergemeinschaftliche Geschäfte, sondern nur auf das Inland. Bitte korrigieren!

  • Avatar
    Christian 1. Mai 2020 02:46

    wie Antje halte ich das Kommentar zu Zeile 39 auf für falsch.
    Bei Elster steht dazu:
    „Einzutragen sind die im Inland ausgeführten steuerpflichtigen Umsätze nach § 13b Absatz 1 und 2 UStG des leistenden Unternehmers, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b Absatz 5 UStG schuldet.“

    Also nichts mit Innergemeinschaftlichen Umsätzen.
    Entweder ist es falsch beschrieben oder sehr unklar.

  • Avatar
    Antje Mertz 20. März 2020 07:20

    Guten Morgen liebes impulse-Team,

    die Angaben zu „Zeile 39: steuerpflichtige Umsätze, für die der Leistungsempfänger die Steuer schuldet“ halte ich für irreführend.

    Im Formular für die Umsatzsteuererklärung 2019 müssen in Zeile 107 dieselben Angaben gemacht werden. In der dazugehörigen Anleitung vom Bundeszentralamt für Steuern wird aber ausdrücklich von inländischen Umsätzen gesprochen und nicht von grenzüberschreitenden Geschäften.

    Siehe auch: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/2018-12-14-muster-USterklaerung-20189.pdf?__blob=publicationFile&v=3

    Ich verstehe die in diesen Zeilen abgefragten Angaben somit als Sonderfälle inländischer Umsätze und würde Euch bitten dies zu prüfen, um die Angaben ggf. zu korrigieren.

    Vielen Dank und und viele Grüße

  • Avatar
    Andreas Kleine 13. Februar 2020 20:31

    Das Finanzamt fordert mich jetzt auf die Umsatzsteuervoranmeldung, welche ich 1/4 jährlich abgeben muss auf dem elektronischen Wege einzureichen. Ich habe bis jetzt diese auf einem Papierformulare gemacht. Nin seit 12.2019 Rentner und habe nur eine Photovoltaikanlage. Es ist kein PC vorhanden, nur ein Smartphone. Kann ich mich von der elektronischen Abgabe befreien lassen

    • Julia Müller
      Julia Müller 14. Februar 2020 09:51

      Sehr geehrter Herr Kleine,
      wir geben keine Rechtsberatungen in Einzelfällen. Wenden Sie sich mit Ihrer Frage am besten direkt an Ihr Finanzamt.

  • Avatar
    Rene 31. Oktober 2019 07:14

    Wertes Team von Impulse,

    allein mit der Aussage unter 10.1 (laut Inhaltsverzeichnis) dieses Artikels:

    „Zeile 19-20: steuerfreie Umsätze bei innergemeinschaftlichen Lieferungen. Hier geht es um Lieferungen innerhalb der EU. Beliefern Sie als Unternehmer andere Unternehmer innerhalb der EU, müssen Sie dafür in der Regel keine Umsatzsteuer zahlen. “

    bringt man mich völlig durcheinander. Natürlich muss ich als Unternehmer bei der Lieferung an einen anderen Unternehmer innerhalb der EU die Umsatzsteuer bezahlen. Ich verlange sie von diesem Unternehmer und führe sie dann an das Finanzamt ab. Auch wenn schlussendlich der andere Unternehmer mir diese 19% bezahlt hat. Aber dass wäre Wortklauberei.

    Das Thema Steuern ist in Deutschland viel zu kompliziert und so maccht der Staat die Reichen reicher und die Armen werden nicht fair behandelt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rene

  • Avatar
    Audrius 16. September 2019 07:20

    Hey Britta :)

    Ich muss jetzt erstmals für das 3. Quartal Umsatzsteuervoranmeldungen erstellen.

    Frage: Nur für das dritte Quartal, oder auch 1 und 2 mitmachen?

    Grüße
    Audrius

    • Britta Hesener
      Britta Hesener 16. September 2019 09:29

      Hallo Audrius,
      der Artikel gibt nur einen allgemeinen Überblick. Leider können wir keine Einzelfallberatung machen. Am besten fragen Sie bei Ihrem Finanzamt nach oder bitten einen Steuerberater um Hilfe.
      Herzliche Grüße aus der impulse-Redaktion

  • Avatar
    Stefanie 17. Juni 2019 13:59

    Hallo,
    ich bin verwirrt und weiß nicht, in welchen Zeilen ich als Kleinunternehmer bei der Umsatzsteuervoranmeldung Folgendes eintragen soll:
    1. Reverse-Charge-Rechnung aus der Schweiz (ich habe eine Dienstleistung bezogen), also Drittland.
    2. Reverse-Charge-Rechnung aus Irland (GoogleAds, Anzeigenschaltung), hier also innergemeinschaftlich.

    Es wäre schön, wenn ich Hilfe bekäme, danke …

    • Britta Hesener
      Britta Hesener 19. Juni 2019 12:59

      Liebe Stefanie,
      mehr zum Thema Reverse-Charge-Verfahren finden Sie in unserem Artikel: Das sollten Unternehmer wissen, wenn sie Geschäfte mit ausländischen Firmen machen.

      Generell gilt das Reverse-Charge-Verfahren für grenzüberschreitende Geschäfte innerhalb der EU. Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, gilt also als Drittland. In Ihrem speziellen Fall würde ich empfehlen, einen Steuerberater zu fragen.

      Herzliche Grüße aus der impulse-Redaktion
      Britta Hesener

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    Peter 5. Januar 2019 15:23

    Tippfehler? abziehbare Vorsteuer normalerweise in Zeile 55 (statt 56)

    • Britta Hesener
      Britta Hesener 9. Januar 2019 11:29

      Hallo Peter,
      zum 1. Januar 2019 hat sich das Formular ein wenig geändert. Ich habe den Artikel nun entsprechend aktualisiert. Als Grundlage diente das Muster des Bundesfinanzministeriums.

      Herzliche Grüße
      Britta Hesener

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    Nora 1. Januar 2019 18:19

    Hallo, ich hatte diesen Beitrag bei meiner ersten Umsatzsteuer Voranmeldung gelesen und mich bei meiner zweiten Umsatzsteuer Voranmeldung gewundert, wie ich denn darauf kam meine Vorsteuer in das Feld einzutragen, das für Auslandseinkäufe zuständig ist. Naja, bei mir ist Zeile 56 dafür zuständig. Zeile 55 hingegen wäre die richtige gewesen. Scheinbar sind meine Zeilen also nicht die gleichen, wie hier in dem Artikel. Das ist jetzt etwas ärgerlich. Daher eine kleine Anmerkung für die jenigen, die hier lesen. Lieber vorab kontrollieren, ob die Zeilen auch wirklich die gleichen sind wie in diesem Beitrag.
    Freundliche Grüße

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    Livins Varghese 2. Dezember 2018 23:05

    Hello Britta,
    Thanks a lot for this guidelines, helped me so much.
    I have a question though, after „Umsatzsteuervoranmeldung“.
    Which form I have to choose for the next month.
    And could you help me how to do it?
    Thanks in advance,
    Best,
    Livins Varghese

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    silvia 7. September 2018 22:47

    ENDLICH einmal eine super Darstellung für Laien! Vielen dank.
    Ich habe viel nachgelesen und Ihr habt es super toll beschrieben
    damit man mal was damit anfangen kann. Halleluja!!

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    Katrin Weiss 11. April 2018 21:55

    materialerwerb in italien, nettorechnung mit st-nr des lieferanten und auch meiner erhalten und netto bezahlt (bin dort angelegter kunde).
    ware wurde mir vom freund mitgebracht
    sprich: keine ust ausgewiesen und auch nicht bezahlt.
    in der voranmeldung muss ich das nun in welcher zeile und mit welchem prozentsatz eintragen? (italien: mwst 22%, bei uns: 19%)
    bin verwirrt…

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      Igor 30. Dezember 2018 14:37

      Das gleiche Problem habe ich auch. Meiner Meinung nach gehört das in die Zeile 32 (Steuerfrei innergemeinschaftliche Erwerbe).

      Ich kaufe die Ware im Ausland netto ein und verkaufe diese dann hier in DE natürlich mit gültigem Steuersatz.

      Oder nicht?

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    Birgit 10. April 2018 21:26

    „Immer dann, wenn Sie als Unternehmer eine Lieferung oder Leistung erwerben, wird Ihnen die Umsatzsteuer dafür in Rechnung gestellt. Diese wird auch als Vorsteuer bezeichnet. Diese Vorsteuer können Sie als Unternehmer in die Zeilen 55 bis 63 eintragen.“………..“Wenn Sie nur Lieferungen und Leistungen in Deutschland erworben haben, brauchen Sie meist nur die Zeile 56 ausfüllen (siehe oben). “

    Wo trage ich nun die Umsatzsteuer für meinen in Deutschland erworbenen PKW ein, in Zeile 55 oder 56 ?

    Vielen Dank, Birgit

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    Tina 5. April 2018 16:49

    Hallo,

    eine schöne Anleitung, genau was ich gesucht habe. Nur leider fehlt da etwas ganz Entscheidendes und nicht bin nicht schlauer als vorher:

    In dem folgenden Passus

    Zeile 59: Vorsteuerbeträge aus Leistungen im Sinne des § 13 b UStG …

    ist als Bespiel geschrieben, dass ein Web-Designer aus dem EU-Ausland für mich gearbeitet hat… dann müsse ich Zeile 59 ausfüllen. Soweit so gut.
    Was aber, wenn mir jemand aus einem Nicht-EU-Land wie die USA eine Rechnung stellte. Wo trage ich diesen Betrag ein? Das ist doch auch das Reverse-Charge-Verfahren.
    Es fehlt auch die Angabe, wo man die Vorsteuer dann wieder in Abzug bringen kann. Welches Feld nutzt man dafür?
    Ein hilfreiche Antwort nehme ich gerne baldmöglich entgegen.
    MfG
    Tina

    • Britta Hesener
      Britta Hesener 10. April 2018 09:06

      Hallo Tina,
      der Artikel soll nur einen Überblick bieten. Wir können leider nicht auf jeden Spezialfall eingehen. Am besten Sie wenden sich an einen Steuerberater.

      Herzliche Grüße vom impulse-Team

    • Avatar
      Simon 25. August 2018 12:14

      Hallo Tina
      Hast du eine Antwort gefunden für dein Beispiel in einem Nicht-Eu-Land?
      Danke im Voraus
      Simon

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