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Mit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 brachen bei dem Fahrzeugbaubetrieb Esterer die Aufträge ein. „In einem Bereich haben wir zwei Jahre lang keinen einzigen neuen Auftrag bekommen“, erzählt Julia Esterer. Für die Firmenchefin begann ein Kampf um die Existenz.
Esterer stellt in dritter Generation Tankfahrzeuge her. In guten Zeiten verlässt ein Fahrzeug am Tag das Werk im nordhessischen Helsa. Die Hälfte der produzierten Laster dient dazu, Flugzeuge an Flughäfen zu betanken. Die andere transportiert Heizöl und Diesel für private Haushalte, Baustellen und die Landwirtschaft.
Vor Corona lag der Jahresumsatz ihrer Firma bei 40 Millionen Euro. Mit der Pandemie fiel er auf 18 Millionen Euro: Weil der Flugverkehr weltweit zum Erliegen kam, investierte niemand in neue Tankfahrzeuge für Flugzeuge.
Julia Esterer beschäftigte zu diesem Zeitpunkt 220 Mitarbeitende. Um den Betrieb am Leben zu halten, musste sich die heute 53-Jährige von rund 100 ihrer Mitarbeitenden trennen. Mit der IG Metall verhandelte sie einen Sozialplan. Am Ende stand fest: In allen Abteilungen, von der Fertigung bis in die Buchhaltung, mussten Angestellte gehen.
Viele brauchen ein neues Geschäftsmodell
Doch der Unternehmerin war klar, dass das allein nicht reichen würde, um den Betrieb für die Zukunft aufzustellen. Eine Situation, die auch Moritz Weissman von seinen Kunden kennt. Der Strategieberater aus Nürnberg berät mit seinem Team deutschlandweit mittelständische Unternehmen. „Seit 2020 erleben viele unserer Kunden eine Krise nach der anderen: Corona, Ukraine-Krieg, Lieferschwierigkeiten oder die Zollpolitik von US-Präsident Trump.“
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