Guerilla-Marketing Werbung mit kleinem Aufwand und großer Wirkung

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Guerilla-Marketing kann so einfach sein: Ein altes Fahrrad, ein nettes Schild - fertig ist die Werbung in eigener Sache.

Guerilla-Marketing kann so einfach sein: Ein altes Fahrrad, ein nettes Schild - fertig ist die Werbung in eigener Sache. © Vielfalt21 / Fotolia.com

Kreativ, überraschend, irritierend - Guerilla-Marketing erreicht mit wenigen Mitteln viele Menschen. Drei Ideen für große Werbung ohne große Kosten.

QR-Codes

Geeignet für: Läden mit Schaufenster
­Kosten: null

Erstellen Sie QR-Codes (etwa über qrcode-­generator.de) und ­heften Sie diese an Ihre Waren im Schaufenster. Den Code können Kunden Tag und Nacht per Smartphone ­einscannen – und so auf Ihre Homepage oder Ihren Webshop gelangen.

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Fahrräder

Geeignet für: jedes Unternehmen
Kosten: ca. 200 Euro

Kaufen Sie einige alte Fahrräder mit Korb, besprühen Sie diese mit Lack aus dem Baumarkt (am besten in Ihren Unternehmensfarben), und legen Sie Flyer in den Korb. Bei Herrenrädern lässt sich an der Querstange noch ein Werbeschild für Ihre Botschaft montieren, etwa: „Den besten Apfelkuchen finden Sie in 500 Metern“ – ein Pfeil zeigt in die entsprechende Richtung.

Wichtig: Sie müssen die Räder bewegen, sonst entfernt das Ordnungsamt sie kostenpflichtig.

Blechschilder

Geeignet für: Cafés, Imbisse, Spielzeug­geschäfte.
Kosten: ­ca. 400 Euro

Lassen Sie sich von einer Blechbearbeitungsfirma eine Schablone mit Ihrem Firmen- oder Markennamen anfertigen. Diese ­können Sie im Winter in den Schnee pressen und im Sommer auf eine Sandfläche – etwa auf einen Spielplatz oder ein ­Beachvolleyballfeld. Wenn Sie ­gerade eine Veranstaltung planen, können Sie Datum und Ort des Events damit auch in Ihrer Nachbarschaft verewigen.

Fragen Sie unbedingt zuerst bei Ihrer Gemeinde nach, ob Ihre kreative Werbeaktion in Einklang mit den Behördenvorschriften ist.

 

impulse-Magazin Oktober 2015Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus unserer Serie über Lieblingsläden und deren Erfolgsrezepte im Monatsmagazin von impulse (Printausgabe). Mehr Tipps für clevere Werbung finden Sie in der impulse-Ausgabe 10/15: und in der November-Ausgabe, die am 29. Oktober 2015 erscheint.

Sie können die Ausgabe als Einzelheft oder als ePaper kaufen. Und über die impulse-App für iOS- und Android-Geräte können Sie die neuen Ausgaben bequem auf Tablet oder Smartphone lesen. Übrigens: Mitglieder im impulse-Netzwerk erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat nach Hause geliefert.

impulse-Akademie: Strategie & Inspiration für Ihr Unternehmen
7 Kommentare
  • Maresa Puls 1. November 2015 23:58

    Liebes Impulse-Team, liebe FrauRohr,
    ich muss Herrn Matthias Nelke voll und ganz zustimmen. „Ein bisschen Werbung“ ist nicht mit Guerilla Marketing gleichzusetzen. Diese zeichnet sich eher dadurch aus, dass sie sehr kreativ, ungewohnt und überraschend ist, sowie immer ein wenig am Rande der Legalität spielt. Hier ein Fahrrad, da ein QR-Code und in der Mitte des Sandkastens ein Blechschild – das ist weder kreativ, noch aufregend und macht auch nicht Lust auf noch mehr (Printausgabe).
    Um aufzuzeigen wie Guerilla-Marketing besser verstanden werden kann: die Kollegen von karrierebibel.de haben dies gestern unter folgendem Link ganz anschaulich getan http://karrierebibel.de/guerilla-marketing/

    Beste Grüße
    Maresa Puls
    Leitung Marketing SALES-STAFF Recruiting SSR GmbH

  • Jenenserin 1. November 2015 11:10

    sehr nette Idee und vor allem macht sie unsere Betonstraßen bunter, da ja Städte leider nicht von Bürgern sondern studierten Architekten nur noch entwickelt werden. Aber was zum Teufel sind Solopreneure? Könnt ihr auch noch mit normalen Bürgern kommunizieren, für die Ihr euer Marketing macht?

  • Olaf Ruppert 31. Oktober 2015 12:11

    Naja… grundsätzlich pflichte ich Euch bei, auch wenn ihr hier nur einen seeehr kleinen Einblick gebt. Die möglichen Strategien im Bereich Guerilla Marketing sind da doch um einiges vielseitiger als der Einsatz solcher „kleinen Gadgets“. Wobei mich mal die Quelle der Preisangaben schon interessieren würde^^

  • Susanne Rohr 27. Oktober 2015 08:22

    Liebe Impulse-Redaktion,

    ein netter Artikel und perfekt für Solopreneure und kleine Geschäfte. Dass das dem GF von Red Bull Creative gar nicht gefällt ist ja selbstverständlich, er ist ja auch nicht die Zielgruppe. Meine Klienten Solopreneure freuen sich über diese Anregung, denn aufwendig und teuer ist nicht deren Strategie. Jede Anregung die kostengünstig und effizient beim Business Auf- und Ausbau weiterbringt ist gut. Mir gefällt die Serie über Lieblingsläden.
    Danke!

    Viele Grüße
    Susanne Rohr
    Business Development für Solopreneure

  • Matthias Nelke 26. Oktober 2015 10:15

    Liebes Impulse-Team,

    Ihr Artikel ist leider ein gutes Beispiel für die häufige Verwechslung von Promotionaktionen und tatsächlichem Guerillamarketing. Guerilla-Aktionen erreichen und überraschen den Konsumenten dort, wo er die Marke nicht erwarten würde. Mit EAN-Codes im Schaufenster ist ebenso wenig getan wie mit einem alten Fahrrad, das angepinselt wird (übrigens: Versuchen Sie das einmal für eine nationale Marke umzusetzen!). Ihr Hinweis, zuerst für eine Genehmigung bei der Gemeinde nachzufragen, toppt das Ganze: Wie erfolgreich wäre wohl Che Guevara gewesen, hätte er zuerst einen Waffenschein bei der Regierung beantragt?

    Für ein Wirtschaftsmagazin Ihres Formats wünsche ich mir eine bessere Recherche als oberflächliches Kitchen-Marketing. Sollten Sie wieder einmal einen Artikel in diese Richtung schreiben, unterstütze ich Sie gerne.

    Viele Grüße

    Matthias Nelke, Geschäftsführer Red Bull Creative

    • impulse-Redaktion 26. Oktober 2015 11:11

      Lieber Herr Nelke,

      vielen Dank für Ihren Hinweis. Ja, nicht jede der Aktionen ist streng genommen Guerilla-Marketing. Die Tipps von Werbeprofi Thomas von Stetten sind trotzdem eine gute Möglichkeit, mit wenig Geld auf die eigene Firma aufmerksam zu machen.

      Die Tipps sind übrigens ein kleiner Ausschnitt aus unserer Serie über Lieblingsläden in der Print-Ausgabe von impulse. Im Oktober- und Novemberheft (erscheint an diesem Donnerstag) finden Sie noch viel mehr nützliche Tipps und Best-Practice-Beispiele, wie kleine Geschäfte mit ungewöhnlichen Ideen und Mundpropaganda-Aktionen erfolgreich neue Kunden werben.

      Herzliche Grüße aus der impulse-Redaktion

  • Andrea Bindmann 26. Oktober 2015 09:44

    Sehr schöne Ideen. Und mal gar nicht digital.

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