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Der Glücksbringer, der bei keiner Geschäftsreise fehlen darf. Das Gebet vor schwierigen Verhandlungen. Oder das Dankbarkeitsritual, wenn das Krisengespräch gut verlaufen ist. Nüchtern betrachtet, wirkt das alles irrational. Doch manchen Unternehmern und Unternehmerinnen können genau solche Dinge Halt geben.
Denn wer eine Firma führt, muss ständig entscheiden – oft mit Blick auf eine unsichere Zukunft: Ist das die richtige Strategie in Zeiten von KI? Lohnt sich die Investition? Auf welche Kunden setze ich? Das passiert häufig unter Zeitdruck und mit dem Wissen, dass Fehler teuer werden können. „Auf den meisten lastet großer Erwartungsdruck“, sagt Dorothea Alewell, Professorin für Personalwirtschaft an der Universität Hamburg. Sie forscht zu Religion, Spiritualität und Jobzufriedenheit.
Deshalb suchen manche im Glauben und in bestimmten Ritualen Orientierung und Halt. „Gerade spirituelle Praktiken wie Yoga, Meditation oder Achtsamkeitstrainings werden deutlich mit mentaler Klarheit und Leistungsfähigkeit verbunden und ziehen daher viele Unternehmerinnen und Unternehmer an“, sagt Dorothea Alewell.
Das könne der Expertin zufolge die Zufriedenheit im Arbeitsalltag stark beeinflussen: „Religion und Spiritualität können persönliche Haltungen wie Resilienz oder Dankbarkeit fördern, die wiederum dabei helfen können, belastende Arbeitssituationen leichter auszuhalten.“ Nicht für alle funktioniert das, für einige aber offenbar schon.
Drei Unternehmer und eine Unternehmerin erzählen, welche ungewöhnlichen Rituale und spirituellen Praktiken ihnen Kraft für den Alltag geben.
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