Feiertag Reformationstag In diesen Bundesländern ist der 31. Oktober ein Feiertag
Am 31. Oktober ist Reformationstag - seit 2018 ist er in neun Bundesländern ein Feiertag.

Am 31. Oktober ist Reformationstag - seit 2018 ist er in neun Bundesländern ein Feiertag.© Dorothée Schmid / impulse

Wenn Mitarbeiter am 31. Oktober nicht zur Arbeit kommen oder Kunden nicht ans Telefon gehen, sollten Sie sich nicht wundern: Seit 2018 ist der Reformationstag in vier weiteren Bundesländern ein Feiertag.

Wo der 31. Oktober (Reformationstag) ein Feiertag ist

Am 31. Oktober haben Nord- und Ostdeutschland frei: In diesen neun nord- und ostdeutschen Bundesländern ist der Reformationstag, der 2019 auf einen Donnerstag fällt, ein Feiertag:

  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Was sich beim Reformationstag als Feiertag geändert hat

Vier norddeutsche Bundesländer, in denen es mit bisher nur neun Feiertagen deutlich weniger freie Tage gab als im Süden Deutschlands, hatten 2018 den Reformationstag als neuen Feiertag eingeführt: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Die Menschen in den norddeutschen Bundesländern arbeiteten genauso hart wie die Menschen in Bayern, deshalb hätten sie den zusätzlichen Feiertag auch verdient, sagte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling. Die Einführung von Feiertagen ist Ländersache.

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In den fünf ostdeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Reformationstag übrigens bereits seit 1990 ein gesetzlicher Feiertag. Damit ist der 31. Oktober seit 2019 in neun Bundesländern arbeitsfrei.

2017 war der 31. Oktober ausnahmsweise bundesweit ein Feiertag – Anlass war 500 Jahre Reformation.

Was das für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bedeutet

Mancher Chef in Norddeutschland, der von der Einführung des neuen Feiertags nichts mitbekommen hat, dürfte sich am 31. Oktober wundern, wenn seine Mitarbeiter nicht zur Arbeit erscheinen. Wenn Mitarbeiter, etwa bei Pflegediensten, in der Gastronomie oder bei Verkehrsbetrieben, am 31. Oktober dennoch arbeiten müssen, dann müssen Arbeitgeber ihnen dafür binnen acht Wochen einen Ausgleichstag gewähren und gegebenenfalls einen Feiertagszuschlag zahlen.

Arbeitnehmer, die Ende Oktober Urlaub eingereicht haben, können sich darüber freuen, dass sie einen Urlaubstag übrig haben – der in der Regel bis Jahresende genommen werden muss (Mehr dazu hier: Resturlaub und Arbeitsrecht)

Wo am 1. November Allerheiligen gefeiert wird

Am Tag nach dem Reformationstag hat dann die andere Hälfte Deutschlands frei: In den vorwiegend katholisch geprägten Bundesländern wird Allerheiligen gefeiert:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Nur die Hessen und Berliner müssen an beiden Tagen arbeiten.

Welche neuen Feiertage 2019 eingeführt wurden

Seit 2019 gibt es in Berlin einen weiteren Feiertag: den Internationalen Frauentag am 8. März. Und auch die Thüringer haben seit 2019 einen weiteren Feiertag: den Weltkindertag am 20. September. Der thüringische Landtag beschloss im Februar, dass der Tag künftig ein gesetzlicher Feiertag ist.

Erstmals gibt es damit neue Feiertage in Deutschland. Zuletzt wurde 1995 der Buß- und Bettag im November als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, um die Arbeitgeber dafür zu entschädigen, dass sie Beiträge für die damals neu eingeführte Pflegeversicherung aufbringen müssen.

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