Frühaufsteher Diese erfolgreichen Chefs beginnen den Tag schon vor Sonnenaufgang

20 vor 4 und der Wecker klingelt? Für viele sicher eine Horrorvorstellung. Doch viele erfolgreiche Firmenchefs sind Frühaufsteher.

20 vor 4 und der Wecker klingelt? Für viele sicher eine Horrorvorstellung. Doch viele erfolgreiche Firmenchefs sind Frühaufsteher.© Poles / Fotolia.com

Viele erfolgreiche Firmenchefs sind Frühaufsteher: Für sie beginnt der Tag schon lange vor Sonnenaufgang. 16 prominente Beispiele - und was die "Lerchen" so früh am Morgen tun.

Offenbar fängt der frühe Vogel wirklich den Wurm: Forschungen legen nahe, dass Frühaufsteher die besten Voraussetzungen für beruflichen Erfolg haben. So konnte etwa der Heidelberger Biologe Christoph Randler zeigen, dass Morgenmenschen, auch Lerchen genannt, Probleme vorausahnen und versuchen, sie zu minimieren. Sie stimmen Aussagen zu wie: „Ich verbringe Zeit damit, langfristige Ziele für mich selbst festzulegen“ und „Ich fühle mich verantwortlich dafür, etwas zu bewegen“.

Echte Macher-Typen also. So wie diese 16 erfolgreichen Firmenchefs, die eines gemeinsam haben: Sie beginnen schon vor 7 Uhr morgens mit der Arbeit.

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3:30 Uhr: Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne bedient alle Märkte

Der früheste Vogel unter den CEOs ist wohl Sergio Marchionne: Der Wecker des Vorstandsvorsitzenden von Fiat-Chrysler klingelt bereits um 3:30 Uhr. Ja, Sie haben richtig gelesen: Um 3:30 Uhr, wenn andere Menschen gerade in der Tiefschlafphase angekommen sind, beginnt für Marchionne der Tag. Der 65-Jährige kümmert sich dann erst einmal um den europäischen Markt. Auf Freizeit scheint der italienisch-kanadische Manager nicht viel Wert zu legen: Feiertage existieren bei ihm nicht. Wenn seine Nachbarn in den USA den Unabhängigkeitstag am 4. Juli feiern oder zu Thanksgiving eine Gans mit der ganzen Familie verputzen, flüchtet Marchionne nach Europa, um weiter arbeiten zu können.

3:45 Uhr: Der Tag von Apple-Chef Tim Cook beginnt

Noch mitten in der Nacht – genauer gesagt um 3:45 Uhr – beginnt der Tag von Apple-Chef Tim Cook. Denn genau wie sein Vorgänger Steve Jobs ist der 56-Jährige ein absoluter Workaholic. Noch vor 7 Uhr hat Cook bereits seine E-Mails gecheckt, im Fitnessstudio trainiert und einen Kaffee von Starbucks getrunken. Für ihn ist das aber alles andere als stressig: „Wenn man liebt, was man tut, sieht man es nicht als Arbeit an“, sagte der Amerikaner dem „Time Magazine“.

Vor 4 Uhr: Ex-Metro-Chef Hans Joachim Körber geht joggen

Die deutschen Unternehmer stehen den Amerikanern in Sachen frühes Aufstehen in nichts nach. Wie die meisten seiner CEO-Kollegen nutzt Ex-Metro-Chef Hans Joachim Körber die Zeit am Morgen für sportliche Aktivitäten. Noch vor 4 Uhr beginnt der Tag des 71-Jährigen. Am liebsten geht Körber dann joggen oder macht Pilates.

4:15 Uhr: Virgin-Chef David Cush schreibt E-Mails

Ganz nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ lebt der Geschäftsführer von Virgin America. David Crush steht um 4:15 Uhr auf – und nicht etwa, um den Sonnenaufgang zu sehen. Sobald der Amerikaner wach ist, pflegt er seine E-Mail-Kontakte und ruft Geschäftspartner an der Ostküste an. Erst danach schaltet er das Radio ein, liest die Zeitung, frühstückt und geht ins Fitnessstudio. Und macht sich dann auf den Weg zur Arbeit.

4:30 Uhr: PIMCO-Gründer Bill Gross checkt erst einmal die Aktien

Auch Bill Gross gehört zu den Frühaufstehern: Schon um halb fünf sitzt der Gründer der Investmentgesellschaft PIMCO vor seinem Laptop und sieht nach, wie sich der Aktienmarkt über die Nacht verändert hat. Erst dann – nämlich gegen 6 Uhr – macht sich der 73-Jährige auf den Weg zur Arbeit.

4:30 Uhr: Claus Hipp geht in die Kapelle

Auch ein deutscher CEO scheint 4:30 Uhr als perfekte Zeit zum Aufstehen anzusehen. Doch anders als viele andere Top-Manager nutzt Babykost-Unternehmer Claus Hipp die Morgenstunden nicht für Sport, sondern für Besinnung. Noch bevor er sich auf den Weg in die Firma macht, sperrt der 78-Jährige eine nahe gelegene Kapelle auf. Selbst sonntags ist er ein Frühaufsteher: Dann geht er in die Münchener Frauenkirche und assistiert als Ministrant in der Frühmesse. Nur samstags schläft Hipp aus: bis 7 Uhr.

5 Uhr: AOL-Chef Tim Armstrong lenkt sich mit Frühsport ab

Sich ablenken, um nicht direkt nach dem Aufstehen auf E-Mails zu antworten? Das mag kurios klingen, doch genau das tut Tim Armstrong, Chef von AOL. Der 46-Jährige behauptet von sich selbst, kein guter Schläfer zu sein, und kommt deswegen zwischen 5 und Viertel nach 5 am Morgen ohne Probleme aus dem Bett. Er hat aber gehört, es sei nicht gut für einen stressfreien Tagesablauf, so früh schon geschäftliche Mails zu bearbeiten. Deshalb lenkt sich der Amerikaner erst einmal mit Frühsport ab oder testet neu entwickelte Produkte. „Das Leben ist zu aufregend, um zu schlafen“, nennt er als Begründung für seine frühe Aufstehzeit.

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5:30 Uhr: Twitter-Chef Jack Dorsey meditiert

Um 5:30 Uhr wollen wohl die wenigsten Menschen gern aufstehen. Für Jack Dorsey ist es genau die richtige Zeit. Die richtige Zeit zum Meditieren und um rund neun Kilometer joggen zu gehen. Denn das macht der CEO von Twitter noch bevor Sonnenaufgang, wie der 40-Jährige im Gespräch mit dem „New York Magazine“ verriet.

5:30 Uhr: Vodafone-Chef Vittorio Colao macht sich startklar für den Marathon-Tag

Auch Vittorio Colaos Wecker klingelt morgens um 5:30 Uhr. Sechs Stunden Schlaf genügen dem Vodafone-Chef, um täglich von 7 bis 22:45 Uhr durchzuarbeiten – die einzige Pause ist das Abendessen mit seiner Familie. Der Tag des italienischen Geschäftsmanns ist komplett durchgetaktet und geplant, egal ob es um Hobbys, Sport oder Meetings geht.

 

5:30 Uhr: Ex-General-Electric-Chef Jeff Immelt liest Zeitung

5:30 Uhr ist eine gute Zeit – das daenkt sich offenbar auch Ex-General-Electric-Boss Jeff Immelt. Er startet den Tag sportlich und macht erst einmal Ausdauertraining. Nebenbei liest der 61-Jährige noch die Zeitung und verfolgt konzentriert die Nachrichten auf CNBC, um immer auf dem aktuellsten Stand zu sein. Das erzählte der amerikanische Wirtschaftsmanager im Interview mit dem „Fortune Magazine“.

5:30 Uhr: Bahn-Chef Rüdiger Grube erwacht nach vier Stunden Schlaf

Nur vier Stunden Schlaf pro Nacht reichen Rüdiger Grube. Danach, so sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, sei er trotzdem fit und leistungsstark, um den Großkonzern zu leiten. Wenn sein Wecker um 5:30 Uhr klingelt, steht er direkt auf und geht erst einmal ein paar Runden joggen.

5:30 Uhr: Modeberater Tim Gunn trainiert

Halb Sechs scheint die magische Zahl zu sein, um fit in den Tag zu starten. Auch der US-amerikanische Modeberater Tim Gunn steht um diese Zeit auf. Naja, zumindest ändert er die Lage in seinem Bett, den bevor er das verlässt, macht 64-Jährige 50 Sit-Ups. Erst danach steht er wirklich auf, gönnt sich ein bis zwei Espresso zum wach werden und checkt die Nachrichten in der Zeitung.

5:45 Uhr: Virgin-Gründer Richard Branson geht Kitesurfen

Joggen oder Ausdauertraining ist für Richard Branson nichts, trotzdem steht es morgens auf, um Sport zu machen. Denn der Virgin-Gründer liebt das Kitesurfen und stellt dafür sogar den Wecker auf 5:45 Uhr, um noch genug Zeit für sein Hobby zu haben. Nach dem Sport gönnt sich der 67-Jährige Brite üblicherweise ein ausgiebiges Frühstück, bevor es an die Arbeit geht.

Vor 6 Uhr: Investor Kevin O’Leary checkt den Anleihemarkt

Um immer auf den neusten Stand zu sein, ist Kevin O’Leary bereits vor 6 Uhr morgens den Anleihemarkt durchgegangen. Dem Investor und Vorsitzenden von O’Leary Financial ist es nämlich sehr wichtig, immer einen Schritt voraus zu sein – dafür nimmt er auch das frühe Klingeln des Weckers in Kauf. Wie er dem „Business Insider“ in einem Interview erzählte, könne er eh unmöglich verschlafen, wenn sich etwas auf dem Aktienmarkt in London oder Tokio tut. Und auch sportlich aktiv ist der 63-Jährige noch, bevor er den Tag am Schreibtisch startet. Denn nachdem sein Vater im Alter von nur 37 Jahren gestorben war, nahm sich O’Leary vor, gesünder zu leben, und treibt deswegen täglich Sport. Wenn dann um halb zehn der Aktienmarkt öffnet, „geht der Spaß erst richtig los“, sagt er.

Vor 6 Uhr: Starbucks-Chef Howard Schultz nimmt sich Zeit für seine Frau

Für Howard Schultz ist die Arbeit keine Ausrede, auf Sport zu verzichten. Noch bevor der Starbucks-Boss um sechs Uhr frisch geduscht und top fit ins Büro kommt, schwingt er sich mit seiner Frau aufs Fahrrad und fährt ein paar Runden. Denn dem 64-Jährigen ist die Zeit mit seiner Familie sehr wichtig.

Um 6 Uhr: General-Motors-Chefin Mary Barra betritt das Büro

Auch die Chefin des amerikanischen Automobilriesen General Motors bevorzugt es, früh aufzustehen. Der „New York Times“ verriet Mary Barra, dass sie schon um 6 Uhr im Büro anzutreffen ist. Dafür musste die 55-Jährige nicht einmal ihre alte Routine verändern, denn Arbeitskollegen berichten, dass Barra schon vor ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin so früh im Haus war.

Vor 7 Uhr: Pepsi-Chefin Indra Nooyi wacht ohne Wecker auf

Wer wünscht sich das nicht: morgens von ganz allein und ohne das nervige Klingeln des Weckers aufzuwachen und gut gelaunt in den Arbeitstag zu starten? Genau das passiert nämlich Indra Nooyi, der Vorsitzenden von PepsiCo., wie sie dem „Fortune Magazine“ erzählte. Die 61-Jährige sitzt deshalb spätestens um 7 Uhr am Schreibtisch und erledigt ihre Aufgaben. Doch am Mittag bemerkt auch sie die Schattenseiten des frühen Aufwachens: Dann wird sie müde.


So werden Sie zum Frühaufsteher!

Sie wollen nun auch versuchen, ein Morgenmensch zu werden? Dann lesen Sie unsere 11 Tipps, wie Morgenmuffel besser aus dem Bett kommen! Und damit der Tag im Büro dann auch produktiv und stressfrei startet, empfehlen wir Ihnen die Morgenroutine aus unserem Artikel So hat Stress morgens keine Chance.

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