Die Geschichte hinter „Eric AI“
Paartherapeut Eric Hegmann zur Frage, wie er seinen KI-Avatar „Eric AI“ entwickelt hat, was schwierig war und wie die KI-Paartherapie ankommt:
„Die Rückmeldungen auf frühe Versionen meiner KI ‚Eric AI‘ waren begeistert. Denn der Chatbot erfüllte alle Erwartungen, mit denen Menschen eine Paartherapie beginnen: Sie wollen in ihrem Leid gesehen werden, möchten hören, dass der Partner oder die Partnerin ein Idiot ist, und Tipps bekommen, wie er oder sie zu ändern sei. Genau das tat die KI – und damit das Gegenteil dessen, was mein Ziel war.
Ich wollte eine KI, die arbeitet wie ich, also gute Paartherapie leistet: Diese sollte zur Reflexion anregen, Beziehungsdynamiken sichtbar machen – und den Anteil, den beide Beteiligte daran haben. Sie soll helfen, Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen, außerdem die Selbstwirksamkeit und Selbstverantwortung stärken. Im besten Fall setzt das einen Veränderungsprozess bei den Beteiligten in Gang – und das wiederum kann der Beziehung helfen. Mein erster Chatbot, der Ende 2023 live ging, schaffte nichts davon. Die Leute waren aber so angetan von Eric AI, dass sie mitunter stundenlang mit der KI chatteten.
Die intensive Nutzung zeigte mir, dass der Bedarf da ist; gleichzeitig verursachte das Flatrate-Modell durch die tokenbasierte Abrechnung mitunter 1000 Euro Kosten im Monat – was in keinem Verhältnis zu den Einnahmen stand.
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