Zwischenfälle in Bewerbungsgesprächen 8 merkwürdige Patzer in Vorstellungsgesprächen
Wenn nicht nur die Frisur ein Hingucker ist: Manche Bewerber verhalten sich so skurril, dass sie garantiert in Erinnerung bleiben.

Wenn nicht nur die Frisur ein Hingucker ist: Manche Bewerber verhalten sich so skurril, dass sie garantiert in Erinnerung bleiben.© Francesco Carta fotografo / Moment / Getty Images

Auffallen um jeden Preis? Wenn Bewerber sich von der Konkurrenz abheben wollen, kann das auch nach hinten losgehen - acht kuriose Zwischenfälle in Bewerbungsgesprächen.

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Auf Standardfragen wie diese kann sich jeder Bewerber vor einem Vorstellungsgespräch vorbereiten – schließlich findet man zahlreiche Tipps dazu in Ratgeberbüchern und im Internet.

Doch ganz so einfach ist es dann scheinbar doch nicht: Das US-Magazin Business Insider hat Personaler und Geschäftsführer befragt, welche kuriosen Antworten sie in Vorstellungsgesprächen erhalten haben. Eins muss man den Kandidaten lassen: Ihre Antworten sind so kreativ, dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Wenn auch keinen guten.

1. Zu schön für die Welt

Die Frage nach eigenen Schwächen nutzen viele Bewerber, um kleine Defizite ins Positive zu drehen. Etwa: „Ich verzettel mich schnell, probiere aber gerade verschiedene Methoden aus, um den Fokus zu behalten“. Ähnliches hatte vermutlich ein Kandidat im Sinn, der sich bei einem Catering-Service als Kellner bewarb. Seine größte Schwäche: „Ich bin einfach zu sexy für die meisten Leute. Das führt zu Problemen.“

2. Der Akademiker

Dem Geschäftsführer eines Personalberaters fiel im Lebenslauf eines Kandidaten eine Universität auf, die dieser besucht hatte – und er fragte ihn, was er dort studiert habe. Die Antwort: „Oh, das steht da noch drin? Ich habe gar keinen Universitätsabschluss. Bei meinem letzten Job war das eine Voraussetzung, deswegen habe ich das erfunden.“

3. Die Stellvertreterin

In guten Beziehungen unterstützt man seinen Partner, wo man nur kann: Man spricht über Sorgen und Probleme, pflegt den anderen, wenn er krank ist – und geht stellvertretend zu dessen Bewerbungsgesprächen. Diese Vorstellung einer guten Partnerschaft schien jedenfalls eine Ehefrau zu haben, als sie mitten im Gespräch offenbarte, dass nicht sie, sondern ihr Mann sich auf die Stelle bewarb. Die Geschäftsführerin blieb ratlos zurück. Schließlich hatte die Frau ihren eigenen Lebenslauf eingeschickt.

4. „Was ich sonst noch erzählen wollte …“

Manche Kandidaten möchte man wirklich nie wiedersehen – weil sie einfach zum Fürchten sind. Wie die Frau, die auf die Frage, was der Chef noch über sie erfahren könne, antwortete: „Ich habe die Reifen meines Ex-Freundes aufgeschlitzt, weil er mich betrogen hat. Er hat eine einstweilige Verfügung gegen mich bewirkt.“

5. Das Furz-Problem

„Beschreiben Sie, wie Sie in der Vergangenheit mit einem schwierigen Problem bei der Arbeit umgegangen sind“, bat eine Geschäftsführerin einen Bewerber. Eine Frage, mit der Personaler herauszufinden wollen, wie konfliktfähig und belastbar ein Kandidat ist. Die Antwort war für die Chefin dabei allerdings nicht besonders hilfreich: „Einmal habe ich gefurzt“, sagte der Kandidat. Und beschrieb dann ausführlich Geruch und Geräusche.

6. Stets gesellig

Die Vizepräsidentin des Personaldienstleisters Messina Group fragt jeden Bewerber, worin dessen bislang größte Leistung bestünde. Über die Jahre habe sie so manche merkwürdige Antwort erhalten – doch eine stach besonders hervor: „Einmal habe ich in nur einer Nacht 10 Fassstände geschafft“, sagte ein Kandidat. Er hatte also 10 Handstände auf einem Bierfass gemacht und dabei so viel wie möglich getrunken. „Und ich war am nächsten Tag nicht mal verkatert!”

7. Besonders ambitionierte Kandidaten

„Wenn Sie irgendeinen Beruf ausüben könnten, welcher wäre das?“, fragte der Präsident einer Personal- und Beratungsfirma mehrere Kandidaten. Eine Frage, die zum Rumspinnen einlädt und mit der Personaler viel über die Bewerber erfahren können – ob sie nun Brettspieltester, Pilot oder Staatspräsident antworten. Gleich zwei Bewerber hatten aber ganz andere Vorstellungen vom Traumjob: Sie wollten dafür bezahlt werden, den ganzen Tag auf der Couch zu sitzen und fernzusehen.

8. Die beste Zeit

Lücken im Lebenslauf sind nicht schlimm – wenn man sie begründen kann. Als ein Personaler eine Bewerberin nach ihrer sechsmonatigen Lücke im Lebenslauf fragte, antwortete sie heiter, dass sie ihre Arbeitslosigkeit genossen habe, aber nun bald kein Arbeitslosengeld mehr bekäme. „Ich habe es geliebt, arbeitslos zu sein“, sagte sie. „Man wird dafür bezahlt, nichts zu tun. Es war fantastisch!“

 

Sie wollen noch mehr skurrile Vorfälle in Vorstellungsgesprächen lesen? In unserem Artikel „10 neue kuriose Zwischenfälle in Bewerbungsgesprächen“ finden Sie die größten Kandidaten-Patzer aus 2018 und 2017.


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3 Kommentare
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    Susanne H. 12. Januar 2020 10:29

    In meinen Augen geht schon in vielen Bewerbungsgesprächen einiges schief. Dank des Internets sind ja die meisten Bewerber schon super vorbereitet. Aber die Firmen? Die stellen sich selbst doch auch vor – und versagen dabei allzu oft. Sich wirklich Zeit nehmen, individuelle Fragen stellen? Oft Fehlanzeige. Dabei kann man das auch gut wertschätzend machen – mit Fragen, die wirklich sinnvoll sind und auch den Bewerber die gute Chance geben, gleich zu glänzen. Ein paar gute Tipps habe ich auch hier gefunden. [Link entfernt, siehe Netiquette | die Redaktion]

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    Troglodyt 10. Januar 2020 07:27

    Bei diesen 0815 Fragen kann man einfach nur noch aufstehen und gehen. Auf der einen Seite wird Kreativität geforderte und erwartet auf der anderen Seite werden immer dieselben fragen gestellt.

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    Christian 10. Januar 2020 00:59

    Folgender Vorfall ist haargenau so in einem Bewerbungsgespräch passiert. Ich war Teilnehmer an diesem Gespräch auf der Arbeitgeberseite, es handelte sich um ein Skype Interview da der Kandidat sehr weit entfernt wohnte. Ungefähr in der Mitte des Gesprächs, trat, vermutlich der Vater des Kandidaten, im Hintergrund ins Bild. Sein Sohn tief peinlich berührt. Der Vater stapft in feinstem Feinripp Unterhöschen und Unterhemd durch das Zimmer. Die Vokuhila Frisur und der massiven Schnauzbart rundeten diese Absurdität ab. Wir führten das Bewerbungsgespräch so gut wir konnten zu Ende und mussten uns danach erst einmal alle kaputtlachen.

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