Kiefer entspannen Schluss mit Zähne zusammenbeißen! Das entspannt den Kiefer

Vor lauter Stress und Ärger würde man manchmal am liebsten in die Tischkante beißen - und beißt dann doch nur die Zähne zusammen. Umso wichtiger ist es, anschließend den Kiefer zu entspannen.

Vor lauter Stress und Ärger würde man manchmal am liebsten in die Tischkante beißen - und beißt dann doch nur die Zähne zusammen. Umso wichtiger ist es, anschließend den Kiefer zu entspannen.© cydonna / photocase.de

Wer den ganzen Tag Stress hat und sich an Problemen buchstäblich festbeißt, ist abends oft total verspannt im Kiefer. Zwei simple Übungen helfen, die Kiefermuskeln zu entspannen.

Den folgenden Auszug aus dem Buch „Pausenkicks. Das ultimative Job-Workout für Körper, Kopf und Stimme“ veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Campus Verlags.

An langen und stressigen Arbeitstagen verspannt nicht nur der Rücken, sondern gern auch der Kiefer (tatsächlich bedingt das eine das andere). Kein Wunder, denn das sprichwörtliche „Zähne zusammenbeißen“ sorgt für ordentlich Druck auf dem Kiefermuskel.

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Nicht wenige behalten dieses Spannungsgefühl auch nach Feierabend und knirschen dann nachts mit den Zähnen. Dies verstärkt Nacken- und Schulterverspannungen und kann Migräne und gar einen Tinnitus auslösen. Grund genug, sich auch diesem Körperteil mit aller Aufmerksamkeit zu widmen und ihn in einer Miniauszeit regelmäßig zu lockern.

Hier aber erst einmal eine paar Symptome, die auf einen verspannten Kiefer hindeuten können:

  • Sie können Ihren Unterkiefer nicht reibungslos nach links oder rechts beziehungsweise im Kreis bewegen und vernehmen dabei Knack- oder Knirschgeräusche.
  • Sie benutzen für die Zerkleinerung des Nahrungsbreis überwiegend eine Seite.
  • Sie können Ihren Mund nicht weit öffnen.
  • Sie haben leichte Schmerzen seitlich des Gesichts an den Kiefergelenken.
  • Insbesondere morgens leiden Sie unter Nacken- oder Kopfschmerzen.

Na, trifft davon irgendwas auf Sie zu? Wenn ja, dann nutzen Sie die kleine Auszeit, um Ihrem Kiefer Entspannung zu gönnen.

Kleine Massage für die Kaumuskeln

Mit dieser Übung können Sie jederzeit rasch Ihren Kiefer entspannen. Wir fokussieren uns dabei auf den Kaumuskel „Musculus masseter“, welcher vom unteren Kieferbereich bis zum Jochbein verläuft. Dieser lässt sich seitlich Ihrer Mundwinkel unterhalb der Wangenknochen ertasten. Drücken Sie mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger an beiden Wangenseiten leicht dagegen. Wenn Sie Ihren Mund öffnen, wölbt sich dieser leicht hervor.

Massieren Sie diesen Bereich sanft in kreisenden Bewegungen und wandern Sie dann langsam hoch bis zu den oberen Wangenknochen. Üben Sie die Massage mal mit stärkerem, mal mit leichterem Druck aus, und bewegen Sie dabei auch ab und zu Ihren Mund in Form von Öffnungs- und Schließbewegungen.

Lockerung des Kiefergelenks

Ertasten Sie mit den Mittelfingern auf beiden Seiten Ihrer Gesichtshälfte die Kuhlen Ihres Kiefergelenks. Dieses befindet sich auf Höhe Ihrer Ohrläppchen neben den Ohren. Wenn Sie Ihren Mund öffnen und schließen, sollten Sie die Bewegungen des Kiefergelenks spüren.

Öffnen Sie nun Ihren Mund wieder einen Spalt weit und klopfen Sie mit den mittleren Fingern für einige Sekunden den Bereich des Kiefergelenks ab. Variieren Sie den Druck. Suchen Sie sich nun die Kiefergelenkkuhle neben Ihren Ohrläppchen und drücken Sie mit Mittel- und Zeigefinger etwa 20 Sekunden dagegen.

Legen Sie die Hände nun ab. Bemerken Sie einen Unterschied? Machen Sie diese Übung mehrmals pro Woche, bei stärkeren Beschwerden ruhig täglich.

Und nun schließen Sie noch einmal kurz die Augen und atmen ruhig durch. Bevor Sie sich gleich wieder an den Schreibtisch setzen, summen Sie für ein paar Sekunden jeweils auf Mmmm und Nnnnn.

Na, spüren Sie die leichte Vibration am Schädeldeckel und rund um die Resonanzräume? Sie geben sich gerade eine kleine innere Massage. Mit dieser Übung werden Sie übrigens auch leichtere Spannungskopfschmerzen schnell los. Ganz ohne Chemiekeulen und künstliche Hilfsmittel.


Die Autorinnen und das Buch

Pausenkicks Cover

Aktive Erholungspausen, die erfrischen, entspannen und die eigenen Ressourcen stärken, sind das Anliegen von Lena Wittneben, Katrin Wulff und Sina MorcinekMit ihrem Unternehmen Pausenkicker bieten sie „Betriebliches Gesundheits-Entertainment für Körper, Kopf und Stimme“ an – eine Kombination aus Office-Yoga, Stimm- und Gedächtnistraining. Ihr Buch „Pausenkicks. Das ultimative Job-Workout für Körper, Kopf und Stimme“ ist im Campus Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro.

 

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