Energie tanken 7 gute Tipps für mehr Power

Einmal aufladen bitte! Wenn die Batterien leer sind, können kleine Rituale, Gedanken und Entscheidungen helfen, neue Energie zu tanken.

Einmal aufladen bitte! Wenn die Batterien leer sind, können kleine Rituale, Gedanken und Entscheidungen helfen, neue Energie zu tanken.© photocase / Marie Maerz

Akku leer? Dieses Gefühl kennen jetzt in der dunklen Jahreszeit viele nur allzu gut. Diese einfachen Tipps verhelfen zu mehr Energie - für alle, die tatkräftig anpacken wollen.

Lassen Sie uns zuerst einen kleinen Energie-Check machen. Beantworten Sie sich dafür drei einfache Fragen:

  1. Wachen Sie von sieben Tagen in der Woche mindestens fünfmal ausgeruht auf?
  2. Haben Sie abends nach Feierabend noch genug Power für etwas, was Ihnen Spaß macht?
  3. Wird Ihnen dreimal pro Woche die Frage „Woher holst du deine Power?“ gestellt?

Wenn Sie alle drei Fragen mit einem „Ja“ beantworten können, hören Sie auf zu lesen, Sie verschwenden nur Ihre Zeit. Wenn Sie auch nur eine Frage mit einem Nein beantworten, lesen Sie die folgenden Tipps und setzen sie um – und zwar konsequent: ohne Ausnahme, jeden Tag.

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Beherzigen Sie hierbei das Wichtigste: Wer energiegeladen sein will, muss energiegeladen sein wollen.

Tipp 1: Seien Sie dankbar für den Tag.

Ja, ich weiß, das klingt auf den ersten Blick abgedroschen oder esoterisch, ist es aber nicht. Geben Sie mir eine Chance, Ihnen zu beschreiben, was ich damit meine. Es könnte Ihnen ja helfen, oder?

Wenn ich morgens aufwache, spüre ich meinen Puls und bin für einen Augenblick dankbar für den Tag, den ich von irgendwoher geschenkt bekommen habe. Und das tue ich nicht wegen der Exzesse am Vorabend. Ich nehme das Leben nicht selbstverständlich hin, sondern denke mir Folgendes: „Ich weiß nicht, wo mein Leben herkommt, und es ist und bleibt ein Wunder. Aber ich kann mich dafür bedanken, indem ich aus dem Tag das Beste, das Allerbeste raushole, was nur geht!“

Tipp 2. Entscheiden Sie sich.

Ausreichend Schlaf, nach 19 Uhr nicht viel essen, wenig Alkohol (hier steht nicht: kein Alkohol!), dreimal die Woche Sport, der Spaß macht, viel Wasser trinken und ausreichend echte Vitamine zu sich nehmen – diese banalen Tipps kennen Sich sicherlich.

Das hilft Ihnen aber nicht weiter, wenn Sie sie nicht durch Handlung beherzigen. Ich bin mir sicher, da geht bei jedem noch etwas. Bei meinen Vorträgen sehe ich jedenfalls immer in betretene Gesichter.

Jetzt ist nicht die Zeit für Selbstvorwürfe – und schon gar nicht für: „Das ist schwierig“. Sondern für die Entscheidung, in welchem Bereich Sie besser werden und noch mehr auf sich achten. Übrigens: „schwierig“ heißt: Es ist möglich.

Tipp 3. Hüten Sie sich vor Schnarchzapfen, Schwarzsehern und PKBs (ProfiKotzBrocken).

Manche Menschen ziehen Ihnen Energie ab, ohne diese wiederzugeben. Wenn Sie aus Höflichkeit nicht ausweichen können, seien Sie freundlich und ergreifen Sie die nächstbeste Möglichkeit zur Flucht.

Auf keinen Fall macht es Sinn, sich über diese Personen aufzuregen oder sie zu belehren. Das ist Energieverschwendung! Freuen Sie sich einfach, dass Sie anders unterwegs sind und nur so wenig Zeit mit solchen Leuten verbringen müssen.

Tipp 4. Schaffen Sie sich kleine Inseln der Ruhe.

Sie sind ständig auf dem Sprung und den ganzen Tag damit beschäftigt, für Ihre Kunden da zu sein. Bei einer 40-Stunden-Woche kommen so locker 2400 Minuten zusammen. Wie wäre es, wenn Sie täglich nur drei davon für sich selbst einsetzen?

Planen Sie in Ihren Alltag mindestens dreimal pro Tag „MM“ ein – kurz für „Meine Minute“. Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Setzen Sie sich einfach eine Minute hin, schließen Sie die Augen und spüren Sie Ihre Atmung. Nutzen Sie dafür die beiden Fragen „Atme ich noch?“ und „Wie atme ich?“ Erst werden Sie so Ihrer Atmung bewusst, dann spüren Sie sie einfach. Das kann jeder.

Erleben Sie, wie gut das tut. Sie werden erstaunt sein, wie viel Kraft Sie aus diesen kleinen Inseln der Ruhe ziehen. Und Sie werden überrascht sein, wie lange 60 Sekunden sind – und wie frisch Sie danach weiter machen können.

Tipp 5. Machen Sie sich bewusst, wo Ihr Einfluss endet.

Wie oft verschwenden Sie Ihre Energie auf etwas, das außerhalb Ihrer eigenen Reichweite liegt? Ziemlich oft sogar: Sie meckern über den Fahrstil Ihres Vordermanns oder den Tonfall Ihres Gesprächspartners … Schluss damit!

Verschwenden Sie keine Zeit mehr mit Ärgern und Nachdenken, sondern fragen Sie sich lieber, was Ihre eigene Einflusszone ist und was Sie in dieser Situation tun können. Hören Sie auf, aus Orangen Apfelsaft zu machen – denn das ist pure Energieverschwendung! Fragen Sie sich lieber: „In wessen Einflusszone bin ich jetzt?“ und dann, nachdem Sie erkannt haben, dass Sie außerhalb Ihrer eigenen sind: „Was ist jetzt meine Einflusszone? Was kann ich jetzt konkret tun?“.

Tipp 6. Bringen Sie Ihre Ziele in Einklang mit Ihren Werten.

Ja, ich weiß, Sie haben schon viel über Ziele und Werte gehört. Wenn Sie sich zur Zeit aber mehr Power wünschen, dann können Ihnen diese beiden Checks Ihrer Ziele helfen.

Haben Sie Ihre Ziele SMART formuliert? Schön – das reicht aber nicht! Denn Sie brauchen noch ein E bei SMART. Das E steht für Emotionen; denn Emotionen – und nicht Logik – machen uns so richtig heiß. Wenn Sie Ihre Ziele erreichen, welche Emotionen empfinden Sie dann? Stolz? Unbesiegbarkeit? Wärme?

Denken Sie also auch jeden Morgen und immer wieder mal täglich zwischendurch an die Emotionen, die Sie mit Ihrer Zielerreichung verbinden. Doch damit nicht genug: Prüfen Sie auch, ob Ihre Werte Ihre Ziele unterstützen oder ihnen gar im Weg stehen. Wenn Ihr Ziel ein Umsatzwachstum von 134 Prozent ist, Sie aber den Wert „Familienzeit“ groß schreiben, passt das (eventuell) nicht zusammen.

Tipp 7. Motivieren Sie sich durch Schmerz.

Energie entsteht, wenn man sie bewusst produziert und immer wieder mal aus seiner Komfortzone rausgeht. Also Ab in die Stretching-Zone – aber nicht in die Panik-Zone! Dafür gebe ich Ihnen jetzt noch einen persönlichen Tipp, mit dem ich mich seit Jahren in Energie bringe, wenn ich mal durchhänge: Ich habe einem Kollegen 500 Ein-Euro-Münzen gegeben und ihm gesagt, dass er mich jeden Freitag fragen soll, ob ich in dieser Woche powermäßig unterwegs war oder eher durchschnittlich energiegeladen war.

Wenn ich nur durchschnittlich viel Energie hatte und investiert habe, geht ein Euro aus dem Beutel in ein Gefäß. Dieses Geld wird alle vier Wochen an Schalke 04 gespendet. Sie müssen wissen: Ich bin Dortmunder und gebe lieber noch mal extra Gas, bevor die meine Kohle kriegen. Das ist Motivation durch Schmerz.

Was bei mir funktioniert, kann auch Ihnen helfen. Überlegen Sie sich einfach, wem Sie das Geld überhaupt nicht gönnen; wofür Sie sich schämen würden, Geld gespendet zu haben. Heben Sie bei Ihrer Bank einen Betrag ab, der Ihnen ein wenig weh tut – in Ein-Euro-Münzen. Dann geht es los.

Sie haben nur eine Chance, aus Ihrem Leben ein Meisterwerk zu machen. Lassen Sie es krachen und sorgen dafür, auf der einen Seite alles zu geben; verausgaben Sie sich, seien Sie hungrig und gehen offensiv nach vorn. Auf der anderen Seite verschaffen Sie sich Inseln der Ruhe, der Erholung und der Stille. So produzieren Sie Energie, die Sie in Ihr Meisterwerk investieren.

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