Fitness-Duell „Dass Sie individuelles Training anbieten können, halte ich für Quatsch!“

Ferdinand Linzenich (links) ist geschäftsführender Gesellschafter der Linzenich Gruppe, Keven England (rechts) einer der Gründer von Summfit.

Ferdinand Linzenich (links) ist geschäftsführender Gesellschafter der Linzenich Gruppe, Keven England (rechts) einer der Gründer von Summfit.© Jesko Pingel, Constanze Pingel-Guillard / impulse

Kann eine App das Fitnessstudio ersetzen? Zwei Unternehmer aus der Fitnessbranche steigen zum Duell in den Boxring. Wer den Kampf gewinnt, sehen Sie im Video: kreative-zerstoerer.de

Für gutes Training braucht es kein Fitnessstudio – das ist die Idee der Gründer von Summfit. Sie bieten eine App, mit der Nutzer Sportübungen machen können, wann und vor allem wo sie wollen. Aber kann dieser virtuelle Trainer die persönliche Ansprache im Studio ersetzen? Ring frei für die Duellanten aus der Fitnessbranche! Es treten an: Summfit-Gründer Keven England und Ferdinand Linzenich, geschäftsführender Gesellschafter der Linzenich-Gruppe, die 16 Fitnessstudios betreibt.

Das sind die Kontrahenten

Ferdinand Linzenich, 62

  • ist geschäftsführender Gesellschafter der Linzenich-Gruppe
  • hat 1982 mit seinem Bruder Johannes in Bergisch Gladbach ein Sport- und Leistungszentrum gegründet, aus dem sich das heutige Unternehmen entwickelte
  • betreibt 16 Fitnessstudios an elf Standorten; mehr als 160 Mitarbeiter sind in der Firma beschäftigt
  • hat eine Bankenlehre gemacht und danach BWL studiert
  • hat Karate als Leistungssport ausgeübt und war Fallschirmjäger bei der Bundeswehr

Keven England, 38

  • gründete Summfit 2016 mit Gregor Hackfort und Peter Dornbusch
  • die App bietet rund 500 Sportübungen an; die Qualität der Workouts wurden an Soldaten getestet
  • hat als Offizier Karriere bei der Bundeswehr gemacht und war in Zuge dessen zwei Mal im Auslandseinsatz in Afghanistan
  • ist seit 2013 im Bundesministerium für Verteidigung für die Entwicklung von Fitnesskonzepten für Soldaten (speziell für den Einsatz) zuständig
  • 2008 hat er sein Studium in Sportwissenschaften abgeschlossen
  • hat mit vier Jahren begonnen, Leistungssport zu machen (Gerätturnen und Kanurennsport)

Um was streiten die sich eigentlich?

Die Zahl der angebotenen Fitness-Apps ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen. Sie locken ihre Nutzer mit kostenlosen Sportübungen, die leicht und überall auszuführen sind. Wer individuelle Trainingspläne oder gar Ernährungstipps haben will, muss jedoch zahlen. Diese digitalen Trainer greifen so das Angebot der Fitnessstudios an, die ihre Kunden klassischerweise in Gruppen- oder Einzelstunden und mit Gerätetraining zum Sport motivieren wollen.

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Das ist nicht leicht: Viele Leute sind Bewegungsmuffel, die – wenn überhaupt – nur zum Jahresbeginn Sport treiben. Eine App könne diese Menschen erst recht nicht zu regelmäßigem Sport antreiben, argumentieren Fitnessstudiobetreiber. Überdies sei eine App wie ein blinder Trainer – wie könne dadurch garantiert werden, dass das Training nicht überfordert oder gar schadet?

Das Duell im Video

Kreative Zerstörer – Die Duell-Reihe

Polaroid, Quelle, Mannesmann. Das waren mal Weltkonzerne. Heute sind sie verschwunden, verdrängt durch Newcomer. Kreative Zerstörer, so nennt man die Start-ups, die Märkte durcheinanderwirbeln. Aber manchmal zeigen auch die Etablierten, was in ihnen steckt.

Wem gehört die Zukunft? Start-ups oder Traditionsunternehmen? Wir lassen die Kontrahenten gegeneinander antreten.

Alle Duelle, alle Hintergründe auf www.kreative-zerstoerer.de.

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