Tankkarte Geld sparen auch bei kleinen Fuhrparks

Einmal volltanken, bitte! Mit einer Tankkarte lässt sich an Tankstellen bargeldlos bezahlen. Ein Vergleich der Karten kann sich lohnen.

Einmal volltanken, bitte! Mit einer Tankkarte lässt sich an Tankstellen bargeldlos bezahlen. Ein Vergleich der Karten kann sich lohnen.© Sandor Jackal / Fotolia.com

Mit einer Tankkarte können kleine Unternehmen an der Tankstelle Zeit und Geld sparen. Welche Vorteile hat eine Tankkarte und was ist zu beachten?

Tankkarten sind in mittleren und großen Unternehmen üblich, doch sie lohnen sich auch für kleine Unternehmen oft schon ab dem ersten Fahrzeug. Denn neben günstigeren Spritpreisen kann eine Tankkarte helfen, das Zettelchaos bei der Buchhaltung zu verkleinern.

Grundsätzlich funktioniert eine Tankkarte wie eine Kreditkarte: An Tankstellen kann man damit bargeldlos bezahlen. Viele Karte können außerdem nicht nur zum Tanken benutzt werden, sondern auch für Dienstleistungen an der Tankstelle, bei der Pannenhilfe oder der Abrechnung von Mautgebühren.

Anzeige

Im Gegensatz zu einer Kreditkarte funktioniert eine Tankkarte in der Regel nicht an allen Tankstellen, sondern nur bei den Vertragstankstellen: also die Karte von Aral an Tankstellen von Aral und die Shell-Tankkarte an Shell-Tankstellen (hier kann man auch eine erweiterte Variante wählen, die außerdem bei Avia, Esso und Total akzeptiert wird). Um ihr Tankstellennetz zu vergrößern, haben sich einige Anbieter zu einem gemeinsamen Netz zusammengeschlossen. So gilt die Total Card beispielsweise auch bei Avia und Westfalen. Die meisten Anbieter haben auch europaweit Partnertankstellen.

Welche Vorteile hat eine Tankkarte?

Kostenkontrolle:
Für jeden Mitarbeiter kann online festgelegt werden, was er mit seiner Tankkarte kaufen kann und was nicht. Welche Dienstleistungen er nutzen darf (beispielsweise: Waschen), ob er Produkte im Shop kaufen darf (beispielsweise: Frostschutzmittel), zu welcher Zeit und in welcher Region er die Karte nutzen darf und wie viel Liter Benzin oder Diesel er tanken kann.

Weniger Papierkrieg in der Buchhaltung:
Das Sammeln und Kleben von Bons und Kassenzetteln entfällt und die Mitarbeiter müssen nicht in Vorleistung treten – alle Umsätze sind über die Onlineportale der Tankkarten-Anbieter einsehbar. Die Funktionen unterscheiden sich je nach Anbieter leicht. Meist lassen sich monatliche Abrechnungen und Statistiken online nachvollziehen. Dazu zählen auch Daten wie zum Beispiel gefahrene Kilometer und Kraftstoffverbrauch. Die Daten können direkt weiter an das Finanzamt geschickt werden – das reduziert den bürokratischen Aufwand.

Spartarife:
Bei einigen Tankkarten gibt es einen Spartarif von ein bis zwei Cent pro getanktem Liter. Wird viel getankt, kann sich der Preisnachlass lohnen.

Wie sicher sind Tankkarten?

Wie eine Kreditkarte sind auch Tankkarten durch PIN-Codes geschützt, die nur der Kartenbesitzer kennt. Zudem lassen sich Tages-, Wochen-, und Monatslimits einrichten. Alle Transaktionen können online eingesehen werden. Gibt es irgendwelche Unregelmäßigkeiten oder wurde das Portemonnaie geklaut, kann man eine Karte jederzeit sperren.

Ist eine Tankkarte ein geldwerter Vorteil?

Nutzt der Arbeitnehmer die Tankkarte auch privat, gilt sie als geldwerter Vorteil und wird steuerlich genauso behandelt wie der Firmenwagen. Dabei kommen zwei unterschiedliche Methoden zu Anwendung: die Ein-Prozent-Regelung oder das Fahrtenbuch.

Steuerfrei sind hingegen Benzingutscheine, wenn sie im Monat den Betrag von 44 Euro nicht übersteigen.

Welche Tankkarte ist die richtige für mein Unternehmen?

Auch wenn sich die Leistungen vieler Anbieter ähneln, finden sich Unterschiede im Detail. Es lohnt sich, die genauen Konditionen der verschiedenen Tankkarten zu vergleichen, um das beste Angebot herauszusuchen. Einige Anbieter legen eine gewisse Abnahmemenge Treibstoff, eine Nutzungsgebühr oder eine Mindestanzahl genutzter Karten fest. Je nachdem, wie viel die Flotte eines Unternehmens genutzt wird, lohnt sich ein anderer Anbieter.

Fahren die Mitarbeiter weite Strecken, bietet sich ein Kartenanbieter an, der mehrere Netze kombiniert. Einige Tankkarten sind nicht unbedingt nur auf die Stationen einer Marke beschränkt.

Überblick: Anbieter von Tankkarten

Kartenname Kosten Voraussetzungen Tankstellennetz
Aral Card Plus 2,50 € pro Monat und Karte 700 Liter pro Monat /
mind. 5 Fahrzeuge
Deutschland: 3500
Europa: 18.000
Aral Card Komfort 1 € pro Monat und Karte (zzgl. gesetzliche Mehrwertsteuer) max. 5 Fahrzeuge Deutschland: 2.500
Avia Card Auf Anfrage Keine Deutschland: 2.200
DKV Card ServiceFee von 0,7 % oder 2 € pro Monat und Karte Keine Deutschland: 20.400
Europa: 60.000
Esso Card 2 € pro Monat und Karte + Gebühren für Nutzung der Karte außerhalb Deutschlands 2000 Liter pro Jahr Deutschland: 2800
Europa: 11.300
EuroShell Card 1,5 % des Bruttorechnungsbetrags + 19,90 € Netto pro Jahr und Karte 3000 Liter pro Monat (über Partner FleetCor auch unter 3000 Liter pro Monat) Deutschland: 5000
Europa: 20.000
JET Card Gebührenfrei Keine Deutschland: 600
Multicard – Eni 2 € pro Monat und Karte 900 Liter pro Monat Europa: ca. 18.000
My Card Einmalig 2,50 € Karte Keine Deutschland: 400
Novofleet Card 2 € pro Monat und Karte Keine Deutschland, Österreich und Luxemburg: 3700
Star Flottenkarte 2 € pro Monat und Karte (ab 10 Karten 1 €) 500 Liter pro Monat Deutschland: 600
TOTAL Card ab 2 € pro Monat und Karte (je nach Leistungspaket) Keine Deutschland: 4400
Europa: 15.000
Westfalen Service Card Gebührenfrei 500 Liter pro Monat /
mind.3 Fahrzeuge
Deutschland: 5.500

1 Kommentar
  • Achim 21. Februar 2017 06:50

    Sehr geehrte Impulse Redaktion,

    in Deutschland haben wir derzeit knapp 15.000 öffentlich zugängliche Tankstellen…daher kann der Wert für die DKV Card (20.000 Tankstellen) nicht stimmen :-).

    Vielen Dank und schöne Grüße aus Hamburg
    Achim

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...