Kritikfähigkeit verbessern
Diese 7 Sätze helfen Ihnen, Kritik nicht persönlich zu nehmen

Kritik anzunehmen ist oft schwierig. Auch Chefs haben damit ihre Probleme. Doch wer bei kritischem Feedback sofort in die Defensive geht, vergibt wertvolle Chancen. So geht es besser.

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Kritikfähigkeit verbessern
© PM Images / DigitalVision / Gettyimages

Gehören Sie auch zu den Personen, die bei Widerspruch gleich eine Abwehrhaltung einnehmen? Fühlen Sie sich sofort angegriffen, selbst wenn andere mit kritischem Feedback nur helfen wollen? Dann sollten Sie sich vielleicht einige der folgenden Sätze zurechtlegen, um künftig gelassener auf Kritik zu reagieren.

„Selbstverteidigung ist die natürliche Reaktion auf Kritik“, schreibt der US-amerikanische Führungsexperte Dan Rockwell in seinem Blog Leadership Freak. Schließlich macht niemand absichtlich Fehler. Die Folge: Wenn jemand kritisiert wird, fühlt er sich oft unfair behandelt, unterschätzt und unverstanden.

Besonders Führungskräfte, die es gewohnt sind, Entscheidungen zu treffen, hören ungern, dass sie dabei falsch lagen. Aber auch Mitarbeiter machen oft dicht, wenn sie kritisiert werden. Beide Seiten verpassen dadurch die Chance, aus dem Feedback zu lernen – und beispielsweise einen Fehler zu korrigieren.

Gängige Reaktionen auf Kritik

Der Coach und Buchautor Rockwell hat sieben Reaktionen ausgemacht, die es unmöglich machen, konstruktive Kritik anzunehmen:

  1. Leugnen: Viele Menschen weigern sich, Verantwortung zu übernehmen. Sie wehren Kritik mit Sätzen ab wie „Das ist nicht meine Schuld“.
  2. Schuldige suchen: Dabei schieben die Kritisierten die Verantwortung auf andere ab. „Mir wurde gesagt, dass ich das so machen soll“, heißt es dann.
  3. Gegenangriff: Wer sich zu Unrecht kritisiert fühlt, geht schnell zum Angriff über. „Das machen Sie doch genauso.“
  4. Rationalisierung: Oft versuchen die Kritisierten auch, dem anderen die Kompetenz abzusprechen. Sie sagen dann so etwas wie: „Sie verstehen nicht, worum es mir ging.“
  5. Verharmlosen: Bei dieser Strategie versucht das Gegenüber die Auswirkungen seines Handelns herunterzuspielen. „Das ist doch keine große Sache.“
  6. Rechtfertigen: Schließlich werden Argumente vorgebracht, die den Fehler als unvermeidlich rechtfertigen. „Sie wissen ja gar nicht, unter welchem Druck ich stehe.“
  7. Dicht machen: Wenn nichts mehr hilft, zieht sich die Person zurück, um weitere Konfrontationen zu vermeiden. „Ich kann mich jetzt nicht damit befassen.“

Souveräne Antworten, die die Debatte entschärfen

Wie also geht es besser? „Der erste Schritt besteht darin, diese Abwehrhaltung an sich selbst zu bemerken“, schreibt Dan Rockwell. Nur wer seine Abwehrmechanismen kennt, kann dieses Verhaltensmuster aufbrechen – und sich bewusst für eine andere Antwort entscheiden. Im zweiten Schritt könnten sich Führungskräfte vorgefertigte Antworten zurechtlegen, so Rockwell, auf die sie zurückgreifen können, wenn sie sich zu Unrecht kritisiert fühlen. Das wirkt souverän und entschärft die Debatte.

Der Coach empfiehlt die folgenden Reaktionen:

  1. Offenheit: Wenn Sie offen auf Kritik reagieren, erfahren Sie mehr über das eigentliche Problem. Sie könnten zum Beispiel sagen: „Das überrascht mich. Erzählen Sie mir mehr.“
  2. Neugierde: Eine andere mögliche Reaktion ist neugierig nachzuhaken: „Wie sind Sie darauf gekommen?“
  3. Entwicklung: Mit Ihrer Antwort können Sie auch signalisieren, dass Sie bereit sind, etwas zu verändern. Und einfach fragen: „Was schlagen Sie vor?“
  4. Dankbarkeit: Zeigen Sie, dass Sie für Kritik dankbar sind, indem Sie sagen. „Danke, dass Sie das so offen vorbringen. Das ist mir auch wichtig.“
  5. Durchatmen: Um nicht in die Rechtfertigungsfalle zu tappen, genügt es oft schon, kurz innezuhalten und Luft zu holen, bevor Sie antworten.
  6. Um Zeit bitten: Nehmen Sie sich etwas Bedenkzeit. Statt sofort zu reagieren, sagen Sie einfach: „Gut, dass Sie das ansprechen. Lassen Sie uns das später in Ruhe besprechen.“
  7. Bescheidenheit: Bedenken Sie, dass Ihr Gegenüber möglicherweise Recht haben könnte. Eine mögliche Antwort wäre: „Darüber habe ich so noch gar nicht nachgedacht.“

Wie kritikfähig sind Sie? Hier geht es zum Download „Selbsttest zur Kritikfähigkeit“.

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Gehören Sie auch zu den Personen, die bei Widerspruch gleich eine Abwehrhaltung einnehmen? Fühlen Sie sich sofort angegriffen, selbst wenn andere mit kritischem Feedback nur helfen wollen? Dann sollten Sie sich vielleicht einige der folgenden Sätze zurechtlegen, um künftig gelassener auf Kritik zu reagieren. „Selbstverteidigung ist die natürliche Reaktion auf Kritik“, schreibt der US-amerikanische Führungsexperte Dan Rockwell in seinem Blog Leadership Freak. Schließlich macht niemand absichtlich Fehler. Die Folge: Wenn jemand kritisiert wird, fühlt er sich oft unfair behandelt, unterschätzt und unverstanden. Besonders Führungskräfte, die es gewohnt sind, Entscheidungen zu treffen, hören ungern, dass sie dabei falsch lagen. Aber auch Mitarbeiter machen oft dicht, wenn sie kritisiert werden. Beide Seiten verpassen dadurch die Chance, aus dem Feedback zu lernen – und beispielsweise einen Fehler zu korrigieren. Gängige Reaktionen auf Kritik Der Coach und Buchautor Rockwell hat sieben Reaktionen ausgemacht, die es unmöglich machen, konstruktive Kritik anzunehmen: Leugnen: Viele Menschen weigern sich, Verantwortung zu übernehmen. Sie wehren Kritik mit Sätzen ab wie „Das ist nicht meine Schuld“. Schuldige suchen: Dabei schieben die Kritisierten die Verantwortung auf andere ab. „Mir wurde gesagt, dass ich das so machen soll“, heißt es dann. Gegenangriff: Wer sich zu Unrecht kritisiert fühlt, geht schnell zum Angriff über. „Das machen Sie doch genauso.“ Rationalisierung: Oft versuchen die Kritisierten auch, dem anderen die Kompetenz abzusprechen. Sie sagen dann so etwas wie: „Sie verstehen nicht, worum es mir ging.“ Verharmlosen: Bei dieser Strategie versucht das Gegenüber die Auswirkungen seines Handelns herunterzuspielen. „Das ist doch keine große Sache.“ Rechtfertigen: Schließlich werden Argumente vorgebracht, die den Fehler als unvermeidlich rechtfertigen. „Sie wissen ja gar nicht, unter welchem Druck ich stehe.“ Dicht machen: Wenn nichts mehr hilft, zieht sich die Person zurück, um weitere Konfrontationen zu vermeiden. „Ich kann mich jetzt nicht damit befassen.“ [mehr-zum-thema] Souveräne Antworten, die die Debatte entschärfen Wie also geht es besser? „Der erste Schritt besteht darin, diese Abwehrhaltung an sich selbst zu bemerken“, schreibt Dan Rockwell. Nur wer seine Abwehrmechanismen kennt, kann dieses Verhaltensmuster aufbrechen – und sich bewusst für eine andere Antwort entscheiden. Im zweiten Schritt könnten sich Führungskräfte vorgefertigte Antworten zurechtlegen, so Rockwell, auf die sie zurückgreifen können, wenn sie sich zu Unrecht kritisiert fühlen. Das wirkt souverän und entschärft die Debatte. Der Coach empfiehlt die folgenden Reaktionen: Offenheit: Wenn Sie offen auf Kritik reagieren, erfahren Sie mehr über das eigentliche Problem. Sie könnten zum Beispiel sagen: „Das überrascht mich. Erzählen Sie mir mehr.“ Neugierde: Eine andere mögliche Reaktion ist neugierig nachzuhaken: „Wie sind Sie darauf gekommen?“ Entwicklung: Mit Ihrer Antwort können Sie auch signalisieren, dass Sie bereit sind, etwas zu verändern. Und einfach fragen: „Was schlagen Sie vor?“ Dankbarkeit: Zeigen Sie, dass Sie für Kritik dankbar sind, indem Sie sagen. „Danke, dass Sie das so offen vorbringen. Das ist mir auch wichtig.“ Durchatmen: Um nicht in die Rechtfertigungsfalle zu tappen, genügt es oft schon, kurz innezuhalten und Luft zu holen, bevor Sie antworten. Um Zeit bitten: Nehmen Sie sich etwas Bedenkzeit. Statt sofort zu reagieren, sagen Sie einfach: „Gut, dass Sie das ansprechen. Lassen Sie uns das später in Ruhe besprechen.“ Bescheidenheit: Bedenken Sie, dass Ihr Gegenüber möglicherweise Recht haben könnte. Eine mögliche Antwort wäre: „Darüber habe ich so noch gar nicht nachgedacht.“ Wie kritikfähig sind Sie? Hier geht es zum Download „Selbsttest zur Kritikfähigkeit“.