Persönlicher Jahresrückblick Mit dieser Strategie wird 2020 Ihr Jahr
Sie wollen 2020 Grund zum Feiern haben? Dann lohnt sich eine Rückschau auf die vergangenen Monate.

Sie wollen 2020 Grund zum Feiern haben? Dann lohnt sich eine Rückschau auf die vergangenen Monate.© Vanessa Müller / EyeEm / Getty Images

2019 ist bald vorüber. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen. Wozu? So ein Rückblick kann Ihnen helfen, Erfolgshürden aufzuspüren und sie 2020 aus dem Weg zu räumen. Diese Strategie hilft dabei.

Fristen auch Ihre guten Vorsätze aus dem Januar ein wenig beachtetes Dasein auf Ihrer innerlichen To-do-Liste? Sie hätten sie ja gerne umgesetzt, aber …

Wenn Sie 2020 ohne Hätte, Wenn und Aber angehen möchten, sollten Sie vielleicht die Methode von Danny Forest ausprobieren. In einem Artikel auf Artikel auf medium.com verspricht der Seriengründer und Autor, dass Sie das neue Jahr zu einem Jahr machen können, in dem Sie erfolgreicher sein werden als je zuvor.

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Wie? Indem Sie mithilfe der folgenden Fünf-Schritte-Strategie Ihre Selbstwahrnehmung schärfen, Erfolgshürden aufspüren und einen persönlichen Aktionsplan aufstellen.

Schritt 1: Erinnern Sie sich an so viel wie möglich

Denken Sie mal nach: Welche guten und welche schlechten Dinge sind Ihnen dieses Jahr widerfahren? Graben Sie tief in Ihrem Gedächtnis und schreiben Sie alles auf. Am besten als zweispaltige Tabelle: links die Hochs, rechts die Tiefs. Wichtig: Schauen Sie dabei nicht in den Kalender oder in Aufzeichnungen.

Beantworten Sie folgende Fragen:

  • Was war es?
  • War es gut oder schlecht?
  • Wo war ich, als es passierte?
  • Wie habe ich mich gefühlt, als es passierte?
  • Waren andere Leute dabei oder beteiligt? Haben sie geholfen? Oder haben sie alles nur schlimmer gemacht? Warum?

Wozu diese Fragen? Laut Forest helfen sie, sich selbst besser einzuschätzen. Und Selbsterkenntnis sei der einzige Weg, sich zu verbessern.

Schritt 2: Vergleichen Sie Ihre Erinnerungen mit Ihren Aufzeichnungen

Unser Gehirn und unsere Erinnerungen sind unzuverlässig. Das Gehirn speichert Dinge und Situationen nicht unbedingt so ab, wie sie wirklich waren. In diesem Schritt unterziehen Sie darum Ihre in Schritt 1 aufgeschriebenen Erinnerungen einem Realitäts-Check. Schauen Sie in Ihre E-Mails, Chats, Kalender, Tage- oder Notizbücher. Fragen Sie sich: Lief alles wirklich so ab, wie ich es in Schritt 1 notiert haben?

Forest ist sicher: Dieser Abgleich zwischen Realität und Erinnerungen verrät Ihnen viel darüber, wer Sie sind und wie Sie ticken. Eine gute Basis, um 2020 einiges besser zu machen.

Schritt 3: Denken Sie über 2020 nach

Forest glaubt nicht an Neujahrs-Vorsätze. Statt sich etwas vorzunehmen, frage er sich lieber: Warum tue ich, was ich tue? In Schritt 3 gilt es, genau das herauszufinden – und zwar folgendermaßen:

Denken Sie über jede schlechte Sache nach, die Sie in Schritt 1 aufgeschrieben haben

Wenn Sie über die schlechten Sachen nachdenken, sollten Sie sich fragen: „Was hätte ich im Nachhinein besser machen können?“

Schreiben Sie auf …

… inwiefern Sie Ihre Grundeinstellung ändern sollten,

… welche Fähigkeiten Sie lernen sollten,

… welche Angewohnheiten Sie ändern sollten,

… mit welchen Leuten Sie in Kontakt treten sollten und mit welchen Sie den Kontakt abbrechen sollten,

… alles, was Ihnen noch einfällt.

Denken Sie über jede gute Sache nach, die Sie in Schritt 1 aufgeschrieben haben

Wenn Sie über die guten Sachen nachdenken, sollten Sie sich fragen: Bei welchen Dingen kann ich nicht nur gut, sondern herausragend werden? Forest hält es nicht für schlimm, einfach nur gut in etwas zu sein. Doch über das nächste Level nachzudenken, helfe, Prioritäten zu setzen: Was möchte ich besonders gut können? Und was müsste ich dafür tun?

Schreiben Sie darum wieder auf …

… inwiefern Sie Ihre Grundeinstellung ändern sollten,

… welche Fähigkeiten Sie lernen sollten,

… welche Angewohnheiten Sie ändern sollten,

… mit welchen Leuten Sie in Kontakt treten sollten und mit welchen Sie den Kontakt abbrechen sollten,

… alles, was Ihnen noch einfällt.

Schritt 4: Finden Sie Muster

Nachdem Sie Ihre Gedanken aufgeschrieben haben: Finden Sie Ähnlichkeiten bei den Punkten, die Sie ändern sollten? Es geht darum, diejenigen aufzuspüren, mit denen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen könnten.

Zum Beispiel: Wenn ich mit Angewohnheit X aufhöre:

  1. wäre ich weniger gestresst,
  2. hätte ich weniger Streit mit meinem Ehepartner,
  3. hätte ich mehr Zeit für Sport
  4. und wäre dadurch gesünder.

Es geht darum, mit minimalem Aufwand möglichst viel zu erreichen. Stichwort Pareto-Prinzip. Demnach lässt sich mit nur 20 Prozent Einsatz in vielen Fällen ein 80-prozentiges Ergebnis erreichen. Wer 100 Prozent erreichen möchte, muss einen ungleich höheren Aufwand betreiben.

Machen Sie sich klar, welche 80 Prozent für Sie die entscheidenden sind: Was möchten Sie 2020 unbedingt erreichen? Schauen Sie dann auf die Muster, die Sie gefunden haben. Mit welchen 20 Prozent dieser Muster erreichen Sie Ihre zuvor definierten 80 Prozent?

Schritt 5: Machen Sie einen groben Plan

In diesem Schritt stellen Sie einen Plan für 2020 auf. Definieren Sie Aktionen und Meilensteine. Forest erklärt, was es damit auf sich hat: Unter einem Meilenstein versteht er ein Ergebnis, das man zu einem bestimmten Datum erreichen möchte. Und eine Aktion? Das sei schlicht etwas, das man tatsächlich tue.

Als Nächstes tragen Sie Ihre Aktionen und Meilensteine in Ihren Kalender ein: Wann werden Sie etwas tun (Aktion), wann soll das Ergebnis erreicht sein (Meilenstein)? Zum Beispiel: Ich möchte bis 30. April 2020 drei Neukunden akquirieren. Dafür werde ich im Januar X tun, im Februar Y machen und im März Z umsetzen.

Forest empfiehlt, dabei möglichst konkret und realistisch vorzugehen, denn wir überschätzen uns oft. Er rät: „Was auch immer Sie glauben, in einer Woche zu schaffen: Tragen Sie nur die Hälfte ein.“

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