Bereits in der 13. Generation führt Fritz Georg Rincker die Geschäfte der gleichnamigen Glockengießerei im hessischen Sinn. 1990 übernahm er das Unternehmen mit heute 22 Mitarbeitenden von seinem Vater. „Aufgeben“ kommt im Wortschatz des Unternehmens nicht vor.
impulse: Herr Rincker, Ihr Unternehmen ist seit mehr als vier Jahrhunderten im Familienbesitz. Wie überlebte es so lange?
Fritz Georg Rincker: Indem wir uns immer wieder verändert haben. Schon früher mussten wir flexibel auf sich ändernde Umstände reagieren. Zum Beispiel haben wir – wie alle anderen Glockengießer auch – bis zum 19. Jahrhundert Kanonenrohre gegossen, wenn in Kriegszeiten die Nachfrage nach Glocken sank. In den 50er- und 60er-Jahren hatten wir in unserem Kerngeschäft unglaublich viel zu tun: Nach dem Krieg waren europaweit Kirchen und ihre Glocken zerstört worden und mussten wieder aufgebaut werden. Damals hatten wir rund 100 Mitarbeitende.
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