Gute Vorsätze durchhalten So geben Sie sich selbst einen Tritt

Manchmal braucht man einen kräftigen Tritt, um seine guten Vorsätze durchzuhalten: einen Activation Trigger. Den sollte man am besten für schwache Momente schon parat haben.

Manchmal braucht man einen kräftigen Tritt, um seine guten Vorsätze durchzuhalten: einen Activation Trigger. Den sollte man am besten für schwache Momente schon parat haben.© tobeys / photocase.de

Fällt es Ihnen auch so schwer, gute Vorsätze durchzuhalten? Mit diesem simplen Trick wird es leichter, sich aufzuraffen und Versuchungen zu widerstehen.

Sind Sie mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet? Dann stellen Sie wahrscheinlich spätestens jetzt, Ende Januar, fest: Durchhalten ist gar nicht so einfach. Ganz egal, ob wir pünktlich Feierabend machen, nach einem langen Tag im Betrieb noch die Joggingschuhe schnüren oder Kundenanfragen schneller beantworten wollen: Immer wieder kommt was dazwischen.

Dabei wissen wir so viel darüber, was wir tun müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir setzen sie SMART, so wie Unternehmerin Vanessa Weber. Wir sorgen mit einem Vision Board dafür, dass wir sie immer vor Augen haben, so wie Unternehmer Sven Franzen. Wir beherzigen Richard Bransons 10-Punkte-Plan, um Ziele zu erreichen. Und trotzdem scheitern wir immer wieder – oft genug am inneren Schweinehund.

Anzeige

Michael Hyatt, amerikanischer Speaker, Autor und Coach, stellt in seinem Blog nun eine Methode vor, die es uns leichter machen soll, unsere Ziele zu erreichen: Er setzt auf so genannte „Activation Triggers“, wörtlich übersetzt etwa: Aktivitätsauslöser. Was er damit genau meint? Sätze und Handlungen, die das gewünschte Verhalten triggern. Die uns einen Schubs in die richtige Richtung geben – oder, weniger vornehm ausgedrückt: einen Tritt in den Hintern. Und die uns helfen, Versuchungen zu widerstehen.

Hyatt verdeutlicht die Methode mit folgendem Beispiel: Er wollte montags bis freitags jeden Morgen laufen gehen, hielt den guten Vorsatz aber nicht durch. „Dann beschloss ich, mich nicht länger auf das Ziel selbst zu konzentrieren – sondern darauf, dass ich am Vorabend meine Sportklamotten rauslege. Es klingt lächerlich einfach, aber mit dieser Routine wurde es mir fast mühelos zur Gewohnheit, regelmäßig Sport zu machen.“ Das Ganze funktioniere nach dem Wenn-Dann-Prinzip, meint Hyatt: Wenn die Sportklamotten bereitliegen, dann gehe ich laufen.

Gute Vorsätze durchhalten in 5 Schritten

Hyatt empfiehlt fünf Schritte, um sich das Prinzip „Activation Triggers“ zunutze zu machen:

1. SMARTE Ziele setzen
Das Prinzip ist altbekannt, auch wenn Hyatt seine Ziele nicht nur nach der SMART-Methode setzt, sondern noch SMARTER: Er hat noch E für Exciting (aufregend) und R für Relevant hinzugefügt. Das heißt: Setzen Sie sich nur Ziele, die Sie begeistern und die auch wichtig für Sie sind.

2. Trigger identifizieren
Bei Michael Hyatt war es das Herauslegen der Sportklamotten. Was könnte Sie – im übertragenen Sinn – vom Sofa schubsen? Was bringt Sie zurück in die richtige Richtung: auf den Weg zu Ihrem Ziel? Sammeln Sie Ideen und wählen Sie die beste aus.

3. Trigger optimieren
Haben Sie mal versucht, sich selbst in den Hintern zu treten? Schwierig! Deshalb rät Michael Hyatt, die Kontrolle über die Aktivitäts-Trigger möglichst aus der Hand zu geben.

  • Versuchungen eliminieren: Wer sich gesünder ernähren will, verbannt alle Süßigkeiten aus dem Haus.
  • Trigger automatisieren: Wer Geld beiseite legen will, richtet einen Dauerauftrag vom Girokonto ein.
  • Trigger delegieren: Wer öfter mit seiner Frau Essen gehen will, lässt seine Sekretärin regelmäßig einen Tisch reservieren.

4. Auf Hindernisse vorbereiten
Nun legen Sie sich eine Reaktion auf mögliche Hindernisse zurecht. Auch hier kommt wieder das Wenn-dann-Prinzip zum Einsatz – etwa so: „Wenn kurz vor Feierabend das Telefon klingelt, hebe ich nicht mehr ab, sondern lasse die Mailbox rangehen.“

+++ Mehr von impulse regelmäßig ins Postfach? Hier für den Unternehmer-Newsletter anmelden +++

5. Experimentieren
„Sie werden Rückschläge erleiden“, sagt Michal Hyatt. „Geben Sie Ihr Ziel nicht auf, sondern ändern Sie nur Ihre Methode.“

Taugt die Idee was?

Ausprobiert haben wir sie noch nicht. Aber dass Hyatt die Hindernisse auf dem Weg zum Ziel berücksichtigt, ist uns impulse-Redakteuren jedenfalls sympathisch: handfest und nicht so esoterisch wie vieles, was aus der Coaching-Ecke zum Thema „Gute Vorsätze durchhalten“ kommt („an sich selbst glauben“, „das neue Selbst vor dem inneren Auge vorstellen“). Wir finden: Einen Versuch ist es wert!

Viele Beispiele für Aktivitäts-Trigger und Hindernisse und ein „Activation Triggers Arbeitsblatt“ zum Herunterladen finden Sie in Michael Hyatts Originalbeitrag „Wie Sie Aktivierungs-Trigger nutzen, um dieses Jahr Ihre Ziele zu erreichen“.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.