Gibt es im Unternehmen einen Code of Conduct, weiß jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, welches Verhalten am Arbeitsplatz erwünscht ist – und welches nicht. Diese Klarheit hilft, Probleme von Vornherein zu minimieren.
Auch bereits bestehende Konflikte lassen sich so schneller lösen: Haben Angestellte den Code of Conduct unterschrieben, können sich Führungskräfte in Gesprächen darauf berufen. Außerdem entscheiden Richter im Streitfall häufiger für die Arbeitgeberseite, wenn es ein solches Regelwerk im Unternehmen gibt.
Mit dieser Vorlage hast du es leicht, Verhaltensregeln für das Miteinander am Arbeitsplatz aufzusetzen. Gestaltet hat den Mustertext Falko Daub, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner der Berliner Kanzlei Pusch Wahlig Workplace Law.
Gibt’s noch Tipps?
Bei unternehmens- oder branchenspezifischen Besonderheiten kann es sinnvoll sein, weitere Compliance-Richtlinien zu ergänzen, beispielsweise im Hinblick auf den Umgang mit Geschäftsgeheimnissen und sensiblen Daten. Idealerweise lässt du die Belegschaft über den Entwurf für den Code of Conduct diskutieren – Menschen halten sich eher an Regeln, die sie mitgestalten konnten.
Und: In Unternehmen mit einem Betriebsrat kann dieser ein Mitbestimmungsrecht zum Code of Conduct haben – sofern der Inhalt des Regelwerks über die gesetzlichen Pflichten wie etwa das Diskriminierungsverbot hinausgeht. Für die Vorlage gilt: Streichst du den Satz zur Annahme von Geschenken (Punkt IV, Absatz 2), hat ein Betriebsrat für diesen konkreten Code of Conduct kein Mitbestimmungsrecht.

