Frank Thelens Spickzettel Auf diese Fragen sollten Gründer bei Pitches vorbereitet sein

Frank Thelen stellt Gründern bei "Die Höhle der Löwen" oft kritische Fragen. Damit er keine wichtige vergisst, hat er eine "Geheimwaffe" entwickelt.

Frank Thelen stellt Gründern bei "Die Höhle der Löwen" oft kritische Fragen. Damit er keine wichtige vergisst, hat er eine "Geheimwaffe" entwickelt.© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Frank Thelen ärgert sich tierisch, wenn Gründer bei "Die Höhle der Löwen" auf bestimmte Fragen keine Antwort parat haben. Sein Spickzettel zeigt, auf welche Fragen Start-ups gefasst sein sollten.

Wenn Frank Thelen bei „Die Höhle der Löwen“ einem Pitch zuhört, ist ihm bei manchen Geschäftsideen das Entsetzen vom Gesicht abzulesen. Andere Gründer überzeugen den Investor sofort. „Ich bin hochkonzentriert, wenn ich im Studio sitze“, schreibt er in seiner kürzlich erschienenen Autobiografie. „Das sind für mich ganz intensive Minuten. Uns steht nur wenig Zeit zur Verfügung, den oder die Unternehmer kennen zu lernen, und ich muss erkennen, ob da ein herausragender Gründer vor mir steht.“

Keine leichte Aufgabe. Zumal Thelen bei der Show nicht nur sein eigenes Geld investiert, sondern das seiner Beteiligungsfirma Freigeist Capital. Aber wie findet er heraus, welches Start-up Potenzial hat? Worin es sich wirklich lohnt, Geld zu investieren? Und was ist für ihn ein absolutes No-Go?

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Frank Thelens Geheimwaffe

Um dabei möglichst keinen Fehler zu machen, hat Thelen für die Show eine Art Geheimwaffe entwickelt: einen Spickzettel mit Fragen, die er während der Pitches in seinem Kopf durchgeht. Und die er den Gründern im Zweifel stellt, beispielsweise zum Produkt, dem Markt oder den Finanzen.

Eine der Fragen lautet: „Welches Problem löst das Unternehmen für den Kunden?“

Auch die Frage, was die Gründer motiviert, spielt für Thelen eine entscheidende Rolle. „Man muss besessen sein von dem, was man tut“, sagt Thelen. „Wenn man nur ein Möchtegern-Unternehmer ist, der einfach nur reich und berühmt sein will, funktioniert das nicht.“

„Richtig sauer“ habe ihn in einer Sendung eine Gründerin gemacht, die lange Zeit fest angestellt war. Auf die Frage, warum sie sich selbstständig machen wolle, habe sie geantwortet: Weil sie kürzertreten und endlich weniger arbeiten wolle. „So eine unfassbare Dummheit trifft mich ins Mark“, sagt Thelen. „Wir Unternehmer arbeiten brutal hart. Diese Aussage ist eine Beleidigung für alle echten Unternehmer. Solche Leute müssen aus der Show rausfliegen.“

Auf diese Fragen sollten Gründer Antworten parat haben

Gut vorbereitet sein sollten Gründer auch auf Fragen nach den Geschäftszahlen. „Wenn einer die Geschäftszahlen nicht nennen kann und als Entschuldigung dann vielleicht auch noch sagt: ‚Ich war vorher noch eine Woche im Urlaub, das hatte ich schon lange geplant‘, dann werde ich aggressiv“, gibt Thelen offen zu.

Auf welche Fragen Gründer bei einem Pitch noch eine gute Antwort haben sollten, verrät Thelens Spickzettel, von dem impulse einen Teil exklusiv veröffentlichen darf (den ganzen Spickzettel gibt es in Thelens Autobiografie):

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