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Instagram für Unternehmen So gelingt der Einstieg bei Instagram

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Instagram wird für Unternehmen immer wichtiger. Unternehmer sollten sich deshalb jetzt dort anmelden und ihren Namen sichern.

Instagram wird für Unternehmen immer wichtiger. Unternehmer sollten sich deshalb jetzt dort anmelden und ihren Namen sichern. © Prykhodov / iStock Editorial / Getty Images Plus / Gettyimages

Über Facebook Kunden zu gewinnen, wird immer schwieriger. Instagram kann eine Alternative sein – vor allem, wenn Sie eine junge Zielgruppe haben. So machen Sie die ersten Schritte auf Instagram.

Was ist Instagram genau?

Mit Instagram können Nutzer Fotos und Videos mit anderen teilen. Die meisten Nutzer sind mit ihrem Smartphone bei Instagram aktiv; es gibt zwar auch eine Instagram-Website, diese bietet aber nur eingeschränkte Möglichkeiten. Seit 2012 gehört Instagram zu Facebook.

Man kann mit Instagrams integrierter Foto-App Bilder schießen und Videos drehen. Hochladen lassen sich aber auch Fotos oder Videos, die schon auf dem Handy liegen. Mit der integrierten Bildbearbeitungssoftware kann man Fotos einfach bearbeiten, beispielsweise indem man Filter darüberlegt.

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Über die Bildunterschrift kann man anderen Nutzern Informationen zu den Fotos und Videos geben. Anklickbare Links sind in diesen Bildunterschriften nicht möglich; allerdings dürfen und sollten sie so genannte Hashtags enthalten – Begriffe mit vorangestelltem Rautezeichen, etwa #entrepreneur. Wer auf einen Hashtag klickt, findet alle Beiträge, die mit dem gleichen Hashtag versehen wurden. Bildunterschriften bei Instagram können bis zu 2200 Zeichen lang sein. Unter den Fotos und Videos sind aber nur die ersten eineinhalb bis zwei Zeilen der Bildunterschrift lesbar – wer den gesamten Text lesen will, muss klicken.

Mit Hilfe der Funktion „Instagram Stories“, einer Art „App in der App“, lassen sich Bilder und Videos wie in einer automatischen Diashow („Story“) abspielen. Alle Inhalte einer Story werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht.

Wer auf Instagram aktiv ist, kann anderen Profilen oder auch Hashtags folgen. Außerdem kann er Postings anderer mit „Gefällt mir“ markieren, kommentieren oder an andere Nutzer senden. 

Auf seiner Startseite sieht jeder Nutzer Bilder der Menschen, Unternehmen oder Institutionen, denen er folgt, sowie bezahlte Postings (Anzeigen). Im Suchbereich sieht man Postings von Leuten, denen man nicht folgt, die einem aber gefallen könnten – diese werden von Instagram ausgewählt. Dort kann man auch nach Hashtags suchen.

Wer nutzt Instagram?

In Deutschland sind 15 Millionen Menschen jeden Monat auf Instagram aktiv. Die Zahl hat sich von 2016 auf 2017 verdoppelt – das zeigt, wie stark das Netzwerk derzeit wächst. Zum Vergleich: Facebook hat in Deutschland 31 Millionen Nutzer. Männer und Frauen sind bei Instagram fast gleich stark vertreten und die 20- bis 24-Jährigen stellen die größte Nutzergruppe. 90 Prozent der Nutzer sind jünger als 35 Jahre.

Die Nutzer unter 25 Jahren verbringen täglich 32 Minuten bei Instagram, bei denen über 25 Jahren sind es 24 Minuten. Bei Facebook verbringen Nutzer täglich 50 Minuten.

Weltweit gibt es mehr als 25 Millionen Unternehmensprofile, mehr als 2 Millionen Werbetreibende nutzen Instagram.

Was macht Instagram für Unternehmen so interessant?

Social-Media-Experte Sascha Schulz, Mitgründer der Influencer Marketing Academy in Berlin, sieht Instagram auf dem Vormarsch. Da das Publikum immer sprunghafter und kürzer aufmerksam ist, ist das soziale Netzwerk, bei dem sich alles um Bilder dreht, ein sehr zeitgemäßer Kanal. Neben den Bildern bietet Instagram durch die Bildunterschriften aber auch die Möglichkeit, zusätzliche Informationen zu vermitteln.

Während Facebook eher auf dem absteigenden Ast ist, wächst Instagram sehr stark. „Instagram erreicht in den wichtigen Zielgruppen immer mehr Menschen“, sagt Schulz. Das liegt auch daran, dass die Nutzer heute vor allem über ihr Handy in den sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Welche Unternehmen sollten auf Instagram aktiv werden?

„Ich glaube, alle Unternehmen sollten dort präsent sein“, sagt Social-Media-Experte Sascha Schulz. Instagram werde in zwei, drei Jahren ein absolutes Mainstream-Medium sein – so wie bisher Facebook. „Es geht jetzt darum, sich erst einmal den Platz zu sichern“, sagt Schulz – schließlich könne jeder Name bei Instagram nur einmal vergeben werden. „Da die Registrierung kostenlos ist, sollte das jedes Unternehmen machen – egal ob es auf Instagram sofort aktiv werden will oder nicht.“

Auch für B2B-Unternehmen sei Instagram geeignet, sagt Schulz. „Auch im B2B-Bereich werden Geschäfte zwischen Menschen gemacht. Da kann man Instagram als Medium zur Emotionalisierung nutzen.“ B2B-Anbieter können Kunden via Instagram beispielsweise an ihrem Geschäftsalltag teilhaben lassen.

So gelingt der Einstieg bei Instagram

1. Privates Profil einrichten und Wettbewerber und Zielgruppe kennen lernen

Nutzen Sie Instagram privat, bevor Sie es für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen einsetzen. Dazu laden Sie die kostenlose App aus Apples App-Store oder Googles Play Store auf Ihr mobiles Gerät und erstellen ein Profil. Schauen Sie sich an, was andere Unternehmen aus Ihrer Branche auf Instagram treiben.

Versuchen Sie herauszufinden, welcher Ihrer Konkurrenten im Verhältnis zur Zahl seiner Fans besonders viele Likes und Kommentare erhält. Addieren Sie für eine bestimmte Zahl von Posts jeweils die Likes und Kommentare und teilen Sie diese Zahl durch die Zahl der Fans. Dann erhalten Sie die so genannte Engagement Rate. Von Wettbewerbern mit hoher Engagement Rate können Sie sich abschauen, was in Ihrer Zielgruppe funktioniert.

2. Unternehmensprofil einrichten

Richten Sie zunächst ein normales Instagram-Profil mit dem gewünschten Unternehmensnamen ein.

Dieses Profil wandeln Sie dann im zweiten Schritt in ein kostenloses Business-Profil um: Dazu klicken Sie auf das Zahnradsymbol oben rechts und dann auf „Zum Unternehmensprofil wechseln“. Danach werden Sie aufgefordert, das Profil mit der dazugehörigen Facebook-Seite zu verbinden (Sie müssen Administrator der Facebook-Seite sein). Instagram importiert dann die Daten aus dem Facebook-Profil.

Auf Ihrer Profilseite haben Sie 150 Zeichen Platz, um sich oder Ihr Unternehmen zu beschreiben – in einem Art Mini-Elevator-Pitch, genannt Bio(grafie). Zusätzlich können Sie dort einen klickbaren Link einfügen. Sie sollten außerdem eine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse und eine Postadresse angeben, damit Kunden Sie kontaktieren können. Tippen Sie zum Speichern auf „Fertig“ (oben rechts). Ihr Unternehmensprofil ist nun fertig. Ihre Informationen können Sie jederzeit bearbeiten, indem Sie auf das Zahnrad-Symbol klicken.

3. Strategie entwickeln: Worauf kommt es an?

Wer Instagram fürs Unternehmen nutzen möchte, braucht ein Konzept. „Das ist das, was vielen Unternehmen fehlt“, sagt Schulz. Es gehe nicht darum, Fotos zu posten, die zufällig vorhanden sind. „Damit spricht man höchstens seine Freunde an, aber fürs Unternehmen bringt das nichts.“

Überlegen Sie sich vorher, wie viel Zeit und Geld Sie Instagram widmen wollen und welches Ziel Sie verfolgen: Geht es erst einmal nur darum, sich Ihren Namen dort zu sichern, oder wollen Sie das Netzwerk aktiv für Ihr Marketing nutzen?

Wollen Sie auf Instagram Erfolg haben, müssen Sie regelmäßig neue Bilder veröffentlichen und auf Kommentare Ihrer Follower reagieren, sonst zeigt Instagram ihre Beiträge nicht mehr so vielen Nutzern an und Ihre Sichtbarkeit sinkt.

Fragen Sie sich, was Sie mit Ihrem Instagram-Profil über Ihr Unternehmen oder Ihre Marke erzählen wollen. Für die richtige Instagram-Strategie gibt Ihnen unser Experte Sascha Schulz in Kürze in einem zweiten Text Tipps.

Machen Sie sich außerdem vor dem Start einige Gedanken, wie Ihr Kanal aussehen soll: Welche Formate sollen die Bilder haben, die Sie posten? Wollen Sie nur Fotos zeigen oder auch Zitate und Grafiken? Sollen bestimmte Unternehmensfarben immer wieder auftauchen? Was soll in der Bio stehen?

Überlegen Sie sich auch, in welchem Umfang Sie Anzeigen schalten wollen und können, um mehr Menschen zu erreichen.

Lesen Sie hier, auf welche Erfolgsrezepte Instagram-Stars setzen.

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