Krankmeldung Diese Rechte haben Arbeitgeber, wenn Mitarbeiter krank sind

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Wann müssen sich Arbeitnehmer krankmelden? Wann ein Attest vorlegen? Darf man kranken Mitarbeitern kündigen? Das Wichtigste zum Thema Krankmeldung.

Wie schnell muss ein Mitarbeiter seinen Arbeitgeber über seine Krankheit informieren?

Ist der Mitarbeiter arbeitsunfähig, dann muss er seinem Arbeitgeber unverzüglich Bescheid geben – spätestens aber bis zum Arbeitsbeginn am ersten Krankheitstag. Arbeitnehmer, die schon im Voraus wissen, dass sie wegen Krankheit nicht werden arbeiten können (etwa wegen einer geplanten OP), müssen auch dies unverzüglich ihrem Arbeitgeber mitteilen. Diese so genannte Anzeigepflicht ist in Paragraf 5 im Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) geregelt.

Die Krankmeldung kann per Telefon, per E-Mail oder sogar per SMS oder WhatsApp erfolgen. Es ist auch möglich, einem Kollegen zu beauftragen, die Information weiterzugeben. Das Entgeltfortzahlungsgesetz macht hierzu keine Angaben. Aber: Der Arbeitnehmer muss sicherstellen, dass die Krankmeldung den Arbeitgeber auch erreicht. Ein E-Mail an eine Adresse zu schicken, die nicht kontinuierlich abgerufen wird, reicht daher nicht aus.

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Was muss die Krankmeldung enthalten? An welches Muster müssen sich Arbeitnehmer halten?

Der Arbeitnehmer muss, wenn er noch nicht beim Arzt war, selbst eine Prognose zu seiner voraussichtlichen Genesung abgeben. Etwa so:

“Ich bin heute krank und kann daher leider nicht arbeiten. Ich gehe davon aus, morgen wieder arbeitsfähig zu sein.”

Oder so:

“Ich bin krank und kann daher leider nicht arbeiten. Ich gehe heute zum Arzt und teile danach umgehend mit, wie lange ich krankheitsbedingt ausfallen werden.”

Ab wann ist ein ärztliches Attest nötig?

Grundsätzlich muss der Mitarbeiter eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, wenn er länger als drei Kalendertage nicht arbeiten kann. Sprich: Ist der Mitarbeiter seit Montag krank, muss er spätestens am Donnerstag eine Bescheinigung seiner Arbeitsunfähigkeit vorlegen.

Sonderfall Wochenende: Wird ein Arbeitnehmer am Donnerstag krank und hat typischerweise am Samstag und Sonntag frei, dann muss er die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst am Montag vorlegen.

Darf der Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch schon früher verlangen?

Ja. Der Arbeitgeber kann sogar schon am ersten Krankheitstag eine ärztliche Bescheinigung verlangen – und zwar unabhängig davon, ob er den Verdacht hegt, dass der Mitarbeiter die Erkrankung nur vortäuscht (BAG, Az: 5 AZR 866/11) Aber: Wenn der Arbeitgeber generell – also für alle Mitarbeiter – anordnet, dass ein Krankenschein bereits früher eingereicht werden muss, dann braucht er die Zustimmung des Betriebsrats. Voraussetzung ist außerdem, dass im Arbeitsvertrag keine andere Regelung festgeschrieben ist.

Wann muss der Arbeitnehmer eine Folgebescheinigung vorlegen?

Die Krankmeldung des Arbeitnehmers muss lückenlos erfolgen. Hat der Arbeitnehmer beispielsweise eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis Montag und ist noch nicht wieder arbeitsfähig, muss die Folgebescheinigung ab Dienstag gelten.  Eine Folgebescheinigung muss der Arbeitnehmer auch dann noch vorlegen, wenn er länger als sechs Wochen krankgeschrieben ist und deshalb keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat.

Darf der Arbeitgeber bei einer Krankmeldung Auskunft über die Diagnose verlangen?

Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber nicht im Detail mitteilen, woran er erkrankt ist – das ist Privatsache. Sehr wohl muss der Mitarbeiter aber vor einem Arztbesuch subjektiv einschätzen, wie lange seine Erkrankung dauern könnte. Nach dem Arztbesuch muss er die Prognose des Arztes, wie lange die Arbeitsunfähigkeit andauert, dem Arbeitgeber mitteilen. Bei Krankheiten wie dem Coronavirus kann allerdings die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers Priorität haben.

Lesen Sie auch: Arztbesuch während der Arbeitszeit: Wann ist er erlaubt?

Ein Mitarbeiter ist zwei Wochen krankgeschrieben, aber nach einer Woche wieder fit. Darf er wieder zur Arbeit kommen?

Ja. Trotz Krankschreibung zu arbeiten ist grundsätzlich erlaubt. Eine Krankschreibung ist kein generelles Arbeitsverbot, sondern gibt nur eine Prognose über den wahrscheinlichen Krankheitsverlauf. Umgekehrt gilt aber auch: Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet zu arbeiten, solange sie krankgeschrieben sind – selbst wenn sie mutmaßlich arbeitsfähig wären. Ein Chef darf nicht von Beschäftigten verlangen, trotz Krankschreibung zu arbeiten.

Welche Rechte und Pflichten Arbeitgeber in diesem Fall haben, lesen Sie hier: Arbeiten trotz Krankschreibung: Was jeder wissen sollte

Kann der Arbeitgeber ein Attest anzweifeln?

Ja. Hat der Arbeitgeber den Eindruck, dass das ärztliche Attest nur eine Gefälligkeitsbescheinigung ist und der Mitarbeiter krankfeiert, so kann er eine Abmahnung aussprechen oder dem Mitarbeiter sogar kündigen – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Ein besonderer Fall sind dabei Online-Krankschreibungen: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung via Internet: Müssen Chefs Online-Krankschreibungen akzeptieren?

Kann ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter kündigen, wenn dieser häufig krank ist?

Ja. Dass eine Krankheit zu einem Kündigungsschutz führt, gehört zu den weit verbreiteten Irrtümern rund ums Thema Krankschreibung. Arbeitgeber können kranken Mitarbeitern unter denselben Voraussetzungen kündigen wie andere Mitarbeiter auch.

Aber auch die Krankheit an sich kann ein legitimer Kündigungsgrund sein. Fehlt ein Mitarbeiter mehr als sechs Wochen im Jahr wegen Krankheit, kann dies als kündigungsrelevant betrachtet werden. Ein entsprechendes Urteil fällte das Landesarbeitsgericht Main, Az.: 5 Sa 152/11. Es gibt allerdings immerwieder Irrtümer, was die Kündigung wegen Krankheit betrifft. Eine Kündigung wegen Krankheit ist nur möglich, wenn der Mitarbeiter eine negative Gesundheitsprognose hat, also immer wieder krankheitsbedingte Fehlzeiten zu erwarten sind. Zudem hat der Arbeitgeber die Nachweispflicht, dass die Krankheit des Mitarbeiters zu einer betrieblichen Belastung führen.

Der Arbeitnehmer wird im Urlaub krank. Welche Informationspflichten hat er dann? Braucht er ein ärztliches Attest?

Auch Arbeitnehmer, die im Urlaub erkranken, müssen sich krankmelden – zumindest dann, wenn sie die Urlaubstage, an denen sie krank waren, später nachholen möchten. Dieses Recht steht ihnen laut Paragraf 9 Bundesurlaubsgesetz zu. Für die Krankmeldung aus dem Urlaub gelten allerdings besondere Regeln:

  • Arbeitnehmer müssen sich bereits am ersten Krankheitstag bei ihrem Arbeitgeber melden.
  • Sie müssen sich die Krankheit bereits am ersten Tag von einem Arzt attestieren lassen.
  • Sie müssen darauf achten, dass auf einem ausländischen Attest die Arbeitsunfähigkeit explizit erwähnt wird.

Lesen Sie auch: Urlaubsanspruch bei Krankheit: Wann Urlaub verfällt und wann Chefs ihn auszahlen müssen

Wie lange dürfen Mitarbeiter zu Hause bleiben, wenn ihr Kind krank ist?

Mütter und Väter dürfen zu Hause bleiben, wenn es die Erkrankung ihres Kindes dringend erforderlich macht. Wie lange und unter welchen Voraussetzungen, da ist die Gesetzgebung nicht eindeutig. Beziehen sich Angestellte auf Paragraf 45 SGB V, ist zumindest klar geregelt, wie lange der Arbeitgeber sie unbezahlt freistellen muss – wenn das Kind jünger als zwölf ist und ein Attest vom Kinderarzt vorliegt: Bei verheirateten Paaren hat jedes Elternteil dann einen Anspruch auf zehn Kinderkrankentage im Jahr.

Mehr dazu hier: Kind krank: Was Arbeitgeber über die Rechte von Eltern wissen müssen

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52 Kommentare
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    Klaus 1. Mai 2021 10:46

    Mein Arbeitnehmer hat den ganzen April gefehlt und keine AU eingereicht.
    Hat er Anspruch auf Lohn und wann erhalte ich die AU?

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 3. Mai 2021 07:58

      Hallo Klaus,

      siehe oben: “Grundsätzlich muss der Mitarbeiter eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, wenn er länger als drei Kalendertage nicht arbeiten kann. Sprich: Ist der Mitarbeiter seit Montag krank, muss er spätestens am Donnerstag eine Bescheinigung seiner Arbeitsunfähigkeit vorlegen.” Andernfalls ist das ein Abmahnungsgrund, siehe auch: https://www.impulse.de/recht-steuern/rechtsratgeber/abmahungsgruende/6420097.html

      Wir empfehlen eine Beratung durch einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt.

      Beste Grüße vom impulse-Team

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    Allgemeine Frage 12. Februar 2021 13:01

    Wie oft kann ein Mitarbeiter die Drei Tage Krankregelung ohne AU in Anspruch nehmen?…

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    Esma kaplan 28. Oktober 2020 21:30

    Hallo ich hab mal eine wichtige frage ich bin schon länger krank wegen einer krankheit ich weiß selber nicht wann ich wieder fit bin, ich reiche meine au auch immer pünktlich ein, meine frage ist es ich melde mich nicht telefonisch ich verschicke immer mein au ein , mein chef hat mich angerufen und meinte das ich mich alle 2 wochen bei ihm bitte melden soll? Muss ich das machen? Also muss ich mich bei meinem chef immer telefonisch melden? reicht das nicht meine au zu schicken?

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    Burcin 10. September 2020 22:24

    Abend,
    Meine Frage ist darf meine Vorarbeiterin wo ich Sozialversichhert arbeite meine 2 te Arbeitsstelle (450 Basis job) anrufen und fragen ob ich auch dort krankgeschrieben bin.

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    Alexander Arz 27. August 2020 23:40

    Guten Abend,
    Kann ich per Betriebsvereinbarung festlegen, das geplante Operationen mit einer Vorankündigung von 3 Monaten angemeldet werden müssen?
    Es geht lediglich um planbare OPs chronischer Leiden wie z. Bsp Halux Korrekturen.
    Eine derartige Vorgehensweise ist unkollegial und stört die betrieblichen Abläufe empfindlich, da wir in einem 24 Std Schichtdienst arbeiten und sich dies negativ auf die ganze Belegschaft auswirkt.
    Hier muss der Schutz der betrieblichen Abläufe und des Teams im Vordergrund stehen

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    Anonymous 20. Juli 2020 11:34

    Darf der arbeitgeber Mein attest nicht akzeptieren da ich freitag krankgeschrieben war aber erst montag beim arzt war

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    Da kuckste was :) 5. Juli 2020 04:19

    Der Arbeitgeber darf alles! (ob Recht oder nicht, es liegt an dir wie du zu deiner Arbeit stehst, was du dir Gefallen lässt, nach 270 unbezahlten Überstunden wurde ich krank, die Kündigung war der Dank.

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    Dominik Oo 3. Juli 2020 23:07

    Bei der arbeit fuss umgeknickt , 1ne ganze woche danach noch gearbeitet , dan wegen stärker werdenden schnerzen zum HA gegangen (Dummerweise dort vergessen zu sagen das es während der arbeit passiert war )2wochen krankgeschrieben worden , AG direkt bescheid gegeben und krankmeldung gebracht, doch mein Ag frug mich ob es auf der arbeit passierte , hab natürlich ja gesagt .Darauf hin verlangte er von mir einen unfallbericht zu erstellen und von meinem HA einen arztbericht zu besorgen .gesagt getahn direkt beim HA angerufen und gefragt ob ich diesen Arztbericht haben könnte , aber da ich vergass zu sagen das es auf der baustelle (arbeit) passierte an dem tag der krankschreibung , wollte mein HA mir keinen bericht dazu übergeben bzw . die hatten dazu garkeinen bericht , weil fuss umknicken nicht zu arbeitsunfällen gehören würde , ich hab dort aber dan klar gestet das ich für meinen AG aber einen haben muss , haben die mir eine überweisung gegeben zu einem durchgangsarzt , wo sich herausstellte das der Fuß gebrochen war , was der HA von mir garnicht erkannte, zurück zum arztbericht . Hab dort beim durchgangsarzt gesagt das mein chef einen arztbericht dazu haben will , die ärzte meinten dort zu mir dein chef kann diesen bericht von dir aufkeinenfall verlangen dazu hätte er garkeinen recht und wollten es mir erst garnicht geben , aber weil mein AG darauf unbedingt bestandt haben die für mich selbst diesen arztbericht erstellt .. Diesen natürlich meinen AG direkt überreicht. lange rede kurzer sinn ,darf mein AG sowas verlangen ,oder hätte ich einfach sagen können nein diesen arztbericht bekommen sie aufkeinenfall ogne daraus Konsequenzen zu kassieren (abmahnung,kündigung)würd mich brennend interessieren .
    Schonmal im voraus einen lieben dank .
    MFG

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    Timo Snelinski 26. März 2020 12:46

    Inge Weber
    Sie haben die Pflicht Ihrem Arbeitgeber mitzuteilen wann Sie wieder arbeitsfähig sind
    obwohl sie noch krank geschrieben sind,
    Ihr Chef muss ja auch planen.
    Das kann man schon am Freitag sagen ob man voraussichtlich am Montag wieder arbeiten kommt
    oder glauben sie allen ernstes das Sie bis Sontag 12:00 Uhr krank sind und ab 13:00 Uhr kern Gesund
    Ihre frage kann man sich bei gesundem Menschenverstand selbst beantworten

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    Sofka Sofies 11. März 2020 12:01

    Nein, darf er nicht, auf keinen Fall weil das privatsache ist, sie teilen ihm, aber der niemanden

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    Günther 6. März 2020 11:17

    Darf ein Arbeitgeber ein ärztliches Attest verlangen über vom Mitarbeiter behauptete Symptome? Zum Beispiel: “Ich habe den Verdacht eine Covid-19-Infektion zu haben, weil ich Fieber, Durchfall, Gliederschmerzen und trockenen Husten habe?”

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    Maria Prager 24. Februar 2020 15:22

    Darf der Arbeitgeber die Krankheit des Arbeitsnehmers überall weitertragen d.h. an alle Mitarbeiter und alle Kunden? In dem Fall war es Burn Out

  • Angelika Unger
    Angelika Unger 10. Februar 2020 09:23

    Liebe Leserinnen und Leser,

    für Rechtsberatung in Einzelfällen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

    Viele Grüße vom impulse-Team

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    Lisa Wagner 7. Februar 2020 20:51

    Ich hatte vor 2 Jahren eine Stenose im linken Mittelfinger operieren lassen.Die Krankheit dauerte 4 Monate und danach wurde ich von MDK der KK zur Arbeit geschickt,sie mir nichts mehr zahlen würden. 4Tage arbeitete ich, wurse vom 2.Chef in dem Rest-Urlaub und mein Chef war auch mal am Sa auf Arbeit und sagte zu mir:”Sie machen dann Urlaub und nach diesen gehen sie zu ihren Arzt und dann melden sie sich wieder “krank,denn ich habe gehört,daß sie noch “krank” sind”! Er sagte weiter:” Sie bleiben so lange zu Hause,bis sie wieder gesund sind und in diesem Jahr dürfen sie nicht mehr krank werden”! Jetzt frage ich mich,ob mein Chef so etwas zu mir sagen darf”???

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    Jens 9. Januar 2020 17:44

    Muss ich mein Teamleiter sagen was ich habe?

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    A.Hentschel 17. September 2019 17:18

    Darf mein Arbeitgeber sich Auskunft bei der Krankenkasse über meine Krankengeschichte einholen?
    Mai Bandscheibenvorfall ( 5 Tage krank)
    Juni Bandscheibenvorfall ( 5 Tage krank )
    Jetzt wieder Bandscheibenvorfall mit HWS OP und Reha.
    Ruft mein Chef doch bei der Krankenkasse an und erkundigt sich ob ich jedes mal für die gleiche Sache krank war.Darf er das?

  • Avatar
    Inge Weber 16. September 2019 13:45

    Darf ein Arbeitgeber einen krank geschriebenen Arbeitnehmer über Whats App ,vor Ablauf der Krankschreibung , am Freitag anschreiben ob man am Montag wieder zur Arbeit erscheint ? Ist das nicht etwas verfrüht bzw überhaupt Rechten ?

  • Avatar
    Dudenstein 13. September 2019 12:34

    Ich habe am 01.08.2019 eine Aushilfstätigkeit angenommen.
    Leider bin ich auf grund eines Augenleidens seit 14 Tagen krank
    geschrieben.

    Der Arbeitgeber ruft mich lfd. an und sendet mir E-Mails.

    Fragen:
    Darf der AG das?
    Muss ich zurück rufen-da eine aktuelle AU-Bescheinigung vorliegt?
    Kann ich während der Probezeit kündigen und LFZG verlangen?

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    ui 26. August 2019 19:52

    Da spricht jemand aus Erfahrung!

    Danke für die Aufklärung!

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    Arbeitnehmer anrufen, damit er zur Arbeit kommt, trotz AU, erlaubt? 25. August 2019 15:10

    Hallo,

    darf der Abteilungsleiter einen krankgeschriebenen Mitarbeiter anrufen und verlangen das ich sofort auf die Arbeit kommt?

    Das ist schon vorgekommen, auch BR und HR wissen das. Jedoch ohne Konsequenz.

    Wie soll man sich verhalten? Die Krankschreibung kommt nicht von ungefähr, und es wird auch nicht besser. Hoffe aber doch noch drauf und bekomme gute Hilfe von meinem Doc.

    Nach welcher Grundlage, gesetzlich, darf er den Mitarbeiter Anrufen und fordern augenblicklich zur Arbeit zu kommen?

    Lieben Dank
    KaiUwe

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 26. August 2019 08:51

      Hallo, normalerweise beantworten wir keine Rechtsfragen zu Einzelfällen, aber diese Frage ist so absurd, dass ich eine Ausnahme mache. Natürlich ist das nicht rechtskonform. Wenn der Arbeitnehmer eine gültige Krankschreibung vorlegt, kann kein Arbeitgeber verlangen, dass der Arbeitnehmer zur Arbeit erscheint. Unter bestimmten Umständen ist allerdings eine krankheitsbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber möglich – mehr dazu hier: https://www.impulse.de/recht-steuern/rechtsratgeber/kuendigung-wegen-krankheit/2405961.html

      Viele Grüße vom impulse-Team

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    Ulrich 20. Mai 2019 07:00

    Ja wenn die Krankheit wie in den meisten Fällen Stinkfaulitis (schwer ansteckend) festgestellt wurde, kann der Arbeitgeber seine oder seinen Mitarbeiter jederzeit zurückholen.

  • Avatar
    the lizard king 29. März 2019 16:42

    man sollte arbeitnehmer hier mit leibeigener ersetzen

  • Avatar
    Kathleen Klein 5. März 2019 14:51

    Darf ein Arbeigeber einen Arbeitnehmer vor Ablauf der krank Schreibung aus dem krank holen.wenn der Arbeitnehmer eine Ansteckende Krankheit hat?

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    Maria Schneider 10. Januar 2019 11:34

    Wie ist es denn, wenn ein AN vor den Betriebsferien 2 Wochen krank ist und nach den 2 Wochen Betriebsferien 4 Wochen auf Kur ist. Für die Ferien nimmt er lieber Urlaub, als sich krankschreiben zu lassen, damit er nicht aus der Lohnfortzahlung fällt, wäre aber nicht arbeitsfähig gewesen. Aufgrund der Unterbrechnung muss der AG weiterhin Lohnfortzahlung leisten. Kann man dagegen vorgehen? Danke!

    • Lisa Büntemeyer
      Lisa Büntemeyer 10. Januar 2019 11:48

      Hallo Frau Schneider,
      als Redaktion können und dürfen wir keine Rechtsberatung in Einzelfällen geben. Ein Rechtsanwalt wird Ihnen sicher weiterhelfen können.
      Viel Erfolg und beste Grüße aus der impulse-Redaktion
      Lisa Büntemeyer

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    Anke 30. November 2018 03:57

    Darf der Arbeitgeber Krankmeldungen in seinem Unternehmen verbieten?

    LG Anke

    • Dorothée Schmid
      Dorothée Schmid 30. November 2018 08:29

      Hallo Anke,

      nein, das darf er selbstverständlich nicht.

      Freundliche Grüße aus der impulse-Redaktion!
      Dorothée Schmid

      • Avatar
        Anke 30. November 2018 20:50

        Danke für die extrem schnelle Antwort Frau Dorothée Schmid.

        Können Sie mir vielleicht auch sagen, ob eine Schichtarbeit erlaubt ist die nur aus 6 Tagen in der Woche besteht oder muss er zumindest jede zweite Woche für 1-2 Freie Tage zum Ausgleichen sorgen? Kenne mich da leider nicht so gut aus.

        LG Anke

  • Avatar
    Joanna 21. Oktober 2018 00:59

    Nächster Tag zu Haus Arzt gegangen er war nichts dort in dem Tag von Rezepzion die hatten mich Infrrmiren konnte nächster Tag kommen und Arzt konnte die Krankgeschrieben ab 16.10 schreiben. Also ab 11.10 bis15.10 war in Krankenhaus. Ab 16.10 bis 31.10bin Krankgeschrieben.
    Meine Arbeitgeber hab mir 1Meinung geschrieben weill ich war Krankgeschrieben ab 11.10 und ich es am 17.10 zu ihm per Post geschick. BITTE. Antworten mir was hab ich falsch. Gemacht
    Danke

  • Avatar
    Stefan Weber 20. April 2018 14:21

    Darf der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag festlegen, dass der Arbeitnehmer bei Krankheit die Diagnose liefert? Meines Erachtens ist das sittenwiedrig und damit unwirksam, oder liege ich da falsch?
    Vielen Dank für ein Feedback

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 20. April 2018 15:31

      Lieber Herr Weber, Rechtsberatung im Einzelfall können wir leider nicht geben. Generell kann der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer nicht verlangen, die Diagnose zu nennen. Von einem Fall, in dem etwas Gegenteiliges im Arbeitsvertrag geregelt wurde, habe ich noch nicht gehört. Art und Ursache einer Krankheit sind Privatsache.

  • Avatar
    Georgios 7. April 2018 09:05

    Wie sieht es aus, wenn der AN während der Krankheit einen Kundentermin gehabt hätte? Muss er sich dann auch beim Kunden krankmelden oder reicht die Krankmeldung beim AG?

  • Avatar
    Paul 21. März 2018 14:54

    Wie sieht es aus wenn ich mich in der einen Woche krankmelde, darf der Arbeitgeber dann erwarten das ich mich für die Folgewoche auch krankmelde? Oder sollte er damit rechen müssen?

    LG Paul

  • Avatar
    Nadine Neumärker 7. Februar 2018 09:45

    Folgendes Problem: befristeter Arbeitsvertrag endet zum 28.02.2018. Arbeitnehmer wird am 06.- 19.02.2018 krankgeschrieben. Nach Meldung der Arbeitsunfähigkeit beim Arbeitgeber bietet der eine Freistellung an, die rückwirkend erfolgen soll. Welche Risiken, Folgen und Nachteile entstehen hier dem Arbeitnehmer, sollte dieser in die Freistellung einwilligen?
    Vielen Dank im Voraus!

    • Avatar
      Thomas Krämer 21. März 2018 13:31

      Auf keinen Fall! Der Arbeitgeber möchte sich damit nur um seine Pflicht zur Lohnfortzahlung drücken. Der AN bekommt in diesem Fall sogar noch größere Probleme, wenn er nach dem Zeitvertrag arbeitslos ist – dann gibt es nämlich eine Sperre von mindestens 3 Monaten vom Amt …

  • Avatar
    Rudolf 10. Januar 2018 14:19

    Sehr interessante Seite! Einen – sicher nicht ganz seltenen – Fall vermisse ich jedoch: Der Arbeitnehmer kann an einem Tag nicht weiterarbeiten oder muss die Arbeit unterbrechen, z.B. wegen Übelkeit, starker Kopfschmerzen, o.ä. Kann der Arbeitgeber auch in diesen Fällen eine AU-Bescheinigung verlangen, d.h. “am ersten Tag”? Und findet der Arbeitnehmer überhaupt sofort einen Arzt (und der das beurteilen kann)?

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    schnaebberle 29. November 2017 10:39

    Nicht ganz korrekt das der AN vor Ablauf seiner Krankmeldung arbeiten darf. Sollte dem AG etwas passieren (Wegeunfall, Arbeitsunfall, Fehlleistung mit schwerwiegenden Konsequenzen, etc. ) das auf eine nicht 100%ige Genesung zurückzuführen ist (eingeschränkte Aufnahmefähigkeit, Schwäche, Unkonzentriertheit, etc.) und Versicherungen sind hier sehr kreativ wenn sie registrieren das eine Krankmeldung für den Zeitraum vorlag, zahlt die Versicherung nicht. Daher ist es immer ratsam dem Rat des Arztes zu Folgen um auch hier auf der sicheren Seite zu sein. Jeder andere Rat ist fahrlässig und einzig und allein dem AG dienlich.
    Die Bedingungen das ein AG eine Krankmeldung nicht akzeptieren darf sind extrem hoch und vorm Arbeitsgericht unrealistisch durch zubringen (kein Arzt sagt aus eine Gefälligkeitsbescheinigung ausgestellt zu haben und wer ist krank geschrieben und geht feiern oder auf ner Baustelle arbeiten?) wer das tut ist schlichtweg dumm und verdient es gekündigt zu werden.

  • Avatar
    Udo 29. November 2017 02:04

    Kann der Arbeitgeber Kommunikationsformen wie whatsapp durch eine Dienstanweisung einschränken oder verbieten, respektive also eine rein telefonische Krankmeldung einfordern?

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 29. November 2017 08:48

      Hallo Udo,

      der Gesetzgeber macht hierzu keine Angaben, dem Mitarbeiter steht es grundsätzlich frei, welches Kommunikationsmittel er nutzt – solange er sichergehen kann, dass die Nachricht über diesen Weg auf empfangen wird. Im Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung kann der Arbeitgeber die Form der Krankmeldung jedoch auch vorschreiben.

      Mit herzlichem Gruß aus der Redaktion, Nicole Basel

  • Avatar
    Frau Waldmann 16. November 2017 11:44

    Muß ich meinem Arbeitgeber bei Arbeitsunfähigkeit auch die Diagnose mitteilen (wegen Fehlzeitenmanagement) ?

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 16. November 2017 11:53

      Hallo Frau Waldmann,

      siehe oben: Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber nicht im Detail mitteilen, woran er erkrankt ist – das ist Privatsache. Sehr wohl muss der Mitarbeiter aber vor einem Arztbesuch subjektiv einschätzen, wie lange seine Erkrankung dauern könnte. Nach dem Arztbesuch muss er die Prognose des Arztes, wie lange die Arbeitsunfähigkeit andauert, dem Arbeitgeber mitteilen.

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger vom impulse-Team

  • Avatar
    Koenen 13. November 2017 07:19

    Ein Mitarbeiter ist von Montag bis Mittwoch krank (ohne ärztliche Bescheinigung). Am Donnerstag nimmt er seine Arbeit wieder auf, merkt aber nach zwei Stunden, dass er doch noch nicht arbeitsfähig ist und meldet sich wieder krank. Gelten die zwei Stunden als Unterbrechung der Krankheit, so dass der Mitarbeiter weitere drei Tage ohne ärztliche Bescheinigung krank sein kann, oder ist dies eine durchgehende Erkrankung, so dass er ab Donnerstag eine ärztliche Bescheinigung benötigt.

  • Avatar
    Ruhland 9. November 2017 09:35

    Eine Mitarbeiterin ist wegen eines orthopäd. Problems schon seit Wochen krank geschrieben. Es werden weitere Krankschreibungen diesbezügl. erwartet wegen OP und Reha, aber auch wegen verstärkter Arthrose. Es ist abzusehen, dass sie den körperlichen Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht mehr entsprechen wird. Es ist ein sehr kleiner Familienbetrieb, die Arbeitskraft kann schwerlich ersetzt werden.
    Können der MA nach Rückkehr aus der Krankschreibung die Gesamtarbeitsstunden reduziert werden, aber gleichzeitig ein neuer MA eingestellt werden, der den fehlenden Teil übernimmt? Inwieweit muss die Einschätzung, dass die Krankheiten zu Arbeitseinschränkungen führen werden, bewiesen werden?

    • Avatar
      Thomas Krämer 21. März 2018 13:42

      Eine Reduzierung der Arbeitszeit kann nicht einseitig durch den AG erfolgen. Wenn die Einschränkung allerdings mit negativer Gesundheitsprognose für die Zukunft einhergeht, ein Einsatz der Mitarbeiterin in Bereichen, in denen diese Einschränkung nicht besteht, nicht möglich ist UND die wirtschaftliche Belastung dadurch für den AG im Einzelfall nicht zumutbar ist, besteht die Möglichkeit einer Kündigung WEGEN der Krankheit. Die Messlatte liegt sehr hoch. Pauschal lässt sich hier definitiv nichts über arbeitsgerichtliche Entscheidungen sagen.
      Es sollte im Sinne beider Parteien sein, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ohne eine solche bleibt nur der Gang zum Gericht – und der kann für den AG auch schmerzlich enden.

  • Julia Müller
    Julia Müller 6. Oktober 2017 15:30

    Hallo Herr Heckel,
    wer krank ist, muss das dem Chef rechtzeitig mitteilen. Das Gesetz sagt, dass die AU-Bescheinigung spätestens am dritten Tag beim Arbeitgeber sein muss. Der Arbeitgeber kann auch vorher bereits die Vorlage der AU-Bescheinigung verlangen. Wird dagegen verstoßen, kann das abgemahnt werden. Eine Rechtsberatung in einem Einzelfall wie Ihrem können und dürfen wir aber nicht geben.

  • Avatar
    Heckel 6. Oktober 2017 15:16

    was machen, wenn AN zwei Krankmeldungen von zwei verschiedenen Allgemeinärzten nacheinander vorlegt, wobei zudem die Kranklmeldungen noch unterschiedliche Privatanschriften des AN aufweisen (angeblich ist die KK schuld). Die Meldungen kommen per Foto als Whatsapp und nach 18 Tagen noch immer nicht das Original beim AG eingetroffen !

  • Avatar
    Oliver Schneider 18. September 2017 14:51

    Darf der Arbeitgeber die Arbeiter wenn sie ein Bein angebrochen oder gebrochen haben (oder ähnliches) und sie ihren eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben können in die Firma holen und sie z.B Akten sortieren lassen , Was vom Arbeitnehmer ausgeführt werden kann ohne durch seine Krankheit behindert wird bzw. auch die Genesung nicht verzögert wird. ??

  • Avatar
    Reiner Müller 30. Juli 2017 22:46

    Leider geben Sie keine Erklärung darüber ab, was ein Arbeitnehmer tun kann, der nichts tun kann, weil er bsw. so schwer erkrankt ist (Z. B. Krankenhaus nach Unfall) das er sich nicht selbst melden kann. Gehen Sie bitte von dem Umsatnd aus, das der Betreffende keine Familie, Freunde etc. hat, die das für ihn tun könnten. Wie ist hier die rechtliche Bewertung?

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 31. Juli 2017 10:57

      Hallo Herr Müller,

      im Entgeltfortzahlungsgesetzt heißt es, der Arbeitnehmer müsse sich “unverzüglich” krankmelden. “Unverzüglich” bedeutet hier: ohne schuldhafte Verzögerung.

      Das heißt in der Praxis: Wer nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus liegt, der muss sich nicht direkt nach dem Aufwachen aus der Narkose die Infusionen aus dem Arm reißen und zum Telefon greifen. Er kann aber das Pflegepersonal bitten, sich beim Arbeitgeber zu melden. Und dies sollte er auch tun, wenn er keine Abmahnung riskieren will.

      Wer nicht in der Lage ist, sich mitzuteilen – etwa nach einem Schlaganfall – der kann auch nicht abgemahnt werden.

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