Urteile Fristlose Kündigung bei Arbeitszeitbetrug

Falsche Arbeitszeitangaben rechtfertigen die fristlose Entlassung eines Mitarbeiters. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz entschieden.

Dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil zufolge wird in diesen Fällen das Vertrauen des Arbeitgebers in die Redlichkeit des Angestellten besonders enttäuscht. Daher liege ein wichtiger Kündigungsgrund vor (Az.: 7 Sa 735/08).

Das Gericht wies mit seiner Entscheidung die Kündigungsschutzklage einer Arbeitnehmerin ab. Die Klägerin hatte von Januar 2007 bis Juli 2008 in mindestens 82 Fällen rückwirkend die Angaben in der Zeiterfassung manuell zu ihren Gunsten verändert. Außerdem gab sie Tage als anwesend ein, an denen sie nicht an ihrem Arbeitsplatz war.

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Als der Arbeitgeber dies bemerkte, kündigte er ihr fristlos. Die Klägerin argumentierte, die Kündigung sei unverhältnismäßig, da sie seit 30 Jahren in dem Betrieb arbeite und sich sonst nichts habe zuschulden kommen lassen.

Die Richter hielten der Klägerin dagegen vor, sie sei mit besonderer Dreistigkeit vorgegangen. Denn insbesondere der Zeitraum der Manipulationen zeige, dass die Klägerin ihren Arbeitgeber systematisch habe betrügen wollen.

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