Kind krank Was Arbeitgeber über die Rechte von Eltern wissen müssen

Wie lange dürfen Mitarbeiter in Corona-Zeiten zu Hause bleiben, wenn ihr Kind krank ist? Und wer bezahlt dann ihr Gehalt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Dürfen Eltern ihren Arbeitsplatz verlassen, wenn ihr Kind krank ist?

Für Eltern von kleinen Kindern eine typische Situation: Die Kita ruft an, das Kind hat Fieber oder Durchfall und muss sofort abgeholt werden. In Zeiten von Corona hat sich die Situation noch verschärft, teilweise schicken Schulen und Kitas auch schon Kinder mit einer leichten Schnupfnase nach Hause. „In so einem Fall darf der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlassen, um sich um sein krankes Kind zu kümmern – wenn keine andere im Haushalt lebende Person die Betreuung übernehmen kann“, sagt Kathrin Bürger, Fachanwältin für Arbeitsrecht bei der Kanzlei Beiten Burkhardt. Der Mitarbeiter muss seinen Vorgesetzten natürlich darüber informieren, dass er nach Hause geht.

Gibt es dabei eine Altersgrenze für die Kinder?

Da ist die Gesetzgebung nicht eindeutig. Paragraf 45 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V), der die Zahlung von Krankengeld regelt, zielt nur auf Kinder ab, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind).

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Eltern können sich laut Bürger aber auch auf Paragraf 275 Absatz 3 in Verbindung mit Paragraf 616 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) beziehen: Darin wird geregelt, wann Arbeitnehmer aufgrund einer „vorübergehenden Verhinderung“ bezahlt von der Arbeit freigestellt werden müssen – und dort findet sich keine Altersbegrenzung.

„Das Problem ist, dass die Ansprüche aus dem SGB V und dem BGB nebeneinander stehen und keine der Regelungen vorrangig ist“, erklärt Arbeitsrechtlerin Bürger. Man müsse beide Normen stets zusammen lesen – und das führe immer wieder zu Unklarheiten und beschäftige die Gerichte.

Die elterliche Fürsorgepflicht habe aber in aller Regel Vorrang. Mütter und Väter dürfen also nach Hause gehen, wenn es die Erkrankung ihres Kindes dringend erforderlich macht. Auch dann, wenn das Kind über zwölf ist.

Wie lange dürfen Mitarbeiter mit ihrem kranken Kind zu Hause bleiben?

Auch hier muss man unterscheiden.

Nach Paragraf 45 SGB V

Beziehen sich Angestellte auf Paragraf 45 SGB V, ist klar geregelt, wie lange der Arbeitgeber sie unbezahlt freistellen muss – wenn das Kind jünger als zwölf ist und ein Attest vom Kinderarzt vorliegt. Bislang standen jedem Elternteil pro Kind 10 Kinderkrankentage im Jahr zu. Aufgrund der aktuellen Situation hat der Bundesrat am 9. Oktober eine Erhöhung für das Kalenderjahr 2020 gebilligt. Vorerst bis zum 31.12.2020 gilt nun:

  • Bei verheirateten Paaren besteht für jedes Elternteil pro Kind ein Anspruch auf 15 Kinderkrankentage im Jahr. Eltern von zwei kleinen Kindern kommen so also auf jeweils 30 Tage im Jahr.
  • Bei mehr als zwei Kindern ist der Anspruch auf maximal 35 Tage im Jahr pro Elternteil gedeckelt.
  • Alleinerziehenden stehen längstens 30 Tage pro Kind zu, bei mehr als zwei Kindern liegt die Obergrenze bei insgesamt 70 Tagen.
  • Ist ein Kind unheilbar krank, haben Angestellte unbegrenzten Anspruch auf unbezahlten Urlaub.

Nach Einschätzung der Arbeitsrechtlerin ist nicht ausgeschlossen, dass diese Regelung auch im Jahr 2021 beibehalten wird. Bürger geht auch davon aus, dass Eltern die nun zusätzlichen fünf Kinderkrankentage rückwirkend geltend machen können, da die neue Regelung auf das gesamte Jahr abgestellt sei.

Ansprüche übertragen

Man kann diesen Anspruch auch an seinen Ehepartner abgeben. Ein Beispiel: Hat ein Paar ein Kind, kann sich die Frau die 15 Tage ihres Mannes übertragen lassen und könnte so insgesamt 30 Tage im Jahr freigestellt werden. Das geht aber nur, wenn beide Arbeitgeber dieser Übertragung zustimmen. Der Arbeitgeber der Frau darf das auch ablehnen.

Beschäftigte in Teilzeit

Ob die 15 Kinderkrankentage auch Beschäftigten in Teilzeit voll zustehen oder nur für Vollzeitbeschäftigte gelten, lässt sich laut Bürger nicht so leicht beantworten. Es gibt dazu unterschiedliche Sichtweisen: In der arbeitsrechtlichen Literatur wird dieses Problem überhaupt nicht behandelt, was dafür spricht, dass man den Anspruch auf 15 Tage unabhängig von der Arbeitszeit hat. Allerdings gibt es laut der Arbeitsrechtlerin Nachweise öffentlicher Behörden, die für eine Kürzung plädieren – entsprechend der Arbeitstage, an denen die Teilzeitkraft im Unternehmen ist. Dann würden die Regelungen im Bundesurlaubgesetz gelten.

Nach Paragraf 616 BGB

In Paragraf 616 BGB gibt es dagegen keine klare Aussage, wie lange Arbeitnehmer zur Pflege kranker Kinder zuhause bleiben können. Es heißt: „Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird.“

„Was als verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit angesehen wird, ist Auslegungssache“, sagt Bürger. „Man hat versucht, da die zehn Tage aus dem SGB V hineinzulesen – aber das ist nicht eindeutig.“

In vielen Arbeitsverhältnissen ist deshalb explizit geregelt, ob und wie lange Mitarbeiter zur Pflege eines kranken Kindes zu Hause bleiben können und dabei weiter das volle Gehalt bekommen. Laut Paragraf 29 im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) müssen Arbeitgeber zum Beispiel bis zu vier Tage Sonderurlaub im Jahr für die Pflege eines kranken Kindes unter zwölf Jahren gewähren, sofern Paragraf 45 SGB V nicht greift.

Woher bekommt der Mitarbeiter denn dann sein Geld, vom Arbeitgeber oder der Krankenkasse?

Auch hier ist es kompliziert. Im Prinzip wird der Arbeitgeber vom Gesetz dazu angehalten, den Mitarbeiter bei vollen Bezügen freizustellen. Aber dazu verpflichtet ist er nicht.

Arbeitgeber dürfen deshalb individuelle Regelungen festlegen und beispielsweise sagen, dass sie die Mitarbeiter nur für drei Tage bezahlt freistellen – oder auch für 15. Das regeln häufig Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen.

Gibt es eine solche Regelung, muss der Arbeitgeber dem Mitarbeiter laut Bürger tatsächlich die vollen Bezüge zahlen. War der Mitarbeiter beispielsweise für eine Nachtschicht eingeteilt und konnte sie nicht antreten, weil er sich um sein Kind kümmern musste, bekommt er auch den Nachtzuschlag.

Mehr zum Anspruch auf Lohnfortzahlung: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Wer bekommt wie viel?

Können Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung ausschließen?

Das ist möglich. „Etwa, indem man Paragraf 616 BGB im Arbeitsvertrag explizit ausschließt. Oder man greift auf eine Formulierung zurück wie ‚Nur tatsächlich geleistete Arbeit wird auch vergütet'“, erklärt Bürger. Aber auch dann haben Arbeitnehmer das Recht, zu Hause zu bleiben. „Ist das Kind unter zwölf und der Arbeitnehmer gesetzlich versichert, fällt er auf die Regelung zurück, dass die Krankenkasse Krankengeld bezahlt.“

Wie bekommen Angestellte Kinderkrankengeld?

Gesetzlich Versicherte haben unter den in Paragraf 45 SGB V beschriebenen Bedingungen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Es beträgt in der Regel 70 Prozent des Bruttoverdienstes, maximal aber 90 Prozent des Nettoverdienstes. Um es zu beziehen, müssen die Versicherten den Krankenschein bei ihrer Krankenkasse einreichen.

Privat versicherte Mitarbeiter haben keinen Anspruch auf das sogenannte Kinderkrankengeld. Sie regeln die Situation häufig mit einer entsprechenden Zusatzversicherung. Gibt es auch keine anderslautende Vereinbarung im Arbeitsvertrag, zahlt der Arbeitgeber für die Zeit ihrer Abwesenheit nicht.

Was, wenn das Kind länger krank ist?

Eltern wissen: Gerade der erste Kita-Winter ist hart, kleine Kinder nehmen dann häufig jeden Infekt mit und sind ständig krank. Doch mehr als die aktuell 15 Tage unbezahlter Freistellung pro Kalenderjahr und Kind stehen Arbeitnehmern nicht zu.

„Wenn der Arbeitgeber verständnisvoll ist und es die Aufgaben erlauben, kann man sich darauf verständigen, dass der Mitarbeiter in dieser Zeit im Home-Office arbeitet“, sagt Bürger. Geht das nicht, bleibt dem Arbeitnehmer keine andere Wahl, als Urlaub zu nehmen.

Und auch wenn es für geplagte Eltern der einzige Ausweg erscheint: Sie dürfen in dieser Situation nicht krankfeiern, wenn sie selbst gesund sind. Hegen Arbeitgeber diesen Verdacht, dürfen sie ab dem ersten Krankheitstag ein Attest von der Mutter oder dem Vater verlangen.

Wenn sowohl Mutter als auch Kind krank sind, darf dann auch der Vater zuhause bleiben?

Es hat die halbe Familie erwischt? „Wenn die Mutter arbeitsunfähig erkrankt ist und das Kind aufgrund dieser Tatsache nicht betreuen kann, greifen die gesetzlichen Regelungen und der Vater hat Anspruch darauf nach Hause zu gehen“, so Bürger. Ob er in diesem Fall auch bezahlt freigestellt werden muss, ist strittig. Man geht aber davon aus, dass Arbeitnehmer mit einer solchen Forderung gute Chancen haben.

Wie können sich Chefs auf Ausfälle wegen kranker Kinder einstellen?

„Wer Eltern von kleinen Kindern im Team hat, muss damit rechnen, dass die Kleinen häufiger mal krank sein können“, sagt die Arbeitsrechtlerin. Da sei es sinnvoll, mit einer gewissen Personalreserve zu planen und je nach Branche Springer oder Aushilfen in der Hinterhand zu haben. Besonders im Falle des Coronavirus sollten solche Engpässe frühzeitig geplant werden. Hilfreich sei zudem, Übergabeprozesse gut zu planen und Mütter und Väter, die wegen ihrer Kinder ausfallen könnten, möglichst in Teams arbeiten zu lassen, damit die Kollegen die Aufgaben spontan übernehmen können.

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18 Kommentare
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    Silvija Soldo 11. Mai 2020 10:40

    Hallo ich haben ein Kind 9 Jahre mit Diabetes T1 daheim und ein Kindergarten Kind ich arbeite im Einzelhandel mein Mann arbeitet in Vollzeit kein Schichtbetrieb. Meine fragen wenn die Schule wider im wochenwechsel startet und wahrscheinlich nur für ein paar Schulstunden stattfindet wie soll ich das mit meinem Sohn mit Diabetes machen er kann von niemanden bereut wer
    den er kann auch nicht alleine bleiben d. h ich kann auch nicht arbeiten gehen was für Rechte habe ich ?? Vielen Dank

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    ingrid brendel 3. April 2020 20:07

    Ich bin Tagesmutter und Betreue 1 Kind ,Notbeteuung , jetzt habe ich was am Auge und möchte es vom Arzt abklären ,was das ist ,Habe die Mutter geragt ,ob sie ihr Kind Montag zu Hause lassen kann ,nein sagte sie ,sie muss arbeiten und ihr Mann auch ,Sie Lernkrankenschwestester und er Bestatter, Was kann ich tun ,nicht das ich ein Bindehaut Entzündung habe ,das ist Ansteckend ,Die Mutter sagt das sie sich auch nicht Krank melden kann ,nicht jetzt ,Ich bin 60 und die Mutter ist einfach überfordert mit dem Kind ,am besten abgeben und sie hat ihre ruhe .

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    Annabella 9. März 2020 10:28

    Guten Tag,
    bzgl. der Regelungen zum Kinderkrankengeld der gesetzlichen Krankenkassen wird in dem o.g. Beitrag nicht klar, dass es nicht nur darauf ankommt, ob der/die ArbeitnehmerIn gesetzlich oder privat versichert ist. Es kommt maßgeblich darauf an, wie die Kinder versichert sind. Häufig ist es so, dass z.B. der Vater in Vollzeit arbeitet und privat versichert ist, die Mutter in Teilzeit arbeitet und gesetzlich versichert ist. Die Kinder sind dann meist auch privat versichert. In dieser Konstellation erhält auch die gesetzlich versicherte Mutter von ihrer Krankenkasse kein Kinderkrankengeld.
    Mit freundlichem Gruß
    Annabella

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    DB 5. März 2020 20:48

    Hallo, ich habe eine Frage. Die Situation ist dies. Wir haben einen Einladung zur Schuleingangsuntersuchung erhalten. Natürlich an Wochentagen (Montag). Meine Frau hatte am selben Tag Schule. Nur ich konnte mein Kind zur Kontrolle bringen. Ich frage mich, wie ich meinen Arbeitgeber an diesem Tag rechtfertigen kann und ob ich an diesem Tag bezahlt wurde. Mein Arbeitgeber behauptet, dass ich für jeden Tag mit meinem Kind (Schule, Arzt) Urlaub oder unbezahlten freien Tag machen muss. Entschuldigung für die schlechte Grammatik.

    • Julia Müller
      Julia Müller 6. März 2020 09:43

      Lieber DB,
      für Rechtsberatung in Einzelfällen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.
      Viele Grüße vom impulse-Team

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    Anonymous 3. März 2020 10:16

    Hallo Diana,
    für eine individuelle Rechtsberatung wenden Sie sich am besten an eine Anwältin oder einen Anwalt, die auf Arbeitsrecht spezialisiert sind. Fest steht: Als Alleinerziehende stehen Ihnen längstens 20 Krankentage pro Kind zu, an denen Ihr Arbeitgeber Sie freistellen muss. Die Zeit, die Sie zuhause bleiben und sich um Ihr krankes Kind kümmern, müssen Sie nicht nacharbeiten.
    Herzliche Grüße aus der impulse-Redaktion

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    Diana 29. Februar 2020 12:03

    Sehr geehrte Frau Müller,
    ich habe auch eine Frage dazu,ich bin alleineriehende Mutter und habe eine 75% Stelle.
    Was bedeutet Freistellung? Mein Arbeitgeber zahlt nicht bei Krankheit meines Kindes und die Fehlstunden die sich aus den Kranktagen meines Kindes ergeben muss ich nacharbeiten.Ist das korrekt?

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    Simóñe 29. Februar 2020 09:43

    Hallo,
    gibt es eine Regelung zu folgender Situation?: Ich arbeite als Kindergärtnerin und mein Mann ist stark geschwächt durch Chemo und bekommt nun Stammzelltransplantstion. Somit hat er fast kein Immunsystem. Durch meine Arbeit im Kindergarten, bin ich somit ständig Überträger von Keimen, Bakterien, Viren, die für bestimmte Zeit meinem Mann schnell lebensgefährlich sein können, da er ja dann auch iim Anschluss an die Stanmzelltr. erst alle Impfungen erneuern muss.
    Als Schwangere würde man Berufsverbot bekommen um das Leben des ungeborenen Kindes zu schützen. Doch Was ist in so einem Fall? Ich gefährde bewusst Leben. Wer will das verantworten? Wo kann man sich Rat holen, falls es keine gesetzliche Regelung dazu gibt?
    LG Simôñe

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 2. März 2020 08:54

      Liebe Simone,

      für Rechtsberatung wenden Sie sich am besten an einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt. Alles Gute für Sie und Ihren Mann!

      Viele Grüße vom impulse-Team

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    simone scheuner 18. Dezember 2019 16:44

    hallo karin, hier würde das pflegegesetz greifen-pflege eines nahen angehörigen-antrag auf eine pflegestufe wäre erforderlich- dann kannst du von der arbeit auf jeden fall freigestellt werden-wegen einer bezahlung solltest du dich an die zuständige kranken,bzw. pflegekasse wenden.

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    Karin Otten 13. Dezember 2019 13:33

    Gibt es eine Altersgrenze bei schwer kranken Kindern? Wie sieht’s da aus? Z.B. Meine Tochter 21j
    hat mehrere Gehirntumore Glioblastom

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    Monika 6. November 2019 16:42

    Hallo,
    wie ist es mit dem Urlaubsanspruch für die Ausfallzeit?
    Wenn zum Beispiel jemand in Teilzeit arbeitet und die
    10 Tage Ausfallzeit ergeben 1,5 Monate Abwesenheit. Hat man dann für die 1,5 Monate Urlaubsanspruch?
    Oder gelten die 10 Tage nur bei einer Vollzeitbeschäftigung?
    Danke für die Antwort!

    • Julia Müller
      Julia Müller 8. November 2019 10:33

      Hallo Monika,
      den Urlaubsanspruch berühren die Kinderkrankentage nicht. Doch Ihre Frage, ob die 10 Tage nur bei einer Vollzeitbeschäftigung gelten, lässt sich leider nicht so leicht beantworten. Es gibt dazu unterschiedliche Sichtweisen: In der arbeitsrechtlichen Literatur wird dieses Problem überhaupt nicht behandelt, was dafür spricht, dass man den Anspruch auf 10 Tage unabhängig von der Arbeitszeit hat. Allerdings gibt es laut unserer Expertin Nachweise öffentlicher Behörden, die für eine Kürzung entsprechend der Arbeitstage plädieren. Dies wäre dann entsprechend des Bundesurlaubgesetzes zu handhaben. Da es sich um einen Anspruch gegen die Krankenkasse handelt, empfehlen wir Ihnen, sich im Zweifelsfall an Ihre Krankenkasse zu wenden.
      Viele Grüße aus der impulse-Redaktion
      Julia Müller

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    G. Marks 18. September 2019 13:39

    Hallo,

    ich habe gerade das Problem, dass meine Frau und meine zwölf Jährige Tochter operiert wurden. Meine Tochter wurde am Hüftgelenk beidseitig 3 Stunden operiert und kann nun natürlich nicht laufen und ist auf Hilfe angewiesen (Das Krankenhauspersonal kümmert sich rührend um sie). Da meine Frau sich aber auch von Ihrer OP erholen muss fahre ich natürlich auch ins Krankenhaus. Die Krankenkasse zahlt keinen Verdienstausfall da die kleine schon 12 ist. Mein Arbeitgeber lässt mich nur unbezahlt oder auf „Überstunden“ gehen. Was kann ich tun?

    • Julia Müller
      Julia Müller 18. September 2019 14:24

      Hallo Herr Marks,
      Rechtsfragen, die sich auf Einzelfälle beziehen, können und dürfen wir als Redaktion nicht beantworten.
      Gute Besserung für Ihre Tochter und Ihre Frau.
      Viele Grüße aus der impulse-Redaktion

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    veronika 19. Mai 2019 17:08

    hallt ich hätte eine Frage
    ich habe 2 Kinder von mein ex Mann binn aber in nee neuen Beziehung da haben wir eine gemeinsame Tochter ( sind nicht verheiratet ) wie viele Tage habe ich dann ?

    wie ist es ich musst schon 2 mal mein Sohn vom kg während der Arbeit abholen habe immer ein Attest gebracht und jetz würde er operiert da habe ich auch ein Attest mid gebracht in die arbeit bekomme ich die Tage oder nicht ?

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 21. Mai 2019 08:44

      Hallo Veronika,

      als Redaktion können und dürfen wir Rechtsfragen, die sich auf Einzelfälle beziehen, nicht beantworten.

      Beste Grüße aus der impulse-Redaktion

  • Avatar
    Markus Brauner 21. März 2019 07:53

    Ich bin nicht verheiratet, lebe aber mit meiner Lebensgefährtin und gemeinsamer Tochter zusammen. Wie verhält es sich in diesem Falle mit den Krankheitstagen? Bekomme ich auch die erwähnten 10 Tage? Gestern musste ich mit dem Kind zu Hause bleiben und habe auch ein Attest vom Kinderarzt erhalten.

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