Wachstum durch Spezialisierung
„Unser einziger Prozess war: Ich habe ein Problem und geh zum Chef.“

Als Robert Dreyer 2019 die Tischlerei des Vaters übernimmt, hinkt der Betrieb der Modernisierung hinterher. Innerhalb von vier Jahren stellte er den Betrieb komplett neu auf. So ist er vorgegangen.

, von

Geschäftsmodell
Robert Dreyer, 33, hat die Tischlerei seines Vaters übernommen - 2023 feierte sie ihr 100-jähriges Bestehen.
© Philip Bartz für impulse

Als Robert Dreyer im Jahr 2019 die Tischlerei seines Vaters übernimmt, liegt sie in einer Art Dornröschenschlaf. Außer den Maschinen bewegt sich nicht mehr viel in dem 96 Jahre alten Betrieb. Man tut eben die Sachen, die man schon immer so gemacht hat – Möbel, Fenster, Treppen, es wird angefertigt, was regionale Bauherren und Architekten so brauchen.

Fernab der nächsten Großstadt ist es schwer, Fachleute zu finden. Den damals 29-jährigen Dreyer erwartet eine doppelte Herausforderung: Er muss Menschen führen, die seit 30 Jahren im Betrieb sind, gleichzeitig ist der Modernisierungsdruck hoch. Mit Computern hatte sein ­Vater „nicht viel am Hut“, wie Dreyer sagt, er ließ sich E-Mails noch ausdrucken. Der Sohn holt sich dagegen Tipps von der Handwerkskammer und packt dann fast alle Arbeitsschritte im Unter­nehmen an. „Bis dahin war der einzige Prozess bei uns: Ich habe ein Problem und geh zum Chef.“


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Als Robert Dreyer im Jahr 2019 die Tischlerei seines Vaters übernimmt, liegt sie in einer Art Dornröschenschlaf. Außer den Maschinen bewegt sich nicht mehr viel in dem 96 Jahre alten Betrieb. Man tut eben die Sachen, die man schon immer so gemacht hat – Möbel, Fenster, Treppen, es wird angefertigt, was regionale Bauherren und Architekten so brauchen. Fernab der nächsten Großstadt ist es schwer, Fachleute zu finden. Den damals 29-jährigen Dreyer erwartet eine doppelte Herausforderung: Er muss Menschen führen, die seit 30 Jahren im Betrieb sind, gleichzeitig ist der Modernisierungsdruck hoch. Mit Computern hatte sein ­Vater „nicht viel am Hut“, wie Dreyer sagt, er ließ sich E-Mails noch ausdrucken. Der Sohn holt sich dagegen Tipps von der Handwerkskammer und packt dann fast alle Arbeitsschritte im Unter­nehmen an. „Bis dahin war der einzige Prozess bei uns: Ich habe ein Problem und geh zum Chef.“ .paywall-shader { position: relative; top: -250px; height: 250px; background: linear-gradient(to bottom, rgba(255, 255, 255, 0) 0%, rgba(255, 255, 255, 1) 90%); margin: 0 0 -250px 0; padding: 0; border: none; } Sie möchten weiterlesen? Anmelden impulse-Mitglieder können nach dem Anmelden auf alle -Inhalte zugreifen. Jetzt anmelden impulse-Mitglied werden impulse-Magazin alle -Inhalte digitales Unternehmer-Forum exklusive Mitglieder-Events und vieles mehr … Jetzt Mitglied werden
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